Ursofalk Kaps 100 Stk

Ursofalk Kaps 100 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Acidum ursodeoxycholicum (hergestellt aus Rindergalle).

Hilfsstoffe

Kapseln: Excip. pro capsula.

Suspension: Cyclamas, Aromatica, Conserv.: E 210, Excip. ad suspensionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kapseln

1 Kapsel enthält 250 mg Ursodeoxycholsäure.

Suspension

1 Messbecher (= 5 ml) enthält 250 mg Ursodeoxycholsäure.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen

Die Gallensteine dürfen auf dem Röntgenbild keine Schatten geben, und sollten nicht grösser als 15 mm im Durchmesser sein, und die Gallenblase muss trotz Gallenblasenstein(en) funktionsfähig sein.

Schmerzhafte dyspeptische Beschwerden, Fettunverträglichkeit, Flatulenz biliären Ursprungs.

Primär biliäre Zirrhose (Stadium I-III)

Bei primär biliärer Zirrhose (PBC) konnte in klinischen Studien ein Rückgang der Leberenzyme und des Bilirubins nachgewiesen werden. Hingegen bestehen nur wenig Daten, welche eine Verbesserung des histologischen Bildes vorweisen, und es können keine Aussagen bezüglich der Beeinflussung des Überlebens gemacht werden.

Vor- und Nachbehandlung bei der Gallensteinzertrümmerung.

Dosierung/Anwendung

Übliche Einzel-/Tagesdosierung

1. Gallenstein-Auflösung sowie Vor- und Nachbehandlung bei Lithotripsie

Die tägliche Dosierung liegt bei 10 mg Ursodeoxycholsäure pro kg Körpergewicht, d.h.:

Kapseln

Bis 60 kg KörpergewichtBis 80 kg KörpergewichtBis 100 kg KörpergewichtÜber 100 kg Körpergewicht
2 Kapseln3 Kapseln4 Kapseln5 Kapseln
(Einnahme beider Kapseln abends)(1 Kapsel morgens und 2 Kapseln abends)(1 Kapsel morgens und 3 Kapseln abends)(2 Kapseln morgens und 3 Kapseln abends)

Suspension

Bis 60 kg KörpergewichtBis 80 kg KörpergewichtBis 100 kg KörpergewichtÜber 100 kg Körpergewicht
2 Messbecher3 Messbecher4 Messbecher5 Messbecher
(beide abends)(1 Messbecher morgens und 2 abends)(1 Messbecher morgens und 3 abends)(2 Messbecher morgens und 3 abends)

Bei der Gallensteinauflösung ist die Therapie noch 3 Monate nach dem durch bildgebende Verfahren festgestellten Verschwinden der Steine oder Steinfragmente (Lithotripsie) vorsorglich weiterzuführen. Bei der Lithotripsie soll die adjuvante Ursofalk-Behandlung schon 2 Wochen vorher begonnen werden.

Ursofalk muss regelmässig eingenommen werden, wenn ein Erfolg der Behandlung erzielt werden soll.

Therapiedauer

Gallenstein-Auflösung: 3–24 Monate. Falls nach 6–8 Monaten keine Verkleinerung der Gallensteine eingetreten ist, sollte die Therapie nicht weitergeführt werden.

2. Dyspepsie biliären Ursprungs

1 Kapsel oder 1 Messbecher Suspension am Abend vor dem Schlafengehen. Die Behandlungsdauer beträgt üblicherweise 10–20 Tage. Sie kann jedoch auf Anordnung des behandelnden Arztes den individuellen Verhältnissen angepasst werden.

Therpiedauer: 2 Wochen bis 2 Monate.

3. Zur symptomatischen Behandlung der primär biliären Zirrhose

Die Tagesdosis berechnet sich nach dem Körpergewicht und beträgt zwischen 3 und 7 Kapseln resp. zwischen 3 und 7 Messbechern Suspension (= 14 ± 2 mg Ursodeoxycholsäure pro kg Körpergewicht).

Während den ersten 3 Monaten der Behandlung soll Ursofalk Kapseln oder Suspension verteilt über den Tag eingenommen werden. Nach Besserung der Leberwerte kann die gesamte Tagesdosis 1× täglich abends eingenommen werden.

Kapseln

Körpergewicht (kg)Tagesdosis in mg/kg KörpergewichtAnzahl Kapseln (1 Kapsel = 250 mg Ursodeoxycholsäure)
Erste 3 Monatedanach
morgensmittagsabendsabends (1× täglich)
47–6212–161113
63–7813–161124
79–9313–161225
94–10914–162226
Über 110bis 162237

Suspension

Körpergewicht (kg)Tagesdosis in mg/kg KörpergewichtMessbecher Suspension (1 Messbecher = 5 ml Suspension = 250 mg Ursodeoxycholsäure)
Erste 3 Monatedanach
morgensmittagsabendsabends (1× täglich)
48–6212–161113
63–8012–161124
81–9513–161225
96–11514–162226
Über 115bis 162237

Die Behandlung mit Ursofalk bei primär biliärer Zirrhose kann unbeschränkt weitergeführt werden.

Hinweis

Die klinischen Symptome (z.B. Juckreiz) bei Patienten mit primär biliärer Zirrhose können sich zu Beginn der Behandlung verschlechtern.

In diesen seltenen Fällen soll die Therapie mit 1 Kapsel täglich weitergeführt werden, um später stufenweise wöchentlich um 1 Kapsel zu erhöhen, bis der entsprechende Dosisbereich wieder erreicht ist. Bei Einnahme als Suspension soll ebenfalls eine niedrigere Dosis gewählt werden, welche dann stufenweise im wöchentlichen Abstand erhöht werden kann, bis der ursprüngliche Dosisbereich wieder erreicht ist.

Korrekte Art der Einnahme

Kapseln: Ausser der abendlichen Dosis vor dem Schlafengehen, soll Ursofalk zu den Mahlzeiten (unzerkaut mit Flüssigkeit) eingenommen werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Indikationen von Ursofalk kommen bei Kindern und Jugendlichen nur äusserst selten vor. Dementsprechend sind Wirksamkeit und Sicherheit in dieser Population nicht ausreichend dokumentiert. Begrenzte Erfahrungen bestehen mit Dosen zwischen 5 mg/kg/Tag und 30 mg/kg/Tag bei Kindern mit Cholestasen verschiedenen Ursprungs.

Kontraindikationen

Bei folgenden Erkrankungen bzw. Erkrankungszuständen und Therapieformen sollte Ursofalk nicht eingenommen werden:

Akute Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege,

Verschluss der Gallenwege (Choledochus- oder Zystikusverschluss).

Häufig vorkommende Gallenkolliken;

röntgendichte, kalzifizierte Gallensteine;

eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase.

Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Ursofalk Kapseln und Suspension sollen unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

In den ersten 3 Monaten der Behandlung sollen die Leberparameter AST (SGOT), ALT (SGPT) und γ-GT alle 4 Wochen, dann alle 3 Monate vom behandelnden Arzt kontrolliert werden.

Mit diesen Überwachungsmassnahmen soll sichergestellt werden, dass mögliche Leberfunktionsstörungen frühzeitig erkannt werden. Dies gilt vor allem bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium der primär biliären Zirrhose. Ausserdem wird rechtzeitig erkannt, ob ein Patient mit primär biliärer Zirrhose auf die Behandlung anspricht.

Bei Anwendung zur Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen:

Um den Verlauf der Behandlung einschätzen und eine Verkalkung der Gallensteine rechtzeitig erkennen zu können, sollte abhängig von der Steingrösse 6-10 Monate nach Behandlungsbeginn eine Darstellung der Gallenblase (orale Cholezystografie) mit Übersichts- und Schlussaufnahmen im Stehen und im Liegen (Ultraschallverlaufskontrolle) durchgeführt werden.

Frauen im gebärfähigen Alter sollten Ursofalk nur bei gleichzeitiger Anwendung von empfängnisverhütenden Massnahmen einnehmen. Nicht hormonelle Empfängnisverhütungsmethoden oder orale Kontrazeptiva mit niedrigem Östrogengehalt werden empfohlen. Patientinnen, die Ursofalk 250 mg/5 ml Suspension zur Auflösung von Gallensteinen einnehmen, sollten wirksame nicht-hormonelle Verhütungsmethoden anwenden, da hormonhaltige Kontrazeptiva die Bildung von Gallensteinen fördern können.

Bei Anwendung zur Behandlung von Patienten mit PBC im fortgeschrittenen Stadium:

In sehr seltenen Fällen wurde eine Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die nach Absetzen der Behandlung teilweise reversibel war.

Bei Patienten mit PBC können sich klinische Symptome (z.B. Juckreiz) in seltenen Fällen zu Beginn der Behandlung verstärken. In diesem Fall sollte die Dosis auf 1 Messbecher Ursofalk 250 mg/5 ml Suspension bzw. 1 Kapseln 250 mg täglich reduziert werden. Danach sollte die Dosis wie unter Dosierung/Anwendung beschrieben, schrittweise wieder erhöht werden.

Bei Diarrhö ist die Dosis zu reduzieren. In Fällen von anhaltender Diarrhö sollte die Behandlung abgebrochen werden.

Bei Patienten unter Nulldiät oder mit Gallensäurenmalabsorption soll Ursofalk mit Vorsicht unter sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung angewendet werden.

Ursofalk soll bei intrahepatischen Cholestasen anderer Provenienz als primär biliärer Zirrhose zurzeit nur im Rahmen kontrollierter klinischer Studien eingesetzt werden. In fortgeschrittenen Stadien der PBC kann die Therapie mit Ursodeoxycholsäure zu Leberdekompensation führen.

Interaktionen

Ursofalk sollte nicht gleichzeitig mit Colestyramin, Colestipol oder Aluminiumhydroxid- und/oder Tonerde-haltigen Antazida verabreicht werden, da diese Präparate die Ursodeoxycholsäure im Darm binden und damit ihre Resorption und Wirksamkeit verhindern. Sollte die Einnahme eines Präparates, das einen dieser Wirkstoffe enthält, notwendig sein, so ist darauf zu achten, dass die Einnahme von Ursofalk zeitversetzt 2 Stunden davor oder danach erfolgt.

Ursofalk kann Auswirkungen auf die Resorption von Ciclosporin aus dem Darm haben. Bei Patienten, die unter einer Ciclosporin-Therapie stehen, sollte daher die Ciclosporin-Konzentration im Blut durch den Arzt überprüft und ggf. eine Anpassung der Ciclosporin-Dosis vorgenommen werden.

In Einzelfällen kann Ursofalk die Resorption von Ciprofloxacin vermindern.

In einer klinischen Studie mit gesunden Probanden führte die gleichzeitige Einnahme von UDCA (500 mg/Tag) zu leicht erhöhten Plasmaspiegeln von Rosuvastatin. Die klinische Relevanz dieser Wechselwirkung, auch in Bezug auf andere Statine, ist unbekannt.

Es wurde gezeigt, dass Ursodeoxycholsäure die Plasmaspitzenkonzentrationen (Cmax) sowie die Fläche unter der Kurve (AUC) des Calciumantagonisten Nitrendipin vermindert. Bei gleichzeitiger Anwendung von Nitrendipin und UDCA wir eine engmaschige Überwachung empfohlen. Eventuell ist eine Erhöhung der Nitrendipin-Dosis erforderlich.

Ebenso wurde eine Verminderung des therapeutischen Effekts von Dapson berichtet.

Diese Beobachtungen in Verbindung mit in-vitro-Befunden könnten ein Hinweis auf eine mögliche Induktion von Zytochrom P450 3A Enzymen durch Ursodeoxycholsäure sein.

In einer gut geplanten klinischen Interaktionsstudie mit Budesonid, einem bekannten Zytochrom P450 3A Substrat, wurde jedoch keine Induktion durch UDCA beobachtet.

Östrogene und Cholesterin-senkende Substanzen wie Clofibrat erhöhen die hepatische Cholesterinsekretion und können so die Bildung von Gallensteinen fördern, was einer Auflösung von Gallensteinen durch Ursodeoxycholsäure entgegenwirken könnte.

Schwangerschaft/Stillzeit

Tierexperimentelle Studien zeigten keinen Einfluss von UDCA auf die Fertilität. Daten zum Einfluss einer UDCA-Behandlung auf die Fertilität von Menschen liegen nicht vor.

Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizität während der frühen Trächtigkeitsphase gezeigt. Während der Schwangerschaft darf Ursofalk nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Frauen im gebärfähigen Alter sollten nur bei gleichzeitiger Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden Massnahmen behandelt werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Vor Beginn der Behandlung ist das Bestehen einer Schwangerschaft auszuschliessen.

Basierend auf wenigen dokumentierten Fällen stillender Frauen ist der UDCA-Spiegel in der Muttermilch sehr niedrig. Daher sind Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen unwahrscheinlich. Vorsichtshalber soll während der Behandlung mit Ursofalk nicht gestillt werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Ursofalk Suspension/Kapseln haben keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Unerwünschte Wirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig (>1/10).

Häufig (>1/100 bis <1/10).

Gelegentlich (>1/1'000 bis <1/100).

Selten (> 1/10'000 bis <1/1'000).

Sehr selten/nicht bekannt (<1/10'000).

Einzelfälle.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

In klinischen Studien wurde häufig über breiförmige Stühle bzw. Durchfall berichtet. Sehr selten kam es bei der Behandlung der primär biliären Zirrhose zu schweren rechtsseitigen Oberbauchbeschwerden.

Leber- und Gallenerkrankungen

Unter der Behandlung mit Ursofalk kann sehr selten eine Verkalkung von Gallensteinen auftreten. Bei Therapie der primär biliären Zirrhose im fortgeschrittenen Krankheitsstadium wurde sehr selten eine Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die sich nach Absetzen der Therapie zurückbildete.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr selten kann es zu Urtikaria kommen.

Überdosierung

Bei Überdosierungen können Diarrhöen auftreten. Im Allgemeinen ist mit Überdosierung nicht zu rechnen, da die UDCA mit zunehmender Dosis schlechter resorbiert und deshalb vermehrt fäkal ausgeschieden wird.

Spezifische Gegenmassnahmen können entfallen; Durchfall-Folgezustände sind symptomatisch zu behandeln mit Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich.

Zusätzliche Information über bestimmte Patientengruppen:

Die Langzeitanwendung von hochdosierter UDCA (28-30 mg/kg/Tag) ging bei Patienten mit primär sklerosierender Cholangitis (off-label use) mit einer grösseren Häufigkeit von schwerwiegenden Nebenwirkungen einher.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A05AA02

Wirkmechanismus

Ursodeoxycholsäure (UDCA) ist eine hydrophile natürliche Gallensäure, die physiologisch in kleinen Mengen in der menschlichen Galle vorhanden ist.

Nach oraler Verabreichung bewirkt UDCA eine Verminderung der Cholesterinsättigung der Galle durch Hemmung der Cholesterinabsorption im Darm und Senkung der Cholesterinsekretion in die Galle. Vermutlich erfolgt eine allmähliche Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen durch Dispersion des Cholesterins und Bildung von Flüssigkristallen.

Pharmakodynamik

Die Wirkung der Ursodeoxycholsäure bei Leber- und cholestatischen Erkrankungen beruht nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich auf einem relativen Austausch lipophiler, Detergenzien artiger, toxischer Gallensäuren gegen die hydrophile, zytoprotektive, untoxische Ursodeoxycholsäure, auf einer Verbesserung der sekretorischen Kapazität der Leberzelle und auf immunregulatorischen Prozessen.

Klinische Wirksamkeit

Ursofalk reduziert den Gehalt von Cholesterin in der Galle, weshalb es nach regelmässiger Einnahme zur Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen führt.

Pharmakokinetik

Absorption

Oral verabreichte UDCA wird im Jejunum und oberen Ileum durch passiven, im terminalen Ileum durch aktiven Transport schnell resorbiert. Die Absorptionsrate beträgt 60–80%.

Distribution

Nach der Resorption wird die Gallensäure in der Leber fast vollständig mit den Aminosäuren Glycin und Taurin konjugiert und dann biliär ausgeschieden. Die First-pass-Clearance durch die Leber beträgt bis zu 60%.

Metabolismus

Im Darm erfolgt teilweise ein bakterieller Abbau zu 7-keto-Lithocholsäure und Lithocholsäure. Lithocholsäure ist lebertoxisch und ruft in einer Reihe von Tierspezies Leberparenchymschäden hervor. Beim Menschen wird sie nur zu einem sehr geringen Teil resorbiert. Dieser Anteil wird in der Leber sulfatiert und dadurch detoxifiziert, und dann wieder biliär und schliesslich fäkal ausgeschieden.

Elimination

Die biologische Halbwertzeit der UDCA liegt bei 3,5–5,8 Tagen.

Präklinische Daten

Akute Toxizität

Untersuchungen am Tier zur akuten Toxizität haben keine toxischen Schäden gezeigt.

Chronische Toxizität

Untersuchungen zur subchronischen Toxizität an Affen zeigten in den Gruppen mit hoher Dosierung hepatotoxische Effekte auch in Form von funktionellen Veränderungen (u.a. Leberenzymveränderungen) und morphologische Veränderungen wie Gallengangsproliferationen, portale Entzündungsherde und hepatozelluläre Nekrosen.

Kanzerogenes und mutagenes Potenzial

Langzeituntersuchungen an Maus und Ratte ergaben keine Hinweise auf ein karzinogenes Potenzial von UDCA. Die zu Ursodeoxycholsäure vorliegenden Tests ergaben keine relevanten Hinweise auf eine mutagene Wirkung.

Reproduktionstoxizität

In Untersuchungen an Ratten traten nach einer Dosis von 2000 mg UDCA/kg Körpergewicht Schwanzfehlbildungen auf. Beim Kaninchen wurden bis zu einer Dosis von 300 mg UDCA/kg Körpergewicht keine teratogenen Effekte festgestellt. Ursodeoxycholsäure hatte keinen Einfluss auf die Fertilität bei Ratten und beeinträchtigte nicht die Peri-/Postnatalentwicklung der Nachkommen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Suspension: Nach Anbruch des Behältnisses: 4 Monate.

Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp.» bezeichneten Verfalldatum verwendet werden.

Besondere Lagerhinweise

Kapseln: Zwischen 15–25 °C, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.

Suspension: Zwischen 15–25 °C aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Suspension: Vor Gebrauch kräftig schütteln. Zum besseren Aufschütteln der Suspension ist die Flasche nicht randvoll gefüllt. Die deklarierte Füllmenge ist jedoch garantiert.

Zulassungsnummer

42782, 54634 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Vifor SA, 1752 Villars-sur-Glâne.

Stand der Information

Oktober 2014.

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