Daivobet Salbe Tb 30 G

Daivobet Salbe Tb 30 G

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Calcipotriol und Betamethason.

Hilfsstoffe: Weisses Vaselin, dickflüssiges Paraffin, Polyoxypropylen-stearyl-ether, Butylhydroxytoluol (E321), α-Tocopherol (E307).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Salbe enthält 0,05 mg Calcipotriol (als Calcipotriol-Hydrat) und 0,5 mg Betamethason (als Betamethasondipropionat).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung von Psoriasis vulgaris bei Erwachsenen.

Dosierung/Anwendung

Daivobet sollte 1× täglich auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Die empfohlene Behandlungsdauer beträgt 4 Wochen. Anschliessend kann eine wiederholte intermittierende Behandlung mit Daivobet unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Die Maximaldosis sollte pro Tag 15 g und pro Woche 100 g nicht überschreiten.

Die mit Calicipotriol-haltigen Arzneimitteln behandelte Körperoberfläche sollte 30% nicht überschreiten, siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Daivobet wird nicht zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren empfohlen.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder einem oder mehreren Hilfsstoffen.

Daivobet Salbe darf nicht im Gesicht und insbesondere in augennahen Hautarealen (Kataraktgefahr) angewendet werden.

Daivobet ist infolge des Gehaltes an Calcipotriol kontraindiziert bei Patienten mit bekannten Störungen des Calciumstoffwechsels.

Ausserdem ist Daivobet wegen des Kortikosteroids kontraindiziert bei viralen Erkrankungen der Haut (z.B. Herpes oder Varizellen) und bei Infektionen, die durch Pilze, Bakterien und Parasiten verursacht werden, bei Hautmanifestationen von Tuberkulose oder Syphilis, bei Rosazea, perioraler Dermatitis sowie bei Akne vulgaris, atrophischer Haut, Striae atrophicae, bei erhöhter Fragilität der Hautvenen, Ichthyose, Akne rosacea, Hautulzera, Wunden sowie perianalem und genitalem Pruritus.

Daivobet ist kontraindiziert bei Psoriasis guttata sowie bei bei erythrodermischer, exfoliativer und pustulöser Psoriasis.

Daivobet ist kontraindiziert bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder schweren Leberfunktionsstörungen.

Da bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung des Präparates bei Kindern vorliegen, darf Daivobet bei Kindern nicht angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Der Patient muss über die korrekte Anwendung des Arzneimittels unterrichtet werden, um das Auftragen oder ein versehentliches Übertragen auf Gesicht, Mund oder Augen zu vermeiden.

Die Hände müssen nach jeder Anwendung gewaschen werden, um eine versehentliche Übertragung auf diese Stellen zu vermeiden.

Die Behandlung von mehr als 30% der Körperoberfläche sollte vermieden werden. Bei Überschreiten der maximalen wöchentlichen Dosis sind aufgrund des Calcipotriolgehaltes Hypercalcämien aufgetreten. Deshalb muss bei Überschreitung der maximalen Dosierung von 100 g/Woche der Calciumspiegel im Serum kontrolliert werden. Die Calciumkonzentration im Serum fällt allerdings schnell wieder auf normale Werte zurück, wenn die Behandlung unterbrochen wird. Das Risiko einer Hypercalcämie ist minimal, wenn die Empfehlungen bezüglich Calcipotriol eingehalten werden.

Daivobet enthält ein Steroid der Stärkeklasse 3 (stark wirksam) und eine gleichzeitige Behandlung mit anderen Kortikosteroiden muss vermieden werden. Unerwünschte Wirkungen wie adrenokortikale Suppression oder eine Störung der metabolischen Kontrolle eines Diabetes mellitus, die im Zusammenhang mit der systemischen Applikation von Kortikosteroiden beobachtet werden, können wegen der möglichen systemischen Absorption auch bei topischer Applikation von Kortikosteroiden auftreten.

Infolge der Gefahr einer erhöhten systemischen Absorption des Kortikosteroides sollte die grossflächige Anwendung auf geschädigter Haut und unter Okklusivverbänden sowie auf Schleimhäuten oder in Hautfalten vermieden werden. Die Haut des Gesichts und der Genitalien ist sehr empfindlich auf Korticosteroide. Eine längerdauernde Behandlung dieser Körperteile sollte vermieden werden. Diese Hautareale sollten nur mit schwächer wirksamen Kortikosteroiden behandelt werden. Beim versehentlichen Auftragen des Arzneimittels auf das Gesicht oder auf die Augen bzw. auf die Bindehaut des Auges wurden gelegentlich lokale unerwünschte Reaktionen (wie Augenreizung oder Hautirritation im Gesicht) beobachtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen» und «Eigenschaften/Wirkungen»); bei längeren, wiederholten Kontakten besteht Kataraktgefahr.

Bakterielle Infektionen werden durch die feucht-warmen Verhältnisse eines Okklusivverbandes begünstigt, weshalb die Haut jeweils vor Anlegen eines frischen Verbandes gut desinfiziert werden sollte. Bei infizierter Psoriasis darf prinzipiell kein Okklusivverband angelegt werden. Wenn eine sekundäre Infektion der Psoriasis-Läsionen auftritt, sollte diese antimikrobiell behandelt werden. Falls sich die Infektion jedoch verschlimmert, sollte die Behandlung mit Kortikosteroiden gestoppt werden.

Bei der Psoriasis-Behandlung kann die Anwendung von Kortikosteroiden mit einem gewissen Risiko verbunden sein, da es zu Rückfällen (Reboundeffekt), Toleranzentwicklung, Auslösung einer generalisierten Psoriasis pustulosa und Entwicklung einer lokalen oder systemischen Toxizität infolge der herabgesetzten Barrierefunktion der Haut kommen kann. Ein Reboundeffekt wurde allerdings in den vorliegenden Studien nicht beobachtet. Eine sorgfältige Überwachung des Patienten, auch in der Zeit nach der Behandlung ist deshalb wichtig.

Bei der Langzeitanwendung besteht ein erhöhtes Risiko für lokale und systemische unerwünschte Wirkungen durch den Kortikosteroid-Bestandteil. Die Behandlung sollte im Falle von unerwünschten Nebenwirkungen aufgrund der Langzeitanwendung des Kortikosteroides abgebrochen werden (vgl. Abschnitt «Unerwünschte Wirkungen»).

Bei Abbruch einer Langzeitanwendung von Kortikosteroiden besteht das Risiko eines Rebounds.

Über die Anwendung der Salbe auf der Kopfhaut existieren noch keine Erfahrungen. Ebenso existieren noch keine Erfahrungen über die gleichzeitige Anwendung anderer lokal oder systemisch angewendeter Antipsoriatika oder Phototherapie.

Während der Therapie mit Daivobet wird empfohlen, exzessive Bestrahlung mit natürlichem oder künstlichem Sonnenlicht zu begrenzen oder zu meiden. Topisches Calcipotriol sollte nur dann zusammen mit UV-Bestrahlung angewendet werden, wenn nach sorgfältiger Abwägung durch Arzt und Patient der potentielle Nutzen das potentielle Risiko übersteigt, siehe «Präklinische Daten».

Kortikoide können Symptome einer allergischen Hautreaktion auf einen der Bestandteile des Präparates maskieren. Der Patient ist anzuweisen, das Präparat nur für sein aktuelles Hautleiden während der angegebenen Therapiedauer zu gebrauchen und es nicht an andere Personen weiterzugeben.

Daivobet Salbe enthält Butylhydroxytoluol (E321), welches lokale Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) oder Irritationen der Augen und Schleimhäute auslösen kann.

Interaktionen

Daivobet Salbe darf nicht mit Salicylsäure-haltigen Zubereitungen gemischt werden, da die Salicylsäure Calcipotriol rasch inaktiviert. Die Wirkung des in Daivobet enthaltenen Betamethasons wird durch Salicylsäure jedoch nicht beeinflusst. Salicylsäure wird nicht absorbiert und bleibt einige Stunden auf der Hautoberfläche, so dass auch eine zeitlich versetzte Calcipotriol-Anwendung in der Wirkung vermindert sein kann. Über mögliche Interaktionen mit anderen antipsoriatischen Produkten liegen keine Erfahrungen vor.

Mit Daivobet wurden keine Wechselwirkungsstudien durchgeführt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Daivobet bei Schwangeren vor. In Tierstudien zeigten Glukokortikoide eine Reproduktionstoxizität, eine Anzahl epidemiologischer Studien ergaben jedoch keine Anhaltspunkte für das Auftreten von kongenitalen Anomalien bei Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft mit Kortikosteroiden behandelt wurden. Über das potenzielle Risiko beim Menschen liegen keine Erkenntnisse vor. Daher sollte Daivobet während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist eindeutig erforderlich.

Stillzeit

Betamethason geht in die Muttermilch über. In therapeutischen Dosen erscheinen Nebenwirkungen beim Säugling allerdings unwahrscheinlich. Zum Übergang von Calcipotriol in die Muttermilch liegen keine Daten vor. Daivobet sollte stillenden Frauen nur mit Vorsicht verschrieben werden. Muss Daivobet an den Brüsten angewendet werden, darf nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Daivobet Salbe hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig≥1/10
Häufig≥1/100 und <1/10
Gelegentlich≥1/1'000 und <1/100
Selten≥1/10'000 und <1/1'000
Sehr selten<1/10'000

Insgesamt wurden bisher mehr als 2'500 Patienten in klinischen Studien mit Daivobet Salbe behandelt und die Daten haben gezeigt, dass bei ca. 10% der Patienten nicht-schwerwiegende unerwünschte Wirkungen auftreten können. Diese Reaktionen sind in der Regel mild und beinhalten hauptsächlich verschiedene Hautreaktionen wie Ausschläge, Pruritus und ein Gefühl von Brennen auf der Haut. Pustulöse Psoriasis wurde selten gemeldet.

Haut

Häufig: Pruritus, Hautausschlag, Brennen der Haut.

Gelegentlich: Hautschmerzen oder Irritation, Dermatitis, Erythem, Exazerbation der Psoriasis.

Selten: Pustulöse Psoriasis.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Unbekannte Häufigkeit: Reboundeffekt.

Unerwünschte Wirkungen, die bei Calcipotriol bzw. Betamethason beobachtet wurden:

Calcipotriol

Die unerwünschten Wirkungen beinhalten Reaktionen an der Applikationsstelle, Pruritus, Hautirritationen, Brennen und Stechen, trockene Haut, Erythem, Hautrötung, Dermatitis, Ekzem, Verschlimmerung der Psoriasis, Photosensibilität und Überempfindlichkeitsreaktionen inklusive in sehr seltenen Fällen Angio- und Gesichtsödem. Systemische Effekte nach topischer Anwendung treten sehr selten auf und bestehen in Hypercalcämie oder Hypercalcurie (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Betamethason (als Betamethasondipropionat)

Dieses Präparat enthält ein stark wirksames Kortikosteroid.

Lokale Reaktionen, die nach topischer Anwendung, vor allem nach verlängerter Therapiedauer, auftreten können beinhalten Hautatrophie, Teleangiektasien, Striae, Follikulitis, Hypertrichose, periorale Dermatitis, allergische Kontaktdermatitis, Depigmentierungen und Kolloidmilien. Bei der Psoriasis-Therapie besteht das Risiko einer generalisierten pustulösen Psoriasis.

Systemische unerwünschte Wirkungen durch die topische Anwendung von Kortikosteroiden sind bei Erwachsenen zwar selten, können jedoch schwerwiegend sein. Adrenocorticale Suppression, Katarakt, Infektionen, Veränderungen in der metabolischen Kontrolle eines Diabetes mellitus und erhöhter intraokularer Druck können auftreten, vor allem nach Langzeit-Behandlung. Systemische Effekte treten häufiger bei der Anwendung unter Okklusion (Plastikfolie, Hautfalten), bei grossflächiger Anwendung und während Langzeit-Behandlung auf (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Überdosierung

Das Überschreiten der empfohlenen Dosierung kann zu einem erhöhten Calciumspiegel im Serum führen, der sich aber nach Abbruch der Behandlung rasch wieder normalisieren sollte.

Die übermässige Langzeitanwendung von Kortikosteroiden kann die hypophysär-adrenale Funktion unterdrücken, was zu einer normalerweise reversiblen sekundären adrenalen Insuffizienz führen kann. In diesen Fällen ist eine symptomatische Therapie indiziert.

Bei chronischer Toxizität muss die Kortikosteroid-Behandlung schrittweise abgesetzt werden.

Es wurde von einem Patienten mit extensiver erythrodermischer Psoriasis berichtet, bei dem sich aufgrund einer missbräuchlichen Anwendung von 240 g Daivobet pro Woche (maximale Dosis: 100 g/Woche, siehe «Dosierung/Anwendung» sowie «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») während 5 Monaten ein Cushing's Syndrom und nach abruptem Therapieabbruch eine pustulöse Psoriasis entwickelte.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: D05AX52

Wirkungsmechanismus und Pharmakodynamik

Calcipotriol ist ein Vitamin-D3-Derivat. In-vitro-Daten zeigen, dass Calcipotriol die Differenzierung von Keratinozyten induziert und deren Proliferation hemmt. Diese beiden Wirkungen werden als Grundlage des therapeutischen Effektes bei Psoriasis angenommen.

Der Dipropionatester von Betamethason zeigt die grundlegenden Eigenschaften von Kortikosteroiden. In pharmakologischen Dosierungen werden Kortikosteroide vor allem wegen ihrer entzündungshemmenden und/oder immunsupressiven Wirkung verwendet. Der genaue Wirkungsmechanismus von Kortikosteroiden bei Psoriasis ist unklar.

Die vorliegenden klinischen Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Daivobet Salbe 1× täglich weniger wirksam ist als die 2× tägliche Anwendung.

In einer Studie mit 634 Patienten wurde die wiederholte 1× tägliche Behandlung mit Daivobet Salbe alleine oder abwechselnd mit Daivonex® während bis zu 52 Wochen verglichen mit einer 48 Wochen dauernden alleinigen Behandlung mit Daivonex anschliessend an eine 4-wöchige initiale Behandlung mit Daivobet untersucht. Über unerwünschte Wirkungen wurde bei 21.7% der Patienten in der Daivobet-Gruppe, bei 29.6% in der abwechselnd mit Daivobet und Daivonex behandleten Gruppe und bei 37.9% in der Daivonex-Gruppe berichtet. Die festgestellten unerwünschten Wirkungen waren bei über 2% der Patienten der Daivobet-Gruppe Pruritus (5.8%) und Psoriasis (5.3%). Wichtige unerwünschte Wirkungen, die wahrscheinlich in Zusammenhang mit der Langzeitanwendung des Kortikosteroides stehen, wurden bei 4.8% der Patienten der Daivobet-Gruppe, bei 2.8% der Daivobet/Daivonex-Gruppe und bei 2.9% der Daivonex-Gruppe festgestellt.

Pharmakokinetik

Absorption

Die transdermale Absorption von Calcipotriol und Betamethason beim Menschen liegt für beide Substanzen unter 1% der verabreichten Dosis. Der Penetrations- und Permeationsanteil ist abhängig von der Körperregion, dem Zustand der Haut, der galenischen Formulierung, dem Alter und dem Applikationsmodus. Fluorierte Kortikosteroide durchdringen die Haut nicht stärker als Hydrokortison. Es wird angenommen, dass der Calciummetabolismus und die Funktion der Nebennierenrinde unter normalen Bedingungen durch die systemische Absorption nicht beeinflusst werden.

Metabolismus/Elimination

Systemisches Calcipotriol wird schnell metabolisiert: Aus Tierversuchen ist bekannt, dass die Halbwertszeit von oral verabreichtem Calcipotriol im Serum <2 h beträgt. Es wird deshalb angenommen, dass die beim Menschen einige Stunden nach Applikation gefundenen zirkulierenden Restmengen mehrheitlich inaktive Metaboliten darstellen. Calcipotriol und seine Metaboliten werden - wie Untersuchungen an Tieren zeigten - vorwiegend von Leber und Niere und in geringerem Umfang vom Fett- und Muskelgewebe sowie der Milz aufgenommen. Die Elimination erfolgt auf renalem und hepatischem Wege. Es ist nicht bekannt, ob Calcipotriol nach systemischer Aufnahme in die Muttermilch gelangen kann.

Kortikosteroide werden im Kreislauf sehr stark an Proteine gebunden. Sie werden vornehmlich in der Leber, aber auch in den Nieren metabolisiert und über die Nieren ausgeschieden.

Die Pharmakokinetik der beiden Wirkstoffe wird durch ihre gleichzeitige Anwesenheit nicht beeinflusst.

Präklinische Daten

Calcipotriol

Die Wirkung von Calcipotriol auf den Calcium-Metabolismus ist etwa 100mal geringer als diejenige der hormonell aktiven Form des Vitamins D3.

Die meisten Toxizitätsstudien wurden mit oral verabreichtem Calcipotriol durchgeführt. In diesen Studien zeigte sich, dass die Toxizität von Calcipotriol bei Verabreichung hoher systemischer Dosen auf seine Vitamin-D-Aktivität zurückgeführt werden kann. Bei Ratten wurde in akuten, subakuten und chronischen Toxizitätsstudien Gewichtsabnahme, Erhöhung des Calciums, Kreatinins und Harnstoffs im Plasma resp. Serum, renale Toxizität und Weichteilkalzifikation beobachtet. In Genotoxizitätsstudien konnte kein mutagenes oder klastogenes Potential nachgewiesen werden. Reproduktionsstudien bei Ratten und Kaninchen zeigten keine teratogenen Schäden beim Fetus und keine embryotoxische Wirkung auf.

Eine dermale Karzinogenitätsstudie an Mäusen zeigte keine Anzeichen eines erhöhten Karzinogenitätsrisikos. Calcipotriol Lösung wurde während bis zu 24 Monaten in Dosen von 3, 10 und 30 mcg/kg/Tag (entspricht 9, 30 und 90 mcg/m2/Tag) topisch aufgetragen. Die höchste Dosierung wurde dabei als maximal tolerierte Dosis für die Haut-Behandlung von Mäusen mit Calcipotriol erachtet. Das Überleben war bei 10 und 30 mcg/kg/Tag vermindert, besonders bei den männlichen Mäusen. Das reduzierte Überleben ging mit einer erhöhten Inzidenz von obstruktiver Uropathie einher, die am wahrscheinlichsten durch eine mit der Behandlung zusammenhängende Veränderung der Urin-Zusammensetzung verursacht wurde. Dies ist ein erwarteter Effekt der Behandlung mit hohen Dosen von Calcipotriol oder anderen Vitamin D Analoga. Es gab keine dermalen Auswirkungen und keine dermale oder systemische Karzinogenität.

In einer anderen Studie wurden haarlose Albino-Mäuse wiederholt sowohl UV-Bestrahlung als auch topisch appliziertem Calcipotriol in den gleichen Dosis-Stufen wie bei der Karzinogenitätsstudie ausgesetzt. Dabei stellte man eine Reduktion der Zeit fest, die erforderlich war, um die Bildung von Hauttumoren durch die UV-Bestrahlung auszulösen (nur bei den männlichen Mäusen statistisch signifikant). Dies weist darauf hin, dass die Hauttumor-indizierende Wirkung von UV-Bestrahlung durch Calcipotriol verstärkt werden könnte. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt.

Betamethasondipropionat

Tierstudien mit Kortikosteroiden zeigten Reproduktionstoxizität (Gaumenspalten, Skelettmissbildungen). In Reproduktionsstudien mit oraler Langzeitverabreichung von Kortikosteroiden an Ratten wurden eine verlängerte Gestation und verlängerte und schwierige Geburten beobachtet. Zusätzlich waren das Überleben der Nachkommen sowie deren Körpergewicht und Gewichtszunahme reduziert. Die Fertilität war nicht beeinträchtigt. Die Relevanz für den Menschen ist nicht bekannt.

Es wurden keine Karzinogenitätsstudien oder Photokarzinogenitätsstudien mit Betamethasondipropionat durchgeführt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Daivobet darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Daivobet Salbe darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» angegebenen Verfalldatum verwendet werden.

Angebrochene Packungen von Daivobet Salbe sind während 12 Monaten haltbar.

Besondere Lagerungshinweise

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Gut verschlossen und bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.

Zulassungsnummer

55800 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

LEO Pharmaceutical Products Sarath Ltd., Regensdorf ZH.

Stand der Information

Mai 2015.

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