Hepatect Cp Inj Loes 2000 E/40ml Durchstf 40 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

1 ml Lösung enthält:

Wirkstoffe: Plasmaprotein vom Menschen 50 mg, davon Immunglobulin G ≥96%, HBs-Antikörper-Gehalt 50 I.E.

Die Verteilung der IgG-Subklassen ist ca. 59% IgG1, 35% IgG2, 3% IgG3, 3% IgG4.

Der IgA-Gehalt beträgt ≤2 mg/ml.

Hilfsstoffe: Glycin, Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösung. HBs-Antikörper-Gehalt: 50 I.E./ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

A. Prophylaxe der Hepatitis B bei:

Exposition von erwachsenen Personen und Kindern ab 2 Jahren ohne Impfschutz gegen Hepatitis B (dazu zählen auch Personen, deren Impfdokumentation unvollständig ist oder fehlt) gegenüber HBsAg-positivem Material wie z.B. Blut, Plasma, Serum, vorzugsweise als Simultanprophylaxe (passiv oder aktiv) zusammen mit einem Hepatitis-B-Impfstoff. Die damit begonnene Grundimmunisierung ist während der nächsten Monate gemäss den Vorschriften des Impfstoffherstellers zu komplettieren.

Eine Behandlung mit Hepatect CP ist nicht angezeigt, wenn die gefährdete Person gegen Hepatitis B vollständig geimpft wurde und nachgewiesenermassen ausreichend Antikörper gebildet hat (mindestens 10 I.E./l Serum).

Kann der anti-HBsAg-Wert nicht innerhalb von 24 Stunden bestimmt werden, ist in jedem Fall eine Simultanprophylaxe (Impfstoff und Immunglobulin) erforderlich.

Non-Respondern, die nach mindestens 6 Impfungen keine messbaren Hepatitis-B-Antikörper aufweisen. Diese erhalten nach Exposition gleichzeitig mit der Gabe von Hepatect CP eine weitere Dosis Hepatitis-B-Impfstoff.

Die Anwendung von Immunglobulin und Impfstoff sowie die Ergebnisse von Antikörperbestimmungen sind sorgfältig zu dokumentieren.

B. Prophylaxe der Reinfektion eines Lebertransplantats bei HBsAg-positiven Patienten.

C. Immunprophylaxe der Hepatitis B bei Neugeborenen von einer mit dem Hepatitis B Virus infizierten Mutter.

Dosierung/Anwendung

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet gelten folgende Empfehlungen:

Nach Exposition gegenüber HBsAg-positivem Material: sobald als möglich, spätestens jedoch innerhalb von 72 Stunden, Injektion von 8 bis 10 I.E. (0,16 bis 0,20 ml) Hepatect CP pro kg Körpergewicht nach HBsAg- und anti-HBs-Screening der gefährdeten Person. Soweit die anti-HBs-Antikörperbestimmung in monatlichem Abstand (die auch der Kontrolle des Impferfolgs als Ergebnis der Simultanimpfung dient), keine frühere Verabreichung notwendig macht, Wiederholung der Dosierung in 2-Monats-Intervallen.

Fortführung des Immunisierungsschemas bei bestehendem Ansteckungsrisiko bis zum Eintritt einer anti-HBs-Serokonversion. Nach aktiver Bildung von anti-HBs-Antikörpern ist eine passive Zufuhr nicht mehr notwendig.

Zur Prophylaxe der Reinfektion eines Lebertransplantates bei HBsAg-positiven Patienten werden perioperativ in der anhepatischen Phase 10’000 I.E. (200 ml) Hepatect CP intravenös infundiert sowie postoperativ täglich 2’000 I.E. (40 ml) über 7 Tage.

In der anschliessenden Langzeitbehandlung soll ein Serumspiegel von mindestens 100 I.E./l in HBV-DNA negativen Patienten und mindestens 500 I.E./l in HBV-DNA positiven Patienten aufrechterhalten werden bei monatlicher Kontrolle des anti-HBs-Serumspiegels. Die Behandlungsdauer soll mindestens 6 Monate betragen.

Immunprophylaxe zur Prävention der Hepatitis B bei Neugeborenen von einer mit dem Hepatitis B Virus infizierten Mutter: 20–50 I.E. pro kg Körpergewicht (mindestens 100 I.E.) von der Geburt an, bis sich eine aktive Immunität entwickelt hat. Eine Impfung gegen den Hepatitis B Virus wird dringend empfohlen. Die erste Impfdosis kann am gleichen Tag wie die Verabreichung von Hepatect CP erfolgen, jedoch an unterschiedlichen Stellen.

Anwendung

Bei der intravenösen Injektion/Infusion von Hepatect CP sollte die Initialdosis in den ersten 10 Minuten 0,1 ml/kg Körpergewicht (KG) pro Stunde gegeben werden. Wird das Präparat gut vertragen, kann die Applikationsgeschwindigkeit allmählich auf maximal 1 ml/kg KG pro Stunde erhöht werden.

Klinische Erfahrungen bei gesunden normalgewichtigen Neugeborenen von mit dem Hepatitis B Virus infizierten Müttern haben gezeigt, dass intravenös verabreichtes Hepatect CP bei einer Injektions- bzw. Infusionsgeschwindigkeit von 2 ml innerhalb von 5 bis 15 Minuten gut vertragen wurde.

Hepatect CP wird unverdünnt intravenös injiziert/infundiert.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen jegliche Bestandteile des Präparates.

Überempfindlichkeit gegen Immunglobulin vom Menschen, insbesondere in sehr seltenen Fällen von IgA-Mangel, wenn der Patient Antikörper gegen IgA aufweist.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Thromboembolische Komplikationen sind im Zusammenhang mit der Anwendung von normalem IVIG aufgetreten. Es ist daher speziell bei Patienten mit Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse Vorsicht bei der Anwendung von intravenösem Immunglobulin geboten.

Bei den Patienten sollte der Anti-HBs Antikörper Titer regelmässig überprüft werden.

Bestimmte schwere unerwünschte Wirkungen können im Zusammenhang mit der Applikationsgeschwindigkeit stehen. Da mit steigender Injektions- bzw. Infusionsgeschwindigkeit eine Tendenz zur Zunahme unerwünschter Ereignisse verbunden ist, muss die unter «Dosierung/Anwendung» empfohlene Injektions- bzw. Infusionsgeschwindigkeit beachtet werden, und die Patienten müssen während der gesamten Dauer der Applikation kontrolliert und auf Symptome unerwünschter Wirkungen beobachtet werden.

Bestimmte unerwünschte Wirkungen können häufiger auftreten bei

– einer hohen Injektions- bzw. Infusionsgeschwindigkeit,

– Patienten mit Hypo- oder Agammaglobulinämie mit oder ohne IgA-Mangel,

– Patienten, die zum ersten Mal Immunglobulin vom Menschen erhalten oder, in seltenen Fällen, bei einem Wechsel des Immunglobulin-Präparates oder nach einer längeren Behandlungspause.

Echte Überempfindlichkeitsreaktionen sind selten. Sie können in den sehr seltenen Fällen von IgA-Mangel mit Anti-IgA-Antikörpern auftreten.

Selten kann es durch Immunglobulingabe zu Blutdruckabfall mit einer anaphylaktischen Reaktion kommen, selbst bei Patienten, die bei früheren Immunglobulingaben keine Überempfindlichkeitsreaktionen gezeigt haben.

Mögliche Komplikationen können oftmals vermieden werden, wenn sichergestellt wird dass:

– die Patienten nicht überempfindlich gegen Immunglobulin vom Menschen sind,

– das Präparat langsam (0,1 ml/kg Körpergewicht/Stunde) verabreicht wird,

– die Patienten während der gesamten Dauer der Applikation des Arzneimittels sorgfältig überwacht und auf Symptome unerwünschter Wirkungen beobachtet werden. Insbesondere solche Patienten, die erstmals Immunglobulin vom Menschen erhalten, die bisher mit einem anderen Immunglobulin-Präparat behandelt wurden oder die eine längere Behandlungspause hatten, sollten während der gesamten Dauer der ersten Verabreichung sowie eine Stunde lang nach der ersten Verabreichung auf mögliche unerwünschte Wirkungen beobachtet werden. Alle anderen Patienten sollten mindestens 20 Minuten nach der Verabreichung beobachtet werden.

Fälle von akutem Nierenversagen wurden bei Patienten beschrieben die eine Therapie mit intravenösem Immun­globulin (IVIg) erhielten. In den meisten Fällen wurden Risikofaktoren erkannt, z.B. vorbestehende Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Hypovolämie, Übergewicht, nephrotoxische Begleitmedikation oder Alter über 65 Jahre.

Bei allen Patienten erfordert die Gabe von Hepatect CP:

– eine adäquate Hydratation vor der Applikation von Hepatect CP,

– Überwachung der Urinausscheidung,

– Überwachung des Serumkreatiningehalts,

– Vermeidung der gleichzeitigen Gabe von Schleifendiuretika.

Im Falle einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion sollte ein Absetzen von Hepatect CP erwogen werden.

Diese Berichte über Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen wurden zwar mit der Anwendung vieler der zugelassenen Immunglobulin-Präparate in Verbindung gebracht, jedoch war der Anteil der Präparate, die Saccharose als Stabilisator enthielten, unverhältnismässig gross. Bei Risikopatienten soll die Anwendung von saccharosefreien Immunglobulin-Präparaten erwogen werden. Ferner sollte das Präparat mit der geringstmöglichen Applikationsgeschwindigkeit verabreicht werden.

Bei einer unerwünschten Wirkung muss entweder die Applikationsgeschwindigkeit vermindert oder die Injektion/Infusion abgesetzt werden. Die erforderliche Behandlung hängt von der Art und Schwere der Nebenwirkung ab.

Im Falle eines Schocks sollte die Behandlung den aktuellen Empfehlungen der Schocktherapie folgen.

Sofortmassnahmen bei schweren anaphylaktischen Reaktionen (Schock)

Ein anaphylaktischer Schock ist selten, stets aber akut lebensbedrohlich; es wird im allgemeinen folgendes Vorgehen empfohlen:

Bei den ersten Anzeichen (Schweissausbruch, Übelkeit, Zyanose)

Injektion/Infusion unterbrechen, Kanüle in der Vene belassen,

respektive einen venösen Zugang schaffen.

Neben anderen gebräuchlichen Notfallmassnahmen

Kopf-Oberkörper-Tieflage,

Atemwege freihalten.

Medikamentöse Sofortmassnahmen

Sofort: Epinephrin (Adrenalin) i.v.

Nach Verdünnen von 1 ml der handelsüblichen Epinephrin-Lösung (1:1000) auf 10 ml oder unter Verwendung einer Epinephrin-Fertigspritze (1:10’000) wird zunächst davon 1 ml (= 0,1 mg Epinephrin) unter Puls- und Blutdruckkontrolle langsam injiziert (cave Herzrhythmusstörungen!). Die Epinephrin-Gabe kann wiederholt werden.

Danach: Volumensubstitution i.v.

Z.B. Plasmaexpander, Humanalbumin, Vollelektrolytlösung.

Anschliessend: Glucocorticoide i.v.

z.B. 250–1000 mg Prednisolon (oder äquivalente Menge eines Derivats). Die Glucocorticoid-Gabe kann wiederholt werden.

Weitere Therapiemassnahmen erwägen: z.B. künstliche Beatmung, Sauerstoff-inhalation, Antihistaminika.

Hepatect CP wird aus humanem Plasma hergestellt. Standardmassnahmen zur Verhinderung von Infektionen, die sich durch den Einsatz von Arzneimitteln ergeben, die aus Blut oder Blutplasma hergestellt sind, schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker sowie effektive Schritte zur Inaktivierung/Entfernung von Viren im Herstellungsverfahren ein. Dennoch kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern nicht völlig ausgeschlossen werden.

Dasselbe gilt auch für bislang unbekannte oder neu aufgetretene Viren und andere Pathogene.

Die durchgeführten Massnahmen werden als wirksam gegen umhüllte Viren wie HIV, HBV und HCV betrachtet.

Für nicht-umhüllte Viren, wie z.B. HAV und Parvovirus B19, können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein.

Die klinische Erfahrung hat bestätigt, dass HAV oder Parvovirus B19 nicht mit Immunglobulinen übertragen werden. Darüber hinaus wird angenommen, dass der Antikörpergehalt einen wichtigen Beitrag zur viralen Sicherheit leistet.

Es wird empfohlen, bei jeder Verabreichung von Hepatect CP an einen Patienten Name und Chargennummer des Produktes zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Patient und Produktcharge herzustellen.

Interaktionen

Attenuierte Lebendimpfstoffe

Die Gabe von Immunglobulin kann für eine Dauer von mindestens 6 Wochen und bis zu 3 Monaten die Wirksamkeit von abgeschwächten Lebendimpfstoffen wie Masern-, Röteln-, Mumps- und Windpockenimpfstoffen beeinträchtigen. Nach der Gabe dieses Präparates ist vor der Impfung mit attenuierten Lebendimpfstoffen eine Wartezeit von 3 Monaten einzuhalten. Bei Masern kann diese Beeinträchtigung bis zu einem Jahr fortbestehen. Daher sollte bei Patienten, die Masernimpfstoff erhalten, der Antikörperstatus überprüft werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Bei der Beurteilung von serologischen Testergebnissen muss berücksichtigt werden, dass es nach Applikation eines Immunglobulins durch einen vorübergehenden Anstieg passiv übertragener Antikörper zu positiven Testergebnissen kommen kann. Die passive Übertragung von Antikörpern gegen Erythrozytenantigene, z.B. A, B und D, kann einige serologische Tests auf Erythrozyten-Alloantikörper (z.B. den Coombs-Test), die Retikulozytenzählung und den Haptoglobin-Test verfälschen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung in der Schwangerschaft vor. Die Verabreichung des Arzneimittels an schwangere Frauen oder stillende Mütter sollte deshalb sorgfältig abgewogen werden. Die lange klinische Erfahrung mit Immunglobulinen lässt erkennen, dass keine schädigende Wirkung auf den Verlauf der Schwangerschaft, den Fötus oder das Neugeborene zu erwarten ist.

Immunglobuline gehen in die Muttermilch über und können eine Übertragung schützender Antikörper auf das Neugeborene bewirken.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Hinweise, dass Immunglobuline die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Unerwünschte Wirkungen

Zur Häufigkeit von unerwünschten Wirkungen liegen bislang keine robusten Daten aus klinischen Studien vor. Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden mit folgenden Häufigkeiten gemeldet: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis ≤1/10); gelegentlich (≥1/1’000 bis ≤1/100); selten (≥1/10’000 bis ≤1/1’000); sehr selten (≤1/10’000); unbekannt (anhand der vorliegenden Daten nicht zu beurteilen).

Störungen des Immunsystems

Sehr selten: Anaphylaktischer Schock.

Selten: Überempfindlichkeit.

Störungen des Nervensystems

Selten: Kopfschmerzen.

Funktionsstörungen des Herzens

Selten: Tachykardie.

Funktionsstörungen der Gefässe

Selten: Arterielle Hypotonie.

Gastrointestinale Störungen

Selten: Übelkeit, Erbrechen.

Störungen der Haut und des Unterhautellgewebes

Selten: Hautreaktion, Erythem, Juckreiz.

Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, des Bindegewebes und der Knochen

Sehr selten: Arthralgie, leichte Rückenschmerzen.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Selten: Fieber, Unwohlsein, Schüttelfrost.

Sehr seltene Fälle von Unverträglichkeitsreaktionen, die im Laufe von Präventivtherapien zur Prophylaxe von Lebertransplantat-Reinfektionen aufgetreten sind, sind wahrscheinlich auf Verlängerungen der Dosierungsintervalle zurückzuführen.

Während der Verabreichung von normalem Immunglobulin vom Menschen wurden Fälle von reversibler Meningitis, reversibler hämolytischer Anämie/Hämolyse, erhöhtem Serum-Kreatininspiegel und/oder akutem Nierenversagen beobachtet. Thromboembolische Ereignisse wurden bei älteren Patienten, Patienten mit Anzeichen zerebraler oder Herzischämie, übergewichtigen Patienten sowie Patienten mit schwerer Hypovolämie beschrieben.

Informationen zum Infektionsrisiko siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Überdosierung

Eine Überdosis kann zu einer Flüssigkeitsbelastung und Hyperviskosität führen, insbesondere bei Risikopatienten einschliesslich älteren Personen oder Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J06BB04

Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsera und Immunglobuline, Hepatitis B Immunglobulin zur intravenösen Anwendung

Hepatect CP enthält hauptsächlich Immunglobulin G (IgG) mit einem hohen Antikörper-Titer gegen Hepatitis B Viren.

Die IgG Subklassenverteilung entspricht nahezu der des humanen Plasmas.

Der Wirkmechanismus von Hepatitis B Immunglobulin ist eine passive Immunisierung gegen Infektionen mit dem Hepatitis B Virus. Die Immunglobuline neutralisieren Viruspartikel; diese Partikel können somit nicht mehr an die Zielzelle (Hepatozyten) binden. Weiterhin werden Viruspartikel eliminiert.

Pharmakokinetik

Hepatitis B Immunglobulin vom Menschen ist in der Blutbahn des Empfängers nach intravenöser Verabreichung unmittelbar und vollständig bioverfügbar. Es wird zwischen dem Plasma und der extravaskulären Flüssigkeit relativ rasch verteilt. Nach etwa 3–5 Tagen ist das Gleichgewicht zwischen intra- und extravaskulärem Kompartiment erreicht.

Hepatect CP hat eine Halbwertszeit von ca. 22 Tagen. Diese Halbwertszeit kann von Patient zu Patient schwanken, insbesondere bei primären Immunmangelsyndromen.

IgG und IgG-Komplexe werden in den Zellen des retikulo-endothelialen Systems abgebaut.

Präklinische Daten

Immunglobuline sind normale Bestandteile des menschlichen Körpers. Die Bestimmung der akuten Toxizität an Tieren hat keine Relevanz, da höhere Dosen zu Kreislaufüberlastung führen. Studien zur chronischen Toxizität und zur embryo-fötalen Toxizität sind aufgrund der Induktion von und Interferenz mit Antikörpern nicht durchführbar. Wirkungen des Produkts auf das Immunsystem von Neugeborenen wurden nicht untersucht.

Da die klinische Erfahrung keinen Hinweis auf tumorigene und mutagene Wirkungen von Immunglobulinen liefert, werden experimentelle Untersuchungen, insbesondere in heterologen Spezies, nicht für erforderlich gehalten.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Dieses Arzneimittel darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Es dürfen keine anderen Präparate in die Hepatect CP-Lösung gegeben werden, da eine Änderung der Elektrolytkonzentration oder des pH-Werts zu einer Ausfällung oder Denaturierung der Proteine führen kann.

Haltbarkeit

Hepatect CP ist bis zu dem auf Etikett und Faltschachtel angegebenen Verfalldatum haltbar. Das Arzneimittel darf nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Hepatect CP ist bei +2 bis +8 °C zu lagern. Nicht einfrieren!

Behältnis im Umkarton aufbewahren.

Die Lösung muss klar oder leicht opaleszent sein. Trübe Lösungen oder solche mit Bodensatz dürfen nicht verwendet werden!

Nach Öffnen des Behälters soll die Lösung sofort verabreicht werden; wegen des Risikos einer bakteriellen Verunreinigung ist nicht verwendete Lösung zu verwerfen.

Hinweis für die Handhabung

Das Präparat soll vor der Anwendung auf Zimmer- oder Körpertemperatur erwärmt werden.

Applikation unverdünnt als intravenöse Injektion/Infusion. Diese kann gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer Spritzenpumpe vorgenommen werden. Grössere Volumina können unverdünnt in Form einer Tropfinfusion appliziert werden.

Zulassungsnummer

00488 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Biotest (Schweiz) AG, Schützenstrasse 17, 5102 Rupperswil.

Herstellerin

Biotest Pharma GmbH, Landsteinerstrasse 5, D-63303 Dreieich.

Stand der Information

Oktober 2011.

Verwendung dieser Informationen

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