Lisvy Matrixpfl 3 Stk
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Lisvy Matrixpfl 3 Stk

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Lisvy und wann wird es angewendet?

Lisvy ist ein transdermales Pflaster zur hormonalen Empfängnisverhütung (Kontrazeptivum). Lisvy enthält die weiblichen Geschlechtshormone Gestoden (ein Gestagen) und Ethinylestradiol (ein Östrogen) und gehört zur Gruppe der kombinierten hormonalen Kontrazeptiva (CHC).

Lisvy ist ein dünnes, transparentes Kunststoffpflaster mit einer Fläche von 11 cm2, in das die Wirkstoffe eingebettet sind. Nach dem Aufkleben des Pflasters auf die Haut werden diese Wirkstoffe über einen Zeitraum von 7 Tagen kontinuierlich über die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen.

Lisvy bietet bei vorschriftsmässiger Anwendung auf mehrfache Weise Schutz vor einer Schwangerschaft: Im Allgemeinen wird verhindert, dass ein befruchtungsfähiges Ei heranreift. Ausserdem bleibt der Schleim im Gebärmutterhals verdickt, so dass das Aufsteigen des männlichen Samens erschwert wird. Weiterhin ist die Schleimhaut der Gebärmutter für eine Schwangerschaft nicht vorbereitet. Die durch CHC ausgelösten hormonellen Veränderungen können ausserdem dazu führen, dass Ihr Zyklus regelmässiger und Ihre Menstruation schwächer und kürzer werden kann.

Lisvy Pflaster dürfen nur auf Verschreibung eines Arztes oder einer Ärztin verwendet werden.

Wichtige Information über kombinierte hormonale Kontrazeptiva (CHC)

  • Bei korrekter Anwendung zählen die CHC zu den zuverlässigsten reversiblen Verhütungsmethoden.
  • CHC bewirken eine leichte Zunahme des Risikos für ein Blutgerinnsel in den Venen und Arterien, insbesondere im ersten Jahr der Anwendung oder bei Wiederaufnahme der Anwendung eines CHC nach einer Unterbrechung von 4 oder mehr Wochen.
  • Achten Sie bitte aufmerksam auf Symptome eines Blutgerinnsels (siehe Abschnitt «Blutgerinnsel») und wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin, wenn Sie vermuten, diese zu haben.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bitte lesen Sie die Informationen zu Blutgerinnseln in der Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?», bevor Sie mit der Anwendung von Lisvy beginnen. Besonders wichtig ist es, die Informationen zu den Symptomen eines Blutgerinnsels zu lesen (vgl. «So erkennen Sie ein Blutgerinnsel»).

Bevor Sie mit hormonaler Schwangerschaftsverhütung beginnen, sollte Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin eine sorgfältige Eigen- und Familienanamnese (Vorkommnisse von eigenen Krankheiten und von Krankheiten in der Familie) erheben, sowie eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchführen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen den Nutzen gegen die in den weiteren Rubriken aufgeführten Erkrankungen und Risiken abwägen und besprechen, bevor er oder sie Ihnen Lisvy verschreibt. Eine Schwangerschaft ist auszuschliessen.

Während der Anwendung von Lisvy empfehlen sich ärztliche Kontrolluntersuchungen in etwa halbjährlichen bis jährlichen Abständen nach Absprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Dabei wird Ihr Arzt/Ihre Ärztin eventuell vorliegende Risiken (wie Alter, Gewicht, chirurgischer Eingriff, Änderung Ihres Gesundheitszustandes und/oder Ihrer Risiken) erneut gegen den erwarteten Nutzen abwägen und mit Ihnen über das Fortführen der Anwendung von Lisvy entscheiden.

In den folgenden Fällen sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin befragen:

  • wenn sich eine Veränderung Ihres Gesundheitszustandes einstellt;
  • wenn Sie während der Anwendung von Lisvy starke oder anhaltende Blutungen haben;
  • wenn Sie Lisvy eine Zeit lang nicht angewendet haben und nun wieder damit beginnen möchten;
  • wenn Sie die Empfängnisverhütungsmethode wechseln möchten;
  • wenn Sie einen Knoten in der Brust bemerken.

Anwendungsfehler, sehr seltene individuelle Stoffwechselstörungen oder die gleichzeitige längere Einnahme bestimmter Arzneimittel können die schwangerschaftsverhindernde Wirkung beeinträchtigen (erste mögliche Anzeichen: Zwischenblutungen). Eine zusätzliche Anwendung nicht-hormonaler Methoden der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode), z.B. Kondome, kann notwendig werden. Bitte beachten Sie hierzu die Rubriken «Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?», «Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln», wo diese Fälle beschrieben sind.

Die Ergebnisse einer klinischen Studie zeigten, dass ca. 1 von 100 Frauen, die das Lisvy Pflaster verwendeten, während eines Jahres schwanger werden können. Die Wirksamkeit von Lisvy hängt davon ab, wie genau Sie der Gebrauchsanweisung folgen. Je genauer Sie dies tun, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie ungewollt schwanger werden.

Die Wirksamkeit des Lisvy Pflasters kann reduziert sein, wenn beispielsweise ein Pflaster nicht rechtzeitig aufgeklebt wird, ein Pflaster sich ablöst, ein Pflasterwechsel vergessen wird (siehe Rubrik «Wie verwenden Sie Lisvy?/Konsequenzen abgelöster, versäumter oder nicht ersetzter Pflaster») oder wenn gleichzeitig bestimmte Medikamente angewendet werden (siehe Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?», Abschnitt «Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln»).

Falls Sie bisher ein anderes hormonales Empfängnisverhütungsmittel eingenommen haben oder sehr bald nach einer Entbindung oder Fehlgeburt mit der Anwendung von Lisvy beginnen wollen, fragen Sie bitte zunächst Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von Lisvy beginnen können.

Lisvy ist ein Arzneimittel. Im Falle eines Unfalls oder eines operativen Eingriffs informieren Sie die behandelnden Ärzte darüber, dass sie Lisvy anwenden.

Verwenden Sie deshalb Lisvy immer genau so, wie es Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin gesagt hat und wie es in dieser Patienteninformation beschrieben wird. Sie sollten Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin fragen, wenn Sie nicht sicher sind.

Wie alle hormonalen Empfängnisverhütungsmittel schützt Lisvy nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) und anderen Geschlechtskrankheiten.

Wann darf Lisvy nicht angewendet werden?

Lisvy darf nicht angewendet werden, wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft. Wenn einer der nachstehend aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mitteilen. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird dann mit Ihnen besprechen, welche andere Verhütungsmethode für Sie besser geeignet ist.

  • wenn Sie ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäss der Beine (tiefe Beinvenenthrombose), der Lunge (Lungenembolie) oder eines anderen Organs haben (oder in der Vergangenheit hatten);
  • wenn Sie jemals einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;
  • wenn Sie unter Angina pectoris leiden oder in der Vergangenheit gelitten hatten (d.h. insbesondere bei Anstrengung auftretenden Brustschmerzen oder einem Druckgefühl hinter dem Brustbein, die Vorbote eines Herzinfarkts sein können);
  • wenn Sie bereits eine transitorische ischämische Attacke (sogenannte TIA; vorübergehende Symptome eines Schlaganfalls) hatten;
  • wenn bei Ihnen eine Störung der Blutgerinnung bekannt ist – beispielsweise Protein-C-Mangel, Protein-S-Mangel, Antithrombin-III-Mangel, Faktor-V-Leiden-Mutation oder Antiphospholipid-Antikörper;
  • wenn bei Ihnen gleichzeitig mehrere Risikofaktoren für das Auftreten eines Blutgerinnsels vorliegen, wie z.B. Übergewicht zusammen mit Alter über 35 Jahre (vgl. im Kapitel «Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?» - «Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen» und «Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen»)
  • wenn Sie an einer bestimmten Form von Migräne (sog. «Migräne mit Aura» die mit Empfindungs-, Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsstörungen einhergeht) leiden oder in der Vergangenheit gelitten haben;
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) mit Gefässveränderungen leiden;
  • wenn Sie stark erhöhten Blutdruck haben;
  • wenn Sie stark erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyzeride) haben;
  • wenn Sie an schweren Lebererkrankungen (z.B. Gelbsucht) leiden oder gelitten haben und sich die Leberwerte noch nicht normalisiert haben;
  • wenn Sie einen Lebertumor haben oder hatten;
  • wenn Sie Brust- oder Gebärmutterkrebs haben oder hatten, bei dem Geschlechtshormone eine Rolle spielen oder spielten;
  • wenn Sie nicht abgeklärte Scheidenblutungen haben;
  • wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft vermutet wird;
  • wenn Sie überempfindlich gegenüber einem der Bestandteile von Lisvy sind.

Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?

Bei Auftreten einer oder mehrerer der folgenden Beschwerden sollten Sie unverzüglich einen Arzt/eine Ärztin kontaktieren (vgl. auch Tabelle «So erkennen Sie ein Blutgerinnsel»):

  • Neu auftretende Migräne oder ungewohnt starke Kopfschmerzen.
  • Plötzliche Atembeschwerden oder plötzliches Auftreten von Husten unklarer Ursache.
  • Unerklärliche Beinschmerzen mit oder ohne Schwellung.
  • Plötzliche Seh-, Hör-, Sprech- oder sonstige Wahrnehmungsstörung.
  • Plötzlicher starker Schmerz im Oberbauch oder Brustkorb mit oder ohne Ausstrahlung in den Arm.
  • Plötzliches Auftreten von Schwindel, Schwächegefühl, Gefühlsstörungen.
  • Kollaps.
  • mindestens 4 Wochen vor geplanten Operationen und während der Genesung nach Unfall oder Operation.
  • deutlicher Blutdruckanstieg bei mehreren Messungen.
  • Bei Gelbsucht.
  • bei Schwangerschaft oder Verdacht auf Schwangerschaft.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, wenn folgende Krankheiten bestehen oder einmal bestanden haben oder sich während der Anwendung von Lisvy verschlimmern oder zum ersten Mal auftreten:

  • wenn Sie unregelmässige Monatsblutungen, Brustveränderungen, Brustkrebs in der Familie oder gutartige Geschwülste der Gebärmutter (sogenannte Myome) haben;
  • wenn Sie eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (sogenannte Ödeme) haben;
  • wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben;
  • wenn Sie an Epilepsie oder Veitstanz (Chorea minor) leiden;
  • wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie vorgekommen ist. Unter Anwendung von CHC bei Hypertriglyceridämie wurde über ein erhöhtes Risiko für Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse) berichtet;
  • wenn Sie an einer Venenentzündung leiden (oberflächliche Thrombophlebitis);
  • wenn Sie Krampfadern (Varizen) haben.
  • wenn Sie eine Lebererkrankung (z.B. Gelbsucht) oder eine Gallenblasenerkrankung (z.B. Gallensteine) haben;
  • wenn Sie an Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (chronische entzündliche Darmerkrankung) leiden;
  • wenn Sie an systemischem Lupus erythematodes leiden (SLE; eine Erkrankung, die Ihr natürliches Abwehrsystem beeinträchtigt);
  • wenn Sie an einem hämolytisch-urämischen Syndrom leiden (HUS; eine Störung der Blutgerinnung, die zu Nierenversagen führt);
  • wenn Sie eine Sichelzellenanämie haben (eine seltene Bluterkrankung);
  • wenn Sie eine Herpes-Erkrankung während einer früheren Schwangerschaft (Herpes gestationis) hatten;
  • wenn Sie eine bestimmte Form der Mittelohrschwerhörigkeit (Otosklerose) haben;
  • wenn Sie an der Stoffwechselerkrankung Porphyrie leiden;

In seltenen Fällen können bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma) auftreten, insbesondere wenn sich diese Erscheinung in einer vorausgegangenen Schwangerschaft gezeigt hat. Wenn Sie dazu neigen, sollten Sie längere Sonnenbäder und ultraviolette Strahlen während der Anwendung von Lisvy meiden.

Bei Frauen mit hereditärem (vererbtem) und/oder erworbenem Angioödem (Schwellung der Haut und Schleimhäute) kann die Einnahme von Östrogenen ein Angioödem auslösen oder die Symptome verstärken.

Treten wiederholt anhaltende Hautreizungen wie Hautausschläge oder Juckreiz dort auf, wo das Pflaster aufgeklebt wurde, obwohl die Applikationsstelle vorschriftsgemäss gewechselt wurde, muss die Beendigung der Pflasterverwendung in Betracht gezogen werden.

BLUTGERINNSEL

Als Thrombose wird die Bildung eines Blutgerinnsels bezeichnet, welches ein Blutgefäss verstopfen kann. Bei der Anwendung eines kombinierten hormonalen Kontrazeptivums (CHC) wie Lisvy ist Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels höher als wenn Sie keines anwenden.

Blutgerinnsel können auftreten

  • in Venen (sog. «Venenthrombose», «venöse Thromboembolie»)
  • in den Arterien (sog. «Arterienthrombose», «arterielle Thromboembolie»).

Am häufigsten ereignet sich eine Thrombose in den tiefen Beinvenen (tiefe Venenthrombose). Wenn sich ein Blutgerinnsel von der Venenwand loslöst, kann es weiterwandern und die Lungenarterien verstopfen, was zu einer sogenannten Lungenembolie führt. Blutgerinnsel können sehr selten auch in den Blutgefässen des Herzens auftreten, was zu einem Herzinfarkt führen kann. Blutgerinnsel im Gehirn können einen Schlaganfall verursachen. Sehr selten können sich Blutgerinnsel in anderen Körperteilen, einschliesslich Leber, Darm, Nieren oder Auge bilden.

Venöse oder arterielle thomboembolische Ereignisse können selten zu schwerwiegenden bleibenden Gesundheitsschäden führen oder tödlich sein.

So erkennen Sie ein Blutgerinnsel

Beim Auftreten folgender Zeichen sollten Sie sofort einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen:

Tritt bei Ihnen eines dieser Anzeichen auf?

Woran könnten Sie leiden?

Schwellung eines Beins oder längs einer Vene im Bein oder Fuss, vor allem, wenn gleichzeitig Folgendes auftritt:

  • Schmerz oder Druckschmerz im Bein, der möglicherweise nur beim Stehen oder Gehen bemerkt wird;
  • Erwärmung des betroffenen Beins;
  • Änderung der Hautfarbe des Beins, z.B. Blau- oder Rotfärbung, oder selten aufkommende Blässe

Tiefe Beinvenenthrombose

  • plötzliche unerklärliche Kurzatmigkeit oder schnelle Atmung;
  • plötzlicher Husten ohne offensichtliche Ursache, bei dem evtl. Blut ausgehustet werden kann;
  • stechender Brustschmerz, der bei tiefem Einatmen zunimmt;
  • starke Benommenheit oder Schwindelgefühl;
  • schneller oder unregelmässiger Herzschlag;
  • starke Magenschmerzen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit einem Arzt/einer Ärztin, da einige dieser Symptome wie Husten oder Kurzatmigkeit mit einer leichteren Erkrankung wie z.B. einer Entzündung der Atemwege (z.B. einem grippalen Infekt) verwechselt werden können.

Lungenembolie

  • sofortiger Verlust des Sehvermögens oder
  • schmerzloses verschwommenes Sehen, welches zu einem Verlust des Sehvermögens fortschreiten kann.

Diese Symptome treten meistens nur in einem Auge auf.

Thrombose eines Netzhautgefässes (Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie im Auge)

  • Brustschmerz, Druckgefühl in der Brust, Unwohlsein, Schweregefühl;
  • Engegefühl in Brust, Arm oder unterhalb des Brustbeins;
  • Völlegefühl, Verdauungsstörungen oder Erstickungsgefühl;
  • in den Rücken, Kiefer, Hals, Arm oder Magen ausstrahlende Beschwerden im Oberkörper;
  • Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindelgefühl;
  • extreme Schwäche, Angst oder Kurzatmigkeit;
  • schneller oder unregelmässiger Herzschlag

Herzinfarkt

  • plötzliche Schwäche oder Taubheitsgefühl des Gesichtes, Arms oder Beins, die auf einer Köperseite besonders ausgeprägt ist;
  • plötzliche Verwirrtheit, Sprech- oder Verständnisschwierigkeiten;
  • plötzliche Sehstörungen in einem oder beiden Augen;
  • plötzliche Gehschwierigkeiten, Schwindelgefühl, Gleichgewichtsverlust oder Koordinationsstörungen;
  • plötzliche schwere oder länger anhaltende Kopfschmerzen unbekannter Ursache;
  • Verlust des Bewusstseins oder Ohnmacht.

In manchen Fällen können die Symptome eines Schlaganfalls kurzfristig sein und mit einer nahezu sofortigen und vollständigen Erholung einhergehen. Sie sollten sich aber trotzdem dringend in ärztliche Behandlung begeben, da Sie erneut einen Schlaganfall erleiden könnten.

Schlaganfall

  • Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung eines Armes oder Beines;
  • starke Magenschmerzen

Blutgerinnsel, die andere

Blutgefässe verstopfen

Wann ist das Risiko für Blutgerinnsel in einer Vene erhöht?

Das Risiko für venöse Thromboembolien ist während des ersten Anwendungsjahres am höchsten. Dieses erhöhte Risiko besteht ab der erstmaligen Anwendung von Lisvy oder bei der erneuten Anwendung (nach einem mindestens 4-wöchigen oder länger dauernden CHC-freien Zeitraum). Daten einer grossen Studie deuten darauf hin, dass dieses erhöhte Risiko vorwiegend während der ersten 3 Monate besteht.

Nach dem ersten Jahr sinkt das Risiko, es bleibt aber stets geringfügig höher als wenn Lisvy nicht angewendet würde.

Wenn Sie die Anwendung von Lisvy beenden, kehrt das Risiko für ein Blutgerinnsel in wenigen Wochen auf den Normalwert zurück.

Wie gross ist das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels in einer Vene?

Das Gesamtrisiko für ein Blutgerinnsel in Bein oder Lunge bei Anwendung von Lisvy ist gering, ist aber mehrfach höher als bei Frauen, die kein Lisvy anwenden:

Ungefähr 2 von 10'000 Frauen, die weder schwanger sind noch ein CHC anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

Ungefähr 9 bis 12 von 10'000 Frauen, die Gestoden-haltiges CHC wie Lisvy anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel. Ungefähr 5 bis 7 von 10'000 Frauen, die ein CHC mit Levonorgestrel, Norethisteron oder mit Norgestimat anwenden, erleiden im Verlauf eines Jahres ein Blutgerinnsel.

In beiden Fällen ist die Anzahl an Blutgerinnseln pro Jahr geringer als die erwartete Anzahl während einer Schwangerschaft oder in der Phase nach der Geburt.

Das Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels ist entsprechend Ihrer persönlichen medizinischen Vorgeschichte unterschiedlich hoch (siehe folgender Abschnitt «Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen»).

Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Vene erhöhen

Das Risiko für eine Gerinnselbildung in Venen (z.B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie) nimmt zu:

  • mit steigendem Alter (insbesondere ab einem Alter von ungefähr 35 Jahren);
  • bei Übergewicht (Body-Mass-Index über 30 kg/m2);
  • bei früherem Auftreten eines Blutgerinnsels (Venenthrombose, Lungenembolie oder anderswo), bei einem Geschwister oder Elternteil in jungen Lebensjahren (jünger als 50 Jahre), oder falls Sie oder einer Ihrer nahen Verwandten bekannte oder vermutete vererbliche Störungen der Blutgerinnung (eine sogenannte Thrombophilie) haben. In diesem Fall sollten Sie vor Beginn der Anwendung von Lisvy einen Spezialisten aufsuchen. Falls die Untersuchung Hinweise auf eine Thrombophilie ergibt, darf Lisvy nicht angewendet werden. (siehe «Wann darf Lisvy nicht angewendet werden?»);
  • bei längerfristiger Immobilisierung, grösseren chirurgischen Eingriffen, jedem chirurgischen Eingriff an den Beinen oder wenn ein Bein eingegipst ist, sowie bei schweren Verletzungen. In diesen Fällen sollte Lisvy abgesetzt werden (bei geplanten chirurgischen Eingriffen mind. 4 Wochen vorher). Der Arzt/die Ärztin entscheidet, wann mit der Anwendung von Lisvy wieder begonnen werden kann (frühestens 2 Wochen nach vollständiger Mobilisierung);
  • bei längerem Sitzen wie z.B. bei Langstreckenflügen (>4 Stunden), insbesondere wenn bei Ihnen andere der aufgeführten Faktoren vorliegen.

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von Lisvy beginnen können.

Andere Risikofaktoren sind systemischer Lupus erythematodes, hämolytisch-urämisches Syndrom, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Sichelzellanämie und Krebs.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin informieren, wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, auch wenn Sie nicht sicher sind. Ihr Arzt/Ihre Ärztin kann dann entscheiden, ggf. Lisvy abzusetzen.

Wann ist das Risiko für Blutgerinnsel in einer Arterie erhöht?

Genau wie ein Blutgerinnsel in einer Vene kann auch ein Gerinnsel in einer Arterie schwerwiegende Konsequenzen haben. Es kann zum Beispiel einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

Faktoren, die das Risiko für ein Blutgerinnsel in einer Arterie erhöhen

Es ist wichtig zu beachten, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgrund der Anwendung von Lisvy sehr gering ist, jedoch ansteigen kann:

  • mit zunehmendem Alter (älter als 35 Jahre);
  • wenn Sie rauchen. Bei der Anwendung von Lisvy wird geraten, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn Sie nicht mit dem Rauchen aufhören können und älter als 35 Jahre sind, kann Ihr Arzt/Ihre Ärztin Ihnen raten, eine andere Verhütungsmethode anzuwenden;
  • wenn Sie übergewichtig sind (Body-Mass-Index über 30 kg/m2);
  • wenn Sie einen hohen Blutdruck haben;
  • wenn einer Ihrer nächsten Angehörigen in jungen Jahren (jünger als 50 Jahre) einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatte. In diesem Fall könnten Sie ebenfalls ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben;
  • wenn Sie oder einer Ihrer nächsten Angehörigen einen hohen Blutfettspiegel (Cholesterin oder Triglyceride) haben;
  • wenn Sie unter Migräne, insbesondere Migräne mit Aura leiden;
  • wenn Sie an Herzproblemen leiden, wie einer Herzklappenerkrankung oder Vorhofflimmern (einer bestimmten Herzrhythmusstörung);
  • wenn Sie zuckerkrank (Diabetikerin) sind.

Andere Risikofaktoren sind Hyperhomocysteinämie und systemischer Lupus erythematodes.

Wenn mehr als einer dieser Punkte auf Sie zutrifft oder eine dieser Erkrankungen besonders schwer ist, kann Ihr Risiko für die Ausbildung eines Blutgerinnsels zusätzlich erhöht sein.

Teilen Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin mit, wenn es bei einer der oben erwähnten Punkte während der Anwendung von Lisvy zu einer Veränderung kommt, zum Beispiel wenn Sie mit dem Rauchen anfangen, bei einem nahen Angehörigen aus unbekannter Ursache eine Thrombose auftritt, oder wenn Sie stark zunehmen.

Tumorerkrankungen

Brustkrebs wurde bei Frauen, die CHC wie Lisvy anwenden, geringfügig öfter festgestellt als bei Frauen gleichen Alters, die keine solchen Präparate anwenden. 10 Jahre nach Absetzen des kombinierten hormonalen Kontrazeptivums besteht allerdings kein Unterschied mehr. Es ist nicht bekannt, ob der Unterschied durch das Kontrazeptivum verursacht wird. Möglicherweise wurden diese Frauen nur sorgfältiger und öfter untersucht, so dass der Brustkrebs früher erkannt wurde.

Sie sollten Ihre Brust regelmässig selbst untersuchen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren, falls Sie knotige Veränderungen ertasten.

In einigen Studien waren Frauen, die ein CHC wie Lisvy über längere Zeit anwendeten, häufiger von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) betroffen. Den stärksten Risikofaktor für das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs stellt jedoch eine langandauernde Infektion mit dem Papillomavirus (HPV-Infektion) dar. Es ist nicht bekannt, inwieweit die Langzeitanwendung von CHC wie Lisvy oder andere Faktoren wie z.B. das Sexualverhalten (z.B. häufiger Partnerwechsel mit Übertragung des Virus) zu der in den Studien beobachteten höheren Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs beigetragen haben könnten.

In seltenen Fällen sind nach Langzeitanwendung hormonaler Wirkstoffe, wie sie Lisvy enthält, gutartige, noch seltener bösartige Veränderungen an der Leber beobachtet worden, die zu inneren Blutungen führen und das Absetzen des Präparates erforderlich machen können. Deshalb sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn ungewohnte Oberbauchbeschwerden auftreten, die nicht bald von selbst vorübergehen.

Die oben beschriebenen Tumore können lebensbedrohlich sein oder tödlich verlaufen.

Sonstige Vorsichtsmassnahmen

Die in Lisvy enthaltenen Hormone können die Ergebnisse bestimmter Blutuntersuchungen beeinflussen. Informieren Sie deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, dass Sie Lisvy anwenden, wenn bei Ihnen eine Blutuntersuchung durchgeführt wird.

Es ist erwiesen, dass die regelmässige Einnahme von Folsäure vor und während einer Schwangerschaft zur Verhinderung von Neuralrohrdefekten (Spina bifida = offener Rücken, Anencephalie = Fehlen des Schädeldaches und Teilen des Gehirns) beiträgt. Deshalb wird bei Absetzen der hormonalen Kontrazeption für alle Frauen, welche schwanger werden möchten oder könnten, zusätzlich zu einer folsäurereichen Ernährung die kontinuierliche Einnahme von 0,4 mg Folsäure pro Tag (z.B. in Form eines Multivitaminpräparates) empfohlen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gewisse Arzneimittel können bei gleichzeitiger Einnahme die empfängnisverhütende Wirkung von Lisvy beeinträchtigen oder zu unerwarteten Blutungen führen (Schmier-, Durchbruchblutungen): z.B. Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Primidon), von HIV/Hepatitis C-Infektionen (Proteaseinhibitoren und Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren) und Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin), von hohem Blutdruck in den Lungen (Bosentan), von einer speziellen Art der übermässigen Schläfrigkeit (Modafinil) sowie längerfristige Einnahme (über 10 Tage) gewisser Antibiotika zur Behandlung bestimmter Infektionen (Tetracycline), und Johanniskrautpräparate (siehe unten).

Wenn Sie eines der oben genannten Arzneimittel über kurze Zeit einnehmen, können Sie Lisvy weiterhin anwenden. Abhängig vom Arzneimittel müssen Sie während der Behandlung und bis zu 28 Tagen nach dem Beenden der Behandlung mit diesem Arzneimittel jedoch zusätzliche, nichthormonale Methoden zur Empfängnisverhütung, z.B. Kondome, anwenden. Fragen Sie diesbezüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wird die gleichzeitige Behandlung mit dem Arzneimittel über das Ende der aktuellen Packung von Lisvy fortgesetzt, ist die nächste Packung ohne Unterbrechung, also ohne die übliche Anwendungspause (siehe «Wie verwenden Sie Lisvy?») anzufangen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie darüber instruieren.

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. bei Ihrer Ärztin oder Apothekerin über das weitere Vorgehen, falls Sie eines der erwähnten Arzneimittel über einen längeren Zeitraum einnehmen (wie z.B. Antibiotika über mehr als 10-14 Tage; z.B. bei Entzündungen der Knochen oder bei Borreliose).

Wenn Sie Lisvy anwenden, sollen Sie nicht gleichzeitig ein Johanniskrautpräparat (Hypericum) gegen Depressionen anwenden, da die empfängnisverhütende Wirkung beeinträchtigt sein kann. Über Zwischenblutungen und vereinzelte unerwünschte Schwangerschaften wurde berichtet.

Einige Arzneimittel sowie Grapefruitsaft können die Wirkstoffkonzentration von Lisvy im Blut erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel oder Grapefruitsaft einnehmen:

  • Antipilzmittel, die Wirkstoffe wie z.B. Itraconazol, Voriconazol, oder Fluconazol enthalten,
  • Bestimmte Antibiotika (sogenannte Makrolide), die als Wirkstoff Clarithromycin oder Erythromycin enthalten,
  • Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen (mit den Wirkstoffen Diltiazemoder Verapamil).

Wenn Sie zuckerkrank sind, dann kann sich durch die Anwendung von hormonalen Empfängnisverhütungsmitteln Ihr Bedarf an blutzuckersenkenden Arzneimitteln (inklusive Insulin) ändern.

Kombinierte hormonale Kontrazeptiva, einschliesslich Lisvy, können ihrerseits die Wirksamkeit von anderen Arzneimitteln beeinflussen und deren Wirkung entweder verstärken oder vermindern. Dies betrifft z.B. Cyclosporin (unterdrückt die Abwehrkräfte) und das Antiepileptikum Lamotrigin (dies könnte zu einer erhöhten Häufigkeit von Krampfanfällen führen, weshalb Ihr Arzt/Ihre Ärztin zu Beginn der Anwendung von Lisvy und wenn Sie Lisvy absetzen die Lamotrigin-Blutspiegel überwachen wird). Es können aber auch weitere Arzneimittel betroffen sein, wie Schmerzmittel, Antidepressiva, Arzneimittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels, Antimalariamittel, Beruhigungsmittel, Herzmedikamente, Cortison-Präparate, Blutgerinnungshemmer und Asthmamittel.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien durchgeführt, welche die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, untersucht haben. Bisher wurde kein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen bei Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva beobachtet.

Darf Lisvy während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Sie dürfen Lisvy nicht anwenden, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sein könnten. Wenn Sie während der Anwendung von Lisvy schwanger werden, sollten Sie das Pflaster entfernen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren.

Wenn Sie stillen, sollten Sie Lisvy nicht anwenden. Lisvy kann die Milchbildung vermindern und die Qualität der Muttermilch beeinträchtigen.

Wie verwenden Sie Lisvy?

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Das Lisvy Pflaster wird auf die Haut aufgeklebt. Das Anwendungsschema basiert auf einem 28-tägigen (4-wöchigen) Zyklus: 3 Wochen lang wird jeweils für genau 7 Tage ein Pflaster aufgeklebt, danach folgt eine Pause von genau 7 Tagen ohne Pflaster. Am Tag 8 und Tag 15 wird das gebrauchte Pflaster entfernt und durch ein neues ersetzt, wobei der Pflasterwechsel zu jeder beliebigen Uhrzeit erfolgen kann. Am Tag 22 wird das gebrauchte Pflaster entfernt ohne es durch ein neues zu ersetzen.

Jedes neue Lisvy Pflaster wird jeweils am selben Wochentag, dem sog. «Pflasterwechseltag», aufgeklebt. Wenn Sie beispielsweise das erste Pflaster an einem Montag aufkleben, dann sollten die folgenden Pflaster ebenfalls montags aufgeklebt werden. Es darf jeweils nur ein Lisvy Pflaster getragen werden.

Beginnen Sie Ihren nächsten 4-Wochen-Zyklus nach der 1-wöchigen Anwendungspause, indem Sie ein neues Lisvy Pflaster einen Tag nach Tag 28 aufkleben. Dieser Wochentag muss mit Ihrem bisherigen Pflasterwechseltag übereinstimmen.

Während der Anwendungspause kommt es üblicherweise zu einer Monatsblutung (Entzugsblutung), die normalerweise 2–3 Tage nach dem Entfernen des dritten Pflasters einsetzt und noch andauern kann, wenn das neue Pflaster aufgeklebt wird.

Unter keinen Umständen darf die Anwendungspause länger als 7 Tage dauern (siehe Abschnitt «Was tun, wenn Sie vergessen haben, das Lisvy Pflaster aufzukleben, zu wechseln oder zu entfernen?»).

Kontrollieren Sie das Lisvy Pflaster täglich und stellen Sie sicher, dass es korrekt klebt (siehe Abschnitt «Was tun, wenn sich das Lisvy Pflaster gelöst hat oder abgefallen ist?»).

Bitte beachten Sie:

  • Tragen Sie nur jeweils ein Lisvy Pflaster.
  • Wenn das Lisvy Pflaster korrekt aufgeklebt ist, können Sie damit wie gewohnt duschen, baden, schwimmen und die Sauna besuchen.
  • Das transparente Pflaster kann der Sonne ausgesetzt werden und muss nicht durch Kleidung bedeckt sein.

Dosierungsempfehlung für Jugendliche:

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Lisvy wurde bei Frauen ab einem Alter von 18 Jahren untersucht. Für Jugendliche wird, falls vom Arzt bzw. der Ärztin verschrieben, die gleiche Dosierung wie bei Erwachsenen empfohlen.

Wo kann Lisvy aufgeklebt werden?

Lisvy soll auf eine saubere, trockene, intakte, gesunde und möglichst unbehaarte Hautstelle an Bauch, Gesäss oder der Aussenseite der Oberarme aufgeklebt werden:

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Lisvy darf nicht auf fettige, gerötete, gereizte oder durch eine Schnittwunde oder auf andere Weise verletzte Haut aufgeklebt werden.

Die Pflaster dürfen nicht auf die Brüste geklebt werden.

Bereiche, wo das Pflaster weggerieben werden kann (z.B. durch den Bund eines Kleidungsstücks), sollten nicht gewählt werden.

Um Reizungen zu vermeiden, kleben Sie jedes neue Pflaster auf eine andere Hautstelle. Wenn beim Tragen des Pflasters unangenehme Hautreizungen auftreten, kann dieses entfernt und ein neues Pflaster bis zum nächsten Pflasterwechseltag auf eine andere Hautstelle geklebt werden. Es soll jeweils nur ein Pflaster aufgeklebt werden.

Damit die Klebefähigkeit des Pflasters nicht beeinträchtigt wird, sollten Sie weder Make-up noch Cremes, Lotionen, Puder oder andere Produkte auf die Hautstelle auftragen, auf die Sie das Pflaster aufkleben möchten, oder in die Nähe eines aufgeklebten Pflasters.

Wie wird das Lisvy Pflaster für das Aufkleben vorbereitet?

Eine Packung Lisvy enthält jeweils 3, 9 oder 18 versiegelte Beutel mit je einem Lisvy transdermalen Pflaster sowie eine Patienteninformation.

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Das Pflaster ist rund und transparent:

Auf seiner klebenden Seite ist das Pflaster durch eine zweiteilige, quadratische, glänzende, klare Folie geschützt. Die Folie schützt die Wirkstoffe, die auf der klebenden Seite des Pflasters enthalten sind, und sie sorgt dafür, dass die klebende Fläche bis zur Anwendung funktionsfähig bleibt.

Auf der Rückseite ist das Pflaster von einer milchig weissen, quadratischen Abdeckfolie bedeckt, die verhindert, dass das Pflaster im Beutel kleben bleibt.

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Der Beutel wird entlang der Oberkante mit den Fingern aufgerissen. Die Kerben erleichtern das Erkennen der richtigen Richtung beim Reissen.

Beim Öffnen des Beutels darf keine Schere benutzt und das Pflaster nicht zerschnitten, beschädigt oder in sonstiger Weise verändert werden, da die kontrazeptive Wirkung dadurch beeinträchtigt werden kann.

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Das kreisförmige Verhütungspflaster befindet sich zwischen der klaren Schutzfolie und der milchig weissen Abdeckfolie. Es ist wichtig, dass das Pflaster mit beiden Folien zusammen aus dem Beutel genommen wird. Der Beutel kann für die Entsorgung des gebrauchten Pflasters aufgehoben werden.

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Das Pflaster ist nach dem Öffnen des Beutels sofort wie folgt aufzukleben:

Zuerst wird die einteilige, milchig weisse, quadratische Abdeckfolie von der Aussenseite des Pflasters abgezogen und entsorgt.

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Anschliessend wird eine Hälfte der zweiteiligen, quadratischen, glänzenden, klaren Schutzfolie von der (klebenden) Unterseite des kreisförmigen transparenten Pflasters abgezogen. (Die klebende Seite enthält die Wirkstoffe.) Die klebende Fläche des Pflasters darf dabei nicht berührt werden, damit die Haftfähigkeit nicht beeinträchtigt wird.

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Während das Pflaster an der Kante, die noch durch die zweite Hälfte der Schutzfolie bedeckt ist, gehalten wird, wird es an der Stelle, an der es getragen werden soll, auf der Haut positioniert.

Die eine Hälfte des Pflasters wird nun vorsichtig auf die Applikationsstelle geklebt und von der zweiten Hälfte die Schutzfolie entfernt.

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Mit der flachen Hand wird das Pflaster 30 Sekunden lang fest angedrückt, so dass die Ränder gut ankleben.

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Entsorgung des Lisvy Pflasters

Nach dem Gebrauch enthält das Pflaster noch immer erhebliche Wirkstoffmengen. Die in dem Pflaster verbliebenen aktiven Hormone können schädliche Wirkungen haben, wenn sie in den Wasserkreislauf gelangen. Die gebrauchten Pflaster sollten daher nicht in der Toilette heruntergespült oder über sonstige Abwassersysteme entsorgt werden, sondern unter Beachtung der folgenden Hinweise sachgemäss entsorgt werden.

Der ursprüngliche Beutel sollte aufbewahrt werden, um das Pflaster nach dem Gebrauch darin zu entsorgen. Das gebrauchte Pflaster wird, mit der klebenden Seite nach innen, auf die Hälfte zusammengefaltet und in den ursprünglichen Beutel geschoben.

Auf dem Beutel befindet sich ein zweiseitiger Aufkleber. Die erste Seite des Aufklebers wird angehoben und dient zum Verschliessen der offenen Kante des Beutels.

Das Pflaster ist sicher und für Kinder und Haustiere unzugänglich zu entsorgen.

Beginn der Anwendung

Wenn Sie bisher kein hormonales Kontrazeptivum angewendet haben:

Beginnen Sie mit Lisvy am ersten Tag des Zyklus (das heisst am ersten Tag Ihrer Periode) und kleben Sie an diesem Tag das erste Lisvy Pflaster auf.

Sie können auch erst am 2. bis 5. Tag Ihrer Periode mit dem ersten Pflaster beginnen. Allerdings müssen Sie in diesem Fall während der ersten 7 Tage der Anwendung von Lisvy zusätzliche nicht-hormonale Methoden der Empfängnisverhütung anwenden (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino oder Temperaturmessung), z. B Kondome.

Wechsel von einem kombinierten hormonalen Kontrazeptivum (kombiniertes orales Kontrazeptivum (COC), Vaginalring oder anderes transdermales Pflaster) auf Lisvy:

Das Lisvy Pflaster sollte vorzugsweise einen Tag nach der letzten wirkstoffhaltigen Tablette des bisherigen COC («Pille»), spätestens jedoch am Tag nach dem üblichen einnahmefreien Intervall bzw. der Placebophase aufgeklebt werden. Bei Umstellung von einem anderen transdermalen Pflaster oder von einem Vaginalring sollte das Lisvy Pflaster am Tag der Entfernung aufgeklebt werden, spätestens aber an jenem Tag, an welchem die nächste Anwendung des bisherigen Pflasters bzw. des Vaginalrings fällig gewesen wäre.

Wechsel von einem Gestagen-Monopräparat (Minipille, Injektion, Implantat) auf Lisvy:

Die Umstellung von der Minipille kann an jedem beliebigen Tag erfolgen (von einem Implantat oder IUS am Tag der Entfernung, von einem Injektionspräparat zum Zeitpunkt, an dem die nächste Injektion fällig wäre). In all diesen Fällen ist aber während der ersten 7 Tage, an denen das Lisvy Pflaster getragen wird, zusätzlich eine nicht-hormonale Methode der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode), z.B. Kondome, anzuwenden.

Nach einer Fehlgeburt oder einem Schwangerschaftsabbruch in den ersten 3 Monaten:

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie beraten. Normalerweise kann sofort mit der Anwendung von Lisvy begonnen werden und es brauchen keine zusätzlichen empfängnisverhütenden Massnahmen ergriffen werden.

Anwendung nach einer Geburt oder nach einem Schwangerschaftsabbruch nach dem 3. Monat

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie beraten. Aufgrund des erhöhten Risikos einer Blutgerinnselbildung nach einer Geburt oder nach einem Schwangerschaftsabbruch nach den ersten 3 Monaten sollte mit der Anwendung von Lisvy frühestens zwischen dem 21. und 28. Tag begonnen werden. Wenn Sie nach der Geburt vor Beginn der Anwendung von Lisvy Geschlechtsverkehr hatten, sollten Sie sicher sein, dass Sie nicht schwanger sind, oder Sie müssen Ihre nächste Monatsblutung abwarten, bevor Sie das Pflaster anwenden.

Bitte beachten Sie, dass Sie Lisvy nicht anwenden sollten, wenn Sie stillen (vgl. «Darf Lisvy während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?»).

Bis zu 12 Wochen nach einer Entbindung ist das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln erhöht. Sie sollten deshalb Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, wann Sie wieder mit der Anwendung von Lisvy beginnen können.

Was tun, wenn sich das Lisvy Pflaster ganz oder teilweise gelöst hat?

Seit weniger als 1 Tag (bis zu 24 Stunden):

Versuchen Sie, das Pflaster an derselben Stelle wieder festzukleben, oder ersetzen Sie es sofort durch ein neues Pflaster. Zusätzliche Verhütungsmassnahmen sind in diesem Fall nicht erforderlich. Der «Pflasterwechseltag» ändert sich nicht, d.h. das nächste Pflaster sollte am gewohnten Pflasterwechseltag aufgeklebt werden.

Seit mehr als 1 Tag (24 Stunden oder länger) oder wenn Sie nicht wissen, wann sich das Pflaster gelöst hat:

Die empfängnisverhütende Wirkung kann beeinträchtigt sein.

Durch Aufkleben eines neuen Pflasters starten Sie sofort einen neuen Zyklus, d.h. der aktuelle Verhütungszyklus wird abgebrochen. Sie haben jetzt einen neuen «Tag 1» und einen neuen «Pflasterwechseltag». In der ersten Woche des neuen Zyklus müssen Sie zusätzlich eine nicht-hormonale Methode der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anwenden, z.B. Kondome.

Ein Pflaster sollte nicht wieder aufgeklebt werden, wenn es nicht mehr richtig haftet, wenn es an sich selbst oder an einer anderen Fläche klebt, anderes Material an ihm klebt oder wenn es sich bereits früher gelockert hat oder abgefallen ist. Wenn ein Pflaster nicht wieder angeklebt werden kann, sollte sofort ein neues Pflaster aufgeklebt werden.

Lisvy darf nicht mit anderen Klebstoffen oder Verbänden fixiert werden.

Was tun, wenn Sie den Pflasterwechsel vergessen haben?

Zu Beginn eines Pflaster-Zyklus (Woche 1/ab Tag 1):

Die empfängnisverhütende Wirkung kann beeinträchtigt sein.

Sie sollten das erste Pflaster des neuen Zyklus aufkleben, sobald Sie das Versäumnis bemerkt haben. Jetzt gilt ein neuer «Pflasterwechseltag» und ein neuer «Tag 1». In der ersten Woche des neuen Zyklus müssen Sie zusätzlich nicht-hormonale Methoden der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anwenden, z.B. Kondome. Falls während der verlängerten Anwendungspause Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, muss die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Erwägung gezogen werden.

In der Mitte eines Pflaster-Zyklus (Woche 2/ab Tag 8 oder Woche 3/ab Tag 15):

Für 1 oder 2 Tage (bis zu 48 Stunden):

Kleben Sie sofort ein neues Pflaster auf, das am gewohnten «Pflasterwechseltag» durch das nächste Pflaster ersetzt wird. Zusätzliche Verhütungsmassnahmen sind nicht erforderlich.

Für mehr als 2 Tage (48 Stunden oder länger):

Die empfängnisverhütende Wirkung kann beeinträchtigt sein. Der aktuelle Verhütungszyklus sollte beendet und sofort durch Aufkleben eines neuen Pflasters ein neuer vierwöchiger Zyklus begonnen werden. Jetzt gilt ein neuer «Pflasterwechseltag» und ein neuer «Tag 1». Eine Woche lang sind zusätzliche nicht-hormonale Methoden der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) erforderlich, z.B. Kondome.

Am Ende des Pflaster-Zyklus (Woche 4/ab Tag 22):

Wenn Sie an Tag 22 vergessen, das Pflaster zu entfernen, sollten Sie dies nachholen, sobald Sie das Versäumnis bemerkt haben (spätestens an Tag 28). Der nächste Zyklus muss mit dem Aufkleben eines neuen Pflasters am gewohnten «Pflasterwechseltag» begonnen werden, niemals später. Zusätzliche Verhütungsmassnahmen sind nicht erforderlich.

Konsequenzen abgelöster, versäumter oder nicht ersetzter Pflaster:

Abgelöste Pflaster

Zeitrahmen

Folgen für die Zuverlässigkeit der Kontrazeption

Erforderliche Massnahmen

Pflaster abgelöst

<24 Stunden

Wirksamkeit der Kontrazeption nicht beeinträchtigt

  • Sofort neues Pflaster aufkleben
  • Zusätzliche Verhütungsmassnahmen nicht erforderlich
  • «Pflasterwechseltag» unverändert

>24 Stunden

Wirksamkeit der Kontrazeption beeinträchtigt

  • Sofort durch Aufkleben eines neuen Pflasters neuen vierwöchigen Zyklus beginnen
  • In den nächsten 7 Tagen zusätzliche Verhütungsmassnahmen anwenden, z.B. Kondome (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode)
  • Neuen «Pflasterwechseltag» notieren

Pflaster nicht rechtzeitig ersetzt

Zeitrahmen

Folgen für die Zuverlässigkeit der Kontrazeption

Erforderliche Massnahmen

1. Pflaster (Woche 1, Tag 1) nicht rechtzeitig aufgeklebt

Pflasterfreies Intervall (Zeit seit dem Entfernen des letzten Pflasters des vorherigen Zyklus) >7 Tage

Wirksamkeit der Kontrazeption beeinträchtigt

  • Sofort durch Aufkleben eines neuen Pflasters neuen vierwöchigen Zyklus beginnen
  • In den nächsten 7 Tagen zusätzliche Verhütungsmassnahmen, z.B. Kondome (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anwenden
  • Neuen «Pflasterwechseltag» notieren

1. oder 2. Pflaster (Woche 1/2 oder 2/3) nicht rechtzeitig ersetzt

<48 Stunden

Wirksamkeit der Kontrazeption nicht beeinträchtigt

  • Sofort neues Pflaster aufkleben
  • Keine zusätzlichen Verhütungsmassnahmen erforderlich
  • «Pflasterwechseltag» unverändert

>48 Stunden

Wirksamkeit der Kontrazeption beeinträchtigt

  • Sofort durch Aufkleben eines neuen Pflasters neuen 4-wöchigen Zyklus beginnen
  • An den nächsten 7 Tagen zusätzliche Verhütungsmassnahmen, z.B. Kondome (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anwenden
  • Neuen «Pflasterwechseltag» notieren

3. Pflaster (Woche 3/4) nicht rechtzeitig entfernt

Wirksamkeit der Kontrazeption nicht beeinträchtigt, vorausgesetzt, dass das 3. Pflaster spätestens am regulären Tag 1 durch ein neues Pflaster ersetzt wurde.

  • Pflaster entfernen
  • Nächsten 4-wöchigen Zyklus am gewohnten «Pflasterwechseltag» beginnen

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie ein zusätzliches Pflaster vorrätig haben, falls das Aufkleben eines Pflasters nicht klappt und dieses Verworfen werden muss.

Verlegung des «Pflasterwechseltags»

Wenn Sie den «Pflasterwechseltags» auf einen anderen Wochentag verlegen möchten, sollte der aktuelle Zyklus beendet und das dritte Pflaster am korrekten Tag entfernt werden. Während der pflasterfreien Woche können Sie durch früheres Aufkleben eines neuen Pflasters den «Pflasterwechseltag» auf den gewünschten Wochentag vorverlegen. Auf keinen Fall darf das pflasterfreie Intervall auf mehr als 7 Tage in Folge verlängert werden.

Falls Sie Lisvy absetzen möchten:

Sie können Lisvy zu jedem beliebigen Zeitpunkt absetzen. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin nach einer anderen Methode der Empfängnisverhütung.

Ausserplanmässige Blutungen

Wie bei allen kombinierten hormonalen Kontrazeptiva kann es auch bei der Anwendung von Lisvy in den ersten Monaten zu unregelmässigen Blutungen (Schmier- oder Durchbruchblutungen) kommen. Das Auftreten dieser Art von Blutungen kann nicht vorhergesehen werden. Verwenden Sie Lisvy weiterhin wie gewohnt. Unregelmässige Blutungen hören normalerweise auf, wenn sich Ihr Körper an Lisvy gewöhnt hat (meist nach ungefähr 3 Monaten). Bei andauernden, stärkeren oder wiederholten Blutungen sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Vorgehen, wenn während des 7-tägigen pflasterfreien Intervalls keine Blutung auftritt

Wenn Sie Lisvy entsprechend den Anweisungen in der Rubrik «Wie verwenden Sie Lisvy?» angewendet haben und keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie schwanger sind.

Wurde Lisvy allerdings vor der ersten ausgebliebenen Entzugsblutung nicht vorschriftsgemäss angewendet oder sind zwei Entzugsblutungen nacheinander ausgeblieben, oder wenn Sie aus einem anderen Grund vermuten dass Sie schwanger sind, muss vor der weiteren Anwendung einen Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Falls der Schwangerschaftstest positiv ist, oder falls Sie immer noch unsicher sind, kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Falls Sie schwanger sind, dürfen Sie Lisvy nicht weiter verwenden.

Was ist zu beachten, wenn Sie zu viele Lisvy Pflaster verwendet haben (Überdosierung)?

Es darf niemals mehr als ein Pflaster gleichzeitig aufgeklebt werden. Bei einer Überdosierung durch gleichzeitige Verwendung von mehreren Lisvy Pflastern kann es zu Übelkeit, Erbrechen und Blutungen kommen. Im Fall einer Überdosierung kontaktieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Falls Sie zur Anwendung dieses Produkts weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw.an Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lisvy haben?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin über alle Nebenwirkungen, insbesondere ernsthafte oder lang andauernde Beschwerden, oder über Änderungen Ihres Gesundheitszustandes, als deren Ursache Sie Lisvy vermuten. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von CHC sind in der Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?» (siehe dort).

Alle Frauen, die Lisvy anwenden, haben ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel in Venen (venöse Thromboembolie) oder Arterien (arterielle Thromboembolie).

Die Wahrscheinlichkeit für ein Blutgerinnsel kann erhöht sein, wenn Sie an einer anderen Erkrankung leiden, die dieses Risiko erhöht (weitere Informationen zu den Erkrankungen, die das Risiko für ein Blutgerinnsel erhöhen, sowie zu den Symptomen eines Blutgerinnsels siehe Abschnitt «Blutgerinnsel» in der Rubrik «Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?»).

In der gleichen Rubrik sind weitere Risikofaktoren und Krankheiten beschrieben, die mit der Anwendung von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva in Verbindung gebracht werden. Bitte lesen Sie diese Abschnitte und fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin unverzüglich, wenn Sie glauben, dass etwas davon auf Sie zutrifft.

Folgende weitere Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Lisvy auftreten:

Sehr häufig:

Hautreaktionen an der Applikationsstelle (z.B. Hautausschlag, Juckreiz, Reizungen, Rötung, Schwellung und Überempfindlichkeit).

Häufig:

Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Gewichtszunahme, Brustschmerzen, Blutungsunregelmässigkeiten.

Gelegentlich:

Depressive Verstimmung/Depression, Verminderung bzw. Verlust der Libido (vermindertes oder fehlendes sexuelles Verlangen), Blutdruckanstieg, Wassereinlagerungen, Empfindlichkeit der Brüste, vaginaler Ausfluss, Unterleibsschmerzen.

Selten:

Blutgerinnsel in einer Vene oder Arterie, zum Beispiel: in einem Bein oder Fuss (d.h. tiefe Beinvenenthrombose), in der Lunge (d.h. Lungenembolie), Herzinfarkt, Schlaganfall, vorübergehende, einem Schlaganfall ähnelnde Symptome, die als transitorische ischämische Attacke bezeichnet werden. Gewichtsabnahme, Ausbleiben der Menstruation, allgemeine Überempfindlichkeitsreaktionen.

Bei Anwenderinnen anderer hormonaler Kontrazeptiva wurde darüber hinaus über folgende unerwünschte Wirkungen berichtet (siehe auch unter «Wann ist bei der Anwendung von Lisvy Vorsicht geboten?»):

Brustkrebs, Lebertumore, Gelbsucht und/oder Juckreiz bedingt durch eine Blockade des Gallenflusses (cholestatischer Ikterus), Gallensteinbildung, Harnwegsinfektionen, Vaginalpilze, Appetitveränderungen, Herpes gestationis (Bläschenausschlag während der Schwangerschaft), Änderung der Blutzuckerwerte bei Diabetikerinnen, Schwerhörigkeit, Herzklopfen, Bluthochdruck, Darmentzündungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), Porphyrie (eine Stoffwechselstörung), hämolytisch-urämisches Syndrom (Nierenversagen bedingt durch Blutgerinnungserkrankung), Verschlechterung eines systemischen Lupus erythematodes (chronische Autoimmunerkrankung), Erythema multiforme (eine entzündliche Hauterkrankung), Knotenrose (Erythema nodosum), Bauchspeicheldrüsenentzündung (insbesondere bei Anwenderinnen mit erhöhten Blutfettwerten), Angioödem, Verschlechterung einer Chorea Minor (Sydenham) (neurologische Erkrankung), Ängstlichkeit, Reizbarkeit, Schwindel, Verschlimmerung von Epilepsie, Akne, Haarausfall, vermehrte Behaarung, Chloasma (bräunliche Flecken im Gesicht), Nesselfieber, Schmerzen in Arme und Beinen, schmerzhafte Monatsblutung, vaginale Trockenheit, Eierstockzysten, Schwellung der Brüste und Milchfluss.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung aufbewahren, nicht einfrieren. Nicht über 30 °C lagern.

Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Lisvy enthalten?

1 Lisvy Pflaster enthält die Wirkstoffe Gestoden (2.10 mg) und Ethinylestradiol (0.55 mg) sowie Hilfsstoffe, hierunter das Antioxidans pentaerythritol tetrakis(3-(3,5-di-tert-butyl-4-hydroxyphenyl)propionate).

Zulassungsnummer

63163 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lisvy? Welche Packungen sind erhältlich?

Lisvy erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Packungen mit 3, 9 oder 18 transdermalen Pflastern.

Zulassungsinhaberin

Gedeon Richter (Schweiz) AG, Cham.

Diese Packungsbeilage wurde im September 2015 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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