Loxazol Lotion 1 % 59ml

Loxazol Lotion 1 % 59ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Permethrinum 10 mg.

Hilfsstoffe: Alcohol isopropylicus; Propylenglycolum; Aromatica; Color.: Gelborange S (E 110), Konservierungsmittel Methyl- und Propylparaben (E 216 und E 218); Excip. ad emulsionem pro 1 g.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Plastikflasche enthält 59 ml Spüllotion mit Permethrin (10 mg/g).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Loxazol ist indiziert für die Behandlung von Infektionen durch die Kopflaus (Pediculus humanus capitis). Loxazol kann auch für eine Kurzzeitprophylaxe (Maximum 8 Wochen) während einer Kopflausepidemie angewendet werden.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Bei Erwachsenen und Kindern über 2 Jahren: Das Haar mit einem Shampoo waschen und nach der letzten Spülung mit einem Tuch trocknen. Loxazol Spüllotion vor Gebrauch gut schütteln und in genügender Menge auf die ganze Kopfhaut und das feuchte Haar auftragen. Läuse und deren Nissen sind vor allem im Bereich des Ansatzes von Kopf- und Körperhaar zu finden, also dort, wo ein Kontakt mit der Haut am leichtesten möglich ist. Die Behandlung dieser Partien soll daher besonders gründlich durchgeführt werden. Eine Flasche Loxazol reicht für schulterlanges Haar von normaler Dichte. Loxazol 10 Minuten einwirken lassen, dann das Haar sorgfältig mit Wasser spülen und in gewohnter Weise trocknen.

Wenn notwendig, kann eine zweite Anwendung 7–14 Tage später durchgeführt werden. Nissen bleiben am Haar haften, auch wenn sie abgestorben sind, und gelten nicht als ein Zeichen eines Behandlungsmisserfolges. Tote Läuse und Nissen mit einem feinen Kamm entfernen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Prophylaxe: Dosierung und Anwendung wie bei der therapeutischen Indikation, einmal wöchentliche Anwendung während maximal 8 Wochen empfehlenswert.

Kontraindikationen

Loxazol ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit auf Permethrin, auf andere synthetisch hergestellte Pyrethroide oder Pyrethrine oder auf einen anderen Bestandteil des Präparates.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nur für die äussere Anwendung.

Für Pflegepersonal, das häufige Applikationen vornehmen muss, empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen.

Das Einatmen permethrinhaltiger Zubereitungen ist, insbesondere bei Asthmatikern, zu vermeiden.

Es bestehen keine längeren Erfahrungen über die Anwendung von Loxazol bei älteren Personen; es gibt aber keinen Grund zur Annahme, dass diese Bevölkerungsgruppe mehr Nebenwirkungen auf Permethrin zeigen könnte. Trotzdem sollte die Anwendung unter medizinischer Aufsicht durchgeführt werden, bis entsprechende Daten vorliegen.

Bei Kindern unter 2 Jahren sollte Loxazol nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden. Es gibt keine Angaben über die Anwendung bei Personen mit bestehenden Hautaffektionen. Loxazol soll nicht in Augennähe oder auf Schleimhäuten angewendet werden. Bei versehentlichem Kontakt sollen Augen bzw. Schleimhäute mit viel Wasser gespült werden.

Interaktionen

Es sind keine Interaktionen mit Permethrin bekannt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschafts-Kategorie B.

Obwohl bei der Anwendung von Permethrin während der Schwangerschaft bei Ratten, Hasen und Mäusen die Reproduktionsstudien keine Anzeichen einer Beeinträchtigung der Fertilität und keine Schädigung des Fötus ergaben, haben sie doch gezeigt, dass Permethrin die Plazentaschranke passiert und in der Muttermilch ausgeschieden wird.

Tierstudien sind nicht immer auf den Menschen übertragbar. Das mögliche Risiko ist daher gegen den potentiellen Nutzen sorgfältig abzuwägen.

Loxazol sollte prophylaktisch nicht bei schwangeren oder stillenden Frauen angewendet werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Loxazol hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

«Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1000), «selten» (<1/1000, ≥1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Haut

Unbekannt: Pruritus, wobei dieser in den meisten Fällen als Folge der Infektion schon vor der Behandlung vorhanden ist. Selten tritt ein Exanthem und/oder ein Brennen sowie ein Ödem der Kopfhaut auf.

Atmungsorgane

Natürliche und künstliche Pyrethrine, wie sie in Loxazol enthalten sind, können Überempfindlichkeitsreaktionen – insbesondere der Atemwege – hervorrufen.

Überdosierung

Es ist kein Fall von peroraler Einnahme von Loxazol bekannt. Die Resultate von Tierstudien lassen annehmen, dass der Permethrin-Gehalt im Loxazol nicht genügen würde, um schwere toxische Erscheinungen bei einem Kind zu bewirken, das den ganzen Inhalt eingenommen hat. Aber es wäre möglich, dass der Isopropanol-Gehalt zu einer Alkohol-Intoxikation beim kleinen Kind führen könnte.

Im Hinblick auf die rasche Resorption von Isopropanol müsste eine Magenspülung innerhalb von 2 Stunden durchgeführt werden. Die Behandlung sollte sich auf die Alkohol-Intoxikation ausrichten mit Kontrolle der Flüssigkeitsbilanz sowie des Serum-Glukosespiegels. In extremen Fällen könnte eine Hämo- oder Peritonealdialyse wertvoll sein zur raschen Elimination des Isopropanols.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: P03AC04

Wirkmechanismus

Permethrin wird rasch durch die Kutikula des Insektes absorbiert und führt zu sensorischer Übererregbarkeit, Koordinationsstörungen und Erschöpfung desselben. Die ovizide Wirksamkeit von Permethrin wird durch Zufügen von Alkohol zum wässerigen Grundbestandteil erhöht.

Pharmakokinetik

Bei vorschriftsgemässer Anwendung ist die Absorption von Permethrin durch die Haut unbedeutend.

Permethrin wird ausserdem sehr rasch metabolisiert.

Präklinische Daten

Spezifische Angaben für Loxazol sind nicht bekannt.

Sonstige Hinweise

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht im Gefrierfach aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Hinweise zur Anwendung

Vor Gebrauch gut schütteln.

Nach einer einmaligen Anwendung von Loxazol ist Permethrin noch bis 8 Tage nach der Behandlung im Haar nachweisbar.

Zulassungsnummer

51159 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Interdelta SA, 1762 Givisiez/FR.

Stand der Information

September 2013.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.