Mag 2 Forte Plv Btl 30 Stk

Mag 2 Forte Plv Btl 30 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Magnesii L-pidolas hydricus.

Hilfsstoffe

Trinkampulle: Saccharinum natricum; Arom. (Orange): Bergamottae aeth. et alia; Color: E104, E110, E150; Conserv.: E217, E219, Excipiens ad solutionem.

Mag 2 Beutel: Saccharum (1,99 g corresp. 8 kcal/33,5 kJ), Saccharinum natricum, Aromatica, Excipiens ad pulverem.

Mag 2 forte Beutel: Saccharum (2,985 g corresp. 12 kcal/50 kJ), Saccharinum natricum, Aromatica, Excipiens ad pulverem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Mag 2

1 Trinkampulle Mag 2 zu 10 ml enthält 1,5 g Magnesii L-pidolas hydricus corresp. 122 mg (= 5 mmol) Mg2+.

1 Beutel Mag 2 Pulver enthält 1,5 g Magnesii L-pidolas hydricus corresp. 122 mg (= 5 mmol) Mg2+.

Mag 2 forte

1 Beutel Mag 2 forte Pulver enthält 2,25 g Magnesii L-pidolas hydricus corresp. 184 mg (= 7,5 mmol) Mg2+.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Mag 2 und Mag 2 forte werden für die Behandlung eines Magnesiummangels verwendet, der sich durch verschiedene unspezifische Symptome manifestieren kann: neuromuskuläre Übererregbarkeit (Muskelkrämpfe, Tetanie, übermässige Knochen-Sehnen-Reflexe), Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie, Tachykardie), Störungen des Magen-Darm-Traktes (Spasmen).

Mag 2 und Mag 2 forte werden zur Vorbeugung gegen einen Magnesiummangel empfohlen, beispielsweise:

zur Deckung eines erhöhten Magnesiumbedarfs während der Schwangerschaft;

bei intensiver sportlicher Betätigung;

bei unausgewogener Ernährung, Malabsorption, chronischer Diarrhoe, Alkoholismus oder Diabetes mellitus (erhöhte Magnesurie);

bei einer medikamentösen Behandlung, die eine erhöhte Magnesurie herbeiführt, wie zum Beispiel: Diuretika, Cyclosporin A, Aminoglykosid-Antibiotika (Gentamycin), Digitalispräparate.

Dosierung/Anwendung

 

Mag 2 Beutel

Mag 2 forte Beutel

Mag 2 Trinkampulle

Erwachsene3× 1 täglich2× 1 täglich3× 1 täglich
Kinder von 2½ bis 15 Jahren2× 1 täglich-2× 1 täglich
Kinder bis 2½ Jahre1× ½-1 täglich-1× 1 täglich

Erhaltungstherapie und Prävention

1-2× 1 täglich1× 1-1½ täglich1-2× 1 täglich

Der Inhalt der Ampullen kann direkt getrunken oder mit ein wenig Flüssigkeit verdünnt werden. Das Pulver aus den Beuteln in ein Glas leeren und Wasser unter stetigem Umrühren hinzufügen. Die Einnahme erfolgt zu einer Mahlzeit. Die Mag 2 Lösung in Trinkampullen enthält 7 mg Glucose pro Ampulle und ist für Diabetiker geeignet.

Die Behandlungsdauer, um ein Magnesiumdefizit auszugleichen, beträgt im Allgemeinen 3–6 Wochen.

Kontraindikationen

Schwere Niereninsuffizienz, Dehydratation, Prädisposition für Ca-Mg-Ammoniumphosphat-Lithiasen, akute Harnwegsinfekte.

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei AV-Überleitungsstörungen und Nierenfunktionsstörungen. Bei Nierenfunktionsstörungen ist der Serum-Magnesiumspiegel zu überwachen.

Mag 2 in Trinkampullen enthält den Azofarbstoff Gelborange S (E110). Bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure und andere Prostaglandinhemmer sind Mag 2 Ampullen nur unter besonderer Vorsicht anzuwenden.

Interaktionen

Magnesium kann kompetitiv die Absorption gewisser Substanzen im Magen-Darm-Trakt vermindern. Es empfiehlt sich daher, zwischen Einnahmen von Eisen oder Kalzium (nur wenn es sich um hohe Dosierungen handelt) eine zeitlichen Abstand von mindestens drei Stunden einzuhalten. Desgleichen ist es angebracht, bei einer Behandlung mit oralen Tetrazyklinen oder Bisphosphonaten eine gleichzeitige Einnahme von Mag 2 und Mag 2 forte zu vermeiden.

Die gleichzeitige Verabreichung von Magnesium und Cholecalciferol kann zu einer Hyperkalzämie führen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Mag 2/Mag 2 forte kann während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden.

Kontrollierte Studien bei Frauen haben keine fötalen Risiken im Verlauf des ersten Trimesters ergeben; es gibt keine Anzeichen, welche auf ein Risiko im Verlaufe der weiteren Trimester hinweisen, und die Möglichkeit einer Schädigung des Fötus erscheint als wenig wahrscheinlich.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurde bisher keine entsprechende Studie durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich können Verdauungsstörungen (Diarrhoe, Bauchschmerzen) auftreten. Sie sind auf eine zu hohe Dosierung oder Unverträglichkeit auf einen Inhaltsstoff von Mag 2 zurückzuführen. Fälle einer Unverträglichkeit auf das Pidolat oder einen Hilfsstoff von Mag 2 wurden nur selten gemeldet. In einem solchen Fall ist es ratsam, dem Patienten ein orales oder parenterales Antihistaminikum zu verabreichen.

Überdosierung

Bei oraler Verabreichung kann eine Überdosierung nur beobachtet werden, wenn eine schwere Niereninsuffizienz mit Anurie besteht.

Pharmakologische und toxikologische Effekte erhöhter Magnesium-Plasmaspiegel

Mg-Plasma-

Konzentration

(mmol/l)

Symptome und unerwünschte Wirkungen

>1,5Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen
>2,5ZNS-Depressionen
>3,5Hyporeflexie, EKG-Veränderungen
>5,0Atemdepression
>5,5Koma
>7,0Herzstillstand, Atemlähmung

Behandlung einer Überdosierung: Rehydratation, forcierte Diurese.

Bei Nierenversagen ist eine Hämodialyse oder Peritonealdialyse erforderlich.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A12CC08

Magnesium ist ein im Wesentlichen intrazelluläres Kation. Es ist als Kofaktor an zahlreichen enzymatischen Reaktionen beteiligt und ermöglicht die Aufrechterhaltung des intrazellulären ionischen Gleichgewichts. Es verringert die neuronale Erregbarkeit und die Übertragung des neuromuskulären Einstroms, und zwar hauptsächlich durch seine physiologischen Eigenschaften als Kalziumantagonist. Mag 2 und Mag 2 forte korrigieren die Symptome eines Magnesiummangels.

Eine Magnesiumkonzentration im Serum unter 0,7 mmol/l (das heisst 17 mg/l) weist auf einen Magnesiummangel hin.

Ein solcher Mangel kann primär durch eine kongenitale Stoffwechsel-anomalie oder sekundär durch unzureichende Magnesiumzufuhr (Mangelernährung, Alkoholismus, ausschliesslich parenterale Ernährung usw.) bedingt sein und durch mangelhafte Absorption im Verdauungstrakt (chronische Diarrhoe, Darmresektion usw.) oder durch Erhöhung des Magnesiumverlusts über die Nieren (diuretische Behandlungen, Tubulopathien, starke Polyurien usw.) zustande kommen.

Magnesium in Form des organischen Salzes als Pidolat wird leicht absorbiert und im Magen-Darm-Trakt gut vertragen.

Pharmakokinetik

Absorption

30-50% des per os eingenommenen Magnesiumpidolats werden vor allem aus dem Dünndarm absorbiert. Die maximale Plasmakonzentration (Cmax) wird dabei nach 60 bis 90 Minuten erreicht.

Distribution

99% des absorbierten Magnesiums werden in den Zellen (Skelett, Muskeln, Leber) gebunden und 1% verteilt sich im extrazellulären Milieu. Die Normalwerte im Serum bewegen sich zwischen 0,7 und 1,1 mmol/l.

Metabolismus

Das Pidolat, Anion des Magnesiumsalzes, wird vollständig metabolisiert.

Elimination

Die Ausscheidung von resorbiertem Magnesium erfolgt über die Nieren und hängt von den Magnesiumressourcen des Patienten ab, wird aber durch eine tubuläre Reabsorption beschränkt, die ihrerseits von Faktoren wie Magnesiumspiegel, Calciumspiegel und pH des Urins abhängig ist.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Im Falle von Niereninsuffizienz besteht die Gefahr einer Kumulation von Magnesium. Bei Diarrhoe, Malabsorption, Alkoholismus und Diabetes mellitus kann die Resorption vermindert sein.

Präklinische Daten

Magnesiumsalze weisen generell kein spezifisch toxisches, kein teratogenes, kein embryotoxisches und kein mutagenes Potential auf.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

46871, 48147 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

sanofi-aventis (suisse) sa, 1214, Vernier/GE.

Stand der Information

Oktober 2012.

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