Dr Welti Bronchialpastillen M Zucker 40 Stk

Dr Welti Bronchialpastillen M Zucker 40 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Acidum benzoicum, Codeini phosphas hemihydricus, Ephedrini HCl, Lidocainum, Ipecacuanhae extr. liqu., Polygalae extr. liqu., Levomentholum, Anisi aetheroleum, Eucalypti aetheroleum, Liquiritiae succus pulveratus.

Hilfsstoffe: Saccharum, Excipiens pro compresso.

Die Pastillen enthalten Zucker. Diabetiker sollen die Bronchialpastillen nicht anwenden.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Pastille enthält:

Acidum benzoicum 0,8 mg, Codeini phosphas hemihydricus 0,8 mg, Ephedrini HCl 0,4 mg, Lidocainum 1,2 mg, Ipecacuanhae extr. liqu. 1 mg, Polygalae extr. liqu. 0,75 mg, Levomentholum 1,2 mg, Anisi aetheroleum 1,45 mg, Eucalypti aetheroleum 1,2 mg, Liquiritiae succus pulveratus 20 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Husten und Heiserkeit.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren: Alle 1–2 Stunden 1 Pastille langsam im Mund zergehen lassen, maximal bis zu 10 Pastillen täglich.

Kontraindikationen

Eingeschränkte Atemfunktion, akuter Asthmaanfall, Atemwegserkrankungen mit übermässiger Schleimbildung (Hypersekretionszustände), Abhängigkeit von Opioiden, schwere organische Herz- und Gefässkrankheiten, Herzrhythmusstörungen, Engwinkelglaukom, Thyreotoxikose, bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei chronischer Verstopfung sollte eine Langzeitanwendung unterbleiben. Besondere Vorsicht ist angezeigt bei Zuständen mit erhöhtem Hirndruck, Hypovolämie, cerebralem Anfallsleiden.

Interaktionen

Codeinhaltige Präparate können Interaktionen aufweisen mit:

Narkotika, Hypnotika, Sedativa, Neuroleptika, Monoaminooxidase-Hemmer, Antihistaminika und Alkohol im Sinne einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung.

Ephedrin kann mit MAO-Hemmern interferieren im Sinne einer Verstärkung der symphathomimetischen Wirkung.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten der Anwendung bei Schwangeren vor. Es liegen ebenfalls keine tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und die postnatale Entwicklung vor. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Mangels klinischer Erfahrung und der Tatsache, dass Codein die Plazentaschranke überwindet und in der Muttermilch nachgewiesen werden kann, wird auch in der Stillperiode von der Einnahme abgeraten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Bronchialpastillen Dr. Welti können einen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen haben. Dies gilt in verstärktem Masse bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Codeinhaltige Arzneimittel können häufig Übelkeit oder Obstipation, selten geringe zentralnervöse Erscheinungen wie Somnolenz, Lethargie oder Euphorie erzeugen. Codein besitzt ein Abhängigkeitspotential und kann leichte Abstinenzerscheinungen hervorrufen.

Das Auftreten von Schläfrigkeit, Sedation, Herzklopfen, Tachykardie oder Miktionsstörungen ist, als Anzeichen einer gesteigerten Empfindlichkeit auf die Ephedrinkomponente, gelegentlich möglich.

Auch allergische Reaktionen sind, bei entsprechender Disposition, gelegentlich möglich.

Überdosierung

Wegen der niedrigen Codeindosierung ist eine Überdosierung praktisch ausgeschlossen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R05FA02

Codeinphosphat wirkt hustenhemmend (antitussiv), indem es durch zentralen Angriff am Hustenzentrum die Reizschwelle für die Auslösung des Hustenreflexes erhöht. Damit wird die Häufigkeit und Intensität der einzelnen Hustenstösse vermindert.

Ephedrin ist ein indirekt wirkendes Alpha-Symphathomimetikum. Als solches wirkt es bronchospasmolytisch und löst damit Spasmen der Bronchialmuskulatur.

Daneben enthält das Präparat Lidocain, ein Lokalanaesthetikum, sowie Pflanzenextrakte, welche im Rachen und in der Mundhöhle ihre schleimlösende Wirksamkeit entfalten.

Pharmakokinetik

Die Bioverfügbarkeit von Codein liegt bei oraler Applikation etwa bei 50%. Die höchsten Plasmakonzentrationen treten nach ca. einer Stunde auf. Codein wird zu etwa 30% an Plasmaeiweisse gebunden. Codein wird nahezu vollständig in Form von Metaboliten im Urin ausgeschieden.

Ephedrin HCl wird vom Gastrointestinaltrakt schnell resorbiert und entfaltet seine Wirkung in etwa einer Stunde. Die Halbwertszeit beträgt 4 Stunden. 60–75% von Ephedrin HCl werden unverändert, der Rest wird nach vorangegangener Glukuronidierung und Sulfatierung in der Leber via Nieren eliminiert.

Lidocain wirkt als Lokalanästhetikum auf den Schleimhäuten. Da es einen ausgeprägten First-pass-Metabolismus aufweist, wird es praktisch nicht resorbiert.

Präklinische Daten

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Die Pastillen sollten, vor Feuchtigkeit geschützt, bei Raumtemperatur (15 °C–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Zulassungsnummer

42967 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Dr. H. Welti AG, Gebenstorf.

Stand der Information

November 2004.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.