Mg5 Longoral 100 Kautabletten

Mg5 Longoral 100 Kautabletten

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Magnesium DL-Hydrogenoaspartat Tetrahydrat.

Hilfsstoffe: Saccharin, Cyclamat, Aroma, Excipiens pro compr.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 teilbare Kautablette enthält 1,8 g Magnesium DL-hydrogenoaspartat Tetrahydrat entsprechend zu 5 mmol (121,5 mg) Magnesium.

Diabetikerhinweis: Eine Tablette Mg 5-Longoral = ca. 0,02 Broteinheiten.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Deckung eines erhöhten Bedarfes (z.B. Wachstum, Hochleistungssport, Schwangerschaft, Stillzeit).

Magnesiumarme Ernährung.

Wadenkrämpfe.

Auf ärztliche Verordnung oder auf Rat eines Apothekers

Neuromuskuläre Störungen wegen Magnesiummangel, muskuläre Krämpfe.

Auf ärztliche Verordnung

Bei tachykarden Herzrhythmusstörungen (Tachykardie), v.a. bei Resistenz gegenüber anderen Antiarrhythmika.

Adjuvans zu β2-Adrenergika bei Prodromi frühzeitiger Geburt bzw. drohendem Spätabort.

Behandlung der Eklampsie, Pre-Eklampsie und des tetanischen Syndroms.

Enterale oder renale Magnesiumverluste (chronische Diarrhoe, Diuretikatherapie).

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung von Mg5-Longoral ist abhängig vom Grad des Magnesiummangels. Als mittlere Tagesdosis gilt 0,2 mmol entsprechend ca. 5 mg Magnesium je kg Kpgw. Diese Dosis kann bei schweren Magnesiummangelzuständen auf 0,4 mmol (ca 10 mg) Magnesium je kg Kpgw erhöht werden. 1 Tablette Mg5-Longoral enthält 5 mmol, entsprechend 121,5 mg Magnesium.

Soweit nicht anders verordnet, gelten für Mg5-Longoral folgende Dosierungsrichtlinien:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 1 Tab. 1–3mal täglich.

Kinder ab 6 Jahren: ½ Tab 1–3mal täglich.

Die Mg5-Longoral Tabletten sollen zerkaut und bei Bedarf mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten genommen werden.

Die Anwendung und Sicherheit von Mg5-Granoral bei Kindern unter 6 Jahren ist bisher nicht systematisch geprüft worden.

Kontraindikationen

Mg5-Longoral ist kontraindiziert:

Bei akuter und chronischer Niereninsuffizienz und bei Störungen der Erregungsleitung im Herzen (AV-Block),

bei Exsikkose und Ca-Mg-Ammoniumphosphat-Steindiathese,

bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile,

bei bekannter Sorbitolunverträglichkeit (Fruktose-Intoleranz).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion ist geboten.

Interaktionen

Gleichseitige Eisentherapie: ist darauf zu achten, dass bei gleichzeitiger Einnahme von Magnesium die Eisenresorption behindern kann.

Tetrazyklin: die gleichzeitige Magnesiumgabe behindert auch die Tetrazyklinresorption.

Cholecalciferol: Tendenz zu Hypercalcaemie bei gleichzeitiger Gabe von Magnesium und Cholecalciferol.

Schwangerschaft/Stillzeit

Mg5-Longoral kann während des Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden.

Kontrollierte Studien bei Frauen haben keine foetalen Risiken im Verlauf des ersten Trimesters ergeben; es gibt keine Anzeichen, welche auf ein Risiko im verlaufe der weiteren Trimester hinweisen, und die Möglichkeit einer Schädigung des Fötus erscheint als wenig wahrscheinlich.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Keine.

Unerwünschte Wirkungen

Gastrointestinaltrakt

Gelegentlich: bei hoher Dosierung kann es zu weichen Stühlen kommen.

Durchfälle: man reduziert die Tagesdosis oder setzt das Präparat vorübergehend ab.

Überdosierung

Bei intakter Nierenfunktion sind orale Magnesium-Intoxikationen unwahrscheinlich.

Im Falle eines Niereninsuffizienz kann eine Magnesium-Intoxikation erscheinen. Es hängt ab von Magnesium-Plasmaspiegel und gibt die folgenden Symptome: Blutdruckabfall, Übelkeit, Erbrechen, ZNS-Depression, Verringerung des Reflex, EKG-Defekt, Beginn eine respiratorische Depression, Koma, Herzstillstand, respiratorische Paralysie.

Als Antidot kann Calcium i.v. gegeben werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A12CC05

Mg5-Longoral ist eine Kautablette, die es erlaubt, dem Körper Magnesium in einer Form in welcher Magnesium vom Körper gut aufgenommen werden kann und in ausreichenden Mengen zuzuführen.

Magnesium ist ein lebensnotwendiges Element, das für viele Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper notwendig ist und im Normalfall in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen wird.

Man geht davon aus, dass Erwachsene am Tag mindestens 300–400 mg Magnesium benötigen (1 Tabl. Mg5-Longoral enthält 5 mmol, entsprechend 121,5 mg Magnesium als Aspartat). Bei einseitiger Ernährung ist die Deckung des Magnesiumbedarfs nicht immer gewährleistet.

Mg5-Longoral ist geeignet durch Magnesiummangel bedingte Störungen zu beheben. Empfohlen wird die Zufuhr von Mg5-Longoral bei erhöhten Belastungen, Schwangerschaft usw. und in besonderen Situationen während der Tokolyse (Behandlung der drohenden Frühgeburt), sowie bei Mehrbelastung des Körpers durch Hochleistungssport.

Pharmakokinetik

Absorption

Magnesiumaspartat wird bei oraler Applikation zu etwa 30–60% absorbiert. Absorptionsort ist hauptsächlich das Ileum, zu einem geringeren Teil das Jejunum.

Das Maximum des Serummagnesiumspiegels ist etwa 2 Stunden nach oraler Applikation erreicht. Dieses Niveau bleibt etwa 3 Stunden bestehen.

Der Normbereich von Magnesium in Serum und Plasma beträgt 0,7–1,05 mmol/l. Kumulationsgefahr besteht bei Niereninsuffizienz (Unterschreiten einer Ausscheidung von 30 ml/h Urin). Die Absorption ist verhindert bei Diarrhoe, Malabsorptionssyndromen, Alkoholismus, Diabetes mellitus und Gallengangatresie.

Elimination

5 Stunden nach oraler Applikation beginnt der Serummagnesiumspiegel wieder zu fallen, etwa 15 Stunden post applicationem ist der ursprüngliche Serummagnesiumwert erreicht. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal und unterliegt einer Vielzahl von hormonellen Steuerungen und ist abhängig vom Gesamt-Magnesiumstatus des Körpers.

Präklinische Daten

Magnesiumsalze weisen generell kein spezifisch toxisches, kein teratogenes, kein embryotoxisches und kein mutagenes Potential auf.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerung

Das Medikament soll bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

46144 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Vifor SA, Villars-sur-Glâne.

Stand der Information

Dezember 2006.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.