Xenazine Tabl 25 Mg 112 Stk

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Xenazine und wann wird es angewendet?

Xenazine sind Tabletten zum Einnehmen. Der Wirkstoff ist Tetrabenazin.

Xenazine wird zur Behandlung von hyperkinetischen Bewegungsstörungen bei Chorea Huntington eingesetzt.

Tetrabenazin hemmt die Speicherung spezieller Botenstoffe im Gehirn. Dadurch wird in den Nervenzellen bestimmter Gehirnregionen die Übertragung von Reizen vermindert, die an der Regulation einzelner Bewegungsabläufe beteiligt sind. Als Folge können hyperkinetische, d.h. übermässige, ungewollte und ruckartige Bewegungen besser kontrolliert werden. Solche motorischen Überbewegungen können organischen Ursprungs sein, wie z.B. bei der Erbkrankheit Chorea Huntington.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Wann darf Xenazine nicht eingenommen werden?

Xenazine darf bei Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe der Tabletten, bei depressiven Verstimmungszuständen, wenn Sie am Parkinson-Syndrom und Bewegungsarmut und Muskelsteife (hypokinetisch-rigidem Syndrom) leiden, bei mittlerer und stark eingeschränkter Leberfunktion, wenn Sie schwanger sind, während der Stillzeit, bei gleichzeitiger Therapie mit einem blutdrucksenkenden Arzneimittel (Reserpin), bei gleichzeitiger Therapie mit sog. Monoaminoxidasehemmern (bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen) nicht eingenommen werden.

Xenazine enthält Laktose. Daher sollte Xenazine bei Galaktose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption nicht eingenommen werden.

Wann ist bei der Anwendung von Xenazine Vorsicht geboten?

Während der Behandlung mit Xenazine kann in seltenen Fällen ein sog. neuroleptisches malignes Syndrom auftreten. Dabei handelt es sich um einen potentiell lebensbedrohlichen Zustand, bei dem es zu psychischen Veränderungen, Steifheit, Fieber, Schwitzen und Blutdruckschwankungen kommt. Wenn solche Symptome auftreten, muss umgehend Ihr Arzt / Ihre Ärztin informiert werden. Instruieren Sie diesbezüglich auch Ihre Angehörigen.

Xenazine kann zu Benommenheit führen und daher die Aufmerksamkeit, die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie Ihre Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin abklären lassen.

Informieren Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin, wenn Sie andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen. Die folgenden Arzneimittel verändern die Wirkung von Xenazine oder können in Kombination mit Xenazine vermehrt Nebenwirkungen verursachen: Levodopa (Mittel gegen die Parkinson-Krankheit); Arzneimittel, die im Gehirn dämpfend wirken (z.B. Schlafmittel und starke Schmerzmittel); MAO-Hemmer (siehe Abschnitt «Wann darf Xenazine nicht eingenommen werden?»); Arzneimittel, die das seelische Empfinden beeinflussen (z.B. Haloperidol, Chlorpromazin); Metoclopramid (ein Arzneimittel gegen Erbrechen); Arzneimittel gegen Depressionen (z.B. Fluoxetin, Paroxetin, Sertalin, Duloxetin); blutdrucksenkende Arzneimittel und Betablocker (Arzneimittel, die Herzfrequenz und Blutdruck senken); Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (z.B. Amiodaron); Terbinafin (ein Arzneimittel gegen Pilze) und gewisse Antibiotika.

Die dämpfende Wirkung von Xenazine kann bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol verstärkt werden. Deshalb sollte während der Behandlung mit Xenazine auf Alkohol verzichtet werden.

Informieren Sie ferner Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden oder Allergien haben.

Darf Xenazine während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, informieren Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin. Er/sie wird über die Anwendung von Xenazine entscheiden.

Wenn Sie stillen, darf Xenazine nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Xenazine?

Nehmen Sie Xenazine immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Die Dosierung hängt vom Ansprechen des Patienten auf die Behandlung ab.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Anfangsdosis 3x täglich ½ Tablette Xenazine. Diese Dosis kann alle 3 - 4 Tage um ½ Tablette bis zur Verträglichkeitsgrenze gesteigert werden. Die maximale Tagesdosis von 4 Tabletten Xenazine soll nicht überschritten werden.

Zeigt sich nach 7 Tagen Einnahme der Höchstdosis keine Besserung, ist es unwahrscheinlich, dass das Arzneimittel für Sie von Nutzen ist, auch wenn die Dosis erhöht oder die Behandlungsdauer verlängert wird. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, um über einen Abbruch der Behandlung zu diskutieren.

Ältere Patienten erhalten in der Regel die Dosis wie oben angegeben.

Bei Kindern und Jugendlichen stehen keine Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit zur Verfügung. Xenazine soll daher in dieser Altersgruppe nicht eingenommen werden.

Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (Wasser oder alkoholfreies Getränk).

Wenn Sie die Einnahme von Xenazine einmal vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, sondern führen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie die Therapie mit Xenazine nach einem Behandlungsunterbruch wieder aufnehmen möchten.

Welche Nebenwirkungen kann Xenazine haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Xenazine auftreten:

Sehr häufig: Depression, Benommenheit, Schläfrigkeit, Parkinson-Symptome (Gleichgewichtsstörungen, Zittern oder vermehrter Speichelfluss), Unfähigkeit ruhig sitzen zu bleiben, Ängstlichkeit, erhöhte Prolaktinwerte im Blut.

Häufig: Erregung, Verwirrung, Angstgefühl, Schlaflosigkeit, Schluckstörung, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch, Durchfall, Verstopfung, Mundtrockenheit, vermehrter Speichelfluss, unregelmässige Menstruation, Brustschmerzen, verminderte Libido.

Sehr selten: Neuroleptisches malignes Syndrom (siehe Abschnitt «Wann ist bei der Anwendung von Xenazine Vorsicht geboten?»), Leukopenie (Verminderung der Zahl der weissen Blutkörperchen), zwanghaftes Blickverharren, Lichtempfindlichkeit.

Weitere mögliche Nebenwirkungen: Desorientiertheit, Nervosität, Unruhe, Schlafstörungen, Ataxie oder Dystonie (spezielle Formen von Bewegungsstörung), Gedächtnisstörungen, Schwindel, verlangsamter Herzschlag, Schwindelgefühl beim Aufstehen, Schwitzen, Müdigkeit, Schwäche, tiefe Körpertemperatur, erhöhte Leberwerte im Blut.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren, ebenso, wenn irgendein anderes Krankheitszeichen auftritt, bei dem Sie einen Zusammenhang mit der Anwendung von Xenazine vermuten.

Überdosierung: Symptome einer Überdosierung sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schweissausbruch, tiefer Blutdruck, Verwirrung, Halluzinationen, tiefe Körpertemperatur und Benommenheit.

Was ist ferner zu beachten?

Xenazine sollte bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Xenazine enthalten?

1 Tablette Xenazine enthält 25 mg Tetrabenazin, Laktose und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

58'375 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Xenazine? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 112 Tabletten mit Bruchrille (teilbar).

Zulassungsinhaberin

Curatis AG, 4410 Liestal

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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