Lomir Sro Kaps 2.5 Mg Mite 100 Stk

Lomir Sro Kaps 2.5 Mg Mite 100 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Kapseln:

Wirkstoff: Isradipinum.

Hilfsstoff: Excip. pro caps.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kapseln mite zu 2,5 mg Isradipin.

Kapseln zu 5 mg Isradipin.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung der Hypertonie.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Bei leichter bis mittelschwerer Hypertonie beträgt die empfohlene Dosis 1 Lomir SRO-Kapsel 5 mg 1× täglich.

Lomir SRO kann mit einer bereits bestehenden Antihypertonikum-Therapie kombiniert werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Cimetidin ist die Dosierung von Lomir SRO um 50% zu reduzieren (siehe Rubrik «Interaktionen»).

Lomir SRO-Kapseln sind unzerkaut hinunterzuschlucken.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Wenn nach mindestens 4-wöchiger Behandlung 1 Lomir SRO-Kapsel 5 mg 1× täglich zu wenig wirksam ist, empfiehlt sich die zusätzliche Verabreichung eines anderen blutdrucksenkenden Mittels (vorzugsweise ein Thiazid-Diuretikum, ACE-Hemmer oder Betablocker).

Spezielle Patientengruppen

Ältere Patienten und Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen

Bei älteren Patienten oder bei Leber- oder Niereninsuffizienz empfiehlt sich eine Initialdosis von 1 Lomir SRO-Kapsel 2,5 mg mite 1× täglich.

Kinder

Gut gestaltete Studien mit Calcium-Kanalblockern bei Kindern wurden nicht durchgeführt. Obwohl begrenzte retrospektive Daten bei pädiatrischen Patienten verfügbar sind, wird die Anwendung von Lomir SRO bei diesen Patienten nicht empfohlen.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit auf Isradipin, andere Calciumkanalblocker vom Dihydropyridin-Typ oder einen der Hilfsstoffe.

Wie andere Calciumkanalblocker vom Dihydropyridin-Typ sollte Lomir SRO nicht bei Patienten mit folgenden Erkrankungen angewendet werden:

  • Kardiogener Schock,
  • Instabile Angina pectoris,
  • Während eines Myokardinfarktes und während eines Monats danach.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Grösste Vorsicht empfiehlt sich bei der Verabreichung von Dihydropyridinen an Patienten mit schwerer Aortenstenose.

Eine individualisierte Dosierung von Lomir SRO wird für ältere Patienten und Patienten mit Leberinsuffizienz empfohlen.

Ein behutsames Dosierungsschema wird für Patienten mit Niereninsuffizienz oder chronischer Herzinsuffizienz empfohlen.

Bei diagnostiziertem oder sehr wahrscheinlichem Sicksinus-Syndrom ist bei der Behandlung von Patienten ohne Herzschrittmacher Vorsicht angezeigt. Bei Patienten mit niederem systolischem Blutdruck empfiehlt sich ebenfalls Vorsicht.

Angina pectoris kann auftreten, insbesondere zu Beginn der Behandlung, hauptsächlich bei Patienten mit vorbestehenden Koronarerkrankungen. Bei bestehender Angina pectoris kann es bei Behandlungsbeginn oder bei zu rascher Dosissteigerung zu einer Zunahme von Häufigkeit, Dauer und Schweregrad der Anfälle kommen.

Sollte sich eine Überempfindlichkeitsreaktion entwickeln, muss Lomir SRO abgesetzt werden.

Gleichzeitige Behandlung mit Rifampicin oder anderen Enzym-induzierenden Arzneimitteln sollte vermieden werden (siehe Rubrik «Interaktionen»).

Interaktionen

Auswirkung anderer Arzneimittel/Enzymsysteme auf Isradipin

Antikonvulsiva

Gleichzeitige Einnahme von Rifampicin reduziert die Plasmakonzentrationen von Isradipin stark. Deshalb sollte die gleichzeitige Einnahme von Rifampicin oder anderen enzyminduzierenden Wirkstoffen (z.B. Antikonvulsiva wie Carbamazepin, Phenobarbital) vermieden werden.

Auf Grund eines Fallberichtes und der bekannten Risiken im Zusammenhang mit der Einnahme von Phenytoin und Calciumantagonisten sollte die gleichzeitige Einnahme von Phenytoin vermieden werden.

Antimikrobielle Arzneimittel

Erhöhte Plasmaspiegel, Verstärkung der Wirkung des Arzneimittels und der unerwünschten Wirkungen (z.B. periphere Oedeme) wurden bei gleichzeitiger Einnahme von Dihydropyridin mit Hemmern von Cytochrom P-450 3A berichtet. Es gibt nur wenige Hinweise für solche Interaktionen mit Isradipin, aber man sollte bei gleichzeitiger Einnahme von Lomir SRO mit starken Hemmern von CYP-450 3A wie Makrolidantibiotika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin, Troleandomycin), HIV-Protease-Inhibitoren (z.B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir) oder Inhibitoren der reversen Transkriptase (z.B. Delavirdin) und Azolantimykotika (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol) vorsichtig sein.

Antihypertensiva

Wie bei allen Arzneimitteln gegen hohen Blutdruck kann auch die gleichzeitige Behandlung mit oralem Baclofen den Blutdruck weiter senken. Es ist deshalb notwendig, den Blutdruck zu überwachen und die Dosierung des Antihypertensivums entsprechend anzupassen.

Cimetidin

Die gleichzeitige Verabreichung von Cimetidin hat eine um ca. 50% erhöhte Bioverfügbarkeit von Isradipin zur Folge (siehe Rubrik «Dosierung/Anwendung»).

NSAR

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Diclofenac erhöht sich Cmax für Isradipin um ca. 20%. Dies wird nicht als klinisch relevant erachtet, da die AUC im Steady-state unverändert blieb.

Die Pharmakokinetik von Isradipin wird durch die gleichzeitige Einnahme von Digoxin, Propranolol, Warfarin, Hydrochlorothiazid oder Ciclosporin nicht verändert.

Auswirkung von Isradipin auf andere Arzneimittel/Enzymsysteme

Isradipin scheint die Enzyme CYP-450, speziell das CYP-450 3A4 nicht in einem klinisch bedeutenden Ausmass zu hemmen.

Isradipin beeinflusst die Pharmakokinetik von Digoxin, Warfarin, Hydrochlorothiazid, Diclofenac, Theophyllin, Triazolam und Ciclosporin nicht.

Die Einmalgabe von Isradipin zusammen mit Propranolol bei gesunden Personen führte für Propranolol zu einer Erhöhung der AUC (um 27%). Die klinische Relevanz hiervon ist nicht bekannt.

Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln

Durch die gleichzeitige Einnahme mit Grapefruitsaft kann die Bioverfügbarkeit von Isradipin steigen.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Zur Anwendung von Lomir SRO bei schwangeren Frauen stehen nur begrenzte Informationen zur Verfügung. Daten von einer limitierten Anzahl von schwangeren Frauen, die Lomir SRO im dritten Trimenon einnahmen, zeigten keine unerwünschten Wirkungen von Isradipin auf den Verlauf der Schwangerschaft, auf die Gesundheit des Foetus oder des Neugeborenen.

Bei Tierstudien wurden bei therapeutischen Dosen keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft, der embryofoetalen Entwicklung, der Geburt oder der postnatalen Entwicklung gezeigt (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).

Die orale Anwendung von Lomir SRO im dritten Trimenon ist nicht mit einer Veränderung der foetalen Herzfrequenz oder des uteroplazentaren Blutflusses in Verbindung gebracht worden, und die tokolytischen Effekte scheinen gering zu sein. Das Risiko für den Foetus/Mutter ist unbekannt. Weil Tierstudien zur Reproduktionstoxizität nicht immer die menschliche Reaktion vorhersagen, sollte Isradipin während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies klinisch angezeigt und nur dann, wenn der erwartete Nutzen das potenzielle Risiko für den Foetus überwiegt.

Stillzeit

Zur Anwendung von Lomir SRO bei stillenden Frauen stehen nur begrenzte Informationen zur Verfügung. In einer Studie an Ratten wurde nachgewiesen, dass Isradipin in geringen Mengen in die Muttermilch übertritt. Studien beim Menschen liegen nicht vor. Tierversuche zeigten keine schädliche Wirkung von während der Stillzeit verabreichtem Isradipin. Es ist nicht bekannt, ob dieses Medikament in die Muttermilch ausgeschieden wird. Da viele Arzneimittel in die Muttermilch übergehen, ist Vorsicht geboten, wenn Isradipin einer stillenden Frau verabreicht wird.

Fruchtbarkeit

Tierstudien zeigen keine schädlichen Auswirkungen auf die Fertilität (siehe Rubrik «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es liegen keine Daten über die Auswirkungen der Lomir SRO Kapseln auf die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen vor. Wie mit anderen Kalziumkanalblockern sind Synkope, Schwindel, Hypotonie, Sehstörungen und verschwommenes Sehen bekannte Nebenwirkungen von Lomir SRO. Patienten, bei welchen diese Symptome auftreten, sollten keine Fahrzeuge oder Maschinen bedienen oder Aufgaben, die Aufmerksamkeit erfordern, ausführen.

Unerwünschte Wirkungen

Die in klinischen Studien am häufigsten beobachteten unerwünschten Wirkungen waren mild, allgemein dosisabhängig und im Zusammenhang mit der gefässerweiternden Eigenschaften von Lomir SRO: Schwindel, Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Tachykardie, Palpitationen und lokalisierte periphere Ödeme nicht kardialer Genese (lokale arterielle Dilatation scheint eher beteiligt zu sein als Flüssigkeitsretention). Sie verschwinden in der Regel oder werden schwächer bei Fortsetzung der Therapie.

Häufigkeitsangaben:

«Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1'000), «selten» (<1/1'000, ≥1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr seltenThrombocytopenie, Leukopenie, Anämie.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr seltenAnaphylaktische Reaktionen

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Sehr seltenAppetitminderung

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr seltenDepression, Angstgefühl, Nervosität
UnbekanntSchlaflosigkeit

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufigKopfschmerzen
HäufigSchwindel
Sehr seltenHypoästhesie, Parästhesie, Somnolenz
UnbekanntTransiente ischämische Attacke, Lethargie, Synkope (Ohnmacht), Schlaganfall

Augenerkrankungen

Sehr seltenVisuelle Störung, verschwommenes Sehen
Herzerkrankungen
HäufigTachykardie, Palpitationen
Sehr seltenVentrikuläre Arrhythmien, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz, Angina pectoris, Vorhofflimmern, Bradykardie

Gefässerkrankungen

Sehr häufigWärmegefühl/Flush
GelegentlichNiedriger Blutdruck

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

HäufigDyspnoe
Sehr seltenHusten

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

HäufigStörungen im Magen-Darm-Bereich
Sehr seltenÜbelkeit, Erbrechen, gingivale Hyperplasie
UnbekanntMundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall

Affektionen der Leber und Gallenblase

Sehr seltenHepatitis
Sehr seltenAbnormer Leberfunktionstest

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

HäufigAusschlag
Sehr seltenAllergische Dermatitis, Pruritus, Hyperhidrose und Photosensibilitätsreaktionen
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Sehr seltenGelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Gliedern

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

HäufigPolyuria
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr seltenErektile Dysfunktion, Gynäkomastie

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr häufigPeriphere Ödeme
HäufigMüdigkeit, Unwohlsein
Sehr seltenAsthenie
UnbekanntBrustschmerzen

Untersuchungen

GelegentlichGewichtszunahme

Überdosierung

Anzeichen und Symptome

Erfahrungen mit einer Isradipin-Überdosierung liegen nur beschränkt vor. Die verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass eine Überdosierung eine anhaltende, ausgeprägte Hypotonie zur Folge haben könnte.

Behandlung

Die Patienten sollten in ein Krankenhaus eingeliefert werden und sollten in der Regel in einer Intensivstation aufgenommen werden, mit kontinuierlicher Überwachung der Herzfunktion, der Blutgase und einer biochemischen Analyse des Blutes. Künstliche Beatmung oder Herzschrittmacher sollten, wo angezeigt, eingeleitet werden.

Im Falle einer potenziell lebensbedrohlichen oralen Überdosierung soll das Arzneimittel mit Hilfe von gezielt ausgelöstem Erbrechen oder einer Magenspülung und/oder dem Einsatz von Aktivkohle aus dem Magen-Darm-Trakt entfernt werden (nur innerhalb von 1 Stunde nach der Einnahme von Lomir).

Weitere klinische Manifestationen einer Überdosierung sollten symptomatisch nach modernen Methoden der Intensivmedizin behandelt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

Pharmakotherapeutische Gruppe: Selektiver Calciumkanalblocker mit vorwiegend vaskulären Effekten

ATC-Code: C08CA03

Wirkungsmechanismus

Isradipin, der Wirkstoff von Lomir SRO, ist ein Dihydropyridin-Kalziumantagonist mit selektiver Aktivität auf spannungsabhängige Ca-Kanäle (L-Typ oder «long acting»). Isradipin hat eine grössere Affinität zu Ca-Kanälen in der glatten arteriellen Gefässmuskulatur als zu jenen im Myokard. Es erweitert dadurch das arterielle Gefässbett, insbesondere jenes der Herz-, Hirn- und Skelettmuskelarterien, ohne die Herzfunktion zu beeinträchtigen. Durch die periphere Vasodilatation wird der arterielle Blutdruck gesenkt.

Untersuchungen am Tier und am Menschen zeigen, dass Isradipin minimale Hemmwirkung auf den Sinusknoten-Automatismus ausübt, aber die AV-Reizleitung oder die Kontraktilität des Myokards nicht beeinträchtigt. Es kommt deshalb nur zu einer mässigen, reflektorisch bedingten Zunahme der Herzfrequenz, und selbst nach vorgängiger Betablocker-Therapie verlängert sich die PQ-Zeit nicht. Isradipine zeigte im Bereich von Blutdrucksenkung Dosen, moderate, aber doch signifikante natriuretische Effekte in Tieren sowie Menschen und eine anti-atherogene Wirkung bei Tieren.

Durch die Behandlung mit Isradipin wird der renale Plasmafluss und die glomeruläre Filtrationsrate leicht erhöht, und der renale Gefässwiderstand während den ersten 3-6 Monaten der Behandlung leicht vermindert. Diese Änderungen bestanden nicht mehr nach einem Jahr Behandlung, aber die Nierenfunktion blieb im Vergleich zu unbehandelten hypertensiven Patienten erhalten. Die Behandlung mit Isradipin bewirkt eine anhaltende natriuretische und diuretische Wirkung, die zu seiner blutdrucksenkenden Wirkung beiträgt. Ca-Kanalblocker haben auch einen schützenden Effekt auf die Nieren bei nierentransplantierten Patienten ausgeübt, die mit Ciclosporin behandelt wurden. Insbesondere scheint die Dilatation der afferenten Arteriolen hier eine wichtige Rolle zu spielen.

Bei Hypertonikern lässt sich 2-3 Stunden nach der Verabreichung einer oralen Einzeldosis eine dosisabhängige Senkung des Blutdrucks im Liegen, Sitzen und Stehen erzielen. Dank der Langzeitwirkung von Lomir SRO ermöglicht die einmal tägliche Verabreichung der Lomir SRO-Kapseln zu 5 mg eine 24-stündige Kontrolle des arteriellen Blutdrucks; eine signifikante blutdrucksenkende Wirkung lässt sich bereits nach einwöchiger Behandlung beobachten, während zur Erzielung der maximalen Wirkung mindestens 3-4 Wochen erforderlich sind.

Mit Lomir SRO-Kapseln wurden gewöhnlich keine Veränderungen der Herzfrequenz beobachtet.

Isradipin wurde Patienten mit Bluthochdruck oder stabiler Angina pectoris in Dosen bis zu 20 bzw. 22.5 mg/d verabreicht.

Bei Asthmatikern bewirkten orale Einzeldosen von Lomir SRO eine Abschwächung der bronchospastischen Reaktion auf Belastung.

Da Lomir SRO keine klinisch relevante Wirkung auf die Glukose-Homöostase hat, kann Isradipin Diabetikern verabreicht werden.

In 2-jährigen Studien liess sich keine Abnahme der blutdrucksenkenden Wirkung von Lomir SRO feststellen.

Pharmakokinetik

Absorption

Nach einer Resorption von 90-95% im Magendarmtrakt unterliegt Isradipin einem ausgedehnten First-pass-Metabolismus, was eine Bioverfügbarkeit von ungefähr 16-18% zur Folge hat.

Nach oralen Dosen bis zu 20 mg verhalten sich sowohl die maximale Plasmakonzentration als auch der Bereich unter der Kurve linear zur Dosis.

Etwa 50% des in Lomir SRO-Kapsel enthaltenen Isradipins wird innerhalb von 10 Stunden resorbiert, und die maximale Plasmakonzentration wird etwa 5-7 Stunden nach der Verabreichung erzielt. Die maximale Plasmakonzentration (Cmax) beträgt 1 ng/ml nach einer Einzeldosis einer 5 mg Lomir SRO-Kapsel und 1.8 ng/ml im Fliessgleichgewicht.

Die Einnahme der Lomir SRO-Kapsel während des Essens führt zu etwas höheren maximalen Plasmaspiegeln und erhöht die Bioverfügbarkeit um ca. 20%.

Grapefruitsaft erhöht die Bioverfügbarkeit von Dihydropyridinen durch Hemmung des First-pass-Metabolismus.

Distribution

Isradipin ist zu ca. 95% an Plasmaproteine gebunden; sein scheinbares Verteilungsvolumen beträgt 283 l.

Metabolismus

Isradipin wird fast vollständig in der Leber metabolisiert durch Esterabspaltung und Aromatisierung der Dihydropyridin-Einheit. 95% von Isradipin werden zu 5 Metaboliten abgebaut.

In-vitro-Daten haben gezeigt, dass keiner dieser Metaboliten zu den kardiovaskulären Wirkungen von Isradipin beiträgt.

Elimination

Die Gesamtclearance von Isradipin beträgt 43 l/h. Seine Elimination ist zweiphasig; die terminale Halbwertszeit liegt bei 8.4 Stunden. Ca. 60-65% einer verabreichten Dosis wird über den Urin, 25-30% über die Faeces als Metabolite ausgeschieden. Im Urin lässt sich kein unveränderter Wirkstoff nachweisen.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Niereninsuffizienz

Daten haben keine eindeutige Korrelation zwischen der Nierenfunktion und der Bioverfügbarkeit gezeigt, sowohl ein Anstieg als auch eine Abnahme der Kreatinin Clearance und der systemischen Clearance von Isradipin wurden bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung beobachtet.

Ältere Patienten und Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Es wurde berichtet, dass bei älteren Patienten und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion die Bioverfügbarkeit erhöht ist, wobei Erhöhungen von bis zu 27% erreicht wurden.

Präklinische Daten

Präklinische Daten – auf Grundlage konventioneller Studien zur Toxizität bei Ein- und Mehrfachgabe hat sich keine spezielle Gefährdung für Menschen gezeigt. Es gibt kein genotoxisches, klastogenes oder karzinogenes Potential. Tierexperimentelle Studien zeigen keine schädlichen Auswirkungen auf die Fertilität. Embryotoxizität wurde nur bei maternal toxischen Dosen beobachtet. Isradipin weist kein teratogenes Potential auf.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Unterhalb von 30 °C lagern.

Lomir SRO für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Zulassungsnummer

51228 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Daiichi Sankyo (Schweiz) AG, 8800 Thalwil.

Stand der Information

August 2015.

Verwendung dieser Informationen

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