Agiolax Granulat
Agiolax GranulatAgiolax Granulat

Agiolax Granulat

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie D und ist daher apothekenpflichtig: entweder Sie holen das Medikament persönlich in der Apotheke ab (dafür brauchen Sie kein Rezept) oder Sie senden uns ein Rezept eines Arztes damit wir Ihnen das Medikament zuschicken können.Genauere Informationen

Pflanzliches Arzneimittel

Was ist Agiolax mit Senna und wann wird es angewendet?

Agiolax mit Senna ist ein pflanzliches Abführmittel auf der Basis von Flohsamen und Sennesfrüchten, zur kurzfristigen Verwendung bei gelegentlicher Verstopfung. Durch die Bestandteile Flohsamen und Flohsamenschalen (Plantago ovata) wird eine Stuhlvolumenvergrösserung im Darm erzielt. Diese Inhaltsstoffe der Granulatkörnchen quellen bei Wasseraufnahme um ein Vielfaches ihres Volumens auf. Dadurch wird die Darmtätigkeit angeregt und ein geschmeidiger, weicher Darminhalt erzeugt. Die im Granulat enthaltenen pflanzlichen Sennesfrüchte wirken abführend.

Agiolax mit Senna darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Achten Sie auf genügend Flüssigkeitszufuhr!

Bei gleichzeitiger Verabreichung von anderen Arzneimitteln kann eine verzögerte Aufnahme stattfinden. Deshalb sollte vor der Anwendung von Agiolax mit Senna ein Abstand von einer halben bis zu einer Stunde nach der Einnahme von anderen Arzneimitteln eingehalten werden.

Dieses Arzneimittel enthält 0.9 g bis 1,2 g verwertbare Kohlenhydrate pro 5 g Granulat (ca. 1 Messlöffel).

Wenn Sie an Verstopfung leiden, sollten Sie

  • ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte, Vollkornbrot) zu sich nehmen,
  • viel und regelmässig Flüssigkeit einnehmen und
  • auf körperliche Betätigung (Sport) achten!

Wann darf Agiolax mit Senna nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?

Agiolax mit Senna darf nicht eingenommen werden bei allen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, insbesondere bei krankhaften Verengungen im Speiseröhren-Magen-Darm-Trakt, grossem Zwerchfellbruch, akut entzündlichen Erkrankungen des Darmes (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Blinddarmentzündung), Bauchschmerzen unbekannter Ursache sowie bei schwer einstellbarer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Kinder unter 12 Jahren dürfen Agiolax mit Senna nicht einnehmen.

Abführmittel sollen, wegen einer möglichen Gewöhnung, nur gelegentlich und nicht länger als ein bis zwei Wochen eingenommen werden.

Langzeitbehandlungen gehören unter ärztliche Kontrolle.

Bei chronischem Gebrauch/Missbrauch oder Anwendung höherer als der empfohlenen Dosen können Durchfälle mit Wasserverlust und Störungen des Salzhaushaltes (insbesondere Kaliumverlust) auftreten. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten, die gleichzeitig bestimmte wassertreibende Medikamente (Diuretika), Arzneimittel mit Süssholzwurzel, Kortikosteroide, gewisse Antihistaminika (wie Terfenadin), Arzneimittel bei Herzmuskelschwäche (Herzglycoside wie Digoxin) sowie bestimmte Arzneimittel bei Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie

  • an andern Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Agiolax mit Senna während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

In der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Agiolax mit Senna nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Agiolax mit Senna?

Agiolax mit Senna unzerkaut mit mind. ¼ l Flüssigkeit (Wasser, Tee, Milch, Fruchtsaft) hinunterschlucken und anschliessend nochmals reichlich Flüssigkeit nachtrinken. Das Granulat kann auch mit Joghurt vermischt eingenommen werden. Zusätzlich sollte reichlich Flüssigkeit getrunken werden.

Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: Abends nach dem Essen oder morgens vor dem Frühstück 1-2 Messlöffel Agiolax mit Senna einnehmen; maximal 2 Messlöffel (10 g)/Tag.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Agiolax mit Senna haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Agiolax mit Senna auftreten:

Gelegentlich können während der ersten Behandlungstage Blähungen und Völlegefühl auftreten. Diese Beschwerden klingen aber im Verlauf der weiteren Anwendung ab. In seltenen Fällen können Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautrötung, Jucken, Ekzem) auftreten. In diesem Falle ist sofort ein Arzt bzw. eine Ärztin zu informieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Nicht über 30 °C lagern.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Bei chronischer Verstopfung empfiehlt es sich einen Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen, der/die möglicherweise eine ursächliche Behandlung durchführen kann.

Was ist in Agiolax mit Senna enthalten?

1 Messlöffel (5 g Granulat) enthält:

Indische Flohsamen (Plantaginis ovatae semen) 2,6 g, Indische Flohsamenschalen (Plantaginis ovatae semenis tegumentum) 0,11 g, Tinnevelly-Sennesfrüchte (Sennae fructus angustifoliae) 0,34-0,66 g, entsprechend 15 mg Sennosiden (berechnet als Sennosid B).

Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe und Aromen (Kümmel-, Salbei, Pfefferminzöl).

1 Messlöffel enthält 0,9 bis 1,2 g Saccharose.

Zulassungsnummer

26821 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Agiolax mit Senna? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung:

Packungen zu 250 g und 1000 g Granulat.

Zulassungsinhaberin

MEDA Pharma GmbH, 8602 Wangen-Brüttisellen.

Herstellerin

MADAUS GmbH, D-51101 Köln.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2006 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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