Nacl Fresenius Inf Loes 0.9 % 20 Kabipac 250 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Natriumchlorid.

Hilfsstoff: Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösung.

1 Liter enthält:

Natrium chloratum 9.0 g.

Aqua ad infundibilia ad 1000 ml.

Na+ 154 mmol/l.

Cl 154 mmol/l.

Theoretische Osmolarität: 308 mosm/l.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Plasmaisotoner Flüssigkeitsersatz; Substitution bei hypochlorämischer Alkalose.

Dieses Arzneimittel kann zusätzlich auch angewendet werden zur Perfusion des extrakorporalen Systems bei der Hämodialyse.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene

Mittlere Dosis 1000 ml pro Tag als intravenöse Dauertropfinfusion bei einer Tropfgeschwindigkeit bis 180 Tropfen/Minute; ca. 540 ml/Stunde bei 70 kg KG.

Tageshöchstdosis: 2000 ml/Tag, soll nur in extremen Situationen überschritten werden.

Bei der Perfusion des extrakorporalen Systems bei der Hämodialyse richtet sich die Dosierung nach den, vom Gerätehersteller, angegebenen Mengen.

Allgemein sollten die angewendeten Mengen den wechselnden therapeutischen Erfordernissen entsprechen.

Kinder

Zur Behandlung von isotonischer Dehydratation in der Pädiatrie. Die Infusionsrate und die tägliche Dosis sollte individuell nach der Art und Schwere des Elektrolyt- und Wasser Ungleichgewichtes, durch die Überwachung der entsprechenden Kreislauf- und Laborparameter erfolgen.

* Flüssigkeitsbedarf für Säuglinge >1 Monat und Kinder:

Körpergewicht24-Stunden-Flüssigkeitsbedarf
Unter 10 kg100 ml/kg Körpergewicht
10-20 kg100 ml/kg Körpergewicht ≤10 kg, + 50 ml/kg Körpergewicht zwischen 10-20 kg
Über 20 kg100 ml/kg Körpergewicht ≤10 kg, + 50 ml/kg Körpergewicht zwischen 10-20 kg und + 20 ml/kg Körpergewicht ab 21 kg (max. 2 l bei Mädchen und 2.5 l bei Knaben).

* Lokale Richtlinien des Instituts für intravenösen Flüssigkeitsersatz sollten immer konsultiert werden, wenn eine intravenöse Flüssigkeitsersatztherapie bei Kindern verabreicht wird.

Flüssigkeitsbedarf für Neugeborene: Der Grundflüssigkeitsbedarf für termingeborene Kinder beträgt bei durchschnittlicher Luftfeuchtigkeit 40-60 ml/kg/Tag plus Verluste durch den Urin. Frühgeborene benötigen mehr Flüssigkeitsersatz aufgrund der sehr hohen transepidermalen Verluste in den ersten Lebenstagen, und es kann ein Flüssigkeitsersatz von bis zu 180 ml/kg/Tag erforderlich sein. Lokale Leitlinien der jeweiligen Einrichtung zum Flüssigkeitsmanagement in der neonatalen Phase sind zu beachten.

Kontraindikationen

Hypervolämie, hypertone Dehydratation, Hyperchlorämie, Hypernatriämie, Hyperhydratation.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei Herz- und Niereninsuffizienz sowie bei Hypertonie, Ödemen, Hypokaliämie und Acidose ist Vorsicht geboten.

Die Dosierung ist stets der jeweiligen klinischen Situation anzupassen.

Kontrollen des Serumionogramms, der Wasserbilanz sowie des Säure-Basen-Status sind erforderlich.

Interaktionen

Kortikosteroide, Kortikotropin (ACTH) können eine Natriumretention mit kardialer Dekompensation, Hypervolämie, Ödemen und/oder Hypernatriämie begünstigen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Gemäss Erfahrung kann NaCl 0.9% Fresenius während der Schwangerschaft und Stillzeit appliziert werden.

Risiken für den Föten oder das Neugeborene werden bei korrekter Anwendung nicht erwartet.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend, da nur bei stationären Patienten angewendet.

Unerwünschte Wirkungen

Bei sachgemässer Anwendung von NaCl 0.9% Infusionslösungen sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten.

Überdosierung

Bei einer Überdosierung können folgende Symptome auftreten:

Überwässerung, Hypernatriämie, Hyperchlorämie, Hyperosmolarität, Induktion einer acidotischen Stoffwechsellage.

Therapie: Bei Hyperhydratationszuständen als Konsequenz einer Überdosierung von NaCl 0.9% Fresenius ist die Flüssigkeitszufuhr abzubrechen und rasch wirkende Diuretika (z.B. Furosemid) zu applizieren. Bei Auftreten einer Oligo-Anurie kann Flüssigkeitsentzug durch Hämofiltration, Hämodialyse oder Hämodiafiltration notwendig werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BB01

NaCl 0.9% Fresenius ist eine mit dem Blutserum isotonische Kochsalzlösung mit einem Gehalt von 9 g NaCl/l zur intravenösen Anwendung als Flüssigkeitsersatz bei Blutverlust oder anderer Flüssigkeitsersatz wie z.B. als Spül- und Infusionslösung in der Hemodialyse.

Eine 0.9% Natriumchlorid Lösung entspricht der Plasmaosmolarität. Bei Zufuhr von NaCl 0.9% kommt es zunächst zur Auffüllung des Interstitiums, welches ca. 2/3 des Extrazellulärraums ausmacht. Nur ca. 1/3 des zugeführten Volumens verbleibt intravasal. Die Lösung ist damit nur kurzfristig hämodynamisch wirksam.

Pharmakokinetik

Bei parenteraler Zufuhr verteilt sich Natriumchlorid im gesamten Organismus. Die Ionenkonzentration der Extrazellulärflüssigkeit wird über die Regulation der renalen Ausscheidung konstant gehalten. Die Ausscheidung über die Haut ist normalerweise gering.

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln ist eine mögliche Unverträglichkeit zu überprüfen.

Haltbarkeit

NaCl 0.9% Fresenius soll nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr angewendet werden!

Besondere Lagerungshinweise

NaCl 0.9% nicht über 25 °C lagern!

Hinweise für die Handhabung

Nur verwenden, wenn die Lösung klar und das Behältnis unbeschädigt sind! Aus mikrobiologischen Gründen sollte die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar nach Anbruch verwendet werden. Falls dies nicht möglich ist, liegen Aufbrauchfristen und Lagerbedingungen in der Verantwortung des Anwenders und sollten normalerweise nicht länger als 24 Std. bei 2-8 °C betragen.

Bitte Gebrauchsanweisung beachten.

Zulassungsnummer

42425 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Fresenius Kabi (Schweiz) AG, 6370 Oberdorf NW.

Stand der Information

Mai 2015.

Verwendung dieser Informationen

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