Felodipin Mepha Depotabs 5 Mg 100 Stk

Felodipin Mepha Depotabs 5 Mg 100 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Felodipinum.

Hilfsstoffe: Antiox.: E 310 (Propylis Gallas). Excipiens pro compresso obducto.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Depotabs Felodipin-Mepha 2,5 enthält: 2,5 mg Felodipinum.

1 Depotabs Felodipin-Mepha 5 enthält: 5 mg Felodipinum.

1 Depotabs Felodipin-Mepha 10 enthält: 10 mg Felodipinum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hypertonie.

Stabile Angina pectoris.

Dosierung/Anwendung

Hypertonie

Die Dosierung sollte individuell angepasst werden. Es wird eine Initialdosierung von 5 mg täglich empfohlen. Die Erhaltungsdosierung beträgt gewöhnlich 5‑10 mg einmal täglich. Wenn nötig kann die Dosis weiter erhöht werden oder es kann zusätzlich ein anderes Antihypertensivum (z.B. Betablocker, Diuretikum oder ACE‑Hemmer) verabreicht werden. 

Stabile Angina pectoris

Die Dosierung sollte individuell angepasst werden. Es wird eine Initialdosierung von 5 mg einmal täglich empfohlen, welche wenn nötig auf 2,5 mg reduziert oder auf 10 mg einmal täglich erhöht werden kann. 

Ältere Patienten

Bei älteren Patienten mit Hypertonie wird eine Initialbehandlung von 2,5 mg täglich empfohlen. 

Dosierung bei Patienten mit Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörungen ist keine Dosisanpassung notwendig. Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung ist Vorsicht angezeigt. 

Dosierung bei Patienten mit Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion kann die Plasmakonzentration von Felodipin erhöht sein. Deshalb sind möglicherweise tiefere Dosierungen angezeigt (siehe «Pharmakokinetik»). Bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung ist Felodipin-Mepha kontraindiziert. 

Kinder

Für die Anwendung von Felodipine bei Kindern liegen nur wenige Daten vor. Eine Anwendung bei Kindern kann daher nicht empfohlen werden. 

Korrekte Einnahme der Depotabs

Felodipin-Mepha Depotabs sind am Morgen als Einzeldosis mit genügend Flüssigkeit einzunehmen und müssen ganz geschluckt, d.h. sie dürfen weder zerkaut, zerdrückt noch geteilt werden.

Die Depotabs können nüchtern oder nach einem leichten, fett‑ und kohlenhydratarmen Frühstück eingenommen werden.

Kontraindikationen

Felodipin-Mepha ist kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Ebenso soll Felodipin-Mepha nicht während der Schwangerschaft, bei dekompensierter Herzinsuffizienz, akutem Myokardinfarkt, instabiler Angina pectoris, hämodynamischer kardialer valvulärer Obstruktion, dynamischer kardialer Obstruktion, Schlaganfall innerhalb des letzten halben Jahres, Herz-Kreislauf-Schock, atrioventrikuläre Überleitungsstörungen 2. oder 3. Grades, schwere Leberfunktionsstörungen, eingenommen werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Felodipin, wie auch andere Vasodilatatoren, kann in seltenen Fällen zu schweren Hypotonien führen, was in Einzelfällen eine Myokardischämie auslösen kann.

Felodipin darf bei Patienten mit einer Tendenz zur Tachykardie nur mit Vorsicht angewendet werden. Bei prädisponierten Patienten kann deshalb ein Herzinfarkt auftreten.

Felodipin wird in der Leber metabolisiert. Daher können bei Patienten mit deutlich reduzierter Leberfunktion höhere therapeutische Konzentrationen und eine erhöhte Wirksamkeit auftreten.

Felodipin sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit:

  • Erregungsleitungsstörungen, kompensierter Herzinsuffizienz und Aorten- oder Mitralklappenstenose
  • Schweren Nierenfunktionsstörungen (GFR <30 ml/min, Kreatinin >1,8 mg/dl)

Falls die Behandlung mit Felodipin plötzlich abgebrochen wird, kann in einzelnen Fällen ein hypertensiver Notfall auftreten.

Interaktionen

Die antihypertensive Wirkung von Felodipin-Mepha Depotabs kann durch andere blutdrucksenkende Arzneimittel verstärkt werden.

Gleichzeitige Verabreichung von Medikamenten, welche über das Cytochrom P450 3A4 Enzymsystem abgebaut werden, kann die Plasmakonzentration von Felodipin beeinflussen.

CYP3A4-Inhibitoren: Die gleichzeitige Verabreichung von Enzym‑Inhibitoren (z.B. Cimetidin, Erythromycin, Itraconazol, Ketoconazol und gewisse Flavanoide z.B. in Grapefruit‑Säften [siehe «Pharmakokinetik»]) sowie HIV-Protease-Hemmer (z.B. Ritonavir) können zu einem Anstieg des Felodipin‑Plasmaspiegels führen.

CYP3A4-Induktoren: Die gleichzeitige Verabreichung von Enzym‑induzierenden Substanzen (z.B. Phenytoin, Carbamazepin, Rifampicin, Barbiturate oder Hypericum Perforatum-Johanniskraut), Efavirenz, Nevirapin, kann zu einer deutlichen Abnahme des Felodipin–Plasmaspiegels führen.

Die hohe Plasma‑Eiweissbindung von Felodipin scheint keinen Einfluss auf die ungebundene Fraktion anderer, stark an Plasmaproteine gebundene Medikamente wie Warfarin, zu haben.

Felodipin kann die Konzentration von Tacrolimus erhöhen. Bei gleichzeitiger Verabreichung sollte die Serumkonzentration von Tacrolimus kontrolliert werden. Eine Dosisanpassung von Tacrolimus muss in Betracht gezogen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Zur Anwendung von Felodipin in der Schwangerschaft liegen keine kontrollierten Humanstudien vor. Bei Ratten wurde eine Verlängerung/Erschwerung des Geburtsvorgangs beobachtet, was zu einer Erhöhung der Zahl fetaler und früher postnataler Todesfälle führte; dieser Effekt wurde einem hemmenden Einfluss von Felodipin auf die Uteruskontraktilität zugeschrieben. Bei Kaninchen wurde eine dosisabhängige Erhöhung der Häufigkeit digitaler Anomalien festgestellt. Felodipin soll deshalb in der Schwangerschaft nicht verabreicht werden.

Felodipin kann in der Muttermilch festgestellt werden. Mit therapeutischen Dosen ist eine schädliche Wirkung für das Kind jedoch nicht wahrscheinlich.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Mass bei Behandlungsbeginn und Präparatewechsel sowie bei Genuss von Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Zu Beginn einer Behandlung mit Felodipin-Mepha oder nach Dosiserhöhung kann es häufig (5% zumindest zu Beginn der Behandlung), zu Kopfschmerzen, Gesichtsrötung (Flush) kommen.

Üblicherweise sind diese meist dosisabhängigen Begleiterscheinungen vorübergehend und schwächen sich in der Regel im Verlauf der weiteren Therapie ab.

Die auftretenden Knöchelschwellungen (Knöchelödeme) beruhen auf einer präkapillaren Gefässerweiterung und haben keine generalisierte Flüssigkeitsretention zur Folge. Diese Schwellungen sind dosisabhängig.

Bei Patienten mit ausgeprägten Zahnfleischentzündungen (Gingivitis, Paradontitis) kann es, zu Zahnfleischveränderungen (Gingiva‑Hyperplasie) kommen, die jedoch durch eine sorgfältige Zahnhygiene in den meisten Fällen unter Kontrolle gehalten werden können.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden von klinischen Studien und von Post Marketing Surveillance Reporten geliefert. In den meisten Fällen konnte ein möglicher Kausalzusammenhang nicht nachgewiesen werden. 

Immunsystem

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Fieber und Angioödem. 

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Schwindel, Parästhesie und Müdigkeit.

Sehr selten: Unruhe. 

Herz

Gelegentlich: Tachykardie, Palpitationen, Hypotonie.

Selten: Synkopen.

Sehr selten: Herzinfarkt. 

Gefässe

Häufig: periphere Ödeme. 

Atmungsorgane

Sehr selten: Dyspnoe. 

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Nausea und abdominale Schmerzen.

Selten: Erbrechen.

Sehr selten: Zahnfleischhyperplasie, Gingivitis, Diarrhoe, Obstipation. 

Leber und Galle

Sehr selten: Erhöhung der Leberenzyme. 

Haut

Häufig: Flush.

Gelegentlich: Rash und Pruritus.

Selten: Urticaria.

Sehr selten: photosensitive Reaktionen, leukozytoklastische Vaskulitis. 

Muskelskelettsystem

Selten: Arthralgie, Myalgie, Muskelzittern. 

Nieren und Harnwege

Sehr selten: Pollakisurie (häufige Entleerung kleiner Harnmengen). 

Reproduktionssystem und Brust

Selten: Impotenz und sexuelle Dysfunktion.

Sehr selten: Gynäkomastie, Menorrhagie. 

Allgemeine Störungen

Sehr selten: Gewichtszunahme, Schweissausbrüche

Überdosierung

Symptome

Überdosierung kann zu ausgeprägter Erweiterung der peripheren Blutgefässe und damit zu stark erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie) und in einigen Fällen zu Bradykardie führen. 

Massnahmen

Verabreichung von Aktivkohle, wenn notwendig Durchführung einer Magenspülung.

Bei sehr niedrigem Blutdruck sollte mit einer symptomatischen Behandlung begonnen werden, vor allem sollte der Patient waagrecht mit angehobenen Beinen gelagert werden.

Falls gleichzeitig eine Bradykardie vorliegt, sollten 0,5‑1,0 mg Atropin intravenös verabreicht werden. Falls diese Massnahme nicht ausreicht, sollte durch Infusion von z.B. Glucose, Kochsalzlösung oder Dextran das Plasmavolumen erhöht werden.

Sympathomimetika mit überwiegender Wirkung an α1–Adrenorezeptoren können zusätzlich verabreicht werden, wenn die oben genannten Massnahmen eine ungenügende Wirkung zeigen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC‑Code: C08CA02

Der Calciumantagonist Felodipin senkt den arteriellen Blutdruck durch Herabsetzen des peripheren vaskulären Widerstandes.

Wegen der Selektivität von Felodipin auf die glatte Muskulatur in den Arteriolen hat es in therapeutischen Dosen keinen direkten Effekt auf die Kontraktilität und das Reizleitungssystem des Herzens.

Dank seiner fehlenden Wirkung auf die glatte venöse Gefässmuskulatur und die adrenerge vasomotorische Steuerung, verursacht Felodipin-Mepha (Felodipin) keine orthostatische Hypotonie.

Felodipin verfügt über eine milde natriuretische/diuretische Wirkung und verursacht keine Flüssigkeitsretention. Als Folge der Vasodilatation können Oedeme auftreten.

Felodipin ist bei allen Stufen der Hypertonie wirksam. Es kann entweder als Monotherapie oder in Kombination mit anderen antihypertensiven Medikamenten, wie zum Beispiel β‑Rezeptorenblockern, Diuretika oder ACE‑Hemmern zur Steigerung der antihypertensiven Wirkung angewendet werden.

Felodipin vermindert sowohl den systolischen wie auch den diastolischen Blutdruck. Es kann bei der Therapie der isolierten systolischen Hypertonie ebenfalls eingesetzt werden. Bei gleichzeitiger Gabe von nicht‑steroidalen Entzündungshemmern (NSAR) bleibt die antihypertensive Wirkung von Felodipin erhalten.

Felodipin verbessert das Gleichgewicht von Sauerstoff‑Versorgung und ‑Bedarf und wirkt dadurch antianginös und antiischämisch. Der Widerstand der Koronargefässe wird gesenkt, und durch die vasodilatierende Wirkung von Felodipin auf die epikardialen Arterien und Arteriolen wird die koronare Blutzufuhr wie auch die myocardiale Sauerstoffversorgung verbessert. Felodipin wirkt koronaren Gefässkrämpfen entgegen. Die durch Felodipin bewirkte Reduktion des systemischen Blutdrucks führt zu einer Senkung des Afterloads und des myokardialen Sauerstoffbedarfs.

Felodipin verbessert die Belastungstoleranz und reduziert pectanginöse Anfälle bei Patienten mit stabiler Belastungs‑Angina. Beide, die symptomatische wie auch die stumme myokardiale Ischämie, werden bei Patienten mit vasospastischer Angina pectoris durch Felodipin reduziert. Felodipin kann bei Patienten mit stabiler Angina pectoris als Monotherapie oder in Kombination mit Betablockern verwendet werden.

Felodipin ist bei erwachsenen Patienten unabhängig von Alter, Geschlecht und Rassenzugehörigkeit wirksam und wird auch gut vertragen bei gleichzeitig vorliegenden Begleiterkrankungen wie kompensierte Herzinsuffizienz, Asthma und anderen obstruktiven pulmonalen Erkrankungen, verminderter Nierenfunktion, Diabetes mellitus, Gicht, Hyperlipidämie, Raynaud's Syndrom und bei Patienten mit transplantierter Niere. Felodipin hat keine Wirkung auf den Blutglukose‑Spiegel oder das Lipid‑Profil.

Der überwiegende hämodynamische Effekt von Felodipin besteht in der Reduktion des peripheren Widerstandes, was zu einer Senkung des Blutdruckes führt.

Diese Wirkung ist dosisabhängig. Allgemein tritt die Reduktion des Blutdruckes 2 Stunden nach oraler Verabreichung ein und hält dank der verzögerten Wirkstofffreisetzung über 24 Stunden an.

Das «trough/peak» Verhältnis ist gewöhnlich deutlich über 50%.

Plasmakonzentration von Felodipin, Veränderung des peripheren Widerstandes und Blutdruck stehen miteinander in direkter Beziehung.

Der renale Gefässwiderstand wird durch Felodipin reduziert, während die glomeruläre Filtrationsrate unverändert bleibt. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann sich die glomeruläre Filtrationsrate erhöhen.

Felodipin beeinflusst die renale Albumin‑Ausscheidung nicht.

In einer single‑dose‑Studie bei Patienten, die aufgrund einer Nierentransplantation mit Cyclosporin behandelt wurden, verminderte Felodipin den Blutdruck und erhöhte sowohl den renalen Blutfluss, wie auch die glomeruläre Filtrationsrate. Die AUC und Cmax von Cyclosporin wurden jedoch erhöht. Felodipin kann auch im frühen Stadium die Funktion des Nierentransplantates unterstützen.

In der HOT‑Studie (Hypertension Optimal Treatment) wurde Felodipin entweder als Monotherapie oder bei Bedarf in Kombination mit β‑Blockern und/oder ACE‑Hemmern und/oder Diuretika verabreicht. Die Wirkung auf die häufigsten kardiovaskulären Ereignisse (z.B. akuter Myokardinfarkt, Herzschlag und Herztod) wurde in Beziehung zu den angestrebten diastolischen Blutdruck‑Werten untersucht. Insgesamt wurden 18'790 Patienten mit anfänglichen diastolischen Blutdruck‑Werten von 100‑115 mmHg im Alter zwischen 50‑80 Jahren während durchschnittlich 3,8 (Bereich 3,3‑4,9) Jahren in die Studie miteinbezogen.

Die Resultate zeigten, dass eine Senkung des systolischen und diastolischen Blutdruckes auf 139 mmHg bzw. 83 mmHg die wichtigsten kardiovaskulären Ereignisse verhindern kann. Bei der Gesamtpopulation wurden zwischen den drei randomisierten Behandlungsgruppen mit den unterschiedlichen, erreichten Ziel‑Blutdruck‑Werten keine signifikanten Unterschiede beobachtet. Auch Diabetiker zeigten eine Abnahme des Risikos für kardiovaskuläre Ereignisse.

Pharmakokinetik

Felodipin-Mepha liegt als Depotabs vor. Die verlängerte Wirkstofffreisetzung basiert auf der Einbettung von Felodipin in einer hydrophilen Gelmatrix. 

Absorption

Felodipin wird nach oraler Verabreichung im Gastrointestinaltrakt vollständig resorbiert. Die systemische Verfügbarkeit von Felodipin liegt bei etwa 15% und ist im therapeutischen Bereich dosisunabhängig.

Mit Felodipin-Mepha ist die Resorptionsphase verlängert, woraus relativ flache Felodipin/Plasmakonzentrationsspiegel resultieren. Therapeutische Konzentrationen bleiben während 24 Stunden erhalten. Die Plasmakonzentration ist innerhalb vom therapeutischen Dosierungsbereich (2,5‑10 mg) direkt proportional zur Dosis.

Grapefruitsaft erhöht die Bioverfügbarkeit von Felodipin durch Hemmung des First‑pass‑­Metabolismus. Die klinische Bedeutsamkeit ist unklar. 

Distribution

Die Plasmaproteinbindung beträgt ca. 99%. Felodipin wird vorwiegend an Albumin gebunden. 

Metabolismus

Felodipin wird weitgehend in der Leber metabolisiert, die dabei gefundenen Metaboliten sind hämodynamisch inaktiv. 

Elimination

Felodipin verfügt über eine hohe Clearance mit einer mittleren Blut‑Clearance von 1200 ml/min.

Die durchschnittliche terminale Halbwertszeit liegt beim Erwachsenen bei 24 Stunden. Bei Langzeittherapie besteht bei empfohlener Dosierung keine signifikante Kumulation.

Rund 70% der verabreichten Dosis werden als Metaboliten mit dem Urin ausgeschieden, der übrige Teil durch die Fäzes. Weniger als 0,5% können unverändert im Urin nachgewiesen werden. 

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Ältere Patienten und Patienten mit reduzierter Leberfunktion weisen im Durchschnitt höhere Plasmakonzentrationen von Felodipin auf als jüngere Patienten.

Die Kinetik von Felodipin wird bei Patienten mit einer Nierenschädigung nicht verändert, auch wenn diese durch Hämodialyse behandelt werden.

Präklinische Daten

Präklinische Daten zur Genotoxizität und Kanzerogenität von Felodipin lassen keine speziellen Gefahren für den Menschen erkennen.

In einer Studie über Fertilität und Geburtsablauf bei Ratten die mit Felodipin behandelt wurden, wurde in den medium‑ und high‑dose‑Gruppen eine Verlängerung und Erschwerung des Geburtsvorganges, verbunden mit erhöhtem fetalem und frühem postnatalem Tod beobachtet. Diese Effekte wurden auf den hemmenden Einfluss von hohen Felodipin‑Dosen auf die Uterus‑Kontraktilität zurückgeführt. Bei Dosen innerhalb des therapeutischen Bereiches wurden bei Ratten keine Störungen der Fertilität beobachtet.

Reproduktionsstudien bei Kaninchen zeigten eine dosisabhängige, reversible Vergrösserung der Brustdrüsen beim Muttertier und dosisabhängige digitale Anomalien bei den Feten. Die fetalen Anomalien traten auf, wenn Felodipin in der frühen fetalen Entwicklungsphase verabreicht wurde (vor Tag 15 der Schwangerschaft).

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Sind bisher keine bekannt. 

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet werden. 

Besondere Lagerungshinweise

In der Originalpackung, vor Licht geschützt und bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Zulassungsnummer

57429 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Mepha Pharma AG, Basel.

Stand der Information

September 2013.

Interne Versionsnummer: 2.2

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