Hytrin Bph Tabl 5 Mg 20 Stk

Hytrin Bph Tabl 5 Mg 20 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Terazosinum ut Terazosini hydrochloridum.

Hilfsstoffe:

Hytrin BPH zu 1 mg: lactosum, amylum maydis, amylum pregelificatum, talcum, magnesii stearas.

Hytrin BPH zu 2 mg: lactosum, amylum maydis, amylum pregelificatum, talcum, magnesii stearas, Color. E 104.

Hytrin BPH zu 5 mg: lactosum, amylum maydis, amylum pregelificatum, talcum, magnesii stearas, Ferri oxidum (E 172).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Tabletten 1 mg (weiss), 2 mg (gelb) und 5 mg (braun)

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Symptomatische Behandlung von Miktionsbeschwerden bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH).

Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Hytrin BPH ist grundsätzlich mit niedriger Dosierung einschleichend, d.h. mit der Starterpackung, zu beginnen.

Die Tabletten sollten in der Regel am Morgen, wenn möglich immer zur gleichen Zeit, eingenommen werden. In bestimmten Situationen kann auch eine andere Tageszeit für die Einnahme gewählt werden. Wenn ausnahmsweise die Einnahme am Abend erfolgen soll, muss aber berücksichtigt werden, dass wesentliche unerwünschte Wirkungen (Blutdruckabfall, u.a.) während des Schlafs unerkannt bleiben.

Eine Verbesserung der Symptome tritt erst etwa zwei Wochen nach Therapiebeginn ein (siehe «Eigenschaften / Wirkungen»).

Normalerweise wird folgendes Vorgehen empfohlen:

Initialdosis

Die erste Dosis von Hytrin BPH sollte 1 mg nicht überschreiten und unmittelbar vor dem Zubettgehen eingenommen werden.

Um das Risiko einer akuten Hypotonie zu verringern, ist auf eine strikte Einhaltung dieser Empfehlung zu achten. Dies ist durch die Verwendung der für den Therapiebeginn vorgesehenen Starterpackung (7 Tabletten zu 1 mg plus 7 Tabletten zu 2 mg) gewährleistet.

Die 1 und 2 mg Tabletten dienen vorwiegend zur Vermeidung des sogennanten «Effektes der ersten Dosis» und sind üblicherweise keine therapeutischen Dosierungen.

Erhaltungsdosis

Bis zur Erreichung der Erhaltungsdosis von üblicherweise 5-10 mg pro Tag sollte die Dosierung von Hytrin BPH in wöchentlichen Abständen erhöht werden.

Die maximale Tagesdosis sollte 20 mg (4 Tabletten zu 5 mg) nicht überschreiten.

Falls die Therapie mit Hytrin BPH für mehrere Tage oder länger unterbrochen wurde, ist wieder mit der niedrigsten Dosis, d.h. mit der Starterpackung zu beginnen.

Spezielle Dosierungsempfehlungen

Ältere Patienten

Zur Pharmakokinetik bei älteren Patienten liegen keine Daten vor. Aufgrund der erhöhten Neigung älterer Patienten zu orthostatischen Hypotonien sollte die Behandlung mit Hytrin in dieser Altersgruppe jedoch – insbesondere bei Vorliegen von prädisponierenden Grunderkrankungen oder Komedikationen – unter besonders vorsichtiger Dosistitration erfolgen.

Kinder und Jugendliche

Hytrin BPH Tabletten besitzen in dieser Altersgruppe keine Indikation.

Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe «Pharmakokinetik»).

Leberinsuffizienz:

Die Pharmakokinetik von Terazosin wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht untersucht. Da Terazosin jedoch extensiv hepatisch metabolisiert wird, sollten Patienten mit leichter oder mässiger Leberinsuffizienz (Child Pugh A und B) nur unter besonderer Vorsicht (d.h. besonders vorsichtiger Dosistitration) behandelt werden. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child Pugh C) wird von der Anwendung von Terazosin abgeraten (siehe auch «Pharmakokinetik»).

Gleichzeitige Anwendung von Diuretika und anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln

Wird bei einem Patienten, welcher mit Diuretika oder anderen Antihypertensiva behandelt wird, eine Therapie mit Hytrin neu begonnen, so sollte aufgrund eines erhöhten Risikos für Hypotonien eine besonders vorsichtige Dosistitration erfolgen.

Wir bei einem Patienten unter Therapie mit Hytrin neu eine antihypertensive Behandlung eingeleitet, ist ggf. eine Neueinstellung der Hytrin-Dosis vorzunehmen.

Kontraindikationen

Idiopathische orthostatische Hypotonie.

Miktionssynkopen in der Anamnese.

Gleichzeitige Anwendung anderer Alpha-Rezeptorenblocker.

Bekannte Empfindlichkeit gegenüber anderen Alpha-Adrenozeptorantagonisten

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Terazosin kann wie andere alpha-Blocker eine klinisch relevante Hypotonie mit Benommenheit und Schwindelgefühl hervorrufen, insbesondere eine orthostatische Hypotonie, unter Umständen bis zur Synkope. Gelegentlich kann einem solchen Ereignis eine starke supraventrikuläre Tachykardie mit einer Herzfrequenz von bis zu 120-160 Schlägen pro Minute vorausgehen.

Eine Hypotonie tritt vor allem nach Einnahme der ersten oder einer der ersten Dosen und möglicherweise auch bei der ersten Einnahme nach einer Dosissteigerung auf. Ein ähnlicher Effekt kann auch nach Wiederaufnahme der Therapie nach einem Unterbruch auftreten. Zu Beginn der Therapie sind daher regelmässige Kontrollen des arteriellen Blutdruckes (sitzend und stehend) notwendig.

Eine orthostatische Hypotonie kann auch nach unregelmässiger Einnahme oder bei schnellem Aufstehen auftreten.

Nach Erzielung stabiler Blutdruckwerte ist ein abrupter Blutdruckabfall selten, eine mässige Hypotonie kann hingegen auftreten. Die vorhandenen Daten deuten darauf hin, dass – auch im Falle einer Langzeittherapie – ein Risiko für eine orthostatische Hypotonie jeweils insbesondere während der ersten Stunde nach der Einnahme besteht.

Der Patient ist über diese mögliche unerwünschte Wirkung aufzuklären, und die entsprechenden Vorsichtsmassnahmen sind ihm zu erläutern.

Sollte ein Kollaps auftreten, ist eine Kopftief-Beinhoch-Lagerung zweckmässig, gegebenenfalls sind supportive Massnahmen einzuleiten.

Um hypotone Reaktionen zu vermeiden, ist nach Absetzen des Arzneimittels während mehrerer Tage oder länger die Behandlung anschliessend mit dem initialen Dosierungsschema wieder aufzunehmen.

Vorsicht ist geboten, wenn Hytrin zusammen mit Thiaziden oder anderen blutdrucksenkenden Medikamenten verabreicht wird, da es zu einer Hypotonie kommen kann. Bei Patienten unter Antihypertensiva muss die Dosierung der einzelnen Arzneimittel eventuell angepasst werden (vgl. Rubrik «Interaktionen»).

Eine gleichzeitige Anwendung von Phosphodiesterase-5-Hemmern (Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil) und Terazosin kann bei einigen Patienten eine symptomatische Hypotonie auslösen. Um das Risiko einer posturalen Hypotonie zu minimieren, sollte die Behandlung mit Alpha-Adrenozeptorantagonisten stabilisiert sein, bevor mit der Anwendung von Phosphodiesterase-5-Hemmern begonnen wird.

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit ist aus grundsätzlichen Überlegungen Vorsicht geboten.

Das Intraoperative Floppy Iris Syndrom (IFIS) wurde während ophthalmologischer Eingriffe (Katarakt- und Glaukom-Operationen) bei einigen Patienten beobachtet, die mit Alpha-1-Rezeptorenblockern behandelt wurden oder diese Arzneimittel früher erhalten hatten. Diese Form der Pupillenkonstriktion (Small Pupil Syndroms) ist charakterisiert durch die Kombination aus einer schlaffen Iris, die auf Grund intraoperativer Spülung wabert, einer progressiven intraoperativen Miose trotz präoperativer Dilatation durch Standard-Mydriatika und einem möglichen Prolaps der Iris in Richtung der Phakoemulsifikations-Schnitte. Der Ophthalmologe sollte darauf vorbereitet sein, seine Operations-Technik ggf.anzupassen, z.B. durch Verwendung von Irishaken, Iris-Dilatator-Ringen oder Viskoelastika. Ein Vorteil durch das Absetzen der Alpha-1-Rezeptorenblocker vor der Operation scheint nicht gegeben. Es wird jedoch empfohlen, bei Patienten, bei welchen ein operativer Eingriff an den Augen unmittelbar bevorsteht, keine Behandlung mit Terazosin einzuleiten.

Aufgrund seiner Metabolisierung in der Leber ist das Medikament bei Patienten mit bestehender Leberfunktionsstörung nur mit Vorsicht einzusetzen.

Eine Behandlung mit Terazosin während bis zu 24 Monaten hatte keine signifikanten Auswirkungen auf die Serumkonzentrationen des Prostata-spezifischen Antigens (PSA).

Interaktionen

Spezifische pharmakokinetische Interaktionsstudien wurden mit Terazosin nicht durchgeführt.

Antihypertensiva und Diuretika

Eine Verstärkung der blutdrucksenkenden Eigenschaften ist bei Kombination mit Antihypertensiva zu erwarten. Solche Effekte wurden z.B. mit ACE-Hemmern, Betablockern, Calciumantagonisten und Thiazid-Diuretika beobachtet. Klinisch relevante Interaktionen («Benommenheit» und ähnliche Symptome) wurden insbesondere mit ACE-Hemmern und Diuretika gefunden.

Bei Patienten, welche gleichzeitig mit Antihypertensiva behandelt werden, muss die Dosis des Antihypertensivums ggf. entsprechend der Dosierung von Hytrin BPH angepasst werden (siehe „Dosierung / Anwendung“, Abschnitt «spezielle Dosierungsempfehlungen»).

PDE-5-Hemmer

Nach gleichzeitiger Anwendung von Terazosin und Posphodiesterase-5 (PDE-5)-Hemmern wurde über eine Hypotonie berichtet.

Schwangerschaft/Stillzeit

Hytrin BPH ist ausschliesslich für die Behandlung von Männern bestimmt.

Zur Übertragung von Terazosin aus dem Sperma auf den Foetus liegen keine Daten vor.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Terazosin hat einen ausgeprägten Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Besonders zu Beginn der Therapie und bei Dosiserhöhung sollte deshalb auf das Steuern eines Fahrzeuges sowie auf das Ausführen von gefährlichen Verrichtungen verzichtet werden, bis die Reaktion des Patienten auf das Arzneimittel bekannt ist. Dies gilt in verstärktem Masse im Zusammenwirken mit Alkohol.

Unerwünschte Wirkungen

Die schwerwiegendste unerwünschte Wirkung, welche unter der Anwendung von Alphablockern beobachtet wurde, sind hypotone Reaktionen (siehe «Warnhinweise / Vorsichtsmassnahmen»).

In plazebokontrollierten klinischen Studien bzw. während der Marktüberwachung wurde über folgende unerwünschte Wirkungen berichtet:

Die Häufigkeiten sind dabei wie folgt definiert:

Sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100); selten (≥1/10,000 bis <1/1000); sehr selten (<1/10,000); unbekannt (basierend überwiegend auf Spontanmeldungen aus der Marktüberwachung, genaue Häufigkeit kann nicht abgeschätzt werden).

Infektionen

Unbekannt: Harnwegsinfektionen

Blut- und Lymphsystem:

Unbekannt: Thrombozytopenie (siehe auch «Laborwerte»).

Immunsystem:

Selten: generalisierter Hautausschlag, Anaphylaxie

Unbekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen einschliesslich Angioödem und akuter generalisierter exanthematöser Pustulose (AGEP)

Stoffwechsel und Ernährung

Selten: Gewichtszunahme

Psychiatrische Störungen

Gelegentlich: verminderte Libido

Unbekannt: Depression

Nervensystem:

Sehr häufig: Schwindel (11%)

Häufig: Benommenheit, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Parästhesien

Augen

Häufig: Sehstörungen, Amblyopie

Unbekannt: intraoperatives Floppy Iris-Syndrom (IFIS; siehe «Warnhinweise / Vorsichtsmassnahmen»)

Herz:

Gelegentlich: Palpitationen, Tachykardie

Selten: Angina pectoris

Unbekannt: Vorhofflimmern, Arrhythmien

Gefässe

Häufig: orthostatische Hypotonie

Gelegentlich: Hypotonie, Synkopen

Unbekannt: Vasodilatation

Atmungsorgane:

Häufig: Verstopfte Nase/Rhinitis, Dyspnoe, Sinusitis

Unbekannt: vermehrtes Husten

Gastrointestinale Störungen:

Häufig: Nausea

Unbekannt: Flatulenz, Mundtrockenheit, Obstipation, Diarrhoe

Haut:

Unbekannt: Ausschlag, Pruritus

Muskelskelettsystem

Unbekannt: Arthralgien, Arthritis

Nieren und ableitende Harnwege:

Unbekannt: erhöhte Miktionsfrequenz .

Reproduktionssystem und Brust:

Häufig: Impotenz

Unbekannt: Priapismus

Allgemeine Störungen:

Häufig: Asthenie, periphere Ödeme

Laborwerte: In kontrollierten klinischen Studien fand sich eine geringe, jedoch statistisch signifikante Reduktion von Hämatokrit, Hämoglobin, Leukozyten, Gesamtprotein und Albumin. Diese Befunde deuten auf eine mögliche Hämodilution hin.

Überdosierung

Eine Überdosierung mit einem Alphablocker wie Terazosin kann zu einer akuten und unter Umständen schweren Hypotonie führen. Sollte die Verabreichung von Hytrin BPH zu einer akuten Hypotonie führen, so ist als erstes das kardiovaskuläre System zu unterstützen. Der Blutdruck und die Herzfrequenz können meist schon durch eine liegende Lagerung des Patienten normalisiert werden. Falls diese Massnahme allein nicht genügt, können Plasmaexpander und ggf. Vasopressoren eingesetzt werden. Die Nierenfunktion sollte kontrolliert und nötigenfalls unterstützt werden. Da Terazosin stark an Plasmaproteine gebunden wird, dürfte eine Dialyse kaum von Nutzen sein.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G04CA03

Pharmakotherapeutische Gruppe: Alpha-Adrenozeptorantagonisten

Wirkungsmechanismus

Terazosin-Hydrochlorid, ein Quinazolinderivat, hemmt kompetitiv alpha-1-Adrenorezeptoren. Diese Hemmung ist selektiv und langwirkend.

In-vitro-Untersuchungen zeigten, dass Terazosin die Phenylephrin-induzierte Kontraktion im menschlichen Prostatagewebe antagonisiert.

Die Symptome bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH) werden meist durch eine Vergrösserung der Prostata, aber auch durch einen erhöhten Tonus der glatten Muskulatur sowohl des Blasenhalses als auch der Prostata verursacht, welcher über alpha-1-Adrenorezeptoren reguliert wird. Die Hemmung der alpha-1-Adrenorezeptoren kann bei Patienten mit chronischer Blasenhalsobstruktion, wie z.B. bei der BPH, einen positiven Effekt auf die Urodynamik ausüben.

Sicherheitspharmakodynamik

Terazosin senkt im Tierversuch und beim Menschen den totalen peripheren Widerstand und bewirkt eine Senkung des arteriellen Druckes. Dabei werden weder das Schlagvolumen noch die Herzfrequenz stark verändert.

Unter der Therapie mit Terazosin besteht die Tendenz einer Gewichtszunahme.

Klinische Wirksamkeit

In klinischen Studien wurde mit Terazosin bei Patienten mit BPH eine Verbesserung der klinischen Symptomatik und der Urodynamik gefunden. Dabei setzte die Verbesserung der klinischen Symptome üblicherweise etwa zwei Wochen nach Therapiebeginn ein. Ein signifikanter Anstieg der Harnflussrate fand sich erst nach 1-2monatiger Behandlungsdauer.

Pharmakokinetik

Absorption

Terazosin wird nach oraler Gabe gut resorbiert, die absolute Bioverfügbarkeit beträgt 80-100%.

Die Cmax der freien Base ist nach etwa einer Stunde erreicht. Ob die Einnahme vor, mit oder nach den Mahlzeiten erfolgt, ist ohne Einfluss auf die Bioverfügbarkeit.

Im Dosisbereich von 2-10 mg weist Terazosin eine lineare Absorptionskinetik auf.

Distribution

Terazosin ist zu etwa 90-94% an Plasmaproteine gebunden. Die Proteinbindung ist unabhängig von der totalen Wirkstoffkonzentration. Das Verteilungsvolumen beträgt ca. 25-30 Liter.

Metabolismus

Terazosin wird stark metabolisiert. Die Hauptmetaboliten von Terazosin werden durch Amidhydrolyse, O-Demethylierung und anschliessende Konjugation gebildet.

Elimination

Die Eliminationshalbwertszeit beträgt durchschnittlich etwa 12 Stunden. Terazosin wird zu 40% im Urin und zu 60% über die Faeces ausgeschieden. Etwa 30% der verabreichten Dosis werden als unverändertes Terazosin ausgeschieden, davon 10% über den Harn und 20% über die Faeces.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Zur Pharmakokinetik von Terazosin bei Patienten ≥65 Jahren liegen keine Daten vor.

Niereninsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Terazosin wird durch eine Niereninsuffizienz kaum beeinflusst.

Leberinsuffizienz

Die Pharmakokinetik von Terazosin wurde bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht untersucht. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist aufgrund theoretischer Überlegungen eine Reduktion der Clearance auf etwa 40% zu erwarten (siehe „Dosierung / Anwendung“, Abschnitt «spezielle Dosierungsempfehlungen»).

Präklinische Daten

Mutagenes und karzinogenes Potential

In vitro- und in vivo-Untersuchungen zur Mutagenität ergaben keine Hinweise auf ein genotoxisches Potential von Terazosin.

Langzeituntersuchungen zum karzinogenen Potential ergaben eine erhöhte Rate benigner Phäochromozytome des Nebennierenmarkes lediglich bei männlichen Ratten, denen die höchste Dosis von 250 mg/kg/d Terazosin verabreicht worden war. Nach 8 und 40 mg/kg/d Terazosin sowie bei weiblichen Ratten wurde keine erhöhte Tumorhäufigkeit festgestellt. Langzeituntersuchungen an Mäusen, denen maximal 32 mg/kg/d Terazosin verabreicht wurde, ergaben keine Hinweise auf ein karzinogenes Potential.

Reproduktionstoxizität

Fertilitätsstudien an Ratten ergaben verminderte Trächtigkeitsraten nach oraler Applikation von 30 und 120 mg/kg/d Terazosin, nicht jedoch nach 8 mg/kg/d. Die Gewichte und Morphologien waren im Unterschied zu den beobachteten Testesatrophien nach Langzeitgabe nicht auffällig, die Spermiendichte in Vaginalausstrichen schien vermindert.

Für das Muttertier toxische Dosen von Terazosin führten bei Ratten und Kaninchen zu gesteigerten fetalen Resorptionen. Nach 60 mg/kg/d Terazosin bei Ratten sowie 22 mg/kg/d Terazosin bei Kaninchen wurden keine teratogenen, embryotoxischen Effekte beobachtet.

Die orale Gabe von Terazosin in der Peri- und Postnatalphase führte in der höchsten Dosis von 120 mg/kg/d bei Ratten zu einer erhöhten postpartalen Sterblichkeit, 8 und 30 mg/kg/d lösten keine nachteiligen Effekte aus.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Hytrin BPH darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» angegebenen Verfalldatum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Hytrin BPH ist bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Zulassungsnummer

52342 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Pro Farma AG; Baar

Stand der Information

Juni 2015

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