Lodine 300 Filmtabl 300 Mg 100 Stk

Lodine 300 Filmtabl 300 Mg 100 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Etodolacum.

Hilfsstoffe: Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 300 mg.

Retard-Filmtabletten zu 600 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Lodine

Zur akuten und chronischen Symptombehandlung von: chronischer Polyarthritis; Arthrose; schwachen bis mittelstarken Schmerzen nicht-rheumatischen Ursprungs.

Zur Behandlung von: akutem extraartikulärem Rheumatismus wie schmerzhafter Schulter; akuter Lumbalgie.

Lodine retard

Zur chronischen symptomatischen Behandlung von: chronischer Polyarthritis; Arthrose.

Dosierung/Anwendung

Lodine

Zur initialen und akuten Behandlung von rheumatischen Beschwerden werden 600 mg pro Tag empfohlen.

Bei Langzeitbehandlung beträgt die empfohlene Dosis täglich ebenfalls 600 mg nach dem Essen, verteilt auf 2 Einzelgaben. Gewisse Patienten sprechen allenfalls auf 300 mg pro Tag an.

Bei akuten Schmerzen beträgt die empfohlene maximale Tagesdosis 1200 mg, verabreicht in mehreren Einzeldosen bis zu einer Woche.

Lodine retard

Zur Anfangs- und Langzeitbehandlung werden als Einzeldosis 600 mg pro Tag verabreicht.

Lodine retard-Filmtabletten müssen ganz geschluckt werden. Sie dürfen weder zerkaut noch geteilt werden, da sonst die Wirkstofffreisetzung verändert wird.

Die retard-Filmtabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die Anwendung und Sicherheit von Lodine, Filmtabletten und Lodine retard, Filmtabletten bei Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahre ist bisher nicht überprüft worden.

Spezielle Dosierungshinweise

Bei Patienten über 65 Jahren wurden keine wesentlichen Unterschiede in der Pharmakokinetik und im Nebenwirkungsprofil von Lodine beobachtet verglichen zu jüngeren Patienten. Eine Einstellung der Dosis erwies sich als unnötig.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe des Arzneimittels gemäss Zusammensetzung.

Anamnese von Bronchospasmus, Urtikaria oder allergieähnlichen Symptomen nach Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antirheumatika.

Drittes Trimenon der Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Aktive Magen- und/oder Duodenalulcera oder gastrointestinale Blutungen.

Patienten mit hämorrhagischer Diathese, aufgetreten in Verbindung mit anderen nichtsteroidalen Entzündungshemmern.

Entzündliche Darmerkrankungen (wie M. Crohn oder Colitis ulcerosa).

Schwere Leberfunktionsstörungen (Leberzirrhose und Aszites).

Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min).

Schwere Herzinsuffizienz (NYHA III-IV).

Behandlung postoperativer Schmerzen nach einer koronaren Bypass-Operation (resp. Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine).

Verabreichung an Kinder: Die Unbedenklichkeit und Wirksamkeit von Lodine bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren sind nicht erwiesen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allgemeiner Warnhinweis für die Anwendung von systemischen nicht-steroidalen Antirheumatika

Gastrointestinale Ulzerationen, Blutungen oder Perforationen können während der Behandlung mit nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), COX-2 selektiv oder nicht, jederzeit auch ohne Warnsymptome oder anamnestische Hinweise auftreten. Um dieses Risiko zu verringern, sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer verabreicht werden.

Besondere Vorsicht ist bei Langzeitbehandlung und bei älteren Patienten geboten.

Für gewisse selektive COX-2-Hemmer wurde in Placebo-kontrollierten Studien ein erhöhtes Risiko für thrombotische kardio- und zerebrovaskuläre Komplikationen gezeigt. Es ist noch nicht bekannt, ob dieses Risiko direkt mit der COX-1/COX-2-Selektivität der einzelnen NSAR korreliert. Da für Etodolac zurzeit keine vergleichbaren klinischen Studiendaten unter maximaler Dosierung und Langzeittherapie vorliegen, kann ein ähnlich erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Bis zum Vorliegen von entsprechenden Daten sollte Etodolac bei klinisch gesicherter koronarer Herzkrankheit, zerebrovaskulären Erkrankungen, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder bei Patienten mit erheblichen Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden. Auch wegen diesem Risiko sollte die kleinste wirksame Dosis während der kürzest möglichen Therapiedauer verabreicht werden.

Die renalen Effekte der NSAR umfassen Flüssigkeitsreduktion mit Ödemen und/oder arterieller Hypertonie. Bei Patienten mit beeinträchtigter Herzfunktion und anderen Zuständen, die zur Flüssigkeitsretention prädisponieren, sollte Etodolac deshalb nur mit Vorsicht angewendet werden. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Patienten, die gleichzeitig Diuretika oder ACE-Hemmer einnehmen, sowie bei erhöhtem Risiko einer Hypovolämie.

Im Rahmen klinischer Studien mit Lodine liessen sich keine klinisch signifikanten Veränderungen der Nieren- oder Leberfunktion feststellen. Eine anderweitig verursachte Leber- oder Niereninsuffizienz kann allerdings den Metabolismus von Lodine verändern. Bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz und bei Langzeittherapie mit Lodine sind vor allem Alterspatienten auf potentielle Nebenwirkungen hin sorgfältig zu überwachen und ihre Dosierung gegebenenfalls neu einzustellen.

Das Risiko, unter nicht-steroidalen Antirheumatika eine Niereninsuffizienz zu entwickeln, ist bei Patienten mit Dehydrationserscheinungen, Herzinsuffizienz oder unter Diuretikabehandlung erhöht. Dies ist auf einen möglichen erniedrigten renalen Blutfluss zurückzuführen, der aufgrund der verminderten Prostaglandinbildung entsteht.

Substanzen, welche die Prostaglandinsynthese hemmen, können bis zu einem gewissen Grad die Thrombozytenfunktion beeinträchtigen. Patienten, bei welchen unter Lodine eine solche Wirkung zu beobachten ist, bedürfen sorgfältiger Überwachung.

Interaktionen

Orale Antikoagulantien: Da Lodine stark an Proteine bindet, kann es zu Wechselwirkungen mit anderen stark proteinbindenden Medikamenten kommen.

Lithium, Digoxin: Der Lithium- oder Digoxinplasmaspiegel kann durch nicht-steroidale Antirheumatika bis zu einer toxischen Schwelle erhöht werden.

Orale Antidiabetika: Patienten unter oralen Antidiabetika sollen speziell überwacht werden, da Erfahrungen mit anderen nicht-steroidalen Antirheumatika darauf hindeuten, dass eine mögliche Arzneimittelinteraktion auftreten kann.

Es kann zu einer Hyperglykämie in kontrollierten diabetischen Patienten kommen.

Methotrexat: Wahrscheinlich kann die hämatologische Toxizität von Methotrexat durch nicht-steroidale Antirheumatika potenziert werden.

Diuretika: Verschiedene nicht-steroidale Antiphlogistika können die Wirkung von Diuretika beeinflussen. Die gleichzeitige Behandlung mit kaliumsparenden Diuretika kann zu einer Hyperkaliämie führen.

Cyclosporin: Die nephrotoxische Wirkung von Cyclosporin kann durch den Effekt der nicht-steroidalen Antiphlogistika auf renale Prostaglandine verstärkt werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Eine Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen. Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft hin. Es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie steigt.

Bei Tieren wurde nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthesehemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Verlust und zu embryo-fetaler Letalität führt. Ferner wurden erhöhte lnzidenzen verschiedener Missbildungen, einschliesslich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten.

Während des ersten und zweiten Schwangerschaftstrimesters sollte Etodolac nur gegeben werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Falls Etodolac von einer Frau angewendet wird, die versucht schwanger zu werden oder wenn es während des ersten oder zweiten Schwangerschaftstrimesters angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden.

Während des dritten Schwangerschaftstrimesters ist Etodolac kontraindiziert. Alle Prostaglandinsynthesehemmer können:

Den Fetus folgenden Risiken aussetzen:

– kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie);

– Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramniose fortschreiten kann.

Mutter und Kind folgenden Risiken aussetzen:

– mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozyten-aggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann;

– Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges.

Fertilität

Die Anwendung von Etodolac kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen und wird daher bei Frauen, die schwanger werden möchten nicht empfohlen. Bei Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden oder bei denen Untersuchungen zur Infertilität durchgeführt werden, sollte das Absetzen von Etodolac in Betracht gezogen werden.

Stillzeit

NSAR treten in die Muttermilch über. Vorsichtshalber soll Etodolac deshalb von stillenden Frauen nicht eingenommen werden. Ist die Behandlung unerlässlich, ist der Säugling auf Flaschennahrung umzustellen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Da Lodine Schwindel verursachen kann, können die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein.

Unerwünschte Wirkungen

Das Auftreten von in klinischen Studien beobachteten unerwünschten Wirkungen steht möglicherweise, wahrscheinlich oder sicher im Zusammenhang mit der Einnahme dieses Arzneimittels. Die unerwünschten Wirkungen traten in placebo-kontrollierten Studien bei Etodolac-Patienten auf, die an Osteoarthrose oder Rheumatoider Arthritis leiden.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind nach Organklassen und Häufigkeitsgraden gegliedert unter Berücksichtigung folgender Definition: sehr häufig: ≥10%; häufig (<1/10, ≥1/100); gelegentlich (<1/100, ≥1/1000); selten (<1/1000, ≥1/10’000); sehr selten (<1/10’000).

Blut und Lymphsystem

Gelegentlich: Thrombozytopenie, Leukopenie, Hemmung der Thrombozytenaggregation, Agranulozytose, aplastische Anämie, hämolytische Anämie, Neutropenie, Panzytopenie.

Nervensystem

Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Ängstlichkeit, Müdigkeit, Schwäche, Unwohlsein, Depression.

Gelegentlich: Schläfrigkeit.

Augen

Gelegentlich: Sehstörungen.

Ohr und Innenohr

Häufig: Tinitus.

Herz

Gelegentlich: Herzinsuffizienz, Palpitationen, Dyspnoe, Schmerzen im Thorax, Tachykardie.

Gefässe

Gelegentlich: Hypertonie, Synkope, Vaskulitis (einschliesslich nekrotische und allergische).

Atmungsorgane

Gelegentlich: Interstitielle (eosinophile) Lungeninfiltrate.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Abdominale Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Blähungen, Obstipation.

Gelegentlich: Gastritis, Magen- oder Darmulzerationen mit oder ohne Blutung oder Perforation, Melaena, Mundtrockenheit, Anorexie, Stomatitis, Pankreatitis, Colitis, rektale Blutungen.

Leber und Galle

Gelegentlich: Leberstörungen, Hepatitis mit oder ohne Gelbsucht, vorübergehender Anstieg der Leberenzyme, Leberversagen.

Haut

Häufig: Exanthem, Pruritus.

Gelegentlich: Ecchymosis, Hyperpigmentierung, Schwitzen, Urtikaria, Lichtempfindlichkeit, bullöser Ausschlag, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautvaskulitis mit Purpura, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom.

Nieren und Harnwege

Häufig: Ödem, Polyurie.

Gelegentlich: Erhöhung des Serum-Kreatinins und des Harnstoff-Werts, Niereninsuffizienz, nephrotisches Syndrom, interstitielle Nephritis, Papillennekrose, Dysurie.

Allgemeine Störungen

Häufig: Unwohlsein, Fieber, Frösteln,

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktionen, anaphylaktoide Reaktionen, Asthma).

Überdosierung

Für eine Überdosierung werden die Standardmassnahmen wie Magenspülung, Verabreichung von Aktivkohle und eine allgemeine unterstützende Therapie empfohlen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: M01AB08

Wirkungsmechanismus

Lodine ist ein nicht-steroidales Antirheumatikum mit antiphlogistischen, analgetischen und antipyretischen Eigenschaften.

Die pharmakologische Wirkung von Lodine hängt mit einer selektiven Hemmung der Prostaglandinsynthese zusammen. Präklinische Studien zeigen, dass die PGE2-Hemmung im Magen schwach und von kurzer Dauer war.

Pharmakodynamik

Im Adjuvans-Arthritis-Modell an Ratten verringerte Lodine die Häufigkeit und den Schweregrad der Knochen- und Gelenkläsionen und konnte fortschreitende erosive Veränderungen teilweise rückgängig machen. In verschiedenen analgetischen Modellen an Tieren erzeugte Lodine eine analgetische Wirkung über einen peripheren Mechanismus.

Klinische Wirksamkeit

Die entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften resultieren bei Rheumapatienten in einer deutlichen Besserung von Beschwerden, wie z.B. Morgensteifigkeit, Nacht-, Ruhe- und Bewegungsschmerzen, Gelenkschwellungen, und damit in einer Verbesserung der Funktionsfähigkeit.

Nach Gabe von Lodine Filmtabletten trat bei Patienten mit akuten Schmerzen eine signifikante Schmerzlinderung ½–1 Stunde nach zahnchirurgischen und allgemeinchirurgischen Eingriffen und Episiotomie ein. Die maximale analgetische Wirkung war ca. 1 Stunde nach Verabreichung von Lodine Filmtabletten erreicht.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach einer Einzeldosis von 300 mg werden maximale Plasmaspiegel nach zirka 1,5 Stunden erreicht und betragen im Mittel 21,3 µg/ml. Der aufgrund von Dosisproportionalität im Bereich von 200 mg bis 400 mg ermittelte AUC(0–24)-Wert beträgt für die 300 mg Einzeldosierung etwa 106 mg/l ⋅ h.

Nach 3tägiger Verabreichung von Lodine Retard 600 mg pro Tag betragen die maximalen Plasmakonzentrationen 11,9 µg/ml und werden nach ca. 8 Stunden erreicht.

Distribution

Die relative Bioverfügbarkeit von Lodine Retard 600 mg im Vergleich zu einer 2maligen täglichen Verabreichung der konventionellen Darreichungsform beträgt 90%, was auf eine Bioäquivalenz schliessen lässt.

Etodolac ist zu über 99% an Serumproteine gebunden.

Etodolac geht leicht in die Synovialflüssigkeit über. Nach der Distributionsphase werden in der Synovialflüssigkeit signifikant höhere Konzentrationen an freiem Etodolac gemessen als im Serum.

Metabolismus

Der metabolische Abbau erfolgt überwiegend durch Hydroxylierung in 6-, 7- und 8-Stellung des Moleküls und Konjugation mit Glucuronsäure.

Elimination

Die mittlere Serumhalbwertszeit beträgt etwa 7–8 Stunden. In Studien mit radioaktiv markiertem Etodolac wurden 60% der verabreichten Radioaktivität innerhalb von 24 Stunden und 92% in 7 Tagen ausgeschieden. Ca. 74% der verabreichten Dosis (weniger als 5% in Form von Etodolac) werden über den Urin und 19% über die Faeces ausgeschieden.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz liess sich kein Unterschied in den pharmakologisch aktiven Lodine-Konzentrationen feststellen.

Prüfungen an älteren Patienten und jungen Freiwilligen zeigen, dass die Pharmakokinetik altersunabhängig ist.

Präklinische Daten

Akute Toxizität

Die akute Toxizität des Wirkstoffs (LD50) bei der Maus beträgt oral 883–1141 mg/kg und intraperitoneal 333–379 mg/kg.

Chronische Toxizität

Hunde vertragen 10 mg/kg/Tag per os über 1 Jahr gut. Erste substanzbedingte toxische Effekte werden bei chronischer Verabreichung von 90 mg/kg/Tag beobachtet. Etodolac besass bei Mäusen in Dosen von 2–10 mg/kg/Tag und bei Ratten und Kaninchen in Dosen von 2–14 mg/kg/Tag keine embryotoxischen oder teratogenen Effekte. Die Fertilität von männlichen Ratten wurde von Dosen bis 15 mg/kg/Tag nicht beeinflusst. Die Reproduktionsleistung weiblicher Ratten war durch die Hemmung der Prosta­glandinsynthese gestört (Dystokie, Geburtsverzögerung).

Etodolac war in den durchgeführten Tests nicht mutagen.

Ulcerogene Wirkung

Das Verhältnis der ulcerogenen zur wirksamen Dosis (UD50/WD50) betrug bei Ratten 11,5 (Sicherheitsfaktor).

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Labortests: Wegen der Phenolmetaboliten von Etodolac im Urin können Bilirubintests fälschlicherweise positive Resultate ergeben.

Haltbarkeit und Lagerungshinweise

Für Kinderhand unerreichbar aufbewahren.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Zulassungsnummer

48625, 51181 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

sigma-tau Pharma AG, Zofingen.

Stand der Information

November 2012.

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