Tussanil N Supp 30 Mg Erw 10 Stk

Tussanil N Supp 30 Mg Erw 10 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Noscapini hydrochloridum.

Hilfsstoffe: pro suppos.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Suppositorium enthält:

Erwachsene (ab 12 Jahren): 30 mg.

Kinder (6–12 Jahre): 15 mg.

Kleinkinder (2–6 Jahre): 7,5 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Husten bei Erkältungen und Reizhusten bei Erkältungen.

Auf ärztliche Verordnung oder auf Rat eines Apothekers:

Akuter oder chronischer Reizhusten verschiedenen Ursprungs, Husten als Begleiterscheinung infektiöser oder allergischer Entzündungen der Atemwege (Bronchitis, Laryngitis, Tracheitis, Pharyngitis, Sinusitis), keuchhustenähnliche Befallsformen, postoperativer Husten, Asthmatikerhusten.

Dosierung/Anwendung

Je nach Bedürfnis 3–4mal täglich (5 Supp./24 Std. nicht überschreiten):

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: 1 Suppos. für Erwachsene.

Kinder (6–12 Jahre): 1 Suppos. für Kinder.

Kinder (2–6 Jahre): 1 Suppos. für Kleinkinder.

Kinder unter 2 Jahren: nach ärztlicher Verordnung.

Kontraindikationen

Atemwegserkrankungen mit starker Schleimbildung.

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff (Noscapin) oder einem der Hilfsstoffe (die Suppositorien enthalten Laktose).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Relative Kontraindikationen

Bei Kindern unter 2 Jahren ist Tussanil-N nur auf ärztliche Verordnung anzuwenden.

Siehe «Schwangerschaft, Stillzeit».

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Dauert der Husten über 7 Tage, dann ist ein Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen, um eine Krankheit, die eine spezifische Behandlung fordern würde, auszuschliessen.

Die gleichzeitige Gabe eines Mukolytikums und eines Expektorans ist unvernünftig und kann, durch Hemmung des Hustenreflex und der Atemwegsselbstreinigung, zu einer Schleimstase führen, mit dem Risiko eines Bronchospasmus und einer Lungeninfektion (s. Kontraindikationen).

Die gleichzeitige Gabe von ZNS-Depressiva (z.B. Neuroleptika, Anxiolytika, Hypnotika, schmerzstillende Antidepressiva, Analgetika und morphinischen Antitussiva) kann die Zentraldepression erhöhen und die Vigilität verschlechtern.

Interaktionen

Gleichzeitige Gabe eines Mukolytikums und/oder eines Expektorans und/oder von ZNS-Depressiven: s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren vor.

Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Fötus oder die postnatale Entwicklung.

Eine Embryotoxizität ist bei sehr hohen Dosen, die auch auf die Mutter toxisch wirken, möglich.

Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Da Noscapin in die Muttermilch gelangen kann, ist seine Verwendung während der Stillzeit zu vermeiden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Tussanil-N kann Schwindel verursachen, welche die Fähigkeit zum Fahren und zum Bedienen von Maschinen verschlechtern können.

Unerwünschte Wirkungen

Es können Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Übelkeit und Exantheme auftreten.

Es gibt kein Risiko einer Abhängigkeit.

Die Suppositorien reizen die rektale Schleimhaut nicht.

Überdosierung

Symptome einer massiven Überdosierung: Krämpfe, ZNS-Depression, Atemdepression, Koma.

Chronische Überdosierung: Nausea, Erbrechen, Schwindel, Reizbarkeit, Unruhe, Verwirrtheit, Schläfrigkeit.

Behandlung: Symptomatisch.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R05DA07

Wirkungsmechanismus

Noscapin dämpft den Hustenreflex durch Erhöhung der Reizschwelle des Hustenzentrum in der Medulla oblongata.

Klinische Wirksamkeit

Noscapin, Wirkstoff von Tussanil-N, ist ein zentrales, nichtnarkotisches Antitussivum. Seine Wirksamkeit entspricht derjenigen des Codeins ohne dessen verschiedene Nachteile. Es bekämpft den trockenen Husten, ohne den Schleimauswurf zu behindern. Es dämpft das Atemzentrum nicht und hat keine bronchospastische Wirkung.

Pharmakokinetik

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Nach einer raschen gastrointestinalen Absorption wird Noscapin vor allem durch die Leber metabolisiert und über die Harnwege ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit beträgt 2,6 Stunden.

Präklinische Daten

Bei in vitro und in vivo Genotoxizitätsstudien zeigte Noscapin, bei hohen Dosierungen/Dosen, eine Induktion von Polyploidien; diese Effekte sind wahrscheinlich für Menschen bei therapeutischen Dosen ohne Relevanz.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Verfalldatum auf dem Behälter beachten.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Zulassungsnummer

24024 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Vifor Consumer Health SA, Villars-sur-Glâne/Fribourg.

Stand der Information

Dezember 2002.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.