Caverject Trockensubstanz 20mcg C Solv

Caverject Trockensubstanz 20mcg C Solv

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: alprostadilum.

Hilfsstoffe

Durchstechflasche mit sterilem Pulver: lactosum monohydricum, natrii citras, alfadexum (α-Cyclodextrin) pro vitro.

Spritze mit Solvens: conserv.: alcohol benzylicus 9.45 mg, aqua ad injectabilia q.s. ad solutionem pro 1 ml.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung zur intrakavernösen Anwendung.

Eine Durchstechflasche mit sterilem, weissem bis gebrochen weissem Pulver enthält 11.9 μg resp. 23.5 μg Alprostadil.

Die Solvensspritze enthält 1 ml als klare bis leicht opaleszente Lösung.

1 ml gebrauchsfertige Injektionslösung enthält 10 μg resp. 20 μg Alprostadil sowie 8.4 mg Benzylalkohol.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der erektilen Dysfunktion verschiedener Ursachen mittels intrakavernöser Injektion.

Dosierung/Anwendung

Caverject wird direkt in das Corpus cavernosum des Penis injiziert. Die Dosis wird für jeden Patienten unter Aufsicht des behandelnden Arztes individuell ermittelt. Grundsätzlich soll immer die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden.

Übliche Dosierung

Die empfohlene Dosierung liegt zwischen 2.5 und 20 µg Alprostadil. Eine Dosierung über 60 µg wird nicht empfohlen. Caverject soll nicht mehr als einmal täglich und nicht häufiger als dreimal pro Woche injiziert werden.

1. Dosistitration

Die erste Injektion muss von einer medizinisch geschulten Person in der Arztpraxis durchgeführt werden.

Die Dosis soll so gewählt werden, dass eine für die Penetration ausreichende Erektion resultiert, die nicht länger als 1 Stunde andauern soll.

Der Patient muss bis zur vollständigen Detumeszenz in der Praxis bleiben.

Spricht der Patient nicht auf Caverject an, wird die nächst höhere Dosis innerhalb einer Stunde verabreicht. Spricht der Patient auf die Behandlung an, soll die nächste Injektion frühestens nach einem Tag erfolgen.

Erektile Dysfunktion mit vaskulärer, psychogener oder unbekannter Ursache: Initial wird eine Dosis von 2.5 µg verwendet. Bei ungenügender Wirkung wird auf 5 µg erhöht und anschliessend in Schritten von 5 µg bis zur gewünschten Wirkung. Wenn auf die Initialdosis überhaupt keine Wirkung eintritt, wird eine zweite Injektion mit 7.5 µg durchgeführt; anschliessend kann die Dosis in Schritten von 5-10 µg erhöht werden.

Erektile Dysfunktion neurogener Ursache: Initial wird eine Dosis von 1.25 µg verwendet. Bei partieller Wirkung wird die Dosis auf 2.5 µg erhöht. Bei noch ungenügender Wirkung werden 5 µg verabreicht; danach wird in Schritten von 5 µg weiter bis zur gewünschten Wirkung titriert.

2. Erhaltungstherapie/Selbstinjektion

Nach der Einstellung der Dosierung wird der Patient frühestens am darauffolgenden Tag in die Technik der Selbstinjektion eingeführt. Hierzu ist eine sorgfältige Instruktion durch den behandelnden Arzt notwendig. Die Fähigkeit des Patienten zur Selbstinjektion muss überprüft werden. Die Selbstinjektion wird mit der festgelegten Dosis durchgeführt. Eine engmaschige Überwachung des Patienten ist unerlässlich, v.a. zu Beginn der Therapie, da Dosisanpassungen nötig sein können.

Zur Überprüfung der Technik der Selbstinjektion und der Wirksamkeit und Sicherheit werden dreimonatliche Kontrollen empfohlen. Sollte eine Dosisanpassung nötig sein, soll diese nach den beschriebenen Anweisungen und nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt durchgeführt werden.

Die gewählte Dosis sollte dem Patienten zu einer zufriedenstellenden Erektion verhelfen, die nicht länger als 1 Stunde dauert. Dauert die Erektion länger, sollte die Dosis reduziert werden. Der Patient muss angewiesen werden, Erektionen, die länger als 4 Stunden dauern, unverzüglich dem Arzt zu melden, da eine prolongierte Erektion durch Schädigung des Schwellkörpergewebes eine irreparable Impotenz zur Folge haben kann.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Ältere Patienten: Spezifische Daten zur Anwendung von Caverject bei Patienten ≥65 Jahren liegen nicht vor. Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter ist jedoch aufgrund der individuellen Dosistitration vermutlich nicht erforderlich.

Kinder und Jugendliche: Caverject ist in dieser Altersgruppe nicht indiziert.

Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion: Spezifische Daten zur Anwendung von Caverject bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz liegen nicht vor. Aufgrund der Art des Metabolismus von Alprostadil ist jedoch nicht zu erwarten, dass bei Einschränkungen der Leber- oder Nierenfunktion eine Dosisanpassung erforderlich ist.

Kontraindikationen

  • Anatomische Deformationen des Penis (z.B. Angulation, kavernöse Fibrose, Induratio penis plastica)
  • Penisimplantate
  • prädisponierende Faktoren für Priapismus (z.B. Sichelzellanämie, multiples Myelom, Leukämie)
  • Behandlung mit Antikoagulantien jeder Art (aufgrund einer erhöhten Blutungsneigung nach der intrakavernösen Injektion)
  • Patienten, für die sexuelle Aktivität nicht empfohlen wird (z.B. bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Überempfindlichkeit gegenüber Alprostadil oder einem der anderen Inhaltsstoffe von Caverject

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Caverject soll nur von Ärzten verschrieben werden, welche Erfahrungen in der Handhabung des Präparates und mit der Diagnose und Behandlung von Komplikationen (Priapismus) haben.

Der Erektionsstörung zugrundeliegende Erkrankungen sollten vor einer Behandlung mit Caverject diagnostiziert und behandelt werden.

Der Patient muss ausführlich über die Technik der Selbstinjektion instruiert werden. Es muss überprüft werden, ob der Patient zur Selbstinjektion in der Lage ist. Auch während der Behandlung soll die Selbstinjektionstechnik regelmässig mit dem Patienten besprochen werden.

Priapismus

Verlängerte Erektion und/oder Priapismus können nach der Injektion vasoaktiver Substanzen wie Alprostadil auftreten. Die Patienten müssen angewiesen werden, Erektionen, die länger als 4 Stunden dauern, unverzüglich dem Arzt zu melden, da eine prolongierte Erektion zu irreparabler Impotenz führen kann.

In den klinischen Studien berichteten 4.4% der Patienten über verlängerte Erektionen (definiert als Erektion, die vier bis sechs Stunden dauert); die Inzidenz eines Priapismus (Erektion, die länger als sechs Stunden andauert) betrug 0.4%. In den meisten Fällen kam es zu einer spontanen Detumeszenz; nur bei 0.2% der Fälle waren therapeutische Massnahmen notwendig.

Die Behandlung eines Priapismus kann mittels verschiedener Methoden, wie z.B. Aspiration, intrakavernöser Verabreichung von sympathomimetischen Substanzen oder chirurgischem Eingriff erfolgen. Bereits bei der Einleitung der Behandlung mit Caverject soll der Arzt die eventuell nötige Intervention bestimmen.

Fibrotische Veränderungen des Penis

Unter Anwendung von Caverject wurde über das Auftreten fibrotischer Veränderungen des Penis berichtet. Diese umfassen Veränderungen wie fibrotische Knoten, Angulation oder Induratio penis plastica. Das Risiko einer Fibrose nimmt vermutlich mit der Behandlungsdauer zu. In den klinischen Studien wurden bei insgesamt 2.9% der Patienten solche fibrotischen Veränderungen gemeldet. In einer Langzeitstudie über 18 Monate (mit Selbstinjektion) lag die Inzidenz fibrotischer Veränderungen jedoch bei 8%.

Eine regelmässige Kontrolle zur Untersuchung des Penis auf fibröse Veränderungen oder Induratio penis plastica wird empfohlen. Die Behandlung mit Caverject soll bei Patienten, bei denen sich eine Angulation, kavernöse Fibrose oder Induratio penis plastica bilden, abgesetzt werden.

Bruch der Injektionsnadel

Die Anwendung von Caverject erfolgt mittels einer extrafeinen Injektionsnadel. Die Möglichkeit eines Nadelbruchs solcher Kanülen ist nicht auszuschliessen. Es wurde über Fälle von Nadelbruch berichtet, bei denen ein Teil der Nadel im Penis steckenblieb und vereinzelt chirurgisch entfernt werden musste.

Eine sorgfältige Anleitung des Patienten in Anwendung und Injektionstechnik kann das Risiko für einen Nadelbruch verringern. Patienten sollen instruiert werden, verbogene Kanülen nicht zu verwenden und keinesfalls zu versuchen, diese geradezurichten. Verbogene Kanülen müssen von der Spritze entfernt und entsorgt werden. Es ist eine neue, ungebrauchte sterile Injektionsnadel aufzusetzen.

Hämodynamische Veränderungen

In den klinischen Studien wurden unter Dosen >20 µg eine Blutdrucksenkung und eine Erhöhung der Pulsrate beobachtet. Diese Veränderungen scheinen dosisabhängig zu sein. Sie waren gewöhnlich klinisch nicht relevant, und nur wenige Patienten brachen die Behandlung wegen einer symptomatischen Hypotonie ab.

Bei Patienten mit transitorisch-ischämischen Attacken in der Anamnese oder mit instabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte Caverject nur unter besonderer Vorsicht und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.

Weitere Vorsichtsmassnahmen

Durch die Injektion kann eine kleine Blutung an der Einstichstelle verursacht werden. Patienten, die an einer durch Blut übertragbaren Erkrankung leiden, sollen über das erhöhte Infektionsrisiko für ihren Partner informiert werden. Der Patient soll auch darüber unterrichtet sein, dass die gleichen Vorsichtsmassnahmen zur Verhinderung sexuell übertragbarer Krankheiten anzuwenden sind wie ohne Injektion.

Das in Caverject enthaltene Konservierungsmittel Benzylalkohol kann Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Bei pädiatrischen Patienten kann Benzylalkohol ausserdem ein schweres toxisches Syndrom («Gasping Syndrom») verursachen. Das Toxizitätsrisiko hängt dabei von der verabreichten Menge und von der Entgiftungskapazität der Leber und der Nieren ab.

Zur gleichzeitigen Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln zur Therapie der erektilen Dysfunktion liegen keine Daten vor. Eine solche Kombination wird daher nicht empfohlen.

Bei Frauen und Kindern/Jugendlichen besitzt Caverject keine Indikation.

Interaktionen

Bisher sind keine Interaktionen bekannt.

Vorsicht bei Patienten unter Antihypertensiva.

Caverject ist nicht für die gleichzeitige Verabreichung mit anderen Mitteln zur Behandlung der erektilen Dysfunktion vorgesehen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Nicht zutreffend.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Die am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen nach intrakavernöser Injektion von Alprostadil sind Penisschmerzen (33.3%), die in der Mehrzahl als leicht oder mässig beschrieben wurden und in klinischen Studien bei 3% der Patienten zum Therapieabbruch führten.

Häufig werden auch Hämatome und Ekchymosen an der Einstichstelle (3.4% bzw. 1.7%) beobachtet, wobei diese mehr durch die Injektions-Technik als durch den Wirkstoff bedingt sind.

Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen nach Organsystem und Häufigkeit aufgelistet, welche in den klinischen Studien und während der Marktüberwachung beobachtet wurden. Die Häufigkeitsangaben sind dabei wie folgt definiert: Sehr häufig ≥1/10, häufig ≥1/100 und <1/10, gelegentlich ≥1/1000 und <1/100 und selten ≥1/10'000 und <1/1000.

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Gelegentlich: Candidainfektion, Infektionen der oberen Atemwege.

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel.

Gelegentlich: Hypästhesie, Synkope, Präsynkope.

Augenerkrankungen

Gelegentlich: Mydriasis.

Herzerkrankungen

Gelegentlich: erhöhte Pulsfrequenz, supraventrikuläre Extrasystolen.

Gefässerkrankungen

Gelegentlich: Hypotonie, Vasodilatation, vasovagale Reaktion, periphere Gefässerkrankung.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Gelegentlich: Übelkeit, Mundtrockenheit.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig: Erythem.

Gelegentlich: Pruritus, Exantheme.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelkrämpfe (z.B. in den Beinen), Rückenschmerzen.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Miktionsstörungen (wie verstärkter Harndrang und/oder erhöhte Miktionsfrequenz), Dysurie, Hämaturie, erhöhtes Serumkreatinin, urethrale Blutung.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

Sehr häufig: Penisschmerzen (37%).

Häufig: peniler Rash, verlängerte Erektion, Penisfibrose (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Gelegentlich: schmerzhafte Erektion, Hypästhesien/Parästhesien des Penis, Hodenschwellung, testikuläre Schmerzen, Ejakulationsstörungen, Priapismus, Skrotumerythem, Skrotumoedem, Penisirritation, venöses Leck im Penis, Balanitis, Unterleibsschmerzen, Phimose, Spermatozele, Knoten im Hoden.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle

Häufig: Hämatom an der Injektionsstelle, Ekchymose an der Injektionsstelle.

Gelegentlich: andere Reaktionen an der Injektionsstelle (wie Wärmegefühl, Oedem, Irritation, Entzündung, Juckreiz, Schwellung oder Blutung), Asthenie, Muskelschwäche im Gesässbereich, vermehrtes Schwitzen.

Überdosierung

Verlängerte Erektion und/oder Priapismus können nach Injektion vasoaktiver Substanzen wie Alprostadil auftreten. Die Behandlung eines Priapismus kann mittels verschiedener Methoden, wie z.B. Aspiration, intrakavernöser Verabreichung sympathomimetischer Substanzen oder chirurgischem Eingriff erfolgen. Die Patienten müssen angewiesen werden, Erektionen, die länger als 4 Stunden dauern, unverzüglich dem Arzt zu melden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G04BE01

Wirkungsmechanismus

Alprostadil entspricht dem physiologischen Prostaglandin E1 (PGE1). Es besitzt verschiedene pharmakologische Eigenschaften; die wichtigsten sind Vasodilatation, Hemmung der Thrombozytenaggregation, Hemmung der Magensäuresekretion und Stimulation der intestinalen und uterinen glatten Muskulatur.

Es wird angenommen, dass die Wirkung von Caverject auf der Hemmung der Aktivität des alpha-adrenergen-Systems im Penisgewebe und auf dem relaxierenden Effekt auf die glatte Muskulatur im Corpus cavernosum beruht.

Pharmakodynamik

Nach der intrakavernösen Verabreichung von Caverject wird eine Erektion ausgelöst. Diese beginnt innerhalb von 10 bis 30 Minuten nach der Injektion; die Rigidität des erigierten Penis ist dabei dosisabhängig.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach intrakavernöser Injektion von 20 µg Alprostadil stiegen die mittleren Alprostadil-Plasmakonzentrationen etwa 5 Minuten nach Injektion auf das 22-Fache der endogenen Ausgangswerte. Innerhalb von 2 Stunden nach Injektion erreichten die Konzentrationen wieder die Ausgangswerte.

Distribution

Alprostadil wird im Plasma primär an Albumin (zu 81%) und in geringerem Mass an die α-Globulin-IV-4-Fraktion (55%) gebunden. Es wurde keine signifikante Bindung an Erythrozyten oder Leukozyten beobachtet.

Eine Retention von Alprostadil oder seinen Stoffwechselprodukten im Gewebe war nach intravenöser Anwendung nicht nachweisbar.

Metabolismus

Nach intravenöser Applikation werden 70-90% des zirkulierenden Alprostadil während einer einzigen Lungenpassage primär durch Beta- und Omegaoxidation metabolisiert. Dabei entstehen vor allem das pharmakologisch aktive 13,14-dihydro-PGE1 sowie die inaktiven Metaboliten 15-keto-PGE1 und 15-keto-13, 14-dihydro-PGE1. 13,14-dihydro-PGE1 besitzt blutdrucksenkende und Thrombocytenaggregations-hemmende Eigenschaften.

Auch nach intrakavernöser Injektion wird Alprostadil rasch metabolisiert. Die Plasmakonzentrationen von 13,14-dihydro-PGE1 stiegen 20 Minuten nach der Injektion auf das 7-Fache an.

Elimination

Die Metaboliten von Alprostadil werden primär renal und nur zu einem geringen Anteil über die Faeces eliminiert. Nach intravenöser Applikation sind nahezu 90% innerhalb von 24 Stunden im Urin nachweisbar. Aufgrund der raschen Metabolisierung in der Lunge liegt die Halbwertszeit von Alprostadil unter 1 Minute.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten: Zur Pharmakokinetik von Alprostadil nach intrakavernöser Applikation bei älteren Patienten liegen keine Daten vor.

Eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion: Zur Pharmakokinetik von Alprostadil bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz liegen keine Daten vor. Aufgrund des raschen first-pass-Metabolismus in der Lunge ist jedoch kein wesentlicher Einfluss einer eingeschränkten Leber- oder Nierenfunktion auf die Pharmakokinetik von Alprostadil zu erwarten.

Präklinische Daten

Mutagenes und kanzerogenes Potential

PGE1 wird als körpereigener Stoff hinsichtlich möglicher mutagener und kanzerogener Wirkungen als unbedenklich angesehen.

Reproduktionstoxikologie

In einer Reproduktionsstudie an der Ratte mit Dosen bis zu 0.2 mg/kg/Tag s.c. wurde die Spermatogenese durch Alprostadil nicht beeinträchtigt.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Nicht über 25 °C und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die rekonstituierte Caverject-Lösung ist zur sofortigen Verwendung bestimmt. Die Lösung soll nicht eingefroren werden.

Hinweise für die Handhabung

Parenteral injizierte Arzneimittel sollen vor Gebrauch visuell auf Fremdkörper und Verfärbungen untersucht werden.

Anwendungsanleitung

Das sterile Pulver wird mit dem Inhalt der Solvensspritze rekonstituiert. Die gebrauchsfertige Lösung ist zur sofortigen Verwendung bestimmt.

Caverject wird unter sterilen Bedingungen intrakavernös verabreicht. Die Injektionsstelle liegt in der dorso-lateralen Achse im proximalen Drittel des Penis; die Seiten sollen alternieren und vor der Injektion desinfiziert werden; sichtbare Venen sollten vermieden werden. Es wird die Verwendung einer 27-30 Gauge-Nadel empfohlen. Der Patient soll angewiesen werden, nur einmal aus der Ampulle zu entnehmen, und einen allfälligen Rest zu verwerfen.

Zulassungsnummer

52510 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Pfizer AG, Zürich.

Stand der Information

Juli 2016.

LLD V007

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