Strattera Trink Loes 4 Mg/ml 100 Ml

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Was ist Strattera und wann wird es angewendet?

Strattera ist ein Arzneimittel, dessen Wirkstoff Atomoxetin die verfügbare Menge des Botenstoffes Noradrenalin im Gehirn erhöht (zentrales Sympathomimetikum).

Strattera ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern ab 6 Jahren und bei Jugendlichen.

Eine Arzneimittelbehandlung ist nicht bei allen Kindern mit ADHS notwendig und die Entscheidung über die Anwendung des Arzneimittels muss sich auf einer sehr sorgfältigen Beurteilung des Schweregrads und der Dauer der Symptome im Verhältnis zum Alter des Kindes stützen.

Strattera darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin verwendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Die Behandlung mit Strattera muss von einem mit der Behandlung von ADHS erfahrenen Arzt bzw. Ärztin durchgeführt und überwacht werden. Neben der medikamentösen Behandlung sollte die umfassende Therapie psychologische, erzieherische und soziale Massnahmen einschliessen. Die Diagnose sollte gemäss anerkannten Kriterien gestellt worden sein.

Wann darf Strattera nicht angewendet werden?

Strattera darf nicht angewendet werden

  • bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Atomoxetin oder einem der Hilfsstoffe.
  • wenn in den letzten 2 Wochen bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen, so genannte Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer, wie z.B. Tranylcypromin), eingenommen wurden, weil bei der gleichzeitigen Einnahme von Strattera und MAO-Hemmern schwerwiegende, möglicherweise lebensgefährliche Komplikationen auftreten können (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Strattera Vorsicht geboten?»).
  • wenn ein Engwinkelglaukom (eine Augenerkrankung: «Grüner Star») vorliegt.
  • wenn sie unter einem Phäochromozytom (seltene Tumorerkrankung der Nebenniere) leiden oder gelitten haben.
  • wenn Sie an einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.
  • bei Kindern unter 6 Jahren da die Sicherheit und Wirksamkeit für diese Altersgruppe nicht nachgewiesen wurde.

Wann ist bei der Einnahme von Strattera Vorsicht geboten?

In bestimmten Situationen kann besondere Vorsicht und ärztliche Überwachung angezeigt sein. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, falls Sie oder Ihr Kind an einer der folgenden Krankheiten bzw. Zustände leiden oder gelitten haben:

  • Bei einer Lebererkrankung oder bei Anzeichen einer Gelbsucht muss die Behandlung abgebrochen werden und darf zu einem späteren Zeitpunkt nicht wieder aufgenommen werden.
  • hoher Blutdruck. Strattera kann den Blutdruck erhöhen und soll deshalb bei Patienten bzw. Patientinnen mit hohem Blutdruck vorsichtig angewendet werden.
  • Herzprobleme, Durchblutungsstörungen des Gehirns oder ein schneller Puls. Strattera kann den Puls erhöhen.
  • Niedriger Blutdruck. Strattera kann bei Menschen mit niedrigem Blutdruck Schwindel oder Ohnmacht auslösen, und ist deshalb bei Patienten mit niedrigem Blutdruck mit Vorsicht anzuwenden.
  • Auftreten von Krampfanfällen oder zunehmende Häufigkeit von Krampfanfällen bei Patienten bzw. Patientinnen mit bestehendem Anfallsleiden. Bei diesem Patienten bzw. dieser Patientin- soll die Therapie mit Strattera abgebrochen werden.
  • Entwicklung von psychischen Problemen, insbesondere suizidales Verhalten (Suizidversuch und Suizidgedanken).
  • Keine altersgemässe Zunahme/Wachstum oder Entwicklung Ihres Kindes. Dies kann eine niedrigere Dosis erforderlich machen.
  • Auftreten von einer bestimmten Herzerkrankung (QT-Zeit-Verlängerung) bei Ihnen, Ihrem Kind oder in Ihrer Familie.

Patienten bzw. Patientinnen unter 18 Jahren haben ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie suizidale Verhaltensweisen (Suizidversuch und Suizidgedanken), Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) sowie emotionale Labilität. Sie sollten Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn nach Beginn der Behandlung oder bei einer Dosisanpassung eines der aufgeführten Symptome bzw. eine Auffälligkeit auftritt oder sich verschlimmert. Sie sollten ebenfalls wissen, dass wie bei anderen Arzneimitteln mit Wirkung auf die Psyche, die Möglichkeit seltener, schwerer psychiatrischer Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen werden kann. Darüber hinaus sind die langfristigen Auswirkungen von Strattera in Bezug auf Wachstum, Reifung sowie geistige Entwicklung und Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Zahlreiche Arzneimittel können bei gleichzeitiger Einnahme mit Strattera die Wirkung von Strattera verstärken oder abschwächen bzw. unerwünschte Wirkungen auslösen oder verstärken. Bitte informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unbedingt über alle Arzneimittel, die Sie anwenden, damit Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheiden kann, ob Sie Strattera in Kombination mit anderen Arzneimitteln anwenden dürfen oder ob evtl. gewisse Arzneimittel gewechselt werden müssen.

Zu diesen Arzneimitteln gehören beispielsweise gewisse Mittel gegen Depressionen (Antidepressiva), gewisse Mittel zur Asthmabehandlung (egal ob Spray, Tablette oder Injektion), blutdrucksteigernde Arzneimittel, Arzneimittel gegen hohen Blutdruck, gewisse Arzneimittel gegen Psychosen (z.B. Neuroleptika), Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Antibiotika, Betäubungsmittel, Malariamittel, Mittel gegen Sodbrennen, Entwässerungsmittel, Schleimhaut-abschwellende Mittel (z.B. Nasentropfen) oder starke Schmerzmittel.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie oder Ihr Kind an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Wirkung von Strattera auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die Einnahme von Strattera kann bewirken, dass man sich müde oder schläfrig fühlt. Daher ist bei der Teilnahme am Strassenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten, solange nicht bekannt ist, wie Sie oder Ihr Kind auf Strattera reagieren.

Darf Strattera während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollten Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin wenden. Strattera darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn, der Arzt oder die Ärztin verordnet es ausdrücklich.

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff von Strattera in die Muttermilch gelangt. Deshalb darf Strattera in der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Strattera?

Allgemeine Dosierungshinweise

Es ist wichtig, dass Strattera exakt nach Anweisung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin eingenommen wird. Bei Unklarheiten fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Üblicherweise wird Strattera ein- oder zweimal täglich (morgens und am späten Nachmittag oder frühen Abend) eingenommen.

Wenn Strattera jeden Tag um die gleiche Zeit eingenommen wird, erleichtert dies die regelmässige Einnahme.

Nach Beginn Ihrer Behandlung mit Strattera können einige Wochen vergehen, bis sich die volle Wirkung entfaltet.

Strattera kann bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen angewendet werden. Eine Behandlung dauert in der Regel nicht länger als 1 Jahr.

Nach einem Jahr sollte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Notwendigkeit zur Weiterführung der Behandlung überprüfen.

Art der Anwendung

Es wird nicht empfohlen, Strattera Lösung zum Einnehmen mit Nahrung oder Wasser zu mischen, da dann möglicherweise nicht die vollständige Dosis eingenommen wird und weil sich der Geschmack nachteilig verändern könnte.

Um die Dosierung zu erleichtern, liegt der Strattera Trinklösung ein Dosiergerät bei. Das Dosiergerät besteht aus einer 10 ml Spritze für die orale Anwendung mit Graduierung in 1 ml Schritten und einem Flaschenadapter.

Vorbereiten der Flasche (nur beim ersten Verwenden)

Drücken Sie den Adapter vollständig hinunter in die geöffnete Flasche (nicht drehen). Nehmen Sie den Adapter nicht aus der Flasche, die Kappe passt über den Adapter.

Vorbereiten der Dosis

Drücken Sie die Kappe herunter, während Sie sie gegen den Uhrzeigersinn drehen und nehmen Sie sie ab.

Drücken Sie die Kolbenstange vollständig bis zum Mundstück in die Spritze.

Setzen Sie das Mundstück der Spritze in die Öffnung des Adapters.

Drehen Sie Flasche und Spritze um. Ziehen Sie die Kolbenstange nach unten und ziehen dabei die passende Medikamentenmenge in die Spritze auf.

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Drehen Sie die Flasche zurück. Prüfen Sie, ob sich Luftblasen in der Spritze befinden. Wenn Sie Lufblasen entdecken, leeren Sie das Medikament zurück in die Flasche und führen die oben erwähnten Schritte noch einmal durch.

Einnahme des Medikaments

Berühren Sie die Kolbenstange nicht (das Arzneimittel kann Augenreizungen verursachen).

Wenn Ihr Kind eine Dosis von mehr als 10 ml benötigt, benutzen Sie dieselbe Spritze 2 oder 3 Mal.

Reinigung

Reinigen Sie die Dosierspritze nur mit Wasser (nicht mit Seife oder Reinigungsmitteln). Trocknen Sie die Spritze mit einem Papiertuch. Waschen Sie sich Ihre Hände und auch die Hände Ihres Kindes mit Wasser und Seife.

Spezielle Dosierungshinweise

Der Arzt bzw. die Ärztin wird über die Anfangsdosierung entscheiden. Üblicherweise wird mit einer niedrigen Dosis begonnen, die für mindestens 7 Tage beibehalten wird. Danach wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis abhängig von Ihrem Ansprechen bzw. dem Ansprechen Ihres Kindes auf die Therapie erhöhen. Der Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheidet über die optimale Tagesdosis.

Bei Patienten bzw. Patientinnen mit Leberproblemen wird der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin die Dosierung dem Krankheitsbild anpassen.

Was tun, wenn eine Dosis vergessen wurde?

Die vergessene Dosis soll so schnell wie möglich nachgeholt werden. Jedoch darf über einen Zeitraum von 24-Stunden maximal die tägliche Gesamtdosis eingenommen werden.

Verdoppeln Sie nicht Ihre Dosis, um eine vergessene Dosis nachzuholen.

Was tun, wenn versehentlich zu viel Lösung eingenommen wurden?

Wenn versehentlich mehr Strattera eingenommen wurde, als verordnet, kontaktieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker/Ihre Apothekern und informieren Sie sie, wie viele Milliliter der Lösung eingenommen wurden.

Die wahrscheinlichsten Symptome sind Magen-Darm-Probleme, Schläfrigkeit, Schwindel, Zittern und Verhaltensauffälligkeit sowie innere und äussere Unruhe und Hyperaktivität.

Sonstige Hinweise

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Strattera haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Strattera auftreten:

Am häufigsten wurden unter der Behandlung mit Strattera Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, wie verminderter Appetit beobachtet. In klinischen Studien zeigten Kinder eine Gewichtsabnahme und ein vermindertes Längenwachstum, welche sich unter der Langzeittherapie normalisieren können. Aus diesem Grund wird der Arzt bzw. die Ärztin die Entwicklung von Körpergrösse und Körpergewicht Ihres Kindes überwachen (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Strattera Vorsicht geboten?»). Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erbrechen sowie Bauchschmerzen wurden auch beobachtet. Ebenfalls sehr häufig wurde über Puls- und Blutdruckanstieg berichtet.

Häufig wurden, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Schwindel, Müdigkeit, Lethargie, Hautentzündung, Hautausschlag, Gewichtsverlust berichtet.

Gelegentlich traten unter Behandlung mit Strattera frühmorgendliches Erwachen, kurzzeitiger Bewusstseinsverlust, grosse Pupillen, Juckreiz, Kraftlosigkeit, Herzklopfen, Herzrasen, Aggression, Feindseligkeit und emotionale Labilität auf.

Über ein erhöhtes Auftreten von Suizidgedanken, Selbstverstümmelung und in Einzelfällen vollendetem Suizid wurde berichtet (vgl. «Wann ist bei der Einnahme von Strattera Vorsicht geboten?»).

Ausserdem wurde über das Auftreten von Blutdruckabfall beim Aufstehen mit Ohnmacht, akustischen Halluzinationen, Depression, Angst, der Raynaud-Krankheit (eine Gefässstörung, die blasse und taube Finger und Zehen bewirkt), schmerzhafter Dauererektion des Penis, Genitalschmerzen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Harnverzögerung, Harnverhalt, Krampfanfällen, Tics, und Veränderung von EKG (Elektrokardiogramm)-Werten berichtet.

Hinweise

In seltenen Fällen kann Strattera schwerwiegende allergische Reaktionen (Schwellungen, Hautreaktionen, Husten oder Juckreiz) evtl. mit Schock auslösen. In diesen Fällen ist die Einnahme von Strattera sofort abzubrechen und der Arzt bzw. die Ärztin zu kontaktieren.

Es wurden Fälle von Leberschädigung berichtet. Beim Auftreten von dunklem Urin, gelber Haut bzw. gelben Augen, Empfindlichkeit im rechten oberen Bauchraum, unerklärbarer Übelkeit, Müdigkeit, Juckreiz oder grippeähnlichen Symptomen ist Strattera unverzüglich abzusetzen und der Arzt bzw. die Ärztin zu informieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Im Falle eines Augenkontaktes mit der Lösung zum Einnehmen muss das betroffene Auge sofort mit Wasser gespült werden und es sollte ärtzlicher Rat eingeholt werden. Hände und potentiell verunreinigte Oberflächen müssen so schnell wie möglich abgewaschen werden.

Bei Raumtemperatur (15-25 °C), im Originalbehälter und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Lösung zum Einnehmen nicht mehr als 45 Tagen nach dem ersten Öffnen der Flasche verwenden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Strattera enthalten?

1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 4 mg Atomoxetin, und das Konservierungsmittel Natriumbenzoat (E211) sowie Aromen (Himbeeraroma): Vanillin, Ethylvanillin und andere, Sorbitol, Xylitol, Sucralose und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

65350 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Strattera? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Strattera 4 mg/ml Lösung zum Einnehmen: 1 oder 3 Flasche(n) zu 100 ml.

Zulassungsinhaberin

Eli Lilly (Suisse) S.A.,Vernier/Genève.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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