M Retard Helvepharm Ret Filmtabl 10 Mg 30 Stk
M Retard Helvepharm Ret Filmtabl 10 Mg 30 Stk

M Retard Helvepharm Ret Filmtabl 10 Mg 30 Stk

18.10 Fr.

Dieses Arzneimittel gehört zur Abgabekategorie A und ist ein Betäubungsmittel. Betäubungsmittel sind grundsätzlich vom Versand ausgeschlossen und können mit einem Betäubungsmittelrezept in einer öffentlichen Apotheke bezogen werden.

Untersteht dem Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe

Was ist M-retard Helvepharm und wann wird es angewendet?

M-retard Helvepharm ist ein Schmerzmittel zur Behandlung mittelstarker bis starker andauernder Schmerzen. Es enthält den Wirkstoff Morphin. Dieses wird nach der Einnahme von M-retard Helvepharm im Magen-Darm-Trakt langsam herausgelöst und in den Körper aufgenommen. Die schmerzhemmende Wirkung hält deshalb über etwa 12 Stunden an.

M-retard Helvepharm darf nur auf Verschreibung und unter regelmässiger Kontrolle des Arztes bzw. der Ärztin verwendet werden.

Wann darf M-retard Helvepharm nicht eingenommen werden?

Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber dem Wirkstoff Morphin oder einem der Hilfsstoffe sind,

wenn Sie schwere Atembeschwerden haben,

bei akuten Bauchschmerzen, bestehender Lähmung der Darmtätigkeit (paralytischer Ileus), akuter Lebererkrankung, verzögerter Magenentleerung,

bei schweren Kopfverletzungen und erhöhtem Hirndruck,

wenn Sie gleichzeitig ein Arzneimittel aus der Gruppe der Monoaminoxidase-Inhibitoren einnehmen (gewisse Arzneimittel gegen Depressionen oder Parkinsonkrankheit) oder während der letzten 2 Wochen eingenommen haben (konsultieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin!),

bei Kindern unter 1 Jahr.

Wann ist bei der Einnahme von M-retard Helvepharm Vorsicht geboten?

Bei Abhängigkeit von Opioiden,

bei epileptischem Anfallsleiden oder erhöhter Neigung zu Krampfanfällen,

bei Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose),

bei eingeschränkter Atmung, insbesondere bei Asthma,

bei Verbreiterung der rechten Herzkammer (Cor pulmonale) infolge chronischer Überlastung des Lungenkreislaufes,

bei niedrigem Blutdruck verbunden mit geringer zirkulierender Blutmenge (Hypotonie mit Hypovolämie) oder bei Schockzuständen,

bei Leber-, Nebennieren- oder Nierenfunktionsstörungen,

bei Gallenwegserkrankungen,

bei Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis),

bei entzündlichen Darmerkrankungen,

bei krankhaft vergrösserter Prostata (Prostatahypertrophie),

bei älteren Patienten.

Bei längerfristiger Anwendung von M-retard Helvepharm kann es zu einer Gewöhnung kommen. Das bedeutet, dass Sie höhere Dosen zum Erzielen des erwünschten schmerzlindernden Effekts benötigen könnten.

Bei missbräuchlicher Anwendung von M-retard Helvepharm besteht, wie auch bei anderen Opioiden, das Risiko einer Abhängigkeit. Das kann auch bei vorschriftsgemässer Einnahme vorkommen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie M-retard Helvepharm nur auf Verschreibung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin und genau nach seinen/ihren Anweisungen, regelmässig, einnehmen. Bei Absetzen der Therapie sind die Anweisungen des Arztes oder der Ärztin sorgfältig zu beachten (z.B. stufenweises Absetzen).

Wenn Sie eine Operation vor sich haben, sagen Sie dem Spitalarzt oder der Spitalärztin, dass Sie M-retard Helvepharm einnehmen.

Sehr selten kann insbesondere bei hoher Dosierung eine gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) auftreten, die nicht auf eine weitere Dosierungserhöhung von M-retard Helvepharm anspricht. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird entscheiden, ob dann eine Dosierungsminderung oder ein Wechsel des Schmerzmittels erforderlich ist.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen!

Wenn Sie M-retard Helvepharm gleichzeitig mit Arzneimitteln wie Schlaf- und Beruhigungsmittel, Arzneimittel gegen Angststörungen, Depression (Antidepressiva), gegen psychische Störungen (Neuroleptika), zur Narkose (Anästhetika), gegen Schlafstörungen (Hypnotika, Sedativa, Barbiturate), Epilepsie (Gabapentin), gegen Allergien oder Reisekrankheit (Antihistaminika, Antiemetika), hohen Blutdruck (Antihypertensiva) oder andere stark wirksame Schmerzmittel (Opioide) oder Alkohol einnehmen, kann dies zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen von Morphin, insbesondere Beeinträchtigung der Atemfunktion, führen.

Auf Alkohol-Einnahme ist während der Behandlung mit M-retard Helvepharm zu verzichten.

Durch Cimetidin (Mittel zur Behandlung von Magengeschwüren) und andere den Leberstoffwechsel belastende Arzneimittel können durch Hemmung des Abbaus erhöhte Konzentrationen von Morphin im Blut auftreten und damit seine Wirksamkeit erhöht und seine Wirkungsdauer verlängert werden.

Durch Morphin kann die Wirkung von muskelentspannenden Arzneimitteln (Muskelrelaxantien) verstärkt werden.

Die Filmtabletten M-retard Helvepharm enthalten Lactose. Bitte nehmen Sie M-retard Helvepharm daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie Rheuma- und Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen M-retard Helvepharm 60 mg, 100 mg und 200 mg Filmtabletten nicht anwenden.

Die Anwendung von M-retard Helvepharm kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf M-retard Helvepharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

M-retard Helvepharm soll während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann allerdings Ausnahmen machen.

Während der Behandlung mit M-retard Helvepharm dürfen Sie nicht stillen.

Wie verwenden Sie M-retard Helvepharm?

Nehmen Sie M-retard Helvepharm immer genau nach Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin ein. Bitte fragen Sie bei lhrem Arzt/Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Apotheker/Ihrer Apothekerin nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind. Die Dosierung hängt von der Stärke Ihrer Schmerzen und Ihrer individuellen Empfindlichkeit ab.

Die Einnahme von M-retard Helvepharm Filmtabletten erfolgt normalerweise alle 12 Stunden. Die übliche Dosierung bei Behandlungsbeginn ist 30 mg 2× täglich. In besonderen Fällen kann der Arzt oder die Ärztin die Behandlung mit einer tieferen Dosierung beginnen. Bei Bedarf wird der Arzt oder die Ärztin die Dosierung schrittweise erhöhen.

Beim Kind wird der Arzt oder die Ärztin dem Alter und den Umständen entsprechend das Dosierungsschema individuell festlegen.

Die M-retard Helvepharm Filmtabletten sind mit einem Getränk ganz einzunehmen. Zerbeissen oder zerkauen Sie die retardierten Filmtabletten nicht.

Halten Sie sich genau an den vom Arzt oder von der Ärztin vorgeschriebenen Einnahmerhythmus. Um vor den Schmerzen oder ihrem Wiederauftreten optimal geschützt zu sein, ist es wichtig, dass die Retardtabletten in regelmässigen, vom Arzt oder von der Ärztin bestimmten Abständen eingenommen werden. Warten Sie nicht mit der Einnahme, bis Sie wieder Schmerzen verspüren.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann M-retard Helvepharm haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von M-retard Helvepharm auftreten:

Die Einnahme von M-retard Helvepharm kann sehr häufig zu Verstopfung führen. Mit einer ballastreichen Ernährung und genügender Trinkmenge kann dem entgegengewirkt werden. Vielfach wird es aber notwendig sein, dass der Arzt oder die Ärztin zusätzlich ein Abführmittel verschreibt.

Zu Beginn der Anwendung können sehr häufig Übelkeit und häufig Erbrechen auftreten, welche meistens innert weniger Tage verschwinden, gelegentlich aber auch einer Behandlung bedürfen.

Weitere häufige Nebenwirkungen sind Appetitabnahme, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, unwillkürliche Muskelzuckungen, Müdigkeit bis Benommenheit (Sedierung), Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Schwitzen, Hautausschlag, Juckreiz, Schwächezustände.

Gelegentlich: allergische Reaktionen, Unruhe, Euphorie, Halluzinationen, Missstimmung, Krampfanfälle, Muskelzittern, Missempfindungen, Ohnmacht, verschwommenes Sehen, Herzklopfen, Gesichtsrötung, Blutdruckabfall, Wasseransammlung in der Lunge (nach rascher Dosissteigerung), Atemnot, Darmverschluss, Geschmacksstörungen, Verdauungsstörungen, juckender Ausschlag (Nesselsucht), Harnverhalten, Wassereinlagerung (Ödeme).

Ausserdem können Überempfindlichkeitsreaktionen, gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie), Verengung der Pupillen, Verlangsamung der Herzfrequenz, verminderter Hustenreiz, Geruchssinnstörungen, Gallenschmerzen (Gallenkoliken), Ausbleiben der Regelblutung, Erektionsstörungen, Abhängigkeit, Gewöhnung bei längerfristiger Anwendung oder Entzugserscheinungen auftreten.

Bei vermuteter Überdosierung ist sofort der Arzt oder die Ärztin zu benachrichtigen, der/die entsprechende Gegenmassnahmen einleiten wird. Zeichen einer Überdosierung sind verengte Pupillen, extreme Verlangsamung der Atmung, tiefer Blutdruck, narkoseartige Zustände.

M-retard Helvepharm Tabletten können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und Atmungsorgane auslösen, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder mit Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel sind für Kinder unzugänglich aufzubewahren. Das Arzneimittel ist lichtgeschützt und bei Raumtemperatur (15–25 °C) zu lagern.

Nach Beendigung der Behandlung das Arzneimittel mit dem restlichen Inhalt Ihrer Abgabestelle (Arztpraxis, Apotheke) zur fachgerechten Entsorgung zurückbringen.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in M-retard Helvepharm enthalten?

1 Filmtablette M-retard Helvepharm enthält:

10 mg: 10 mg Morphin hydrochlorid trihydrat, Laktose-monohydrat (Milchzucker) sowie weitere Hilfsstoffe.

30 mg: 30 mg Morphin hydrochlorid trihydrat; Farbstoffe: E 104, E 132, Laktose-monohydrat (Milchzucker) sowie weitere Hilfsstoffe.

60 mg: 60 mg Morphin hydrochlorid trihydrat; Farbstoffe: E 104, E 110, Laktose-monohydrat (Milchzucker) sowie weitere Hilfsstoffe.

100 mg: 100 mg Morphin hydrochlorid trihydrat; Farbstoffe: E 104, E 110, Laktose-monohydrat (Milchzucker) sowie weitere Hilfsstoffe.

200 mg: 200 mg Morphin hydrochlorid trihydrat; Farbstoffe: E 110, E 124, Laktose-monohydrat (Milchzucker) sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

53644 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie M-retard Helvepharm? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

30 Filmtabletten M-retard Helvepharm Packungen zu 10, 30, 60, 100 oder 200 mg Morphin hydrochlorid trihydrat.

60 Filmtabletten M-retard Helvepharm Packungen zu 10 und 30 mg Morphin hydrochlorid trihydrat.

Zulassungsinhaberin

Helvepharm AG, Frauenfeld.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2011 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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