Lynparza Kaps 50 Mg 448 Stk

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie A und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Lynparza und wann wird es angewendet?

Lynparza Kapseln enthalten den Wirkstoff Olaparib. Lynparza wird zur Behandlung von BRCA-mutierten Ovarialkarzinomen (Eierstockkrebs) angewendet, wenn der Tumor auf eine frühere Behandlung mit einer Standard-Chemotherapie auf Platinbasis angesprochen hat. Es wird ein Test durchgeführt, um festzustellen, ob Ihr Krebs die BRCA-Mutation aufweist. Olaparib ist ein so genannter PARP-(Poly-[Adenosin-Diphosphat-Ribose-]Polymerase-) Inhibitor. PARP-Inhibitoren können Krebszellen zerstören, wenn beide Kopien des BRCA-Gens (BReast CAncer gene = Brustkrebs-Gen) fehlerhaft (mutiert) sind. Trägerinnen eines mutierten BRCA-Gens haben ein höheres Risiko, an bestimmten Krebsarten einschliesslich Ovarialkarzinom zu erkranken. Selten entwickeln Personen, die keine BRCA-Genmutation geerbt haben, ein BRCA-mutiertes Ovarialkarzinom.

Lynparza darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle eines Arztes oder einer Ärztin verwendet werden.

Wann darf Lynparza nicht eingenommen/angewendet werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe darf Lynparza nicht eingenommen werden.

Lynparza darf nicht in der Schwangerschaft eingenommen werden und auch nicht, falls Sie ein Kind stillen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Lynparza Vorsicht geboten?

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin,

  • wenn Sie über lange Zeit einen Mangel an Blutzellen aufweisen oder häufig Bluttransfusionen benötigen. Dies kann ein Zeichen für schwerwiegendere Probleme mit dem Knochenmark sein, die als «myelodysplastisches Syndrom» (MDS) oder «akute myeloide Leukämie» (AML) bezeichnet werden und in seltenen Fällen bei Patientinnen auftraten, die mit Lynparza behandelt wurden und zuvor eine Chemotherapie erhalten haben. Zu weiteren Informationen über die Nebenwirkung eines Mangels an Blutzellen siehe Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann Lynparza haben?». Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie diesbezüglich Bedenken haben. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird möglicherweise Ihr Knochenmark auf derartige Probleme hin untersuchen.
  • wenn Sie bei sich neue oder sich verschlechternde Symptome von Atemnot, Husten oder Pfeifen feststellen. Bei einer kleinen Zahl von Patientinnen, die mit Lynparza behandelt wurden, trat eine Lungenentzündung (Pneumonitis) auf. Pneumonitis ist eine ernste Erkrankung, die häufig einen Krankenhausaufenthalt erfordert.

Einige Nebenwirkungen betreffen Störungen, die an Ihrem Blut erkannt werden. Dazu zählen eine verminderte Anzahl roter Blutzellen (Anämie), eine verminderte Anzahl weisser Blutzellen (Neutropenie) und eine verminderte Anzahl von Blutplättchen (Thrombozytopenie). Nähere Informationen zu diesen Nebenwirkungen sind in der Rubrik «Welche Nebenwirkungen kann Lynparza haben?» zu finden. Dort sind auch die Zeichen und Symptome beschrieben, auf die Sie achten sollten.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihr Blut untersuchen. Die Bluttests werden vor der Behandlung, monatlich während des ersten Behandlungsjahres und nach dem ersten Behandlungsjahr in regelmässigen Abständen durchgeführt.

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen. Wenn Ihnen während der Behandlung mit Lynparza schwindelig ist oder Sie sich schwach oder müde fühlen, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.

Nehmen Sie Lynparza nicht ein, wenn Sie irgendein anderes Krebsmedikament einnehmen.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige bzw. pflanzliche Mittel handelt. Dies ist erforderlich, da Lynparza die Wirkungsweise anderer Arzneimittel beeinflussen kann und umgekehrt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Ketoconazol, Itraconazol – zur Behandlung von Pilzinfektionen;
  • Telithromycin, Clarithromycin – zur Behandlung von bakteriellen Infektionen;
  • Ritonavir, Nelfinavir, Indinavir, Saquinavir, Nevirapin – zur Behandlung von Virusinfektionen, hauptsächlich HIV-Infektionen;
  • Rifampicin, Rifapentin, Rifabutin – zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, hauptsächlich Tuberkulose (TB);
  • Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital – Anwendung als Beruhigungsmittel oder zur Behandlung von Krämpfen und Epilepsie;
  • Modafinil – zur Behandlung einer Schlafstörung, die als Narkolepsie bezeichnet wird;
  • Johanniskraut – ein pflanzliches Präparat, das vor allem bei Depressionen angewendet wird.
  • Hormonelle Kontrazeptiva

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.

Darf Lynparza während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

Sie dürfen Lynparza nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden könnten.

Sie dürfen während der Einnahme dieses Arzneimittels nicht schwanger werden, da Lynparza für das ungeborene Kind ein Risiko sein kann. Sie und Ihr Partner müssen während der Einnahme von Lynparza und während 1 Monat nach der letzten Einnahme von Lynparza eine wirksame Methode der Schwangerschaftsverhütung anwenden. Lynparza kann die Wirksamkeit von hormonellen Kontrazeptiva verringern. Sollten Sie während dieser Zeit schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin umgehend darüber informieren.

Während der Behandlung mit Lynparza und bis einen Monat nach Einnahme der letzten Dosis, dürfen Sie nicht stillen.

Wie verwenden Sie Lynparza?

Nehmen Sie Lynparza immer genau nach den Anweisungen Ihres Arztes resp. Ihrer Ärztin ein.

Die übliche empfohlene Dosis beträgt 8 Kapseln (400 mg) zweimal täglich (insgesamt 16 Kapseln täglich). Nehmen Sie Lynparza immer ungefähr zur selben Zeit jeden Morgen und Abend ein. Nehmen Sie je eine Dosis (8 Kapseln) von Lynparza mit Wasser ein.

Abhängig von Ihrer Erkrankung, Ihrer aktuellen Behandlung und Ihren persönlichen Risikofaktoren kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosierung reduzieren.

Nehmen Sie Lynparza auf nüchternen Magen ein, d.h. frühestens eine Stunde nach einer Mahlzeit. Nach der Einnahme dürfen Sie während zwei Stunden nichts essen.

Wenn Sie eine grössere Menge Lynparza eingenommen haben, als Ihnen verschrieben wurde, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt bzw. eine Ärztin oder ein Krankenhaus.

Wenn Sie die Einnahme von Lynparza vergessen haben, nehmen Sie Ihre nächste normale Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Lynparza darf nicht bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) angewendet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Lynparza haben?

Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen auftreten, so verordnet Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möglicherweise eine niedrigere Dosis von Lynparza. Ausserdem kann er Ihnen andere Arzneimittel verschreiben, um die Nebenwirkungen unter Kontrolle zu bringen.

Wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken – möglicherweise benötigen Sie dringend medizinische Behandlung:

  • Fieber oder Infektionen (kommt sehr häufig vor). Dies kann ein Zeichen für eine verminderte Zahl weisser Blutzellen sein (Neutropenie oder Lymphopenie);
  • Atemnot, starke Müdigkeit, blasse Haut oder schneller Herzschlag (kommt sehr häufig vor). Dies können Zeichen für eine verminderte Zahl roter Blutzellen sein (Anämie);
  • Längere Blutergüsse oder Blutungen als üblich, wenn Sie sich verletzen (kommt häufig vor). Dies kann ein Zeichen für eine verminderte Zahl von Blutplättchen sein (Thrombozytopenie).

Andere Nebenwirkungen sind:

Sehr häufig: Grössenzunahme der roten Blutkörperchen (nachgewiesen anhand eines Bluttests), verminderter Appetit, Kopfschmerzen, Veränderung des Geschmacksempfinden, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (wenn es zu schwerem Durchfall kommt, informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt.), Verdauungsprobleme oder Sodbrennen (Dyspepsie), erhöhte Kreatinin-Werte (nachgewiesen anhand eines Labortests. Diese Werte zeigen, wie gut Ihre Nieren arbeiten.), Müdigkeit/Schwäche.

Häufig: Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis), Schmerzen im Bauchraum unterhalb der Rippen.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 30 °C lagern und vor Hitze schützen.

Was ist in Lynparza enthalten?

Lynparza enthält den Wirkstoff Olaparib sowie weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

65160 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Lynparza? Welche Packungen sind erhältlich?

Lynparza erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung

Lynparza 50 mg Kapseln: Packung mit 448 Kapseln (4 Plastikflaschen mit kindersicherem Verschluss à 112 Kapseln).

Zulassungsinhaberin

AstraZeneca AG, 6301 Zug.

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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