Gopten Kaps 2 Mg 98 Stk

Gopten Kaps 2 Mg 98 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Trandolapril.

Hilfsstoffe: Color: Erythrosin (E 127).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kapseln.

Gopten 0,5 mg enthält 0,5 mg Trandolapril.

Gopten 2 mg enthält 2 mg Trandolapril.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Essentielle Hypertonie.

Dosierung/Anwendung

Zur oralen Anwendung

Übliche Dosierung

Erwachsene: Die Tagesdosis beträgt 1× täglich 2 mg (1 Kapsel zu 2 mg täglich). Bei Bedarf kann diese Tagesdosis nach 2–4 Wochen Behandlung auf 1× täglich 4 mg erhöht werden (2 Kapseln zu 2 mg 1× täglich). Zwischen jeder Gabe ist ein 24stündiges Intervall zu beachten. Die bei klinischen Versuchen eingesetzte maximale Tagesdosis betrug 16 mg.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Pädiatrie: Die Sicherheit und Wirksamkeit von Trandolapril bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wurde nicht untersucht. Daher wird die Anwendung bei dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Geriatrie: Wie bei allen ACE-Hemmern, soll beim geriatrischen Patienten initial unter Vorsicht dosiert werden (Blutdruckkontrolle). Bei intakter Nierenfunktion ist für Trandolapril in der Regel keine Dosisanpassung erforderlich.

Niereninsuffizienz: Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 ml/Min. und 10 ml/Min. beträgt die tägliche Anfangsdosis 0,5 mg (1 Kapsel zu 0,5 mg 1× täglich). Dem Bedarf entsprechend kann die Tagesdosis bis auf 1 mg (Einzeldosis) erhöht werden (2 Kapseln zu 0,5 mg 1× täglich). Die Maximaldosis liegt bei 2 mg/Tag. Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/Min. und bei Hämodialysepatienten kommt eine Dosis von 0,5 mg 1× täglich (d.h. 1 Kapsel zu 0,5 mg 1× am Tag) zur Anwendung. Kalium- und Kreatininspiegel sind laufend zu überwachen. Bei vorangegangener Diuretikatherapie muss initial mit 0,5 mg Gopten unter Vorsicht dosiert werden (vgl. Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Leberinsuffizienz: Da bei Patienten mit Leberinsuffizienz die Serumspiegel von Trandolaprilat erhöht sind, wird die Behandlung mit 0,5 mg Gopten (d.h. 1 Kapsel zu 0,5 mg 1× täglich) eingeleitet und die Dosierung entsprechend der klinischen Wirksamkeit angepasst.

Anwendung: Da die Resorption durch Nahrungsaufnahme unbeeinflusst bleibt, kann Gopten während oder ausserhalb der Mahlzeiten eingenommen werden.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem anderen Inhaltsstoff.
  • Anamnestisch belegtes angioneurotisches (Quincke-) Ödem unter Therapie mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin II-Rezeptor- Antagonisten.
  • Hereditäres/idiopathisches angioneurotisches Ödem.
  • Zweites und drittes Schwangerschafts-Trimester (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Schwangerschaft/Stillzeit»).
  • Die Kombination von Gopten mit Aliskiren ist bei Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 1 und Typ 2) sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1.73 m2) kontraindiziert (siehe «Interaktionen» und «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • Gleichzeitige Anwendung von Gopten mit Angiotensin II Rezeptor Antagonisten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie.
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.
  • Während Desensibilisierungstherapie mit Bienen- oder Wespengift (vgl. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

(Vgl. auch Kapitel «Kinetik spezieller Patientengruppen», «Spezielle Dosierungsanweisungen» und «Interaktionen».)

Risiko der Hypotonie und/oder Niereninsuffizienz: Eine erhebliche Stimulierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems wird vor allem bei ausgeprägtem Salz- und Flüssigkeitsmangel (strikte salzarme Kost oder Langzeitbehandlung mit Diuretika) beobachtet sowie bei Nierenarterienstenose, Herzinsuffizienz und Leberzirrhose mit Aszites. In solchen Fällen kann die Blockierung des Systems durch einen ACE-Hemmer namentlich bei Erstgabe sowie innerhalb der ersten zwei Behandlungswochen einen verstärkten Blutdruckabfall zur Folge haben. Seltener kommt es zu einer funktionellen Niereninsuffizienz, die einer besonderen Überwachung bedarf.

Bei vorangegangener Diuretikatherapie soll das Diuretikum 3 Tage vor Behandlungsbeginn mit Gopten abgesetzt oder aber mit einer Tagesdosis von 0,5 mg Gopten begonnen werden.

Bei Fortsetzen der Diuretikatherapie bei Herzinsuffizienz soll das Serumkreatinin vor allem zu Beginn der Therapie überwacht werden.

Chirurgie: Bei grösseren Eingriffen während der Anästhesie mit potentiell hypoton wirkenden Mitteln können ACE-Hemmer einen Blutdruckabfall bewirken, der durch Volumenexpansion korrigiert werden kann.

Angioneurotisches (Quincke-)Ödem: In seltenen Fällen wurden bei Patienten unter ACE-Hemmern inkl. Trandolapril Schwellungen im Bereich von Gesicht, Extremitäten, Lippen, Zunge, Glottis und/oder Kehlkopf beobachtet. In einem solchen Fall ist Gopten abzusetzen und der Patient bis zum Abklingen des Ödems zu überwachen. Beschränken sich die Ödeme auf das Gesicht, heilen sie in der Regel ohne Behandlung ab.

Ein angioneurotisches Ödem mit Beteiligung des Kehlkopfes kann lebensbedrohlich sein. Erstreckt sich das Ödem auf Zunge, Glottis oder Kehlkopf, so dass es zu einer Atemwegsobstruktion kommen kann, wird eine sofortige subkutane Gabe von 0,3–0,5 ml Adrenalin-Lösung 1:1000 empfohlen. Weitere geeignete Therapiemassnahmen sind einzuleiten.

Bei Patienten mit schwarzer Hautfarbe wird im Vergleich zu Patienten mit nicht-schwarzer Hautfarbe durch ACE-Hemmer eine höhere Rate an Angioödemen verursacht.

Intestinale Angioödeme wurden bei Patienten im Zusammenhang mit ACE-Hemmern beobachtet. Dies sollte bei Patienten die mit ACE-Hemmern behandelt werden und an abdominalen Schmerzen (mit oder ohne Nausea oder Erbrechen) leiden beachtet werden.

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems: Siehe «Interaktionen».

Renovaskuläre Hypertonie: ACE-Hemmer können von Nutzen sein bis eine kurative Behandlung der renovaskulären Hypertonie durchgeführt werden kann. Das Risiko einer schweren arteriellen Hypotonie und Niereninsuffizienz ist erhöht, wenn Patienten mit früherer unilateraler oder bilateraler Nierenarterienstenose mit ACE-Hemmern behandelt werden. Diuretika können das Risiko weiter erhöhen. Der Verlust der Nierenfunktion kann bei lediglich kleinen Änderungen des Serum Kreatinins auftreten, selbst bei Patienten mit unilateraler Nierenarterienstenose. Bei diesen Patienten sollte die Behandlung im Spital unter strenger medizinischer Überwachung initiiert werden, mit tiefen Dosen und vorsichtiger Dosisanpassung. Die Behandlung mit dem Diuretikum sollte gestoppt werden. Während den ersten Behandlungswochen sollten die Nierenfunktion und das Serum Kalium überwacht werden.

Neutropenie: In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Neutropenie kommen. Das Risiko einer Neutropenie scheint dosis- und typ-bezogen zu sein und hängt vom klinischen Status des Patienten ab.

Wie bei allen ACE-Hemmern sollte das Blutbild vor allem bei Patienten mit vaskulären Kollagenosen mit oder ohne Nierenbeteiligung überwacht werden.

Die Neutropenie ist nach Absetzen des ACE-Hemmers reversibel.

Überempfindlichkeit/anaphylaktische Reaktionen: Bei gleichzeitiger Anwendung von ACE-Hemmern und bestimmten Hämodialyse-Membranen (z.B. bei Polyacryl-nitrat-methallylsulfonat-Membranen) wurden im Rahmen der Dialyse Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) beschrieben.

Während einer LDL (low-density lipoprotein)-Apherese mit Dextransulfat können unter der Anwendung von ACE-Hemmern lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen auftreten.

Zum Teil lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen können zudem bei Patienten auftreten, die während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer eine Therapie zur Desensibilisierung mit Wespen- oder Bienengift erhalten. Gopten muss daher abgesetzt werden, bevor mit der Desensibilisierungstherapie begonnen wird. In solchen Fällen darf Gopten überdies nicht durch einen Betablocker ersetzt werden. Selten kann es auch nach Insektenstichen zu anaphylaktischen Reaktionen kommen.

Hypoglykämie bei Diabetikern: siehe «Interaktionen».

Proteinurie: Diese kann auftreten, speziell bei Patienten mit bestehender eingeschränkter Nierenfunktion oder wenn relativ hohe Dosen des ACE-Hemmers eingenommen werden.Bei Patienten mit einer Proteinurie (>1 g/Tag) sollte Gopten nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen-Risiko erfolgen.

Hyperkaliämie: Erhöhtes Serum Kalium wurde bei Patienten mit Bluthochdruck beobachtet, speziell bei solchem mit Nierendysfunktion.

Die Risikofaktoren für die Entwicklung einer Hyperkaliämie sind Niereninsuffizienz, Kalium-sparende Diuretika, die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln zur Behandlung von Hypokaliämie, Diabetes mellitus und/oder links ventrikuläre Dysfunktion nach einem Myokardinfarkt.

Husten: Während der Behandlung mit einem ACE-Hemmer kann ein trockener und unproduktiver Husten auftreten, der nach Absetzen des Arzneimittels verschwindet.

Schwangerschaft: Die Behandlung mit einem ACE-Hemmer sollte nicht während der Schwangerschaft initiiert werden. Sofern die Fortführung der Behandlung mit einem ACE-Hemmer nicht erforderlich ist, sollen Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, auf eine andere blutdrucksenkende Behandlung, mit einem etablierten Sicherheitsprofil für die Anwendung in der Schwangerschaft, umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, muss die Behandlung mit ACE-Hemmern sofort beendet werden und, falls angezeigt, eine andere Therapie eingeleitet werden (Siehe auch «Kontraindikationen» und «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Interaktionen

Keine Interaktion mit Nahrungsmitteln.

Interaktionen mit Arzneimitteln: Bei gleichzeitiger Gabe von Trandolapril und Digoxin, Furosemid, Nifedipin oder Warfarin sind keine pharmakokinetischen Interaktionen festzustellen. Es wurden keine klinisch signifikanten Interaktionen zwischen Trandolaprilat und Cimetidin festgestellt.

Arzneimittelkombinationen, von denen abzuraten ist: Die gleichzeitige Verabreichung von Trandolapril und von Kaliumsalzen, kaliumsparenden Diuretika und nichtsteroidalen Antirheumatika kann eine Hyperkaliämie auslösen, vor allem bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Falls eine solche Arzneimittelkombination erforderlich ist, muss der Kaliumspiegel überwacht werden.

Arzneimittelkombinationen, vor denen gewarnt wird: Bei Patienten unter Diuretika, vor allem wenn diese Behandlung erst vor kurzem begonnen wurde, kann es bei Therapiebeginn mit Gopten zu einem übermässigen Blutdruckabfall kommen. Das Risiko einer symptomatischen Hypotonie kann durch Absetzen des Diuretikums einige Tage vor Aufnahme der Gopten-Therapie reduziert werden. Erweist es sich als nötig, die Diuretikabehandlung fortzusetzen, so ist eine medizinische Überwachung zumindest in den ersten zwei Stunden nach der ersten Gopten-Dosis erforderlich (vgl. Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Dosierung/Anwendung»). Wie bei allen Antihypertensiva verstärkt die Kombination von Trandolapril mit einem Neuroleptikum oder trizyklischen Antidepressiva das Risiko einer orthostatischen Hypotonie. Selten kann bei Diabetikern, die mit Insulin oder oralen Antidiabetika behandelt werden, eine Hypoglykämie bei gleichzeitiger ACE-Hemmer-Behandlung auftreten. Diabetiker sollten daher auf das Auftreten hypoglykämischer Reaktionen hingewiesen und entsprechend überwacht werden.

Wie bei anderen Arzneimitteln, die Natrium ausschwemmen, kann die Ausscheidung von Lithium vermindert sein. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Lithium und Trandolapril sollen deshalb die Lithiumspiegel sorgfältig überwacht werden.

Wie bei allen Antihypertensiva können nichtsteroidale Antirheumatika (inklusive Acetylsalicylsäure angewendet in hohen Dosen als Entzündungshemmer, z.B. zur Schmerzbehandlung) den blutdrucksenkenden Effekt von Trandolapril verringern. Das Blutdruckmonitoring sollte deshalb erhöht werden, wenn ein nichtsteroidales Antirheumatikum eingenommen werden soll oder das nichtsteroidale Antirheumatikum ist bei einer Behandlung mit Trandolapril abzusetzen. Nichtsteroidale Antirheumatika (inklusive Acetylsalicylsäure, sofern nicht in geringen Dosen angewendet als Plättchen Aggregationshemmer), sollten bei Patienten mit Herzinsuffizienz vermieden werden.

Allopurinol, Zytostatika, Immunosuppressiva, systemische Corticosteroide oder Procainamide erhöhen möglicherweise das Risiko einer Leukopenie bei gleichzeitiger Einnahme von ACE-Hemmern.

Antazida können die Bioverfügbarkeit von ACE-Hemmern reduzieren.

Alkohol erhöht die Bioverfügbarkeit von ACE-Hemmern und damit das Risiko einer Hypotonie.

Die antihypertensive Wirkung der ACE-Hemmer kann durch Sympathomimetika reduziert werden. Bei solchen Patienten sollte eine regelmässige Überwachung stattfinden.

Bei Patienten, welche gleichzeitig zu einem ACE-Hemmer eine Therapie mit Goldinjektionslösungen (Natriumaurothiomalat) erhielten, wurde selten über nitritoide Reaktionen (mit Symptomen wie Flush, Übelkeit, Erbrechen und Hypotonie) berichtet.

«Duale Blockade» des Renin-Angiotensin-Aldosteron (RAA)Systems mit ACE-Inhibitor (ACE-I), Angiotensin II Rezeptor-Blocker (ARB) oder Aliskiren

Unter der «dualen Blockade» des RAA-Systems mit ARBs, ACE-Is oder Aliskiren wurden häufiger Hypotonien, Synkope, Hyperkaliämien und Nierenfunktionsstörungen (einschliesslich akutem Nierenversagen) beobachtet im Vergleich zu einer Monotherapie mit diesen Substanzen, besonders bei normo- bis hypotensiven Patienten bei Therapiebeginn.

Eine duale Blockade des RAAS durch die gleichzeitige Anwendung von ACE-Is, ARBs oder Aliskiren wird deshalb nicht empfohlen.

Wenn die Therapie mit einer dualen Blockade als absolut notwendig erachtet wird, sollte dies nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck erfolgen. ACE-Is und ARBs sollten bei Patienten mit diabetischer Nephropathie nicht gleichzeitig angewendet werden.

Spezielle Patientengruppen

Pädiatrische Patienten

Interaktionsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt klare Hinweise auf Risiken für den des menschlichen Foetus. ACE-Hemmer werden während des ersten Schwangerschafts-Trimesters nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). ACE-Hemmer sind während des zweiten und dritten Schwangerschafts-Trimesters kontraindiziert (siehe «Kontraindikationen» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Es liegen keine schlüssigen epidemiologischen Daten zum teratogenen Risiko nach Exposition mit ACE-Hemmern während des 1. Trimenons der Schwangerschaft vor; ein geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

In einer publizierten retrospektiven epidemiologischen Studie schien es, dass Kinder, deren Mütter während dem ersten Trimester der Schwangerschaft mit ACE Inhibitoren behandelt wurden, ein höheres Risiko (relatives Risiko = 2,71, 95% Konfidenzintervall: 1,72–4,27) für schwerwiegende kongenitale Missbildungen aufwiesen im Vergleich zu Kindern, deren Mütter während dem ersten Trimester der Schwangerschaft keine Exposition gegenüber ACE Inhibitoren hatten. Die Anzahl der Fälle von Missbildungen ist klein und die Ergebnisse dieser Studie konnten bisher nicht wiederholt werden.

Da Gopten in der Schwangerschaft kontraindiziert ist, müssen Frauen im gebärfähigen Alter eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Patientinnen, die eine Schwangerschaft planen, sollten auf eine andere antihypertensive Therapie mit bewährtem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, muss die Behandlung mit ACE-Hemmern sofort beendet werden und, falls angezeigt, eine andere Therapie eingeleitet werden.

Es ist bekannt, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern während des 2. und 3. Trimenons der Schwangerschaft fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und toxische Effekte beim Neugeborenen (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie) induzieren kann.

Sollte es ab dem 2. Trimenon der Schwangerschaft zur Exposition mit Trandolapril gekommen sein, sind Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen. Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer während der Schwangerschaft eingenommen haben, sollten engmaschig hinsichtlich Hypotonie überwacht werden.

Bei Neugeborenen wurde ein erniedrigtes Geburtsgewicht, eine verringerte Nierendurchblutung und Anurie beobachtet. Nötigenfalls müssen geeignete medizinische Massnahmen ergriffen werden, wie z.B. Rehydrierung oder Dialyse, um den ACE-Hemmer aus dem Kreislauf zu eliminieren.

Stillzeit

Da keine Daten zur Anwendung von Trandolapril in der Stillzeit vorliegen, wird Trandolapril nicht empfohlen. Eine andere antihypertensive Therapie mit besser geeignetem Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, insbesondere wenn ein Neugeborenes oder Frühgeborenes gestillt wird.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Aufgrund möglicher Nebenwirkungen wie Schwindel und Asthenie kann Gopten die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen beeinträchtigen, dies gilt vor allem zu Beginn der Behandlung, beim Wechsel von einem anderen Arzneimittel oder bei gleichzeitiger Alkoholeinnahme. Es wird deshalb empfohlen, in den ersten Stunden nach der Ersteinnahme oder nach Dosiserhöhung kein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die in der Tabelle aufgeführten unerwünschten Wirkungen wurden im Rahmen von klinischen Studien oder nach der Markteinführung bzw. in Phase IV Studien gemeldet.

Die unerwünschten Wirkungen sind gemäss MedDRA nach Organsystem und Häufigkeit geordnet (häufig >1/100 ≤1/10; gelegentlich >1/1000 ≤1/100; selten >1/10'000 ≤1/1000; sehr selten <1/10'000).

Für unerwünschte Wirkungen, deren Häufigkeit nicht verlässlich bestimmt werden kann, trifft die Häufigkeitsangabe «Einzelfälle» zu.

Infektionen und Infestationen

Gelegentlich: Infektionen der oberen Atemwege.

Selten: Infektionen der Harnwege, Bronchitis, Pharyngitis.

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Selten: Leukopenie, Anämie, Funktionsstörungen der Thrombozyten und der weissen Blutkörper.

Einzelfälle: Agranulozytose, Panzytopenie, hämolytische Anämie.

Störungen des Immunsystems

Selten: Überempfindlichkeit.

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Selten: Hyperglykämie, Hyponatriämie, erhöhte Cholesterinwerte, Hyperlipidämie, Gicht, Hyperurikämie, Anorexie, erhöhter Appetit, Enzym Abnormalität.

Einzelfälle: Hyperkaliämie.

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: Schlaflosigkeit, Abnahme der Libido.

Selten: Halluzination, Depression, Schlafstörungen, Angstzustände, körperliche Unruhe, Apathie.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Benommenheit.

Gelegentlich: Somnolenz.

Selten: Apoplexie, Myoklonus, Synkope, Parasthesie, Migräne, Migräne ohne Aura, Geschmacksstörungen.

Einzelfälle: transiente ischämische Attacken, zerebrale Hämorrhagie, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrung.

Augen

Selten: Lidrandentzündungen, Ödeme der Bindehaut, Störungen des Sehvermögens, Funktionsstörung des Auges.

Einzelfälle: unscharfes Sehen.

Störungen des Ohrs und des Innenohrs

Gelegentlich: Schwindel.

Selten: Tinnitus.

Herz

Gelegentlich: Herzklopfen.

Selten: Myokardinfarkt, Myokardischämie, Angina Pectoris, Herzversagen, ventrikuläre Tachykardie, Tachykardie, Bradykardie.

Einzelfälle: atrioventrikulärer Block, Herzstillstand, Arrythmien.

Gefässe

Häufig: Hypotonie.

Gelegentlich: Flush.

Selten: Bluthochdruck, Angiopathie, orthostatische Hypotonie, periphere Gefässstörungen, Varizen.

Atmungsorgane

Häufig: Husten.

Gelegentlich: Infektionen der oberen Atemwege, Kongestion der oberen Atemwege.

Selten: Dyspnoe, Nasenbluten, Entzündungen im Rachen, Schmerzen im Rachen und Kehlkopf, Husten mit Schleimproduktion, Atembeschwerden.

Einzelfälle: Bronchospasmus, Sinusitis, Rhinitis, Glossitis.

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Übelkeit, Diarrhö, gastrointestinale Schmerzen, Konstipation, gastrointestinale Beschwerden.

Selten: Gastritis, Erbrechen von Blut, Dyspepsie, abdominale Schmerzen, Erbrechen, Mundtrockenheit, Blähungen.

Einzelfälle: Ileus, Intestinale Angioödeme.

Leber und Galle

Selten: Hepatitis, Hyperbilirubinämie.

Einzelfälle: Pankreatitis, Ikterus.

Funktionsstörungen der Haut und des subkutanen Gewebes

Gelegentlich: Hautausschlag, Juckreiz.

Selten: Angio-(Quincke-)Ödem, Psoriasis, Schwitzen, Ekzeme, Akne, Hauttrockenheit, Funktionsstörungen der Haut.

Einzelfälle: Alopezie, Urtikaria, Stevens-Johnson Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Erythema multiforme, psoriatische Dermatitis.

Muskelskelettsystem

Gelegentlich: Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Extremitäten.

Selten: Arthralgie, Knochenschmerzen, Osteoarthritis.

Einzelfälle: Myalgie.

Nieren und Harnwege

Selten: Nierenversagen, Azotämie, Polyurie, Pollakiurie.

Reproduktionssystem

Gelegentlich: Erektionsstörungen.

Angeborene, familiäre und genetische Störungen

Selten: angeborene arterielle Missbildung, Ichthyosis.

Allgemeine Störungen und Reaktion an der Applikationsstelle

Häufig: Asthenie.

Gelegentlich: Brustschmerzen, peripheres Ödem, Unwohlsein, abnormales Befinden.

Selten: Ödeme, Müdigkeit.

Einzelfälle: Pyrexie.

Untersuchungen:

Einzelfälle: Anstieg der Kreatinin-, Alkaliphosphatase-, Harnstoff-, und Laktatdehydrogenase-Konzentrationen im Blut, Abnormalitäten im Elektrokardiogramm, Abnahme der Thrombozyten, Abnormalitäten in Labortests, Abnormalitäten im Leberfunktionstest, erniedrigte Thrombozytenanzahl, erhöhte Transaminasen, erniedrigtes Hämoglobin, erniedrigter Hämatokrit.

Verletzungen und Vergiftungen

Selten: Verletzungen.

Überdosierung

Die bei klinischen Versuchen eingesetzte Höchstdosis betrug 16 mg. Es kam zu keiner Unverträglichkeitsreaktion.

Symptome: Aufgrund des ACE-Hemmers sind bei einer Überdosierung folgende Symptome zu erwarten: schwere Hypotonie, Stupor, Kreislaufschock, Benommenheit, Bradykardie, Elektrolytstörungen und Nierenversagen.

Bei Überdosierung bzw. Intoxikation richten sich die Therapiemassnahmen nach Art und Zeitpunkt der Verabreichung sowie nach Art und Schwere der Symptome.

Neben allgemeinen Massnahmen, die der Elimination von Trandolapril dienen (z.B. Magenspülung, Verabreichung von Adsorbenzien und Natriumsulfat innerhalb von 30 Minuten nach der Einnahme von Trandolapril), müssen unter intensivmedizinischen Bedingungen die vitalen Parameter überwacht bzw. korrigiert werden.

Trandolapril und Trandolaprilat sind nicht quantitativ dialysierbar. Bei Hypotonie sollte der Patient in Rückenlage gebracht werden und zunächst eine Kochsalz- und Volumensubstitution erfolgen, bei Nichtansprechen sollten dann zusätzlich Katecholamine intravenös gegeben werden. Eine Therapie mit Angiotensin II kann erwogen werden.

Bei therapierefraktärer Bradykardie sollte eine Schrittmachertherapie durchgeführt werden.

Elektrolyt- und Kreatinin-Konzentrationen im Serum sind ständig zu überwachen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C09AA10

Wirkmechanismus und Pharmakodynamik

Trandolapril ist ein oral wirksamer nicht-peptidischer Hemmer des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE) ohne Sulfhydrylgruppe. Nach oraler Gabe wird Trandolapril rasch resorbiert und durch Hydrolyse in die aktive Form Trandolaprilat übergeführt, die das ACE in Plasma und Gewebe (namentlich im Bereich der Gefässe, des Herzens und der Nebennieren) hemmt. Trandolapril ist somit ein Prodrug. Die schon bei schwacher Konzentration eintretende Hemmung des ACE durch Trandolapril vermindert die Angiotensin-II-Produktion, reduziert die Aldosteronsekretion und erhöht die Plasmareninaktivität durch Aufhebung der negativen Rückkopplung. Trandolapril reguliert somit das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, dem eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Extrazellulärvolumen und Blutdruck zukommt.

Klinische Wirksamkeit

Die vom Renin-Plasmaspiegel unabhängige antihypertensive Wirkung setzt innert 1 Stunde nach Gabe von Trandolapril ein und hält mindestens 24 Stunden an, was eine 1× tägliche Dosierung erlaubt. Diese antihypertensive Wirkung bleibt auch während einer Langzeittherapie unvermindert erhalten, und es tritt kein Rebound-Effekt nach Absetzen der Medikation auf. Die antihypertensive Wirkung von Trandolapril wird durch die Kombination mit einem Diuretikum oder einem Kalziumantagonisten verstärkt.

Studien bei Patienten mit Bluthochdruck und diabetischer Nephropathie

Zwei grosse randomisierte, kontrollierte klinische Studien (ONTARGET (ONgoing Telmisartan Alone and in combination with Ramipril Global Endpoint Trial) und VA NEPHRON-D (The Veterans Affairs Nephropathy in Diabetes)) haben die kombinierte Anwendung eines ACE-Hemmers mit einem Angiotensin-II-Rezeptorblocker untersucht.

ONTARGET war eine Studie, die in Patienten mit einer kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankung in der Vorgeschichte, oder Diabetes mellitus Typ 2 mit nachgewiesenem End-Organ Schaden, durchgeführt wurde. VA NEPHRON-D war eine Studie, die in Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und diabetischer Nephropathie durchgeführt wurde. Diese Studien haben keine signifikante positive Wirkung auf die renalen und/oder kardiovaskulären Behandlungsergebnisse und die Mortalität gezeigt, wobei im Vergleich zur Monotherapie ein erhöhtes Risiko einer Hyperkalämie, eines akuten Nierenschadens und/oder Blutdruckabfalls beobachtet wurden. Aufgrund der ähnlichen pharmakodynamischen Eigenschaften sind diese Resultate auch für andere ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorblocker relevant. ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorblocker sollen deshalb nicht gleichzeitig angewendet werden bei Patienten mit diabetischer Nephropathie.

Studien bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ 2 oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1.73 m2):

ALTITUDE (Aliskiren Trial in Type 2 Diabetes Using Cardiovascular and Renal Disease Endpoints) war eine Studie, zur Untersuchung des Nutzens von zusätzlichem Aliskiren zur Standardtherapie eines ACE-Hemmers oder eines Angiotensin-II-Rezeptorblockers bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und chronischer Nierenerkrankung, kardiovaskulärer Erkrankung oder beidem. Die Studie wurde vorzeitig beendet aufgrund des erhöhten Risikos unerwünschter Ergebnisse. Kardiovaskulärer Tod und Schlaganfall waren beide numerisch häufiger in der Aliskiren Gruppe als in der Placebo Gruppe, und über unerwünschte Ereignisse sowie schwerwiegende unerwünschter Ereignisse von besonderem Interesse (Hyperkalemia, Hypotonie und renale Dysfunktion) wurde in der Aliskiren Gruppe öfter berichtet als in der Placebo Gruppe.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach oraler Gabe wird Trandolapril sehr rasch aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert. Die resorbierte Menge beträgt 40% der verabreichten Dosis und wird durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme nicht beeinflusst. 36% der resorbierten Menge werden zu Trandolaprilat metabolisiert. Die absolute Bioverfügbarkeit von Trandolaprilat, verabreicht als Trandolapril, beträgt etwa 13%. Die maximale Plasmakonzentration (Cmax) von Trandolapril wird 30 Min. (Tmax) nach Gabe und diejenige von Trandolaprilat dosisabhängig nach 3–8 Std. (Tmax) erreicht. Nach 0,5 mg bzw. 2 mg Trandolapril beträgt die Cmax von Trandolaprilat 0,96 ± 0,08 ng/ml bzw. 2,80 ± 0,25 ng/ml. Nach wiederholter 1× täglicher Gabe von Trandolapril wird der Steady State von Trandolaprilat im Durchschnitt am 4. Tag erreicht, und zwar sowohl beim gesunden Probanden wie auch beim jüngeren und älteren Hypertoniker, aber auch bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz jeden Schweregrades.

Distribution

Trandolapril wird zu ca. 80% an Plasmaproteine, v.a. an Albumin in ungesättigter Form, gebunden. Das Verteilungsvolumen beträgt 18 l. Bei der Ratte verteilt sich Trandolapril in Plasma und Geweben, passiert aber weder die Blut-Hirn- noch die Plazentarschranke. Es liegen keine Untersuchungen darüber vor, ob Trandolapril in Plazenta und Muttermilch bei der Frau übergeht. Bei der Ratte ist Trandolapril nicht plazentargängig; die Konzentration in der Muttermilch ist um einen Faktor 10 geringer als im Plasma.

Metabolismus

Trandolapril ist ein Prodrug, das nach oraler Gabe und Resorption auf dem Wege nichtspezifischer Hydrolyse vorwiegend in das Diazid Trandolaprilat umgewandelt wird. Daneben führen Zyklisierungsprozesse zu entsprechenden β-Lactamen, d.h. zu den Diketopiperazin (DCP)-Derivaten von Trandolapril und Trandolaprilat. Die Derivate weisen keine ACE-Hemmung auf. Ein weiterer Metabolisierungsweg ist die Konjugation von Trandolapril und Trandolaprilat mit Glucuronsäure. Trandolapril wird nur zu einem geringen Anteil unverändert im Urin ausgeschieden.

Elimination

Nach oraler Gabe werden 33% der radioaktiv markierten Substanz im Urin und 66% in den Fäzes wiedergefunden. Ca. 9–14% der verabreichten Dosis Trandolapril wird als Trandolaprilat mit dem Urin ausgeschieden. Eine vernachlässigbare Menge von Trandolapril (<0,5%) wird unverändert mit dem Urin ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertszeit von Trandolapril beträgt 0,7 Std., diejenige von Trandolaprilat 3,5 Std. Die effektive Kumulationshalbwertszeit von Trandolaprilat liegt zwischen 15–23 Stunden. Die renale Clearance von Trandolaprilat variiert dosisabhängig zwischen 0,15–4 Liter pro Stunde.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Pädiatrische Patienten

Verträglichkeit und klinische Wirksamkeit von Trandolapril wurden bei Kindern nicht untersucht.

Niereninsuffizienz

Bei Patienten mit Kreatinin Clearance ≤30 ml/Min. und in Patienten unter Hämodialyse sind die Plasmakonzentrationen von Trandolapril und Trandolaprilat um das ca. 2-Fache erhöht und die renale Clearance ist um ca. 85% erniedrigt gegenüber gesunden Probanden. Eine Dosisanpassung bei Patienten mit Niereninsuffizienz wird empfohlen (vgl. Kapitel «Dosierung/Anwendung»).

Leberinsuffizienz

In Patienten mit leichter bis moderater alkoholischer Leberzirrhose waren die Plasmakonzentrationen von Trandolapril und Trandolaprilat 9-fach bzw. 2-fach höher als bei gesunden Probanden. Die Inhibition der ACE-Aktivität war nicht betroffen. Niedrigere Dosierungen sollten bei Patienten mit Leberinsuffizienz in Betracht gezogen werden (vgl. Kapitel «Dosierung/Anwendung»).

Geriatrische Patienten

Die Pharmakokinetik von Trandolapril wurde bei Älteren (über 65 Jahre) beiden Geschlechtes untersucht. Die Plasmakonzentration von Trandolapril ist bei älteren Hypertonikern erhöht, die Plasmakonzentration von Trandolaprilat und die Hemmung der ACE-Aktivität sind vergleichbar bei älteren und jungen Hypertonikern. Die Pharmakokinetik von Trandolapril und Trandolaprilat und die Hemmung der ACE Aktivität sind vergleichbar bei männlichen und weiblichen älteren hypertensiven Patienten.

Bei älteren Hypertonikern über 65 Jahre mit altersgemässen Normwerten der Nierenfunktion ist aus pharmakokinetischen Gründen keine Dosisanpassung von Trandolapril erforderlich.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Natriummangel sind die speziellen Anweisungen unter «Dosierung/Anwendung» zu beachten.

Präklinische Daten

Tierexperimentelle Reproduktionsstudien haben gezeigt, dass Trandolapril einen Einfluss auf die Entwicklung der Niere hat; die Inzidenz an Dilatationen des Nierenbeckens war erhöht. Diese Veränderungen wurden bei Ratten bei Dosen von 10 mg/kg/Tag und drüber beobachtet, sie hatten jedoch keinen Einfluss auf die normale Entwicklung der Nachkommen. Trandolapril wies kein mutagenes oder karzinogenes Potential auf.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Es sind keinerlei physikalisch-chemischen Inkompatibilitäten festgestellt worden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Vor Wärme (nicht über 25 °C) und Feuchtigkeit schützen.

Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

52771 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

BGP Products, 6341 Baar.

Stand der Information

Januar 2016.

Version 107 D

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