Nyolol Augengel 5 G

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Timololum ut Timololi maleas.

Hilfsstoffe: Conserv.: Benzalkonii chloridum, Excip. ad. gelat.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Augengel in Flaschen zu 5 g mit Timololum 0,1% (ut Timololi maleas 0,137%).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Erhöhter Augeninnendruck, Weitwinkel-Glaukom, aphakische Glaukom-Patienten, gewisse Patienten mit sekundärem Glaukom.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene: 1mal täglich 1 Tropfen ins erkrankte Auge instillieren. Damit der Wirkstoff nicht durch die Anwendung von weiteren Augentropfen ausgespült wird, müssen zumindest 5 Minuten zwischen den Anwendungen liegen. Augentropfen sollen vor Nyolol Gel appliziert werden. Eine Umstellung von einem anderen Glaukompräparat auf Nyolol Gel ist möglich. Da es einige Zeit braucht, bis sich die Wirkung stabilisiert hat, wird empfohlen, den intraokularen Druck 3–4 Wochen nach Behandlungsbeginn zu prüfen. Der intraokulare Druck sollte auch nachher regelmässig kontrolliert werden, weil sich das Ansprechen auf Timolol ändern kann.

Bei Kindern und Jugendlichen bestehen bislang keine Erfahrungen mit der Anwendung von Nyolol Gel.

Kontraindikationen

Herzinsuffizienz, Herzarrhythmien, besonders AV-Block 2. und 3. Grades, Bradykardie, Sick-Sinus-Syndrom, kardiogener Schock, Bronchialasthma, chronische obstruktive Lungenkrankheiten mit einer Neigung zu Bronchialspasmus (auch in der Anamnese). Kornea-Verletzung (Nyolol kann die Regeneration des Kornea Epithels hemmen und den angiogenetischen Prozess der Kornea modifizieren).

Überempfindlichkeit gegenüber Timololmaleat und Benzalkoniumchlorid oder eines anderen Bestandteils von Nyolol Gel. Gleichzeitige Anwendung mit Amiodaron (vgl. «Interaktionen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Anwendung von Nyolol Gel bei Kindern unter 12 Jahren wird nicht empfohlen.

Eine Herzinsuffizienz sollte vor Beginn der Behandlung mit Nyolol Gel in adäquater Weise unter Kontrolle gebracht werden. Patienten mit schweren Herzkrankheiten in der Anamnese sollten auf eventuelle Zeichen von Herzinsuffizienz und bezüglich ihrer Pulsfrequenz überwacht werden.

Patienten, welche bereits peroral mit Betablockern behandelt werden und die zusätzlich Nyolol Gel erhalten, sollten auf eine mögliche additive Wirkung auf den Augeninnendruck oder bezüglich der bekannten systemischen Wirkungen der Betablockade beobachtet werden.

Bei Patienten, die während einer Narkose systemische Betablocker erhielten, wurde anschliessend verlängerte, schwere Bradykardie und Hypotonie beobachtet. Der Anästhesist sollte informiert sein, dass der Patient Nyolol Gel erhält. Da eine gewisse systemische Absorption nicht ausgeschlossen werden kann, sollte Nyolol bei Hoch-Risiko-Patienten (einschliesslich Patienten mit koronaren Herzerkrankungen) 1–2 Wochen vor geplanten operativen Eingriffen schrittweise abgesetzt werden. Sofortiges Absetzen von Nyolol Gel kann zu Rebound-Effekten mit Tremor, Tachykardie, Verschlimmerung einer bestehenden koronaren Herzkrankheit, arterieller Hypertonie führen. Deshalb sollte das Absetzen von Nyolol Gel bei Hoch-Risiko Patienten spätestens 24–48 Stunden vor einer Operation abgeschlossen sein (s. «Interaktionen»).

Nyolol Gel kann bei Patienten mit einer bestehenden Herzinsuffizienz zu einer Verschlechterung führen oder bei Patienten Herzinsuffizienz verursachen.

Bei Patienten mit Winkelblock-Glaukom wird man zuerst anstreben, den Kammerwinkel wieder zu öffnen. Dies erfordert eine Pupillenverengung mit einem Miotikum. Nyolol Gel selbst hat keine Wirkung auf die Pupille.

Wird Nyolol Gel zur Verminderung des erhöhten Augeninnendrucks bei Winkelblock-Glaukom verwendet, sollte es zusammen mit einem Miotikum verabreicht werden.

Wie bei anderen Glaukom-Präparaten ist nach Langzeittherapie bei einigen Patienten über vermindertes Ansprechen auf Timololmaleat berichtet worden. Hingegen konnte in klinischen Studien, in denen 164 Patienten mindestens 3 Jahre lang kontrolliert wurden, keine signifikante Zunahme des mittleren Augeninnendrucks festgestellt werden, verglichen mit demjenigen nach initial erfolgter Stabilisierung. Dies zeigt, dass die Reduktion des Augeninnendrucks von Timololmaleat erhalten bleibt.

Amisulprid kann das Risiko für ventrikukläre Arrhythmien, insbesondere Torsade de pointes, erhöhen. Das Risiko ist bei Patienten mit vorbestehender Bradykardie zusätzlich erhöht. Deshalb ist bei der Kombination von Nyolol Gel mit Amisulprid besondere Vorsicht angebracht.

Durch die Anwendung von Nyolol Gel können Anzeichen und Symptome von Hypoglykämie, insbesondere Tachykardie und Schweissausbrüche, maskiert werden. Diabetische Patienten sollten angewiesen werden, ihren Zuckerspiegel zu Beginn der Behandlung mit Nyolol Gel verstärkt zu kontrollieren.

Patienten mit Atopie oder schweren anaphylaktischen Reaktionen auf verschiedene Allergene in der Anamnese können unter Betablockern auf diese Allergene bei zufälliger, diagnostischer oder therapeutischer Reexposition überreagieren. Bei diesen Patienten kann die Behandlung anaphylaktischer Reaktionen mit den üblichen Dosierungen von Adrenalin unwirksam sein.

Es wurde über Patienten berichtet, die respiratorische und kardiale Reaktionen hatten, die bei Asthmatikern zum Tod führten, selten auch zum Tod im Zusammenhang mit Herzversagen.

Nach Anwendung von Arzneimitteln zur Reduktion der Kammerwasserproduktion (wie z.B. Timololmaleat) im Anschluss an einen filtrationschirugischen Eingriff am Augapfel wurde über Netzhautabhebungen berichtet.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Amiodaron und einem Betablocker ist die engmaschige Überwachung der Herzfunktion des behandelten Patienten und die Beobachtung des Patienten, ob er eine Brachykardie oder AV-Blocks entwickelt angeraten (s. «Interaktionen»).

Obwohl Nyolol Gel eine geringe oder gar keine Wirkung auf die Pupillenweite hat, ist bei gleichzeitiger Therapie von Nyolol Gel und Adrenalin gelegentlich Mydriasis beobachtet worden.

Wird Nyolol Gel zusammen mit oralen Kalzium-Antagonisten, Mitteln mit entleerender Wirkung auf die Katecholaminspeicher oder anderen Betablockern verabreicht, so sind additive Wirkungen möglich, und es kann eine Hypotonie und/oder eine ausgeprägte Bradykardie auftreten. Wegen der Gefahr eines Herzstillstands darf ein Kalziumantagonist vom Typ Verapamil nicht intravenös verabreicht werden, wenn der Patient unter der Behandlung mit einem Betablocker steht (siehe auch «Interaktionen»).

Hinweis für Kontaktlinsenträger

Kontaktlinsen sollten vor der Anwendung entfernt und frühestens nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden.

Interaktionen

Da Timololmaleat systemisch absorbiert wird, können die folgenden Wechselwirkungen auftreten (gleich wie bei systemischen Betablockern):

Klasse-I-Arrhythmika

Gleichzeitige Anwendung von Nyolol Gel und Klasse-I-Arrhythmika (Natriumkanalblocker wie z.B. Disopyramid, Chinidin, Propafenon) und Amiodaron wirkt sich möglicherweise additiv auf die AV- Zeit aus und kann negativ inotrop wirken.

Clonidin

Mit dem Absetzen von Clonidin, einhergehende lebensbedrohliche Entzugserscheinungen (Rebound-Phänomene) in Form von Blutdruckanstieg (rebound hypertension) können durch Betablocker verstärkt werden. Deshalb sollte versucht werden, den Betablocker vor dem Absetzen von Clonidin auszuschleichen.

Anästhetika

Bestimmte Anästhetika wie z.B. Halothone, Barbiturat können bei gleichzeitiger Anwendung mit Nyolol Gel das Hypotonie-Risiko erhöhen (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Arzneimittel, die Katecholamine freisetzen

Eine engmaschige Kontrolle wird bei Patienten empfohlen, die neben Betablockern Arzneimittel erhalten, die die Katecholaminreserven entleeren – wie z.B. Reserpin –, da die Wirkungen möglicherweise additiv sind und zu Hypotonie und/oder ausgeprägter Bradykardie führen können.

Parasympathomimetika

Parasympathomimetika erhöhen das Risiko für Bradykardie.

CYP2D6-Inhibitoren

Erhöhte systemische Beta-Blockade (gesteigerte Herzfrequenz, Depression) wurde mit CYP2D6-Inhibitoren (z.B. Chinidin, SSRIs) berichtet.

Mefloquin

Anwendung von Mefloquin zusammen mit Nyolol Gel kann zu Verlängerung des QT-Intervalls führen.

Kalziumantagonisten

Kalziumantagonisten können eine Bradykardie, eine Myokarddepression und eine arterielle Hypotonie verstärken, wenn sie mit Betablockern kombiniert werden. Die Art der kardiovaskulären Nebenwirkung hängt vom Typ des Kalziumkanalblockers ab: Dihydropyridin-Derivate wie Nifedipin können eher zu arterieller Hypotonie führen, wogegen Verapamil und Diltiazem eher zu AV-Überleitungsstörungen und/oder linksventrikulärem Versagen führen. Vor allem bei intravenöser Verabreichung von Verapamil können arterielle Hypotonie und schwere Herzrhythmusstörungen nicht ausgeschlossen werden. Wegen der Gefahr eines Herzstillstands darf ein Kalziumantagonist vom Typ Verapamil nicht intravenös verabreicht werden, wenn der Patient unter der Behandlung mit einem Betablocker steht (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Digitalis

Die gleichzeitige Anwendung von Digitalis mit Betablockern verstärkt die bradykardisierende Wirkung.

Cimetidin und Hydralizin

Cimetidin und Hydralizin können den Plasmaspiegel von Timololmaleat erhöhen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Bei der Anwendung von Timolol während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Es sind keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen verfügbar.

Timolol wurde in der Muttermilch nachgewiesen. Da Timolol bei gestillten Säuglingen schwere unerwünschte Wirkungen hervorrufen kann, sollte zwischen Abstillen und Absetzen des Mittels entschieden werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Für kurze Zeit nach der Anwendung ist verschwommenes Sehen möglich. Dies ist bei der Bedienung von Maschinen, bzw. im Strassenverkehr zu beachten.

Unerwünschte Wirkungen

In klinischen Studien wurde am Auge milde Hyperämie, Fremdkörpergefühl, Stechen und Brennen unmittelbar nach der Applikation in gelegentlichen bis häufigen Fällen (mehr als 1–3%), sowie verschwommenes Sehen, das gelegentlich länger als 3 Minuten andauert, beobachtet.

Dieses Arzneimittel kann wie andere lokal verabreichte Augenpräparate systemisch resorbiert werden. Bei lokaler Verabreichung können deshalb die gleichen unerwünschten Wirkungen auftreten wie bei systemischer Gabe von Betablockern.

Nach topischer Applikation von Timolol am Auge wurden respiratorische und kardiale Reaktionen, darunter Todesfälle infolge Bronchospasmus bei Asthmatikern und selten Tod in Zusammenhang mit einer Herzinsuffizienz beobachtet.

Immunsystem

Allergische Reaktionen einschliesslich Angioödeme.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Hypoglykämie.

Nervensystem

Depression, Schwindelgefühl, Zunahme der Zeichen und Symptome von Myasthenia gravis.

Okuläre

Irritationen und Fremdkörpergefühl, Stechen, Brennen, Konjunktivitis, Keratitis, kurzzeitig verschwommenes Sehen. Wenn vorgängig Miotika abgesetzt werden, können Sehstörungen auftreten. Diplopie, Ptosis und Ablatio chorioideae nach Filtrationschirurgie. Betablocker können ein «trockenes Auge» erzeugen. Selten: Blepharitis, Ptosis, verminderte Hornhautempfindlichkeit.

Kardiovaskuläre Reaktionen

Synkope, Bradykardie; selten: Hypotonie, Palpitation, Arrhythmie, Stauungsherzinsuffizienz, Atrioventrikulärer Block (teilweise bis vollständig) bzw. Verschlechterung eines vorbestehenden Blocks, Herzstillstand, zerebrale ­Ischämie, zerebro-vaskulärer Insult.

Atmungsorgane

Dyspnoe; selten: Bronchospasmus (vor allem bei Patienten mit vorbestehendem bronchospastischem Leiden), Ateminsuffizienz.

Haut

Exantheme, Urtikaria, Alopezie.

Gastrointestinal

Nausea, Diarrhö, Erbrechen.

Muskelskelettsystem

Arthropathien.

Allgemeinsymptome

Kopfschmerzen, Asthenie, Müdigkeit, Brustschmerzen.

Überdosierung

Bezüglich der Überdosierung beim Menschen sind keine Daten vorhanden.

Die am ehesten zu erwartenden Symptome bei Überdosierung mit einem systemischen Betablocker sind symptomatische Bradykardie, Hypotonie, Bronchospasmus und akutes Herzversagen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: S01ED01

Timolol ist ein nicht selektiver Betarezeptorenblocker, der den erhöhten Augeninnendruck senkt. Der intraokulare Druck wird gesenkt, weil weniger Kammerwasser produziert wird. Nyolol Gel hat wie andere Betablocker eine geringe Wirkung auf das Abfluss-System des Kammerwassers. Es ist bis heute nicht klar, ob es eine signifikante Wirkung auf die Gefässe der Vorderkammer ausübt. Timolol hat nur geringe lokal-anästhesierende Wirkung und keine sympathikomimetische «intrinsic activity» (ISA). Es verändert weder die Pupille noch die Akkommodation. Klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass Nyolol Gel eine gute Wirkung bei Patienten mit Weitwinkel-Glaukom und erhöhtem Augeninnendruck hat. Es ist auch wirksam bei sekundärem Glaukom. Nyolol Gel (1mal 1 Tropfen täglich) zeigte in klinischen Studien die gleiche Augendruck-senkende Wirkung wie 0,25%ige (2× 1 Tropfen täglich) oder 0,5%ige ophthalmische Lösungen (1mal 1 Tropfen täglich) von Timolol.

Pharmakokinetik

Im Auge wird der maximale Effekt wenige Stunden nach der Instillation erreicht. Dieser hält während 24 Stunden an. Timolol kann über die Bindehaut, die Nasenschleimhaut und den Magendarmtrakt systemisch resorbiert werden und damit in den Blutkreislauf gelangen. Nur selten werden Serumspiegel innerhalb von 90 Minuten nach der Instillation gefunden. Im Urin werden jedoch immer minimale Timololkonzentrationen nachgewiesen.

Präklinische Daten

Chronische Toxizität

In Studien an Kaninchen und Hunden über 1 bzw. 2 Jahre mit lokal verabreichtem Timololmaleat traten keine Nebenwirkungen am Auge auf. Auch nach langfristiger Anwendung per os in hohen Dosen an Hund und Ratte liessen sich ausser Bradykardie und Organgewichtserhöhungen von Herz, Niere und Leber keine besonderen Befunde erheben.

Mutagenität und Kanzerogenität

Eine ausführliche Mutagenitätsprüfung liegt nicht vor; bisherige in vitro Tests verliefen negativ. Während einer Zweijahresstudie mit oral verabreichtem Timololhydrogenmaleat an Ratten kam es zu einem statistisch signifikanten Anstieg (p ≤0,05) der Häufigkeit von Phäochromozytomen der Nebenniere bei männlichen Ratten, die eine 300fach höhere Dosis erhalten hatten, als die empfohlene orale Maximaldosis beim Menschen (1 mg/kg/Tag). Bei Ratten, die eine 25- bis 100fache Dosis der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen erhalten hatten, traten derartige Veränderungen nicht auf. In einer an Mäusen über die gesamte Lebensdauer fortgeführten Studie mit oralem Timolol zeigte sich ein statistisch signifikanter Anstieg des Auftretens von benignen und malignen Lungentumoren sowie von gutartigen Uteruspolypen bei weiblichen Mäusen, die mit einer Dosis von 500 mg/kg/Tag behandelt wurden. Ein solcher Anstieg zeigte sich jedoch nicht bei einer Dosis von 5 oder 50 mg/kg/Tag.

Gehäuft traten ebenfalls Adenokarzinome der Mamma unter einer Dosis von 500 mg/kg/Tag auf. Man brachte dies in Zusammenhang mit den erhöhten Serumprolaktinspiegeln, welche bei weiblichen Mäusen unter 500 mg/Tag, aber nicht unter 5 oder 50 mg/kg/Tag festgestellt wurden. Ein Anstieg von Adenokarzinomen der Mamma bei Nagern wurde mit der Anwendung verschiedener Präparate, die den Serumprolaktinspiegel erhöhen, in Verbindung gebracht. Bei erwachsenen Frauen werden unter oralen Timololmaleat-Dosen bis zu 60 mg, der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen, keine klinisch relevanten Änderungen des Serumprolaktins festgestellt. Bei weiblichen Mäusen ergab sich bei einer Dosis von 500 mg/kg/Tag ein statistisch signifikanter Anstieg (p= 0,05) der allgemeinen Neoplasmahäufigkeit.

Reproduktionstoxikologie

Reproduktions- und Fertilitätsstudien bei Ratten ergaben keine nachteilige Auswirkung auf die männliche oder weibliche Fertilität bei Dosen bis zum 150fachen der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen. Teratologische Untersuchungen mit Timolol bei Mäusen und Kaninchen mit Dosen bis zu 50 mg/kg/Tag (das 50fache der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen) zeigten keine Anzeichen für fetale Missbildungen.

Obwohl mit dieser Dosis Verzögerungen der Ossifikation bei Ratten auftraten, zeigten sich keine weiteren Auswirkungen auf die postnatale Entwicklung der Nachkommen. Dosen von 1’000 mg/kg/Tag (das 1’000fache der empfohlenen oralen Maximaldosis beim Menschen) erwiesen sich bei Mäusen als toxisch für die Muttertiere, was zu einer vermehrten Resorption von Föten führte. Dies wurde auch bei Kaninchen unter Dosen bis zur 100fachen oralen Maximaldosis beim Menschen festgestellt, doch ergab sich hier keine eindeutige Toxizität für die Muttertiere.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Augen-Gel soll bei Raumtemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt gelagert werden. Ein angebrochenes Tropffläschchen ist 30 Tage haltbar.

Zulassungsnummer

54974 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Ophtapharm SA, Cham.

Stand der Information

April 2011.

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