Glucosaline 2:1 Braun M Best Ecofl Pl 1 Lt

Glucosaline 2:1 Braun M Best Ecofl Pl 1 Lt

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Natriumchlorid, Glucose Monohydrat.

Hilfsstoff: Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Infusionslösungen zur Kohlenhydrat-, Elektrolyt- und Wasserzufuhr.

1000 ml Lösung enthalten:

GlucoSaline1:1GlucoSaline2:1GlucoSaline4:1
Glucose g(als Glucose Monohydrat) g25(27,5)33(36,7)40(44)
Natriumchlorid g4,53,01,8

Elektrolytkonzentrationen

Natrium mmol/l775131
Chlorid mmol/l775131
pH3,5–6,53,5–6,53,5–6,5
Titrierbare Azidität mmol NaOH/l<1<1<1
Theor. Osmolarität mOsm/l293288284

Energiegehalt

kJ/l420550670
kcal/l100132160

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Als parenterale Kalorienzufuhr;

zum Ausgleich geringer Natriumchloridverluste;

bei Wasserverlust;

bei Oligurie durch Exsikkose;

bei hypertoner Dehydratation;

als Trägerlösung für kompatible Medikamente.

Die 4:1-Lösung ist für diese Indikationen vor allem für grössere Kinder ab 2 Jahren angezeigt. Sie wird auch als pädiatrische Grundlösung für Säuglinge und Kleinkinder bis ungefähr zum 2. Lebensjahr verwendet.

Dosierung/Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem klinischen Zustand, dem Alter und dem Gewicht des Patienten.

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte so gewählt werden, dass eine Dosierung von 0,5 g Glucose/kg KG/Stunde nicht überschritten wird.

Übliche Dosierung

Erwachsene

500–2500 ml pro Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 1,5–3,5 ml/min.

Maximale Infusionsgeschwindigkeit: 250–500 ml/h (ca. 4–8 ml/min).

Kleinkinder

80–100 ml pro kg Körpergewicht/Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 0,25–1 ml/min.

Säuglinge

(GlucoSaline 4:1 B. Braun): 180–200 ml pro kg Körpergewicht/Tag bei einer Infusionsgeschwindigkeit von 0,25–2 ml/min.

Hinweise

Das Infusionsbesteck sollte mindestens alle 24 Stunden gewechselt werden.

Um zusätzliche Arzneimittel während der Infusion beizufügen, muss der Durchfluss-regler geschlossen sein und auf eine gründliche Durchmischung geachtet werden.

Kontraindikationen

Hyperglykämie, Hyperhydratation, Ödeme, hypotone Dehydratation (GlucoSaline 1:1, 2:1 und 4:1), dekompensierte Herzinsuffizienz, schwere Niereninsuffizienz, Hypokaliämie.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit Diabetes mellitus.

Die Flüssigkeits- und Elektrolytbilanz, der Säure/Basen-Haushalt und der Blutzucker sollten genau überwacht werden.

Natriumchloridhaltige Lösungen sind mit besonderer Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit Herzinsuffizienz, cardiopulmonären Krankheiten, Hypertonie, peripheren Ödemen, Hypoproteinämie, Niereninsuffizienz, Leberzirrhose bei Patienten, die mit Corticoiden oder mit ACTH behandelt werden, sowie Acidose.

Interaktionen

Interaktionen mit Kortikosteroiden oder ACTH: erhöhtes Risiko einer Flüssigkeitsretention mit kardialer Dekompensation, Hypervolämie, Ödemen und/oder Hypernatriämie.

Schleifendiuretika und Thiazide verschlechtern die Glucosetoleranz; dasselbe kann durch hormonale Kontrazeptiva bedingt sein.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor. Es liegen keine tierexperimentellen Studien vor. Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten vor.

Unerwünschte Wirkungen

Bei sachgemässer Anwendung von Glucose/NaCl-Infusionslösungen und bei Beachtung der Vorsichtsmassnahmen sind keine unerwünschten Wirkungen zu erwarten. (Siehe auch Kapitel «Überdosierung»).

Wie mit jeder längerfristigen Infusionstherapie kann es zu Venenreizungen und Thrombophlebitis in der Nähe der Infusionsstelle kommen.

Überdosierung

Symptome

Bei zu hoher Infusionsgeschwindigkeit oder bei einem zu grossen Flüssigkeitsvolumen können folgende Symptome einer Überdosierung auftreten:

Hyperhydratation;

Hypervolämie;

kardiale Dekompensation;

Ödeme;

Hypokaliämie;

Hyperglykämie;

Azidose.

Eine zu rasche und zu hohe Glucosezufuhr kann zur Hyperglykämie, u.U. zum hyper-osmotischen Koma führen. Gefährdet sind vor allem Patienten mit einer Glucose-verwertungsstörung z.B. Patienten mit latentem oder manifestem Diabetes mellitus oder Patienten im Post-Aggressionsstoffwechsel. Bei hochdosierter Zufuhr ist ausserdem ein Anstieg des Serumlactats möglich, vor allem wenn die Sauerstoffversorgung ungenügend ist. Bei alleiniger, energiebedarfsdeckender Glukosezufuhr im Rahmen der parenteralen Ernährung wurden kohlenhydratinduzierte Hypertriglyceridämien, u. U. hepatische Fettinfiltrationen beobachtet, sowie die Neigung zur Hyperventilation bzw. eine erschwerte Entwöhnung vom Respirator.

Ebenfalls sind Natriumretention und Ungleichgewichte des Elektrolythaushaltes möglich.

Therapeutische Massnahmen

Bei Auftreten von Symptomen der Überdosierung ist die Infusion sofort zu unterbrechen, die physiologischen Parameter des Patienten sind zu bestimmen und therapeutische Massnahmen einzuleiten:

Hypervolämie, kardiale Dekompensation, Hypernatrie­ämie, Ödeme: Forcierte Diurese mittels eines passenden Diuretikums (z.B. Furosemid).

Hypokaliämie: einen verdünnten Kaliumersatz durch langsame Infusion verabreichen.

Hyperglykämie: Insulin-Gabe, Es besteht die Möglichkeit einer sekundären Hypoglykämie.

Dosisreduzierung.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B05BB02, Elektrolyte mit Kohlenhydraten

Glucose/NaCl-Infusionslösungen sind steril und pyrogenfrei und zur intravenösen Anwendung bestimmt.

Sie dienen der parenteralen Flüssigkeits-, Elektrolyten- und Kohlenhydratzufuhr, sowie der Hydratation.

GlucoSaline 1:1-, 2:1- und 4:1 B. Braun Infusionslösungen sind isoosmotisch, aber bezüglich Kochsalz hypoton. Daraus resultiert nach Verbrauch der Glucose osmotisch freies Wasser, weshalb alle drei Lösungen zur Wasserzufuhr eingesetzt werden können.

Zwischen den Konzentrationen von Natrium und Chlorid besteht kein physiologisches Verhältnis, so dass die Lösungen leicht ansäuernd wirken.

Pharmakokinetik

Glucose

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Distribution

Intrazellulär und intravasal.

Metabolismus

Intravenös verabreichte Glucose unterliegt entweder dem Aufbau zu Glykogen oder dem glykolytischen Abbau zu Pyruvat bzw. Lactat. Unter aeroben Bedingungen wird Pyruvat vollständig zu Kohlendioxyd und Wasser oxidiert. Glucose dient ausserdem zur Aufrechterhaltung des Blutzucker-spiegels und zur Biosynthese wichtiger Körperbestandteile.

Elimination

Die Endprodukte der vollständigen Oxidation von Glucose werden hauptsächlich über die Lunge (Kohlendioxid) und die Niere (Wasser) eliminiert. Die renale Elimination von Glucose als solche ist möglich, ausserhalb pathologischer Stoffwechselsituationen (z.B. Diabetes mellitus, Post-Aggressionsstoffwechsel) aber ohne quantitative Bedeutung.

Brennwert: 4 kcal/g.

Oxidationswasser: 0,6 ml/g.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Bei reduzierter Glucosetoleranz können Hyperglykämie und renale Glucoseverluste auftreten. Diese Erscheinungen lassen sich jedoch in der Regel durch Dosisreduzierung oder Insulingaben vermeiden.

Bei Hämodialysebehandlung ist zu beachten, dass die Glucoseverluste etwa 8 g/h betragen, wenn eine glucosefreie Dialyseflüssigkeit verwendet wird. Bei der Hämofiltration, sowie der Peritonealdialyse betragen die Glucoseverluste etwa 1 g/l (bei Verwendung glucosefreier Spülflüssigkeiten)

Natriumchlorid

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Distribution

Extrazellulär.

Normale Osmolarität der extrazellulären Flüssigkeit: 280–300 mosm/l.

Na+-Tagesumsatz: 100–180 mmol.

Elimination

Die Elimination erfolgt hauptsächlich renal. Nach der glomerulären Filtration wird Natrium unter der Kontrolle der Mineralokortikoide in den Nierentubuli rückresorbiert oder ausgeschieden.

Präklinische Daten

Es liegen keine Daten vor.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Die Zugabe von Arzneimitteln zu Infusionslösungen kann zu Inkompatibilitätsreaktionen führen.

Während manche Reaktionen sofort auffallen, muss jedoch auch mit subtileren physikalischen, chemischen oder pharmakologischen Unverträglichkeiten gerechnet werden.

Beim Mischen mit anderen Arzneimitteln ist zu beachten, dass der pH-Wert der Lösungen im sauren Bereich liegt, was zu Ausfällungen in der Mischung führen kann.

Die Zugabe von medikamentösen Zusätzen muss auf aseptischem Weg erfolgen. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass eine vollständige Mischung des Zusatzes mit der Lösung gewährleistet ist.

Eine Lagerung solcher Lösungen muss vermieden werden. Auf die Kompatibilität muss geachtet werden, wenn mehrere Infusionen durch das gleiche Infusionsbesteck wie Glucose/NaCl-Infusionslösung verabreicht werden.

Glucose/NaCl-Infusionslösungen sollen nicht gleichzeitig, vor oder nach Verabreichung von Blut oder Blutkomponenten durch das gleiche Infusionsbesteck infundiert werden, da die Gefahr einer Pseudoagglutination besteht.

Haltbarkeit

In der Originalverpackung bis zu dem auf der Etikette aufgedruckten mit «Exp.» bezeichneten Verfalldatum verwendbar.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren; nicht einfrieren.

Hinweise für die Handhabung

Nur klare Lösungen und unbeschädigte Behältnisse verwenden.

Zulassungsnummer

29551 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

B. Braun Medical AG, Sempach.

Stand der Information

Januar 2012.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten.