Nacl Braun 11.7 % 20 Mini Pl Connect 10 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Natriumchlorid.

Hilfsstoff: Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Elektrolytkonzentrat als Zusatz zu Infusionslösungen zur Substitution von Natrium und Chlorid.

1 ml Konzentrat enthält:10%11,7%
Natriumchlorid100 mg117 mg
Aqua ad iniectabilia ad1 ml1 ml

Elektrolytkonzentrationen:

Natrium1,7 mmol/ml2 mmol/ml
Chlorid1,7 mmol/ml2 mmol/ml

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hyponatriämie.

Hypochlorämie.

Wasserintoxikationen (hypotone Hyperhydration).

Metabolische Alkalosen.

Dosierung/Anwendung

Soweit nicht anders verordnet, erfolgt die Dosierung in Abhängigkeit der Analysenwerte des Serum-Ionogramms und des Säuren-Basen-Status.

Der Natriumbedarf errechnet sich hierbei nach:

mmol Natrium = kg KG × 0,2 × (Soll-Natrium-Wert – aktueller Serum-Natrium-Wert in mmol/l).

(Das Volumen des Extrazellulärraumes errechnet sich aus: Körpergewicht [kg] × 0,2.)

Dosierungsbeispiel

Bei einem aktuellen Serum-Natrium-Wert von z.B. 100 mmol/l und einem Sollwert von 142 mmol/l errechnet sich bei einem Patienten mit einem Körpergewicht von 65 kg der Natriumbedarf wie folgt:

mmol Natrium = 65 × 0,2 × (142 mmol/l – 100 mmol/l) = 546 mmol.

Art der Anwendung

Nur verdünnt oder als Zusatz zu Infusionslösungen intravenös anwenden.

Dabei ist zu beachten, dass Natriumchlorid 10%/11,7% B. Braun erst unmittelbar vor Anlegen der Infusion unter streng sterilen Kautelen zuzuspritzen ist. Die Infusionsflasche sollte danach leicht geschüttelt werden.

Kontraindikationen

Hypernatriämie.

Hyperchlorämie.

Hypokaliämie.

Metabolische Azidosen.

Isotone und hypertone Hyperhydration.

Erkrankungen, die eine Natriumzufuhr verbieten, wie Herzinsuffienz, generalisierte Ödeme, Lungenödem, Hypertonie, Eklampsie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Warnhinweise

Die Lösungen Natrium Chloratum 10%/11,7% B. Braun dürfen nicht injiziert werden, ohne dass sie zuerst verdünnt worden sind!

Vorsichtsmassnahmen

Kontrollen des Serum-Ionogramms und des Flüssigkeits-, bzw. Säuren-Basen-Haushaltes sind erforderlich.

Bei der Therapie von metabolischen Alkalosen muss eine eventuell bestehende Hypokaliämie korrigiert werden.

Interaktionen

Natriumchlorid kann durch gesteigerte Ausscheidung die Wirkung von Lithiumsalzen abschwächen.

Kortikosteroide sowie Kortikotropin (ACTH) können eine Natriumretention mit kardialer Dekompensation, Hypervolämie, Ödemen und/oder Hypernatriämie begünstigen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es sind weder kontrollierte Studien bei Tieren noch schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll das Medikament nur mit Vorsicht verabreicht werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten vor.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen sind vor allem bei einer Überdosierung möglich. Symptome siehe Abschnitt «Überdosierung».

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Die i.v.-Injektion einer hyperosmotischen Lösung kann eine Venen-Thrombose fördern.

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung sind:

Hypernatriämie, Hyperchlorämie. Hypervolämie.

Ödeme, Kardiale Dekompensation, Azidose, Hypokaliämie.

Sollten solche Symptome auftreten, ist die Infusion zu unterbrechen.

Massnahmen bei Überdosierung

(in Abhängigkeit vom Serum-Ionogramm)

Einstellung der Natriumzufuhr.

Anregung der Diurese.

Ggfs. Zufuhr von freiem Wasser, z.B. in Form von isotonen Kohlenhydratinfusionslösungen.

Bei Hypokaliämie: Kaliumzufuhr.

Bei Azidose mit Hypernatriämie: Gabe von Trometamol (Tris).

Je nach Grundleiden: Hämodialyse.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05XA03

Additiva zu IV-Lösungen – Elektrolytlösungen – Natriumchlorid.

Klinische Wirksamkeit

Natriumchlorid 10%/11,7% B. Braun ist ein Elektrolytkonzentrat, das zur Substitution von Natrium und Chlorid bei entsprechendem Mangel dient und als Zusatz zu Infusionslösungen geeignet ist.

Natrium ist das wichtigste extrazelluläre Kation. Es ist wesentlich an der Reizleitung in Nerven- und Muskelzellen beteiligt und beeinflusst zusammen mit Chlorid die Regulation des extrazellulären Volumens. Störungen des extrazellulären Volumens werden durch Korrektur des Natriumbestandes durch renale Elimination oder Retention beantwortet. Dies setzt eine intakte Osmoregulation voraus. Ferner sind diese beiden Ionen an der Steuerung des Säuren-Basen-Haushalts beteiligt.

Pharmakokinetik

Natriumchlorid wird meistens in extrazellulärer Flüssigkeit verteilt. Nach der glomerulären Filtration wird Natrium unter der Kontrolle der Aldosterone aus der Nierentubuli rückresorbiert.

Normale Osmolarität der extrazellulären Flüssigkeit: 280–300 mosm/l.

Na+ Tagesumsatz: 100–180 mmol.

Präklinische Daten

Es liegen keine relevanten Angaben vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Keine bekannt.

Haltbarkeit

In der Originalverpackung bis zu dem auf der Etikette aufgedruckten mit «Exp» bezeichneten Verfalldatum verwendbar.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Siehe auch Abschnitt «Art der Anwendung».

Auf Kompatibilität mit der vorgesehenen Trägerlösung prüfen.

Nur klare Lösungen und unbeschädigte Behälter verwenden.

Das Infusionskonzentrat ist nach dem Öffnen der Ampulle sofort zur Zubereitung der verdünnten Lösung zu verwenden.

Eventuelle Reste des Infusionskonzentrates sind zu verwerfen.

Nur partikelfreie, klare Lösungen sind zu verwenden.

Die verdünnte Lösung ist nach der Zubereitung sofort zu verwenden. Eventuelle Reste der verdünnten Lösung sind zu verwerfen.

Zulassungsnummer

29555 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, Sempach.

Stand der Information

November 2013.

Verwendung dieser Informationen

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