Beriplast P Combi-set Trockensub 0.5 Ml C Solv

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe:

Combi-Set I: Fibrinogen aus Humanplasma, Gerinnungsfaktor XIII aus Humanplasma und Aprotinin (Rind: Lunge).

Combi-Set II: Thrombin aus Humanplasma, Calciumchlorid.

Hilfsstoffe:

Combi-Set I:

Flasche 1 (Pulver): Albumin aus Humanplasma, L-Argininhydrochlorid, L-Isoleucin, Natrium-L-glutamat Monohydrat, NaCl, Natriumcitrat Dihydrat.

Flasche 2 (Lösungsmittel): NaCl, Wasser für Injektionszwecke.

Combi-Set II:

Flasche 3 (Pulver): NaCl, Natriumcitrat Dihydrat.

Flasche 4 (Lösungsmittel): Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver und Lösungsmittel für einen Gewebekleber.

  • Combi-Set I zur Zubereitung der Fibrinogenlösung, bestehend aus Flasche 1 und 2, gekoppelt über ein Überleitungsgerät.
  • Combi-Set II zur Zubereitung der Thrombin-Lösung, bestehend aus Flaschen 3 und 4, gekoppelt über ein Überleitungsgerät.

Das Combi-Set I zur Zubereitung der Fibrinogenlösung enthält nach Rekonstitution mit Aprotinin-Lösung pro ml:

Fibrinogen 90 mg; Gerinnungsfaktor XIII 60 IE; Aprotinin 1000 KIE* entspr. 0,56 PEU**; Natriumchlorid 23,5 mg; Albumin 10 mg; Natriumcitrat Dihydrat 5,5 mg;

L-Argininhydrochlorid; L-Isoleucin; Natrium-L-glutamat Monohydrat.

Das Combi-Set II zur Zubereitung der Thrombinlösung enthält nach Rekonstitution mit Calcium-Chlorid-Lösung pro ml:

Thrombin 500 IE; Calciumchlorid Dihydrat 5,9 mg; Natriumchlorid 4 mg; Natriumcitrat Dihydrat 2,2 mg.

* KIE = Kallikrein-Inaktivator-Einheit, ** PEU = Ph.Eur. Einheiten; 1 PEU entspr. 1800 KIE.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

  • Zur Blutstillung (einschliesslich endoskopischer Behandlung blutender gastroduodenaler Ulcera).
  • Zur Verklebung und zum Verschluss der Wunde, wenn chirurgische Massnahmen nicht ausreichen.

Dosierung/Anwendung

Beriplast P Combi-Set soll nur von erfahrenen Ärzten und Chirurgen angewendet werden.

Dosierung

Das zu verabreichende Volumen an Beriplast P Combi-Set und die Häufigkeit der Anwendung sollen sich stets an dem zugrundeliegenden klinischen Bedarf des Patienten orientieren. Die zu verabreichende Dosis bestimmt sich nach Variablen wie z.B. nach der Art des chirurgischen Eingriffs, der Anwendungsfläche und der Art der geplanten Anwendung sowie der Zahl der Anwendungen. Die Anwendung des Produktes muss durch den behandelnden Arzt individuell festgelegt werden. In klinischen Studien wurden typischerweise Einzeldosen von 0,5 bis 4 ml eingesetzt. Bei manchen Eingriffen (z.B. Lebertraumata oder Klebung grossflächiger Verbrennungen) können grössere Volumina (10 ml oder mehr) erforderlich werden.

Das Anfangsvolumen des Produktes für eine bestimmte anatomische Situation soll ausreichend bemessen sein, um die Anwendungsfläche vollständig zu versorgen (abzudecken). Bei Bedarf kann die Anwendung wiederholt werden.

Anwendung bei Kindern

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Beriplast bei Kindern und Jugendlichen wurde bisher noch nicht in kontrollierten klinischen Studien untersucht.

Art und Dauer der Anwendung

Nur für epiläsionale Anwendung. Vor dem Aufbringen von Beriplast muss die Wundoberfläche mittels Standardtechniken (z.B. intermittierende Anwendung von Kompressen, Tupfern, Anwendung von Saugern) getrocknet werden (siehe Kapitel «Hinweise zur Handhabung»).

Kontraindikationen

Beriplast P Combi-Set darf nicht intravasal angewendet werden. Arterielle und starke venöse Blutungen. Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Rindereiweiss, einem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nur für epiläsionale Anwendung. Nicht intravasal anwenden! Bei versehentlicher intravasaler Gabe können thromboembolische Komplikationen auftreten.

Vor der Anwendung ist sorgfältig darauf zu achten, dass Körperteile ausserhalb der gewü̈nschten Applikationsfläche ausreichend geschü̈tzt (abgedeckt) werden, um Verklebungen an unerwü̈nschter Stelle zu vermeiden.

Wie bei jedem beliebigen proteinhaltigen Produkt können allergieartige Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen schliessen Nesselsucht, generalisierte Urtikaria, Engegefühl in der Brustgegend, Stenoseatmung, Hypotonie bis hin zum anaphylaktischen Schock ein. Wenn diese Symptome auftreten, soll die Behandlung sofort abgebrochen werden.

Beriplast P Combi-Set enthält Rindereiweiss (Aprotinin). Besonders nach wiederholter Gabe von Aprotinin besteht ein sehr seltenes Risiko von allergischen Reaktionen. Deshalb sollten alle Gaben von Aprotinin oder aprotininhaltigen Präparaten dokumentiert werden. Beim Auftreten eines Schocks sind die aktuellen medizinischen Richtlinien zur Schocktherapie zu beachten (vgl. auch Kapitel «Unerwünschte Wirkungen»).

Besonderer Hinweis zur lokalen Injektion

Die Verabreichung von Beriplast P Combi-Set zur endoskopischen Behandlung gastrointestinaler Blutungen kann eine Gewebsschädigung verursachen, die zu einer intramuralen Hämatombildung führen kann. Abdominale Schmerzen, Übelkeit oder Erbrechen innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach einer solchen endoskopischen Behandlung können Anzeichen für ein intramurales Hämatom sein. Bei Patienten mit einem intramuralen Hämatom der Duodenalwand wurde in der Literatur in Einzelfällen das Auftreten einer Pankreatitis beschrieben. Auf die Differentialdiagnostik bei Pankreatitis sollte deshalb besondere Sorgfalt verwendet werden.

Virale Sicherheit

Beriplast P Combi-Set wird aus humanem Plasma hergestellt. Standardmassnahmen zur Verhinderung von Infektionen durch den Einsatz von aus Blut oder Blutplasma hergestellten Arzneimitteln schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker sowie effektive Schritte zur Inaktivierung/Eliminierung von Viren im Herstellverfahren ein. Dennoch kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dasselbe gilt auch für bislang unbekannte Viren oder neu aufgetretene Viren und andere Pathogene.

Die getroffenen Massnahmen werden als wirksam angesehen für umhüllte Viren, wie z.B. das humane Immundefizienzvirus (HIV), das Hepatitis B-Virus (HBV) und das Hepatitis C Virus (HCV).

Für nicht-umhüllte Viren, wie z.B. Hepatitis A-Virus (HAV) oder Parvovirus B19, können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein.

Parvovirus B19 Infektionen können schwerwiegende Folgen für schwangere Frauen (fetale Infektion) und für Personen mit Immunmangelkrankheiten oder gesteigerter Erythropoese (z.B. hämolytische Anämie) haben.

Bei jeder Verabreichung von Beriplast P Combi-Set an einen Patienten sind der Name und die Chargennummer des Präparates zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Patient und Produktecharge herzustellen.

Interaktionen

Studien zu Wechselwirkungen wurden nicht durchgeführt. Ähnlich wie bei vergleichbaren Produkten oder Thrombinlösungen kann Beriplast P Combi-Set durch Kontakt mit Lösungen, die Alkohol, Jod oder Schwermetalle enthalten (z.B. antiseptische Lösungen), denaturiert werden. Solche Substanzen sollen vor der Anwendung von Beriplast soweit wie möglich entfernt werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Klinische Prüfungen mit Fibrinklebern/Hämostatika in der Schwangerschaft oder Stillzeit wurden bislang nicht durchgeführt. Untersuchungen am Tier sind ungeeignet für die Beurteilung der Auswirkungen auf die Reproduktionsfähigkeit, die Entwicklung des Embryos oder Foetus, den Schwangerschaftsverlauf und die peri-/postnatale Entwicklung. Zur Anwendung von Beriplast P Combi-Set in der Schwangerschaft liegen nur begrenzte Erfahrungen vor. Daher sollte das Arzneimittel bei schwangeren Frauen oder stillenden Müttern nur angewendet werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist.

Fertilität

Es liegen keine Daten zur Fertilität vor.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.

Unerwünschte Wirkungen

Die folgenden Standard-Kategorien von Häufigkeiten werden verwendet: Sehr häufig: ≥1/10; häufig: ≥1/100 und <1/10; gelegentlich: ≥1/1'000 und <1/100; selten: ≥1/10'000 und <1/1'000; sehr selten: <1/10'000).

Erkrankungen des Immunsystems

In sehr seltenen Fällen kann es zum Auftreten von Überempfindlichkeits- oder allergischen Reaktionen (Angioödem, Brennen und Stechen an der Anwendungsstelle, Bronchospasmus, Schüttelfrost, Flush, generalisierte Urtikaria, Kopfschmerzen, Ausschlag, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe, Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Zittern, Erbrechen oder Stridor) kommen, die in Einzelfällen bis zum anaphylaktischen Schock reichen können. Solche Reaktionen können besonders bei wiederholter Anwendung oder bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Rindereiweiss oder andere Bestandteile des Präparates beobachtet werden. Antikörper gegen Bestandteile des Fibrinklebers/Hämostatikum können selten auftreten.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Bei einer lokalen Injektion im Rahmen einer endoskopischen Behandlung gastrointestinaler Blutungen kann eine Gewebsschädigung zu einer intramuralen Hämatombildung fü̈hren.

Gefässerkrankungen

Bei versehentlicher intravasaler Gabe können thromboembolische Komplikationen und eine Verbrauchskoagulopathie (DIC) auftreten mit zusätzlichem Risiko einer anaphylaktischen Reaktion.

Sofortmassnahmen bei Unverträglichkeitsreaktionen: Sofortiger Abbruch der Behandlung und eine situationsgerechte Behandlung einleiten.

Informationen zur Virensicherheit siehe auch Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Überdosierung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: B02BC30

Pharmakotherapeutische Gruppe: Lokale Hämostatika

Beriplast P Combi-Set wird aus gepooltem, humanem Plasma gesunder Spender gewonnen. Information über die Testung der Spenden und Plasmapools sind unter Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschrieben.

Der Herstellungsprozess von Beriplast P Combi-Set beinhaltet verschiedene Schritte, die zur Eliminierung/Inaktivierung von Viren beitragen. Dazu gehört die Hitzebehandlung des Präparates in wässriger Lösung bei 60 °C über 10 Stunden.

Wirkungsmechanismus

Bei der Fibrinklebung wird die letzte Phase der physiologischen Blutgerinnung initiiert.

Die Umwandlung von Fibrinogen zu Fibrin erfolgt durch die Aufspaltung von Fibrinogen in Fibrinmonomere und Fibrinpeptide. Die Fibrinmonomere aggregieren und bilden ein Fibringerinnsel. Faktor XIIIa, der durch Thrombin-Aktivierung aus Faktor XIII entsteht, vernetzt das Fibrin. Sowohl für die Umwandlung des Fibrinogens als auch für die Vernetzung von Fibrin sind Calciumionen notwendig. Bei fortschreitender Wundheilung wird durch Plasmin eine erhöhte Fibrinolyseaktivität induziert und der Zerfall von Fibrin zu Fibrinabbauprodukten eingeleitet.

Pharmakokinetik

Beriplast P Combi-Set wird nur epiläsional angewendet. Intravasale Anwendung ist kontraindiziert. Deshalb wurden keine intravasalen Pharmakokinetikstudien am Menschen durchgeführt. Fibrinkleber/Haemostatika werden wie körpereigenes Fibrin durch Fibrinolyse und Phagozytose abgebaut. Beriplast P Combi-Set wird nur lokal angewendet und ist sofort verfügbar.

Präklinische Daten

Toxizitätsstudien mit einmaliger Verabreichung haben keine spezielle Gefährdung für den Menschen gezeigt. Es wurden keine Studien zur Mutagenität, Karzinogenität und Reproduktionstoxizität durchgefü̈hrt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Beriplast P Combi-Set darf nur mit den unter «Zusammensetzung» genannten Lösungsmitteln rekonstituiert und nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Beriplast P Combi-Set enthält kein Konservierungsmittel. Chemische und physikalische in-use Stabilität wurde für 24 Stunden bei Raumtemperatur (max. 25 °C) gezeigt. Allerdings sollte das Präparat aus mikrobiologischer Sicht sofort verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Beriplast P Combi-Set im Kühlschrank (2-8 °C) lagern. Das Präparat nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise zur Handhabung

Die Lösungen sollen klar oder leicht opaleszent sein. Lösungen mit Trübungen oder Niederschlägen sind nicht zu verwenden. Die rekonstituierten Lösungen müssen vor der Anwendung auf Partikel oder Verfärbungen visuell geprüft werden.

Zubereitung und Herstellung der Lösungen:

(siehe Abbildungen 1 bis 4 im Deckel des Umkartons):

  • Vor Rekonstitution sind alle Beriplast Komponenten auf Raumtemperatur zu bringen (nicht über 25 °C).
  • Kartonständer (mit den Combi-Sets I und II) herausnehmen und aufrecht hinstellen.
  • Sterile Blisterverpackung nicht öffnen, Combi-Sets I und II im Kartonständer belassen.
  • Jedes Set einzeln rekonstituieren.
  • Durch kräftigen Druck von oben auf die senkrecht stehenden Combi-Sets werden die Lösungsmittel aus den Flaschen 2 bzw. 4 in die Flaschen mit dem Pulver (1 bzw. 3) überführt.
  • Das Vakuum zieht das Lösungsmittel durch das Transferset (siehe Abb. 1). Danach bei Raumtemperatur stehen lassen. Der Lösungsvorgang ist spätestens nach 5 bis 10 Minuten abgeschlossen. Man erhält eine klare bis leicht opaleszente Lösung. Trübungen der viskösen Lösung durch kleine Luftblasen stören nicht hinsichtlich der Wirksamkeit und der Verwendbarkeit des Präparates.
  • Auf dem freien Feld des Kartonständers (rechte Seitenhälfte) Datum und Uhrzeit der Auflösung vermerken.
  • Es ist darauf zu achten, dass die Combi-Sets I und II nach Auflösen senkrecht stehend gelagert werden.
  • Vor Anwendung die sterile Blisterverpackung aufreissen (siehe Abb. 2) und Combi-Set I und II unter sterilen Bedingungen entfernen. Die leeren Flaschen 2 bzw. 4 inkl. Transferset abnehmen (siehe Abb. 3).
  • Mit der blau markierten Spritze Inhalt aus schräg gehaltener Flasche 1 (Fibrinogen-Lösung/blaue Markierung) und mit der rot markierten Spritze Inhalt der Flasche 3 (Thrombin-Lösung/rote Markierung) vollständig aufziehen (siehe Abb. 4).

Nicht verbrauchte Lösungen müssen fachgerecht entsorgt werden.

Die hergestellten Lösungen sollten unmittelbar nach dem Aufziehen in die Spritzen verwendet werden.

Applikation

Die zubereiteten Lösungen (Flasche 1 und 3) sind lokal auf das Gewebe aufzubringen (getrennt oder gemeinsam). Vor dem Aufbringen von Beriplast muss die Wundoberfläche mittels Standardtechniken (z.B. intermittierende Anwendung von Kompressen, Tupfern, Anwendung von Saugern) getrocknet werden.

Getrennte Applikation von Fibrinogen-Lösung und Thrombin-Lösung:

  1. Fibrinogen-Lösung auf die zu klebende Gewebestelle aufbringen und sofort mit der thrombinhaltigen Lösung überschichten.
  2. Die zu klebenden Teile sind so lange zu fixieren, bis nach einigen Minuten eine vorläufige Verfestigung eingetreten ist.

Gemeinsame Applikation mit dem Pantaject® Applikationsbesteck:

Zur gemeinsamen Applikation von Fibrinogen- und Thrombinlösung kann das Applikationsbesteck Pantaject® benutzt werden.

Handhabung des Applikationsbesteckes für Beriplast P Combi-Set (siehe Abb. auf dem Set zur Anwendung)

Kanülen von den mit der Fibrinogen-Lösung (blaue Markierung) bzw. der Thrombin-Lösung (rote Markierung) gefüllten Spritzen entfernen.

(A) Das Y-Teil (3) in die konische Aussparung der Spritzenhalterung einlegen (4).

(B) Die mit Fibrinogen-Lösung (1/blaue Markierung) und mit Thrombin-Lösung (2/rote Markierung) gefüllten Spritzen auf das Y-Teil (3) fest aufstecken.

(C) Beide Spritzen in die Spritzenhalterung einrasten (4).

(D) Die Spritzenstempel mit der Griffplatte (5) verbinden, um ein Verkanten der Spritzenstempel zu vermeiden und einen gleichmässigen Vorschub zu gewährleisten.

(E) Zuletzt wird der Spray-Tip (6) oder die Applikationskanüle (7) (beide mit Luer-Lock-Anschluss) fest aufgeschraubt.

Zur Versorgung grosser Wundflächen kann der Kleber mit den beigepackten Spray-Tips versprüht oder mit Vlies, z.B. aus Polyglykolsäure oder Kollagen, kombiniert werden.

Vor der Anwendung im Wundgebiet ist die Durchgängigkeit des Systems zu überprüfen. Keinesfalls Spritzenstempel gegen Widerstand vorschieben! Unterbrechungen der Applikation, auch kurzzeitige, führen zum Verstopfen sowohl des Spray-Tips, als auch der Applikationskanüle. In einem solchen Fall ist der unbrauchbar gewordene Spray-Tip bzw. die Applikationskanüle durch eine/n neue/n zu ersetzen. Die 0,5 und 1 ml Beriplast P Combi-Set-Packungen enthalten hierfür 2, die 3 ml-Packung 3 Spray-Tips, und jeweils 4 stumpfe Applikationskanülen. Durch gleichmässigen Druck auf die Griffplatte - wie bei einer Injektion - wird durch den Spray-Tip der Fibrinkleber als feiner, gleichmässiger Nebel versprüht. Die günstigste Entfernung ist etwa 10 cm. Auf dem zu versorgenden Gewebe bildet sich ein feiner Fibrinkleberfilm.

Zulassungsnummer

54819 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

CSL Behring AG, Bern.

Stand der Information

November 2015.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten.