Stesolid Tabl 10 Mg 100 Stk

Stesolid Tabl 10 Mg 100 Stk

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Stesolid und wann wird es angewendet?

Stesolid ist ein Arzneimittel, das auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin gegen Angst und Spannungszustände eingesetzt wird. Stesolid wirkt beruhigend in Fällen von innerer Unruhe, Nervosität, Beklemmung und Schlafstörungen, die mit Angst einhergehen, sowie krampflösend bei epileptischen Anfällen.

Wann darf Stesolid nicht angewendet werden?

Stesolid sollte nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Diazepam oder einem anderen Arzneimittel der gleichen Wirkstoffgruppe (Benzodiazepine) oder einem Hilfsstoff gemäss Zusammensetzung.

Wenn Sie unter Muskelschwäche (Myasthenia gravis), schweren Atembeschwerden, nächtlichem Erwachen wegen Unterbrechung der Atmung (Schlafapnoe-Syndrom), Lebererkrankungen leiden, oder falls Sie von einem Mittel abhängig sind, einschliesslich Alkohol, dürfen Sie Stesolid ebenfalls nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Stesolid Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Sie sollten deshalb unter Stesolid kein Motorfahrzeug lenken und keine gefährlichen Maschinen bedienen.

Abhängigkeitsgefährdung

Die Einnahme von Stesolid kann – wie bei allen Benzodiazepin-haltigen Präparaten – zu einer Abhängigkeit führen. Diese kann vor allem bei einer ununterbrochenen Einnahme über längere Zeit (in gewissen Fällen bereits nach einigen Wochen) auftreten und hat nach abruptem Absetzen des Arzneimittels Entzugssymptome zur Folge. Es können dann Unruhe, Angstzustände, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen und Schweissausbrüche auftreten. Diese Erscheinungen klingen in der Regel nach zwei bis drei Wochen ab.

Um das Risiko der Entwicklung einer Abhängigkeit möglichst klein zu halten, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Nehmen Sie Stesolid nur auf Anordnung des Arztes bzw. der Ärztin ein.
  • Erhöhen Sie auf keinen Fall die vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosis.
  • Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie das Arzneimittel absetzen wollen.
  • Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird periodisch darüber entscheiden, ob die Behandlung weitergeführt werden muss.
  • Eine Einnahme über längere Zeit (in der Regel mehr als vier Wochen) darf nur unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung erfolgen.

Stesolid kann die Wirkung von Alkohol oder anderer dämpfender Arzneimittel, wie Beruhigungsmittel, Schlafmittel, krampflösende Mittel (gegen Epilepsie) oder Schmerzmittel verstärken.

Verzichten Sie deshalb während der Behandlung am besten ganz auf akoholische Getränke.

Andere auf das Gehirn wirkende Arzneimittel (zum Beispiel Beruhigungsmittel, Schlafmittel, Mittel gegen Depressionen, verschiedene Schmerzmittel, Arzneimittel gegen Anfallsleiden (Antiepileptika) oder muskelrelaxierende Mittel), ebenso gewisse Arzneimittel gegen Magengeschwüre, Tuberkulose, Pilzerkrankungen, Asthma oder zur Alkohol­entwöhnung und Stesolid können einander unter Umständen beeinflussen. Solche Arzneimittel dürfen Sie deshalb nur dann zusammen mit Stesolid einnehmen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin damit einverstanden ist. Sagen Sie es Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie an einer Herzkrankheit oder an Atemschwierigkeiten leiden.

Darf Stesolid während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

Während der Schwangerschaft soll auf Stesolid verzichtet werden, ausser wenn der Arzt oder die Ärztin es für absolut unerlässlich hält und es Ihnen trotzdem ausdrücklich verschreibt. Die Anwendung wurde mit schädigenden Wirkungen auf das Ungeborene in Verbindung gebracht.

Während der Stillzeit sollen Sie Stesolid nicht anwenden, da Stesolid und seine Stoffwechselprodukte in die Muttermilch übergehen. Ist die Behandlung unausweichlich, soll abgestillt werden.

Wie verwenden Sie Stesolid?

Die normale Dosierung für Erwachsene beträgt 1 bis 2 mal täglich 1 Tablette oder 1 Mikroklisma zu 5 mg oder 10 mg. Die Tabletten sind mit einem Glas Wasser oder einem andern alkoholfreien Getränk zu schlucken.

Bei älteren und schwachen Patienten sollte die Dosis 5 mg pro Tag nicht überschreiten.

Kinder 1–6 Jahre: 2 mg bis 5 mg pro Tag.

Kinder über 6 Jahre: 5 mg bis 10 mg pro Tag.

In jedem Fall legt der Arzt oder die Ärztin die für Sie notwendige Dosierung fest.

Besonders wenn Sie Stesolid länger als drei Monate und in hohen Dosen eingenommen haben (15 mg pro Tag und mehr), sollte das Beenden der Behandlung nicht abrupt, sondern durch schrittweise Verminderung der Dosis erfolgen.

Ändern Sie deshalb nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Stesolid haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Stesolid auftreten:

Einige Tage nach dem Absetzen kann es, besonders nach längerem Gebrauch, zu einem vorübergehenden Wiederauftreten der ursprünglichen Krankheitszeichen kommen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine natürliche Anpassungsreaktion Ihres Körpers, welche auch ohne Gebrauch des Arzneimittels rasch verschwindet. Ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin sollten Sie deswegen nicht mit der Wiedereinnahme von Stesolid oder einem ähnlichen Präparat beginnen.

Eine spätere erneute Behandlung auf Anordnung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin ist jederzeit möglich.

Besonders bei hohen Dosen oder am Anfang der Behandlung können Schläfrigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verlängerte Reaktionszeit, Muskelschwäche und unsicherer Gang (Sturzgefahr) auftreten.

Im Weiteren sind folgende Nebenwirkungen beobachtet worden: Verwirrtheit, Koordinationsstörungen, Bewusstseinstrübung, reduzierte Aufmerksamkeit, Herz-Kreislauf-Störungen, Gelbsucht, Verstopfung, Depression, Sehstörungen (zum Beispiel Doppeltsehen), undeutliche Aussprache, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, Blasenstörungen, Sexualschwäche, Übelkeit, Mundtrockenheit oder vermehrter Speichelfluss, Hautausschläge, Zittern, Schwindel, Gedächtnisstörungen, paradoxe Reaktionen wie Unruhe, Rastlosigkeit, Angst, Alpträume, Halluzinationen, Reizbarkeit, Wut, Aggressivität, Wahnvorstellungen, ungewöhnliches Verhalten können auftreten. Treten solche Erscheinungen auf, sollten Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin benachrichtigen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Wie alle Arzneimittel ist Stesolid ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Stesolid bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren und Stesolid Rectal Mikroklismen vor Licht schützen und nicht einfrieren.

Was ist in Stesolid enthalten?

Stesolid enthält Diazepam als Wirkstoff. Stesolid ist erhältlich in Form von Tabletten zu 2 mg, 5 mg, 10 mg und Mikroklismen zu 5 mg und 10 mg pro 2,5 ml Lösung. Die Tabletten enthalten verschiedene Hilfsstoffe, die zu ihrer Herstellung benötigt werden. Die Mikroklismen enthalten Propylenglykol, weitere Hilfsstoffe und die Konservierungsmittel E 210, E 211 und Benzylalkohol.

Zulassungsnummer

39645, 41756 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Stesolid? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Stesolid Tabletten 2 mg: 25 und 100.

Stesolid Tabletten 5 mg: 25 und 100.

Stesolid Tabletten 10 mg: 25 und 100.

Stesolid Mikroklismen 5 mg: 5.

Stesolid Mikroklismen 10 mg: 5.

Zulassungsinhaberin

Actavis Switzerland AG, 8105 Regensdorf.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2013 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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