Oncotice Trockensub Durchstf

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff

Abgeschwächte Mycobacterium bovis aus einer Kultur von Bacillus Calmette-Guérin (BCG, Stamm TICE®) 2-8× 108 colony forming units (CFU), excipiens ad pulverem pro vitro.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für die Harnblaseninstillation.

Nach Rekonstitution in 50 ml Kochsalzlösung enthält die Suspension 0.4-1.6× 107 CFU/ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

OncoTICE wird zur Behandlung des Carcinoma in situ (CIS) des Blasenurothels verwendet. Darüber hinaus wird OncoTICE als Adjuvanstherapeutikum nach transurethraler Resektion (TUR) eines primären oder rezidivierenden oberflächlichen papillären Urothelkarzinoms der Blase im Stadium TA des Grades 2 oder 3 oder T1 des Grades 1, 2 oder 3 eingesetzt. OncoTICE wird nur bei papillären Karzinomen im Stadium TA des Grades 1 empfohlen, wenn die Gefahr eines Rezidivs als hoch eingestuft wird.

Dosierung/Anwendung

Pro Instillation wird der Inhalt einer Stechampulle OncoTICE rekonstituiert und verdünnt in die Blase eingebracht (siehe unter «Sonstige Hinweise»/«Hinweise für die Handhabung»).

Carcinoma in situ der Blase (CIS)

Der Behandlungsablauf bei CIS der Blase umfasst eine wöchentlich wiederholte Instillation mit OncoTICE während der ersten 6 Wochen (Induktionszyklus), gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit periodischen Wiederholungen der OncoTICE-Instillationen über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten. Der Induktionszyklus kann bis zu einer Gesamtdauer von 24 Monaten wiederholt werden, wenn der Tumor keine Remission zeigt und die klinischen Umstände dies erfordern. Auch nach Abschluss der Behandlung sind weitere Kontrollen mittels Urinzytologie und Zytoskopie zur Überwachung der Therapieergebnisse notwendig.

Adjuvante Therapie nach TUR bei oberflächlichen Urothelkarzinomen der Blase

Wenn OncoTICE zur adjuvanten Therapie nach TUR eines oberflächlichen Urothelkarzinoms der Blase eingesetzt wird, sollte die Behandlung mit OncoTICE 10 bis 15 Tage nach TUR beginnen. Mit der Behandlung darf erst begonnen werden, wenn nach TUR alle Schleimhautläsionen abgeheilt sind. Der Behandlungsablauf umfasst eine wöchentlich wiederholte Instillation mit OncoTICE während der ersten 6 Wochen, anschliessend eine Instillation in der 8. und 12. Woche und danach monatliche Instillationen vom 4. bis 12. Monat nach Behandlungsbeginn.

Dauer und Häufigkeit der Erhaltungstherapie sollten nach Tumorklassifikation und klinischer Diagnose festgelegt werden.

Korrekte Art der Verabreichung, Ausscheidung und Entsorgung

Durch die Urethra ist ein Katheter in die Blase einzubringen und die Blase vollständig zu entleeren. Man schliesse die 50 ml-Spritze mit der bereiteten OncoTICE-Suspension an den Katheter an und instilliere die Suspension in die Blase. Der Katheter ist nach Instillation der OncoTICE-Suspension zu entfernen.

Die instillierte OncoTICE-Suspension soll während 2 Stunden in der Blase bleiben. Während dieser Periode muss darauf geachtet werden, dass die OncoTICE-Suspension ausreichend mit der vollständigen Oberfläche der Blasenschleimhaut in Kontakt bleibt. Der Patient darf darum nicht immobilisiert werden und im Fall eines bettlägerigen Patienten, sollte dieser jede Viertelstunde aus der Rückenlage in die Bauchlage wechseln und umgekehrt.

Nachdem die OncoTICE-Suspension 2 Stunden in der Blase verblieben ist, leert der Patient sitzend die Blase. Das Auffang-Behältnis wird samt Inhalt mit geeigneten Mitteln desinfiziert. Der Urin sollte erst 6 Stunden nach der Behandlung, zusammen mit 2 Tassen Reinigungsmittel, in die Toilette geleert werden. Nach weiteren 15 Minuten kann der Urin und das Reinigungsmittel hinuntergespült werden.

Bemerkung: Der Patient darf während eines Zeitraums von 4 Stunden vor der Blaseninstillation und während der Zeit, in der die OncoTICE-Suspension in der Blase verbleibt (2 Stunden), keine Flüssigkeit zu sich nehmen.

Im übrigen Behandlungszeitraum der OncoTICE-Therapie wird dem Patienten empfohlen, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um mögliche Infektionen zu vermeiden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Pädiatrie-Patienten: Für OncoTICE ist keine pädiatrische Indikation zugelassen.

Kontraindikationen

  • Infektionen der Harnwege. In diesen Fällen ist die Therapie mit OncoTICE zu unterbrechen, bis die Resultate der Urinkulturen negativ sind und die Therapie mit Antibiotika und/oder lokalen Antiseptika beendet ist.
  • Makrohämaturie. In diesen Fällen sollte die Behandlung mit OncoTICE abgebrochen oder zurückgestellt werden, bis die Hämaturie erfolgreich behandelt wurde.
  • Klinisches Vorhandensein einer aktiven Tuberkulose. Vor Beginn einer Behandlung mit OncoTICE sollte eine aktive Tuberkulose bei Patienten mit aktiven PPD-Hauttest ausgeschlossen werden.
  • Aktive Tuberkulose-Infektion oder andere Krankheiten, die die Verwendung von Tuberkulostatika wie Streptomycin, Paraamino-Salicylsäure (PAS), Isoniazid (INH), Rifampicin und Ethambutol erfordern.
  • Beeinträchtigte Immunreaktion, unabhängig davon, ob diese kongenital ist oder durch Krankheit, Arzneimittel oder andere Therapien erworben wurde.
  • Positive HIV-Serologie
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Fiebrige Infekte oder unabgeklärtes Fieber.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

  • OncoTICE enthält lebende, abgeschwächte Mycobakterien. Wegen des potentiellen Risikos einer akzidentiellen Infektion muss die Suspension mit grösster Sorgfalt vorbereitet und angewendet werden.
  • Vor der ersten intravesikalen Instillation von OncoTICE sollte ein Tuberkulin-Test durchgeführt werden. Falls dieser Test positiv ist, ist die intravesikale Instillation von OncoTICE nur dann kontraindiziert, wenn darüberhinaus zusätzliche medizinische Hinweise auf eine bestehende aktive Tuberkulose-Infektion gegeben sind.
  • Ein traumatisches Ereignis beim Einführen des Katheters oder andere Verletzungen der Urethra bzw. der Blasenschleimhaut kann eine systemische BCG-Infektion fördern. Es sollte in Betracht gezogen werden, die OncoTICE-Behandlung bis zur Abheilung der verletzten Mukosa zu verschieben.
  • Bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für eine HIV-Infektion wird empfohlen, vor Therapiebeginn adäquate HIV-Tests durchzuführen.
  • Nach jeder intravesikalen Instillation müssen Patienten auf Symptome einer systemischen BCG-Infektion und Anzeichen einer toxischen Reaktion überwacht werden.
  • OncoTICE darf nicht intravenös, subkutan oder intramuskulär verabreicht werden.
  • Um den Partner zu schützen, wird empfohlen, innerhalb einer Woche nach Instillation keinen Geschlechtsverkehr zu haben oder ein Kondom zu benutzen.
  • Die Anwendung von OncoTICE kann zu einer Sensibilisierung der Patienten und zu einer positiven Reaktion des PPD-Test führen.
  • Rekonstitution, Zubereitung der OncoTICE-Suspension zur Instillation und Anwendung müssen unter aseptischen Bedingungen durchgeführt werden.
  • Verschüttete Suspension kann eine BCG TICE-Kontamination verursachen. Die Reinigung der verschütteten OncoTICE Suspension sollte mit Papiertüchern erfolgen, die mindestens 10 Minuten in tuberkulostatischem Desinfektionsmittel eingeweicht wurden. Anschliessend erfolgt eine Sondermüll-gerechte Entsorgung des gesamten Abfallmaterials.
  • Bei Selbstinstillation, Inhalierung oder unabsichtlichem Schlucken von OncoTICE-Suspension kann ungewollter Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut vorkommen. Bei gesunden Personen sollte der Kontakt mit BCG TICE keine signifikante gesundheitliche Schäden verursachen. Bei Verdacht auf akzidentielle Einnahme oder Instillation wird empfohlen, sofort und 6 Wochen danach einen PPD-Hauttest durchzuführen um eine eventuelle Konversion der Reaktivität auf PPD feststellen zu können.

Interaktionen

BCG TICE reagiert empfindlich auf die meisten Antibiotika und insbesondere auf die normalerweise für die Behandlung von Tuberkulose eingesetzten Mittel, wie Streptomycin, Para-Amino-Salicilic acid (PAS), Isoniazid (INH), Rifampicin und Ethambutol.

Die zytostatische Wirksamkeit von OncoTICE kann durch gleichzeitige Verabreichung von Antibiotika beeinflusst werden. Falls ein Patient oder eine Patientin mit einem Antibiotikum behandelt wird, sollte die intravesikale Instillation erst nach Abschluss der Antibiotika Behandlung durchgeführt werden (siehe auch «Kontraindikationen»).

Da Immunosuppressiva und/oder Knochenmarksuppressiva und/oder Bestrahlung die Körperabwehr herabsetzen, ist eine gleichzeitige Behandlung mit BCG kontraindiziert (siehe auch «Kontraindikationen»).

Schwangerschaft/Stillzeit

OncoTICE-Instillationen zur Behandlung eines Blasenkarzinoms sind während der Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Aufgrund des pharmakodynamischen Profils, geht man davon aus, dass OncoTICE die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen nicht beeinträchtigt.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen einer intravesikalen OncoTICE Behandlung sind im allgemeinen mild und vorübergehend. Es scheint, dass die Toxizität und die unerwünschten Wirkungen in direkter Verbindung mit der kumulativen CFU Anzahl des BCG bei den verschiedenen verabreichten Instillationen stehen.

Bei ca. 90% der Patienten entwickeln sich lokale irritative Symptome in der Blase. Bei 40% der Patienten handelt es sich um häufige Blasenentleerung, bei 6% um Harndrang und bei 60% um Dysurie.

Die Zystitis und die typische Entzündung (Granulom), die in der Blasenschleimhaut nach BCG-Instillation auftritt, und die diese Symptome verursachen, können ein essentieller Bestandteil der antitumoralen Eigenschaften des BCG sein. Oft verschwinden die Symptome zwei Tage nach der Instillation ohne Behandlung der Zystitis.

Während der BCG-Erhaltungstherapie können die Symptome der Zystitis ausgeprägter sein und länger anhalten. In diesen Fällen, wenn schwerwiegende Symptome vorliegen, sollte bis zum Abklingen Isoniazid (300 mg/Tag) und Analgetika verabreicht werden.

Auch häufig beobachtet wird Unwohlsein (7% der Patienten), ein leichtes bis mittelhohes Fieber (20% der Patienten) und/oder grippeähnliche Symptome (Fieber, Rigidität, Unwohlgefühl und Muskelschmerzen bei 33% der Patienten). Diese Symptome treten gewöhnlich 4 Stunden nach der Instillation auf und dauern 24 bis 48 Stunden. Fieber höher als 39 °C klingt in der Regel innerhalb von 24-48 Stunden ab, wenn es mit antipyretischen Mitteln (vorzugsweise Paracetamol) und Flüssigkeit behandelt wird. Dennoch ist es vielfach nicht möglich, diese unkomplizierten febrilen Reaktionen von einer frühen systemischen BCG-Infektion zu unterscheiden und antituberkulose Behandlung kann indiziert sein. Fieber über 39 °C, das trotz antipyretischer Behandlung nicht innerhalb von 12 Stunden abklingt, muss als systemische BCG-Infektion betrachtet werden und erfordert klinisch bestätigte Diagnosen und Behandlung.

Nach einem extensiven TUR bei oberflächlichen Blasenkarzinomen kann eine systemische BCG-Infektion aufgrund einer traumatischen Katheter-Einführung, Blasen-Perforation oder verfrühter BCG Instillation auftreten. Diese systemischen Infektionen können sich zu Beginn in einer Pneumonie, Hepatitis und/oder Zytopenie manifestieren, die einer Periode mit Fieber und Unwohlsein folgen und bei der sich die Symptome allmählich verstärken. Patienten mit Symptomen einer therapieinduzierten systemischen BCG-Infektion sollten mit Tuberkulostatika, gemäss Behandlungsschemata für Tuberkulose-Infektionen, behandelt werden. In diesen Fällen ist eine Weiterbehandlung mit OncoTICE kontraindiziert.

Nebenwirkungen nach Organsystem und Häufigkeit: Sehr häufig (>1/10); häufig (>1/100, <1/10); gelegentlich (>1/1000, <1/100); selten (>1/10’000, <1/1000); sehr selten (<1/10'000)

Infektionen

Häufig: Harnwegsinfektionen.

Gelegentlich: Systemische BCG Infektion.

Selten: BCG-Epididymitis.

Sehr selten: Pharyngitis, Orchitis, Reiter’s Syndrom, Lupus vulgaris.

Blut- und Lymphsystem

Häufig: Anämie.

Gelegentlich: Panzytopenie, Thrombozytopenie.

Sehr selten: Lymphadenopathie.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Gewichtsabnahme, Anorexie.

Psychiatrische Störungen

Sehr selten: Konfusion.

Nervensystem

Sehr selten: Benommenheit, Dysästhesie1, Hyperästhesie1, Parästhesie, Sedation, Kopfschmerzen, Hypertonie, Neuralgien1.

Augen

Sehr selten: Konjunktivitis.

Ohr und Innenohr

Sehr selten: Schwindel1.

Gefässe

Sehr selten: Hypotension.

Atmungsorgane

Häufig: Pneumonie.

Selten: Husten.

Sehr selten: Bronchitis, Dyspnoe, Rhinitis, Pharyngitis.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Bauchschmerzen, Nausea, Erbrechen, Diarrhoe.

Sehr selten: Dyspepsie1, Blähungen1.

Leber und Galle.

Gelegentlich: Hepatitis, granulomatöse Hepatitis.

Haut und Unterhautzellgewebe

Gelegentlich: Hautausschlag, pustulöser Hautausschlag.

Sehr selten: Haarausfall, Schwitzen.

Muskelskelettsystem

Häufig: Arthralgie, Arthritis, Myalgie.

Sehr selten: Rückenschmerzen.

Nieren und Harnwege

Sehr häufig: Zystitis (91%), Dysurie (60%), Pollakisurie (40%), Haematurie (26%).

Häufig: Inkontinenz, Harndrang, abnormaler Urin.

Gelegentlich: Blasenkontraktur, Pyurie, Harnretention, urethraler Verschluss.

Sehr selten: Akutes Nierenversagen.

Reproduktionssystem

Selten: Epididymitis.

Sehr selten: Balanoposthitis, granulomatöse Prostatitis, Prostatitis, vulvovaginale Beschwerden1.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Sehr häufig: Grippe-ähnliche Symptome (33%), Fieber (20%), Unwohlgefühl/ Asthenie (24%).

Häufig: Rigidität.

Sehr selten: Brustkorbschmerzen, peripheres Ödem, granulomatöse Läsionen.

Untersuchungen

Gelegentlich: Erhöhung der Leberenzyme.

Sehr selten: Anstieg des Prostata spezifischen Antigens.

1 Vereinzelt Ereignisse im Rahmen der Post Marketing Surveillance beobachtet.

Überdosierung

Eine Überdosierung kommt vor, wenn pro Instillation der Inhalt von mehr als einer Stechampulle OncoTICE verabreicht wird.

Bei einer Überdosierung muss der Patient oder die Patientin engmaschig überwacht werden, um erste Anzeichen einer systemischen BCG Infektion festzustellen. Falls erforderlich ist eine Behandlung mit einem Tuberkulostatikum einzuleiten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L03AX03

Wirkmechanismus

OncoTICE ist ein Immunstimulanz, das antitumorale Eigenschaften aufweist. Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch nicht bekannt. Das BCG verursacht eine lokale entzündliche Reaktion, die von verschiedenen Zellen des Immunsystems, wie Makrophagen, Natural-Killer-Zellen und T-Zellen ausgelöst wird.

Pharmakodynamik

Bei Patienten mit oberflächlichem Urothelialkarzinom der Blase konnte gezeigt werden, dass die intravesikale Instillation von OncoTICE eine makroskopisch sichtbare und histologisch feststellbare Remission des Karzinoms bei Patienten mit CIS bewirken kann.

Nach transurethraler Resektion des papillären Tumors im Stadium TA (Grad 2 oder 3) oder T1 (Grad 1, 2 oder 3) reduziert OncoTICE das Risiko einer Progression und verlängert die Zeit bis zum ersten Wiederauftreten.

Pharmakokinetik

Absorption/Distribution

Es ist bekannt, dass BCG TICE spezifisch an Glycoproteinmoleküle, sog. Fibronectin, in der Blasenwand binden kann.

Metabolismus/Elimination

Der Grossteil der instillierten Menge an OncoTICE sollte jedoch nach zwei Stunden entleert sein.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung von OncoTICE relevanten präklinischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

OncoTICE ist mit hypotonischen und hypertonischen Lösungen inkompatibel. OncoTICE darf nur mit isotonischer Kochsalzlösung zubereitet werden (siehe auch «Hinweise für die Handhabung»).

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Bisher keine bekannt.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp.» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Die Stechampullen mit OncoTICE- Lyophilisat müssen im Kühlschrank (2-8 °C) und vor Licht geschützt gelagert werden.

Das auf den Etiketten der Stechampulle angegebene Verfalldatum gilt nur, wenn die Stechampullen unter diesen Bedingungen aufbewahrt werden.

OncoTICE enthält kein Konservierungsmittel.

Die gebrauchsfertige Suspension ist maximal 2 Stunden haltbar, wenn sie gekühlt zwischen 2 °C bis 8 °C und vor Licht geschützt gelagert wird.

Die Suspension sollte unmittelbar nach dem Aufziehen verwendet werden.

Hinweise für die Handhabung

OncoTICE enthält lebende, abgeschwächte Mycobacterien. Wegen des potentiellen Risikos einer akzidentiellen Infektion, muss die Suspension mit grösster Sorgfalt vorbereitet und angewendet werden. Die Entsorgung muss wie bei allen anderen biologisch gefährlichen Stoffen fachgerecht erfolgen.

Die folgenden Schritte müssen unter aseptischen Bedingungen durchgeführt werden.

Rekonstitution

Mittels einer sterilen Spritze wird dem Inhalt einer Stechampulle OncoTICE 1 ml einer sterilen physiologischen Kochsalzlösung zugefügt. Danach lässt man die Stechampulle einige Minuten stehen. Durch vorsichtiges Drehen der Stechampulle wird der Inhalt zu einer homogenen Suspension vermischt (Vorsicht: Kräftiges Schütteln ist zu vermeiden).

Zubereitung der Suspension zur Instillation

Die rekonstituierte Suspension ist aus der Stechampulle in eine sterile 50-ml-Spritze aufzuziehen. Danach ist die leere Stechampulle mit 1 ml steriler physiologischer Kochsalzlösung zu spülen. Die erhaltene Spüllösung ist der rekonstituierten Suspension in der 50-ml-Spritze hinzuzufügen. Schliesslich ist der Inhalt der 50-ml-Spritze (1 ml OncoTICE + 1 ml Spüllösung) zu verdünnen, indem sterile physiologische Kochsalzlösung aufgezogen wird, bis ein totales Volumen von 50 ml erreicht ist. Die Suspension ist vorsichtig zu mischen. Die Suspension ist nun gebrauchsfertig und enthält ca. 2-8× 108 CFU BCG TICE.

Zulassungsnummer

52563 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

MSD MERCK SHARP & DOHME AG, Luzern.

Stand der Information

August 2013.

V914-CHE-2013-20130620

Verwendung dieser Informationen

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