Magnesium Diasporal Lutschtabletten 100mg 50 Stück

Magnesium Diasporal Lutschtabletten 100mg 50 Stück

Fachinformationen

Zusammensetzung

1 Lutschtablette enthält:

Wirkstoff: Magnesii citras anhydricus.

Hilfsstoffe: Saccharum, Saccharinum natricum, Aromatica.

Hinweis für Diabetiker: Dieses Arzneimittel enthält 69 mg verwertbare Kohlenhydrate pro Einzeldosis.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Lutschtablette Magnesium-Diasporal 100 enthält: Mg2+ 98,6 mg = 4,00 mmol = 8,0 mval ut Magnesii citras anhydricus 610 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur Deckung des Tagesbedarfs an Magnesium:

Orale Substitutionstherapie bei allen Magnesiummangelzuständen;

zur periodischen Auffüllung der Magnesiumspeicher im Körper;

bei einseitiger Ernährung, während Fastenkuren.

Bei Mehrbedarf:

während des Wachstums

bei Hochleistungssport;

während Schwangerschaft und Stillzeit;

bei Alkoholabusus;

Zur Therapie:

Neuromuskuläre Übererregbarkeit, Wadenkrämpfe;

tachykarde Herzrhythmusstörungen, v.a. bei Resistenz gegenüber anderen Antiarrhythmika.

Dosierung/Anwendung

Die Magnesium-Diasporal 100 Lutschtabletten lutschen.

Es wird folgende Dosierung pro Tag empfohlen:

Kinder 2-3 Jahre: 1× 1 Lutschtablette = 100 mg Mg2+

Kinder 3-12 Jahre: 2× 1 Lutschtablette = 200 mg Mg2+

Erw. + Kinder >12 Jahre: 3× 1 Lutschtablette = 300 mg Mg2+

Die Standarddosis kann im Bedarfsfall (z.B. schwere Mangelerscheinungen, therapieresistente Herzrhythmusstörungen) verdoppelt werden.

Für Kinder ab 12 Jahren und Erwachsene steht auf Verschreibung des Arztes auch Magnesium-Diasporal 300 Granulat zur Verfügung.

Die Dauer der Anwendung sollte mindestens 6 Wochen betragen.

Die Anwendung und Sicherheit von Magnesium-Diasporal 100 Lutschtabletten bei Kindern unter 2 Jahren ist bisher nicht systematisch geprüft worden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Akute oder chronische Niereninsuffizienz, Magnesium-Ammoniumphosphat-Steindiathese, Exsikkose.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei bradykarden Störungen der Erregungsleitung im Herzen sollte eine hochdosierte, nicht kontrollierte Daueranwendung vermieden werden. Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion (Serum-Magnesiumspiegel überwachen).

Interaktionen

Magnesiumpräparate sollen nicht zum gleichen Zeitpunkt mit Tetracyclinen oder Eisensalzen eingenommen werden, da sie sich gegenseitig in der Resorption behindern. Eine zeitlich versetzte Applikation von 3-4 Stunden ist möglich.

Über eine Verstärkung der Wirkung von oralen Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmern wurde berichtet.

Bei gleichzeitiger Gabe von Magnesium und Cholecalciferol kann eine Tendenz zur Hypercalcämie bestehen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Magnesium-Diasporal 100 Lutschtabletten können während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden.

Kontrollierte Studien bei Frauen haben keine fötalen Risiken im Verlauf des ersten Trimesters ergeben; es gibt keine Anzeichen, welche auf ein Risiko im Verlaufe der weiteren Trimester hinweisen, und die Möglichkeit einer Schädigung des Fötus erscheint als wenig wahrscheinlich.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Gastrointestinale Störungen: Gelegentlich kann es bei der Einnahme von Magnesium-Diasporal 100 Lutschtabletten zu weichem Stuhl kommen. Diese unerwünschte Begleiterscheinung verschwindet normalerweise nach wenigen Tagen ohne Absetzen des Präparates; andernfalls ist die Dosis entsprechend zu reduzieren bzw. das Präparat abzusetzen.

Überdosierung

Bei intakter Nierenfunktion sind orale Magnesium-Intoxikationen unwahrscheinlich.

Als Antidot kann Calcium i.v. gegeben werden.

Nur bei schwerer Niereninsuffizienz mit Anurie kann es sowohl bei der oralen als auch parenteralen Therapie zur Kumulation von Magnesium und zu Intoxikationserscheinungen kommen.

Pharmakologische und toxikologische Effekte erhöhter Magnesium-Plasmaspiegel

Mg-Plasma-Konzentration(mmol/l)Symptome und unerwünschte Wirkungen
>1,5Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen
>2,5ZNS Depression
>3,5Hyporeflexie, EKG-Veränderungen
>5,0Beginnende Atemdepression
>5,5Koma
>7,0Herzstillstand, Atemlähmung

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A12CC04

Magnesium-Diasporal 100 Lutschtabletten zeichnen sich durch eine therapeutisch sinnvolle Dosierung und eine sehr gute Resorption aus.

Magnesium-Diasporal 100 Lutschtabletten eignet sich daher zur oralen Substitutionstherapie bei allen Magnesiummangelerscheinungen sowie Mehrbedarf. Magnesium ist ein lebensnotwendiges Element, das eine Schlüsselfunktion bei der Aktivierung vieler Enzymreaktionen wahrnimmt. Ein Mangel kann dadurch leichte bis schwerwiegende Störungen von Körperfunktionen hervorrufen. Der Erwachsene braucht täglich 300-400 mg Mg2+. Ein Mehrbedarf besteht z.B. bei Hochleistungssport, Schwangerschaft, Stillzeit, Alkoholabusus und während des Wachstums. Der Tagesbedarf kann sich bis auf die doppelte Menge erhöhen. Magnesium-Diasporal 100 Lutschtabletten sollte periodisch eingenommen werden, um die Magnesiumspeicher im Körper aufzufüllen. Unabhängig von einem eventuell bestehenden Magnesiummehrbedarf bzw. Magnesiummangel besitzt Magnesium pharmakodynamische Eigenschaften, die bei entsprechender Dosierung wirksam werden.

Pharmakokinetik

Absorption

Im sauren Magensaftmilieu findet eine vollständige Dissoziation des oral zugeführten Magnesiumsalzes statt. Die Resorption erfolgt überwiegend über den Dünndarm, wobei die Resorptionsrate bei ca. 30-60% der oral zugeführten Menge liegt (Halbwertszeit 3-4 Stunden). Eine hohe alimentäre Fettzufuhr behindert die Magnesiumresorption durch Bildung unlöslicher Salze mit Fettsäuren.

Distribution

Der menschliche Körper enthält durchschnittlich 24 g Magnesium, 50% des Bestandes befinden sich im Knochen, das übrige Magnesium liegt zu 95% intrazellulär vor. Der Serum-Normalwert liegt bei 0,75-1,1 mmol/l. 55% des Magnesiums liegen im Serum in freier Form vor, der Rest ist zu 32% an Albumin, zu 4% an Citrat, zu 3% an Phosphat und zu 6% an andere Liganden gebunden.

Elimination

Die Ausscheidung des resorbierten Magnesiums erfolgt hauptsächlich durch glomeruläre Filtration über die Niere. Bei Magnesiummangel können nahezu 100% des Magnesiums in der Niere (überwiegend in der Henle-Schleife) rückresorbiert werden.

Präklinische Daten

Magnesiumsalze weisen generell kein spezifisch toxisches, kein teratogenes, kein embryotoxisches und kein mutagenes Potential auf.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

26000 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Doetsch Grether AG, 4051 Basel.

Herstellerin

Protina GmbH, D-85737 Ismaning.

Stand der Information

Oktober 2013.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.