Gyno Tardyferon 30 Dragees
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Gyno Tardyferon 30 Dragees

9.55 Fr.

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie C und ist daher apothekenpflichtig: entweder Sie holen das Medikament persönlich in der Apotheke ab (dafür brauchen Sie kein Rezept) oder Sie senden uns ein Rezept eines Arztes damit wir Ihnen das Medikament zuschicken können.Genauere Informationen

Was ist gyno-Tardyferon und wann wird es angewendet?

gyno-Tardyferon ist ein Kombinationspräparat, das Eisen und Folsäure enthält. Es wird zur Vorbeugung und Behandlung von Blutarmut (verursacht durch Eisen- bzw. Folsäuremangel) während Schwangerschaft, Wochenbett und Stillzeit verwendet.

gyno-Tardyferon enthält sogenannte «Mucoproteose» als Hilfsstoff. Mucoproteose trägt zu einer gleichmässigen und langsamen Freisetzung des in gyno-Tardyferon enthaltenen Eisens bei, wodurch die Verträglichkeit verbessert wird. Durch die verzögerte Freisetzung wird auch die Aufnahme des Eisens im Darm günstig beeinflusst.

Die Aufnahme der Folsäure erfolgt rasch und ohne Probleme.

Bei leichtem, sogenannt latentem Eisenmangel, d.h. noch vor Ausbildung einer sogenannten Eisenmangelanämie (Blutarmut) werden die normalen Reserven des Körpereisens fast vollständig für die Bildung des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) verwendet. Die Verarmung an Eisen kann bereits jetzt zu allgemeinen Beschwerden wie vermindertem Appetit und schnellem Ermüden führen. Eine solche Situation kann häufig während der Schwangerschaft auftreten.

Erst bei schwerem Eisenmangel, d.h. wenn das Eisen für die notwendige Bildung des Hämoglobins nicht mehr ausreicht, entsteht der sogenannte manifeste Eisenmangel mit Blutarmut (Anämie).

Ein ausgeprägter Folsäuremangel kann zu Störungen bei der Bildung von Blutzellen (rote und weisse Blutkörperchen, Blutplättchen) führen; dies kommt jedoch selten vor.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, sollte der zu niedrige Gehalt des Blutes an Eisen, Folsäure und Blutfarbstoff (Hämoglobin) vom Arzt oder der Ärztin durch geeignete Untersuchungen bestätigt worden sein, denn wenn die Blutarmut nicht durch Eisen- und Folsäuremangel bedingt ist, ist gyno-Tardyferon wirkungslos. In solchen Fällen kann eine Verabreichung sogar zu einer Eisenüberladung führen.

Wann darf gyno-Tardyferon nicht angewendet werden?

Wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe gemäss Zusammensetzung von gyno-Tardyferon überempfindlich reagieren. Bei einer selten vorkommenden krankhaften Eisenablagerung in den Geweben (sog. «Eisenspeicherkrankheit») sowie bei sogenannten Eisenverwertungsstörungen (wenn die «Blutarmut» z.B. auf einer mangelhaften Verwertung des Eisens beruht), darf gyno-Tardyferon nicht angewendet werden. Ebenso darf bei Blutarmut, welche durch Vitamin B12-Mangel ausgelöst wird, bei begründeter Unverträglichkeit (z.B. bei schweren entzündlichen Veränderungen im Magen und im Darm) sowie bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen gyno-Tardyferon nicht angewendet werden.

Kinder dürfen nicht mit gyno-Tardyferon behandelt werden.

Wann ist bei der Einnahme von gyno-Tardyferon Vorsicht geboten?

Bei entzündlichen Magen- oder Darmerkrankungen, bei krankhaft verzögerter Magenentleerung und bei gewissen anderen Krankheiten des Magen-Darm-Kanals sollten Sie Eisenpräparate mit Vorsicht und nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin einnehmen.

Bestimmte Antibiotika (Tetracycline und Chinolone) sowie Methyldopa, Levodopa und Carbidopa (z.B. Parkinsonmittel) werden bei gleichzeitiger Einnahme mit gyno-Tardyferon in ihrer Wirkung beeinträchtigt. Falls eine gleichzeitige Therapie mit diesen Arzneimitteln nicht vermieden werden kann, sollte bei der Einnahme ein zeitlicher Abstand von mindestens 3 Stunden eingehalten werden.

Magnesium-, Phosphat-, Calcium- und Goldpräparate behindern die Eisenaufnahme; dies gilt auch für ein bestimmtes Mittel zur Senkung des Blutfettes (Cholestyramin) und für Arzneimittel zur Bindung von Magensäure (Antazida).

Die schleimhautreizende Wirkung von Eisenpräparaten in Magen und Darm kann durch die gleichzeitige Einnahme gewisser entzündungshemmender Arzneimittel, z.B. gegen rheumatische Erkrankungen, verstärkt werden. Deshalb sollte die Einnahme dieser Arzneimittel mindestens 3 bis 4 Stunden auseinander liegen.

Bei der Einnahme von gyno-Tardyferon sollte auf gleichzeitigen Konsum von Schwarztee, Kaffee und Eiern verzichtet werden, da die Wirksamkeit des Arzneimittels dadurch eingeschränkt wird.

Chronischer Alkoholmissbrauch kann zu einer Abnahme der Folsäurekonzentration im Blut sowie durch Erhöhung der Eisenaufnahme zu einer Eisenüberladung führen.

Sulfonamide, Antiepileptika und Barbiturate beeinträchtigen die Folsäure-Resorption.

Aufgrund der Gefahr von entzündlich bedingten Schleimhautdefekten im Mund sowie Zahnverfärbungen dürfen die Depot-Dragées nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden, sondern müssen mit einem Glas Wasser sofort als Ganzes geschluckt werden.

Dieses Arzneimittel enthält Saccharose. Bitte nehmen Sie gyno-Tardyferon erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

−an anderen Krankheiten leiden,

−Allergien haben oder

−andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf gyno-Tardyferon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Gyno-Tardyferon wird bei Eisenmangelzuständen in der Schwangerschaft und in der Stillzeit verschrieben. Sie sollten unbedingt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin sprechen, bevor Sie mit der Einnahme von gyno-Tardyferon beginnen.

Wie verwenden Sie gyno-Tardyferon?

Die Depot-Dragées werden vor den Mahlzeiten mit etwas Flüssigkeit eingenommen und dürfen nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden, sondern sollen sofort mit einem Glas Wasser als Ganzes geschluckt werden.

Erwachsene Frauen:

1 x täglich 1 Depot-Dragée morgens zur Vorbeugung einer Blutarmut oder zur Behandlung einer leichten Blutarmut,

2 x täglich 1 Depot-Dragée morgens und abends zur Behandlung einer schweren Blutarmut.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann diese Empfehlung jedoch Ihren Bedürfnissen anpassen und die Behandlung auf ein anderes Arzneimittel umstellen, wenn entweder der Eisen- oder der Folsäuremangel bereits vor Ende der Schwangerschaft, des Wochenbettes oder der Stillzeit behoben ist.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Ausmass des bestehenden Eisenmangels. Die Anwendung sollte etwa 2 bis 3 Monate über das Verschwinden der Eisenmangelsymptome hinaus fortgesetzt werden, um auch die Eisenspeicher aufzufüllen.

Bei versehentlicher Einnahme einer grossen Überdosis können Eisenvergiftungserscheinungen auftreten. Sie beginnen mit Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen von schwärzlichem Mageninhalt («Kaffeesatz») und Durchfall. Nach einiger Zeit kann es zu beschleunigtem Puls, Schwindel, Atemnot und Blauwerden der Lippen und des Gesichts, in schweren Fällen zu unregelmässiger Atmung, Krämpfen und Lähmungserscheinungen kommen.

Erzwungenes Erbrechen trägt zur Entfernung einer soeben geschluckten Übermenge an Eisen bei. Als Gegenmittel wird die Einnahme von rohen Eiern und Milch empfohlen. Schnelle ärztliche Behandlung ist in jedem Vergiftungsfall notwendig.

Obwohl das Arzneimittel gyno-Tardyferon nicht für Kinder bestimmt ist, sei darauf hingewiesen, dass Kinder auf eine Überdosis Eisen erheblich empfindlicher als Erwachsene reagieren. Bei Kleinkindern kann eine Gesamtdosis von etwa 0,5 g Eisen (= 6 Dragées gyno-Tardyferon) bereits zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen.

Eine Überdosierung der Folsäure ist durch die in gyno-Tardyferon enthaltene Menge sehr unwahrscheinlich.

Halten Sie sich an die in der Packungs-beilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann gyno-Tardyferon haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von gyno-Tardyferon auftreten:

Häufig kommt es zu Übelkeit, Völlegefühl, Magenschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Gelegentlich kommt es zu Dunkelfärbung des Stuhls, Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Oberbauchbeschwerden (Dyspepsie), Erbre-chen, Kehlkopfentzündung, Juckreiz, Ausschlag mit Hautrötungen.

Häufigkeit nicht bekannt: Reversible Zahnverfärbungen, entzündlich bedingte Schleimhautdefekte im Mund (bei falscher Anwendung), Überempfindlichkeitsreaktionen und Nesselfieber.

Bei Auftreten solcher Symptome ist unverzüglich der Arzt oder die Ärztin zu informieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie ihen Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Da bereits die kleinste Packung mit 30 Depot-Dragées gyno-Tardyferon eine Gesamtdosis Eisen enthält, die auf einmal eingenommen vor allem bei Kleinkindern zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung führen kann, muss dieses Arzneimittel unbedingt ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Bei Raumtemperatur (15-25º C) aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum verwendet werden.

Arzneimittel, die Sie nicht mehr einnehmen oder deren Datum abgelaufen ist, bringen Sie am besten zur Entsorgung zurück in die Apotheke.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführlichen Fachinformationen.

Was ist in gyno-Tardyferon enthalten?

1 Depot-Dragée enthält die Wirkstoffe: 80 mg zweiwertiges Eisen in Form von Eisen(II)-sulfat, 0,35 mg Folsäure, Hilfsstoffe: Mucoproteose, Saccharose, den Farbstoff Erythrosin (E127) sowie weitere Hilfsstoffe. Der Hilfsstoff Mucoproteose ist tierischer Herkunft.

Zulassungsnummer

39'859 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie gyno-Tardyferon? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 30 und 100 Depot-Dragées

Zulassungsinhaberin

Pierre Fabre Pharma AG, 4123 Allschwil

Diese Packungsbeilage wurde im August 2014 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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