Venutabs Filmtabl 300 Mg 20 Stk

Venutabs Filmtabl 300 Mg 20 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Troxerutinum.

Hilfsstoffe: Color.: E 104, E 127, Excip. pro compr.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Filmtablette enthält: Troxerutinum 300 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Alle Zustände venöser Insuffizienz

Pathologische Gefässwandpermeabilität mit Ödembildung im venösen Kreislaufschenkel, hauptsächlich bei varikösen Beinleiden.

Variköse Früherscheinungen

Müdigkeit in den Beinen mit Schweregefühl, gelegentlich stechender Schmerz nach längerem Stehen, nächtliche Krämpfe in den Beinen, Kribbeln und Schwellungen der Gliedmassen.

Variköses Syndrom und variköse Komplikationen

Schmerzhafte Ödeme, Thrombophlebitiden, Zyanose, ödematös bedingte Ekzeme, Hautveränderungen und variköse Ulzerationen (Ulcus cruris, Ulcus varicosum et postthromboticum).

Hämorrhoiden (perianale und rektale Varizen).

Variköse Schwangerschaftsbeschwerden (Varizen, Hämorrhoiden).

Dosierung/Anwendung

Erwachsene

Anfangsdosis: 2–3× täglich eine Filmtablette.

Erhaltungsdosis: 1–2× täglich eine Filmtablette.

In schweren Fällen können auch bis um die Hälfte höhere Dosierungen angewendet werden.

Venutabs wird bis zum Abklingen der Symptome (im Allgemeinen nach einigen Tagen) in der Anfangsdosis angewendet und anschliessend in der Erhaltungsdosis (ca. 4 Wochen). Venutabs kann auch zur Langzeitanwendung in wiederholten Zyklen eingesetzt werden.

Die Filmtabletten sind vor oder zu den Mahlzeiten einzunehmen und sollen unzerkaut geschluckt werden.

Die Anwendung und Sicherheit von Venutabs Filmtabletten bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei reduziertem Stoffwechsel (Leberinsuffizienz) und insbesondere im Alter soll die Erhaltungsdosis so niedrig wie möglich eingestellt werden.

Interaktionen

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bisher nicht bekannt geworden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Es liegen keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Foeten und/oder die postnatale Entwicklung vor, doch geben die vorhandenen Daten keine Hinweise auf relevante Risiken. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

In seltenen Fällen kann bei empfindlichen Patienten eine Allergie entstehen. In solchen Fällen sollte die Behandlung abgebrochen werden. Allenfalls auftretende, leichtere gastrointestinale Nebenwirkungen verschwinden in der Regel nach dem Absetzen des Präparates.

Überdosierung

Toxische Erscheinungen aufgrund von Überdosierungen sind bisher nicht bekannt geworden und sind bei bestimmungsgemässem Gebrauch auch nicht zu erwarten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C05CA04

Venutabs enthält als Wirkstoff Troxerutin (Tri-hydroxyethyl-Rutosid), die Hauptkomponente der Hydroxyethyl-Rutosidea, eine nicht mutagene und nicht toxische Substanz. Seine Wirkung beruht vorwiegend auf einer Stabilisierung durchlässiger Gefässwände im Kapillarbereich, was zur Erhöhung der Resistenz und Normalisierung erhöhter Permeabilität im Mikrozirkulationsbett beiträgt. Damit eignet sich Venutabs zur Behandlung von venösen Zirkulationsstörungen und varikösen Beinleiden. Ein frühzeitiger Therapiebeginn unterstützt die Massnahmen gegen das Fortschreiten der Krankheit.

Pharmakokinetik

Troxerutin wird aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert und im Blut im ng/ml-Bereich gefunden.

Bei einer Einmaldosis von 900 mg werden maximale Plasmaspiegel von ca. 136 ng/ml nach 2 Stunden erreicht.

Die Eliminationshalbwertzeit beträgt 5,5 Stunden. 24 Stunden nach der Applikation ist kein Troxerutin mehr im Blut zu finden.

Die Ausscheidung erfolgt fast ausschliesslich über die Galle, entweder unverändert, oder konjugiert an Glukuronsäure.

Präklinische Daten

In den durchgeführten tierexperimentellen Untersuchungen mit Troxerutin wurden keine Beeinträchtigung der Fertilität und keine teratogene Wirkung beobachtet.

In verschiedenen in vivo und in vitro Tests wies Troxerutin kein mutagenes Potential auf.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» vermerkten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Zulassungsnummer

55817 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Lubapharm AG, 4053 Basel.

Stand der Information

Januar 2003.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.