Betnesol Tabletten 0.5mg 30 Stück

Betnesol Tabletten 0.5mg 30 Stück

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Betamethasonum (ut Betamethasoni-natrii phosphas)

Hilfsstoffe: Saccharinum natricum; Conserv.: Natrii benzoas (E 211); Color: Erythrosin E127; Excip. pro compr.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Wasserlösliche Tabletten zu 0.5 mg mit einer Bruchrille

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Allergische ErkrankungenSchwere bzw. invalidisierende allergische Erkrankungen, die auf eine adäquate konventionelle Therapie nicht ansprechen, z.B. Anaphylaxie (nach vorgängiger Injektion von Adrenalin); schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Bronchialasthma.

Rheumatische ErkrankungenAls adjuvante Therapie bei akuten Schüben oder Exazerbationen von rheumatischen Erkrankungen, wenn diese durch nicht-steroidale Antirheumatika nicht ausreichend beherrscht werden können, z.B. rheumatische Arthritis.

KollagenerkrankungenAls adjuvante Therapie bei akuten Schüben von systemischem Lupus erythematosus, Dermatomyositis, rheumatischer Karditis.

Dermatologische ErkrankungenSchwere entzündliche Hauterkrankungen, wie z.B. akute Schübe von Pemphigus vulgaris, bullösem Pemphigoid, Pyoderma gangraenosum.

Hämatologische ErkrankungenAkute Phasen gewisser Erkrankungen des blutbildenden Systems, die einer Kortikosteroidtherapie zugänglich sein können, z.B. erworbene (akute) autoimmunhämolytische Anämie, thrombozytopenische Purpura.

Erkrankungen des GastrointestinaltraktesAkute Schübe von ulzerativer Colitis, manifester Enteritis regionalis Crohn.

Neoplastische Erkrankungen (zur palliativen Behandlung)Zur Palliativbehandlung von akuter und lymphatischer Leukämie, malignem Lymphom, multiplem Myelom.

Sarkoidose

Dosierung/Anwendung

Allgemeine Dosierungsempfehlungen

Eine Kortikosteroidtherapie ergänzt in der Regel eine Basistherapie, ersetzt diese aber nicht. Die Dosierung und die Dauer der Behandlung richten sich nach der Erkrankung, ihrem Schweregrad und Verlauf sowie dem Ansprechen des Patienten auf die Behandlung.

Zur Minderung der unerwünschten Wirkungen von Betamethason sollten folgende Therapie-Richtlinien beachtet werden:

Es sollte die niedrigste noch wirksame Dosierung angewendet werden. Sobald es der Zustand des Patienten erlaubt, soll eine anfangs hohe Dosierung schrittweise (in Abständen von einigen Tagen) auf eine Erhaltungsdosis von 0,5 - 2 mg pro Tag reduziert werden. Wie jede Glukokortikoidtherapie sollte auch eine Behandlung mit Betnesol nicht plötzlich abgebrochen, sondern durch eine langsame, stufenweise Verringerung der Tagesdosen beendet werden, um ein akutes Wiederausbrechen der Krankheit und eine Nebenniereninsuffizienz zu vermeiden. Je nach Dosis und Therapiedauer muss eine Dosisverringerung über Wochen oder Monate erfolgen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Für die Kurzzeitbehandlung von schweren (lebensbedrohenden) akuten Zuständen, wie Status asthmaticus oder anaphylaktischem Schock, ist Betnesol wegen des wie bei allen Glukokortikoiden verzögerten Wirkungseintritts (siehe «Eigenschaften/ Wirkungen») nicht als Ersatz der konventionellen, sofortwirkenden Behandlung, sondern zusätzlich zu dieser zu verabreichen. Es wird auf die Arzneimittelinformation solcher Präparate verwiesen.

Bei einer Langzeittherapie kann es vorkommen, dass die Dosis zeitweise wegen Stresssituationen oder Verschlechterung einer Krankheit erhöht werden muss. Eine Langzeitbehandlung sollte aber nur nach sorgfältiger Beurteilung von Nutzen und Risiko durchgeführt werden. Die Patienten müssen bei einer Langzeitbehandlung sorgfältig auf Zeichen überwacht werden, die eine Verringerung der Dosierung oder ein Absetzen der Medikation erforderlich machen.

Wenn Betnesol eine Therapie mit einem anderen Glukokortikoid ersetzen soll, sind die Äquivalenzdosen zu berücksichtigen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).

Erwachsene und JugendlicheDie Tagesdosis wird üblicherweise am Morgen und auf einmal verabreicht, da dadurch die Rhythmik der NNR-Sekretion weniger beeinträchtigt wird. Die Tabletten können in etwas Wasser gelöst eingenommen oder auch ganz geschluckt werden.Für die meisten Indikationen werden 1,5 bis 5 mg pro Tag für 1 -3 Wochen verabreicht, dann Dosisreduktion von 0,25 - 0,5 mg täglich alle zwei bis fünf Tage je nach Ansprechbarkeit des Patienten auf die Behandlung.

Bei gemischten Bindegewebserkrankungen und ulzerativer Colitis können höhere Dosierungen erforderlich sein.

Kurzzeitbehandlung: 2 – 3 mg täglich während der ersten Tage, dann Dosisreduktion wie oben.

Langzeitbehandlung (rheumatoide Arthritis): 0,5 – 2 mg täglich. Für die Erhaltungstherapie wird die niedrigste wirksame Dosis angewendet.

Bei Langzeitbehandlungen kann eine Einzeldosis jeden zweiten Tag gegeben werden.Für eine intermittierende Therapie (Verabreichung der Tagesdosis jeden zweiten Tag), ist Betnesol jedoch wegen der langanhaltenden Hemmwirkung von Betamethason auf die Hypothalamus-Hypophysen-NNR-Achse (3.25 Tage bei einer Einzeldosis von 6 mg) nicht geeignet und soll durch ein Kortikosteroid mit einer Hemmwirkung von weniger als 1.5 Tagen Dauer, z.B. durch Prednisolon oder Methylprednisolon (1.25 – 1.5 Tage), ersetzt werden.

Kinder

Bei Kleinkindern und Kindern sind im Allgemeinen geringere Dosen als die oben angegebenen ausreichend, doch sollte die Dosierung mehr auf die Schwere der Krankheit als auf Alter, Körpergewicht oder Körpergrösse abgestellt werden.

Nach ausreichendem Ansprechen soll Betnesol unter Dosisreduktion in kleinen Schritten möglichst schnell abgesetzt werden. Eine Langzeitbehandlung wird nicht empfohlen. Exakte Dosierungen wurden in klinischen Studien nicht etabliert. Aus der klinischen Erfahrung ergeben sich folgende Richtlinien zur Kurzzeitbehandlung:

0 – 2 Jahre: 0.5 – 1 mg/Tag

3 – 11 Jahre: 1 – 1.5 mg/Tag

Oder 0.063 – 0.25 mg/kg/Tag

Die Tabletten sind teilbar und mit einer halben Tablette lässt sich eine Einzeldosis von 0.25 mg verabreichen. Für die Verabreichung von kleineren Einzeldosen ist ein anderes (tiefer dosierbares) Steroid-Präparat zu verwenden

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber Betamethason oder einem anderen Bestandteil des Präparates. Systemische Infektionen, sofern keine spezifische anti-infektive Therapie durchgeführt wird.

Immunisierung mit Lebendviren-Impfstoffen.

Im Allgemeinen bestehen bei Zuständen, in denen die Verabreichung von Glukokortikoiden lebensrettend sein kann, keine Kontraindikationen.

Kontraindikationen bei über die Notfalltherapie hinausgehender Anwendung:

Magen-Darm-Ulcera, schwere Osteoporose, psychiatrische Anamnese; Herpes simplex, Herpes zoster (virämische Phase), Varizellen, Amöbeninfektionen, Systemmykosen, Poliomyelitis (mit Ausnahme der bulbärenzephalitischen Form), Lymphome nach BCG-Impfung.

Keine Behandlung 8 Wochen vor und bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Mögliche Komplikationen unter einer Kortikosteroidtherapie sind von der Höhe der Dosierung und der Dauer der Therapie abhängig. Deshalb sollten Nutzen und Risiko der Behandlung in Bezug auf Dosierung und Behandlungsdauer für jeden Patienten individuell beurteilt werden.

Das Wachstum und die Entwicklung von Kleinkindern und Kindern sind unter Langzeittherapie mit Kortikosteroiden sorgfältig zu überwachen. Es besteht das Risiko eines vorzeitigen Epiphysenschlusses.

Eine Behandlung mit Kortikosteroiden über mehr als zwei Wochen kann durch Hemmung der ACTH-Freisetzung zur NNR-Insuffizienz führen, die bis zur Atrophie der Nebennierenrinde gehen kann. Der Funktionsausfall der Nebennierenrinde kann bis zu einem Jahr und länger dauern und bedeutet für den Patienten ein lebensbedrohliches Risiko in Stress- und Belastungssituationen.

Bei Patienten, die während einer Kortikosteroidtherapie ungewöhnlichen Belastungen ausgesetzt sind (z.B. Operation, schweres Trauma, schwere Infektion), ist zur Überbrückung vor, während und nach dem belastenden Ereignis zusätzlich ein rasch wirkendes Kortikosteroid angezeigt. Da auch die Mineralokortikoid-Sekretion beeinträchtigt werden kann, sollte bei länger dauerender Substitution auch auf die Gabe von Natriumchlorid und / oder Mineralokortikoid geachtet werden. Eine sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz, welche durch Glukokortikoide induziert ist, kann nach Absetzen der Behandlung über ein Jahr andauern. Deshalb sollte während diesem Zeitraum bei jedem Stresszustand die Notwendigkeit einer Steroid-Substitution überprüft werden.

Bei Beendigung einer mehr als 10 - 14 Tage dauernden Behandlung kann das Risiko eines Funktionsausfalls der Nebennierenrinde durch eine schrittweise und langsame Verringerung der Dosierung reduziert werden (siehe Abschnitt «Absetzen von Kortikosteroiden»).

Die Kortikosteroidtherapie kann die klinischen Symptome einer Infektion und deren körpereigenen Abwehr beeinträchtigen (z.B. bei vorausgegangener Tuberkulose), und unter Glukokortikoidtherapie können neue Infektionen auftreten. Bei schweren Infektionskrankheiten ist für einen ausreichenden antibiotischen bzw. chemotherapeutischen Schutz zu sorgen.

Bei Patienten mit latenter Tuberkulose oder Tuberkulinreaktivität ist bei gesicherter Indikation für eine Therapie mit Kortikosteroiden eine engmaschige Kontrolle erforderlich, da tuberkulöse Erkrankungen unter Kortikosteroiden wieder ausbrechen können. Bei einer längerdauernden Therapie sollten solche Patienten eine Chemotherapie erhalten. Bei Patienten mit aktiver fulminanter Tuberkulose oder Miliartuberkulose darf Betnesol nur in Kombination mit einer geeigneten tuberkulostatischen Therapie verabreicht werden.

Besondere Vorsicht ist beim Varizellen-Erreger geboten, da die im Normalfall eher unbedeutende Erkrankung bei immunsupprimierten Patienten eine schwere Verlaufsform annehmen und insbesondere bei Kindern tödlich verlaufen kann.

Patienten, welche Kortikosteroide in einer immunsupprimierenden Dosierung einnehmen, sollten darauf aufmerksam gemacht werden, den Kontakt zu Personen mit Windpocken oder Masern zu meiden. Falls es zu einer Exposition kommen sollte, so ist sofort Kontakt mit dem Arzt aufzunehmen. Dies ist bei Kindern von besonderer Wichtigkeit.

Patienten (oder die Eltern der Kinder) ohne eine eindeutige Varizellen-Infektion in der Vorgeschichte, sollten darauf hingewiesen werden, dass ein näherer persönlicher Kontakt mit Personen, welche eine Varizellen- bzw. Herpes Zoster Erkrankung durchmachen, vermieden werden soll und dass sie, falls es trotzdem zu einer Exposition kommt, sofort Kontakt mit dem Arzt aufnehmen sollen.

Eine Prophylaxe mit Aciclovir oder eine passive Immunisierung mit Varizella/Zoster Immunglobulin (VZIG) ist indiziert bei exponierten nicht-immunen Patienten, welche systemische Kortikosteroide erhalten oder während der vorausgegangenen drei Monate erhalten haben. Die Verabreichung sollte dabei innerhalb von 10 Tagen nach der Varizellen-Exposition erfolgen.

Wenn die Diagnose einer Varizellen-Infektion feststeht, erfordert die Erkrankung den Beizug eines Spezialisten und eine sofortige Behandlung. Die Kortikosteroide sollten nicht abgesetzt werden und die Dosis muss möglicherweise sogar erhöht werden.

Vorsicht ist des Weiteren bei folgenden Erkrankungen und Zuständen geboten:

- Diabetes mellitus, da die Glukosetoleranz herabgesetzt werden kann;

- Dyslipidämie

- Hypothyreose, Leberinsuffizienz und Leberzirrhose, da in solchen Fällen die Blutspiegel von Betamethason erhöht sind und die Wirkung von Glukokortikoiden verstärkt ist;

- Thromboseneigung;

- Hypoprothrombinämie bei gleichzeitiger Gabe von Acetylsalicylsäure;

- Herzinsuffizienz (Risiko der Flüssigkeitsretention);

- gleichzeitige längerdauernde Behandlung mit nicht-steroidalen Antirheumatika-Behandlung wegen des erhöhten Risikos von gastrointestinalen Ulzerationen und Blutungen, die bis zur Perforation gehen können;

- frischem Herzinfarkt;

- schwerer Hypertonie;

- Myasthenia gravis, wenn dabei gleichzeitig Cholinesterasehemmstoffe verabreicht werden, da in solchen Fällen die Wirkung der Cholinesterasehemmer verringert und das Risiko einer Myastheniekrise erhöht wird und die Cholinesterasehemmer daher wenn immer möglich 24 Stunden vor der Verabreichung eines Kortikosteroids abgesetzt werden sollten;

- bei postmenopausalen und geriatrischen Patienten wegen des erhöhten Risikos einer Osteoporose, wobei im Falle des Auftretens einer Osteoporose eine Behandlung mit Glukokortikoiden - ausser bei vitalen Indikationen - abgesetzt werden soll;

- Glaukom;

- Hornhautschäden;

- latentes Ulcus pepticum;

- Epilepsie;

- manisch-depressive Psychose (vor allem bei Steroidpsychose in der Anamnese);

- Osteoporose, erhöhtes Risiko für Frakturen oder frische Frakturen;

- grosse Wunden (auch nach Operationen);

- bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen. Eine Behandlung sollte sich auf möglichst kurze Zeit und möglichst niedrige Dosierung beschränken. Bei Langzeitbehandlungen müssen Wachstum und Entwicklung sorgfältig überwacht werden.

- Bei Älteren muss zusätzlich eine erhöhte Infektionsanfälligkeit und ein Dünnerwerden der Haut berücksichtigt werden.

- Bei Patienten mit Asthma kann das Absetzen oder die Dosisreduktion einer systemischen Kortikoid-Therapie in seltenen Fällen eine zugrundeliegende, mit Eosinophilie einhergehende Erkrankung (z.B. Churg-Strauss-Syndrom) zu Tage treten lassen.

- Es wurde berichtet, dass Patienten unter Kortikosteroidtherapie in seltenen Fällen ein Kaposi-Sarkom entwickelten.

- Bei Patienten mit kongestiver Herzinsuffizienz sollte die Verabreichung von Kortikosteroiden wegen möglicher Flüssigkeitsretention besonders vorsichtig erfolgen. Während einer langfristigen, hochdosierten Therapie ist es aufgrund einer veränderten Elektrolytbilanz zweckmässig, sowohl die Natrium- als auch die Kalium-Einnahme anzupassen.

-Alle Glukokortikoide erhöhen die Kalziumexkretion.

Kinder und Jugendliche sollten während einer Langzeittherapie strikt in Bezug auf Wachstum und Entwicklung überwacht werden. Die Behandlung sollte auf eine möglichst kurze Zeit und eine möglichst niedrige Dosierung beschränkt werden.

Bei Kindern besteht besondere Gefahr für eine intrakranielle Druckerhöhung.

Bei älteren Menschen soll eine Behandlung, speziell wenn sie länger dauern wird, unter Berücksichtigung der höheren Inzidenz von unerwünschten Nebenwirkungen erfolgen. Dies sind Osteoporose, Verschlechterung eines Diabetes, Hypertonie, erhöhte Infektanfälligkeit, sowie Verdünnung der Haut. Die Erhaltungsdosis sollte so tief wie möglich sein. Jede Dosisverminderung sollte über Wochen oder Monate erfolgen und sich nach der zuvor verabreichten Dosis und der Dauer der Therapie richten.

Absetzen von Kortikosteroiden

Das Risiko für das Auftreten einer sekundären Nebennierenrindeninsuffizienz, welche durch Glukokortikoide induziert ist, kann möglicherweise durch allmähliche und stufenweise Herabsetzung der Dosierung günstig beeinflusst werden.

Das Ausmass und die Geschwindigkeit der Kortikosteroid-Dosisreduktion sollten von Fall zu Fall bestimmt werden. Zu berücksichtigen sind die zugrundeliegenden Erkrankung und individuelle Patientenfaktoren, wie die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls und die Dauer der Behandlung mit Kortikosteroiden.

Das Ausschleichen von systemischen Kortikosteroiden sollte bei folgenden Patienten in Betracht gezogen werden:

- Risiko für Rückfall der zugrundeliegenden Erkrankung bei raschem Absetzen;

- mehr als 40 mg Prednisolon (oder äquivalent) täglich über mehr als eine Woche erhalten haben;

- wiederholt Dosen am Abend eingenommen haben;

- mehr als 3 Wochen in Behandlung waren;

- vor kurzem Wiederholungsdosen erhielten (insbesondere, falls länger als 3 Wochen eingenommen);

- welche eine Kurzzeittherapie erhielten (innerhalb eines 1 Jahres einer beendeten Langzeittherapie);

- andere mögliche Ursachen der Nebennierenstörung aufweisen.

Die Einnahme von systemischen Kortikosteroiden kann in der Regel rasch abgebrochen werden, wenn ein Krankheitsrückfall unwahrscheinlich ist, die Behandlung 3 Wochen oder weniger gedauert hat und der Patienten nicht zu einer der oben beschriebenen Patientengruppen gehört.

Während dem Ausschleichen einer Kortikoid-Behandlung kann die Dosis zuerst rasch auf physiologische Dosen (entsprechend 1 mg Betamethason pro Tag) reduziert werden und danach stetig weiter verringert werden. Eine Beurteilung der Erkrankung kann während des Ausschleichens erforderlich werden um sicherzustellen, dass kein Krankheitsrückfall vorliegt.

Diese Art der relativen Insuffizienz kann über 1 Jahr nach Absetzen der Behandlung andauern. Deshalb sollte bei jedem Stresszustand während dieser Zeit die Notwendigkeit einer Substitutionstherapie sorgfältig evaluiert werden.

Interaktionen

Betamethason ist zugleich Hemmer und Substrat von CYP3A4, so dass mit zahlreichen Wechselwirkungen gerechnet werden muss wie unter anderem:

ACE-Hemmer: Das Risiko von Blutbildveränderungen wird erhöht.

Antibiotika/Antimykotika: Troleandomycin, Erythromycin und Ketokonazol erhöhen die Wirkungen und Nebenwirkungen von Kortikosteroiden. Rifampicin kann die Wirksamkeit von Kortikosteroiden erniedrigen und eine Dosisanpassung notwendig machen.

Anticholinesterasen: Neostigmin und Pyridostigmin können eine Myasthenie-Krise auslösen.

Antidiabetika: Der Bedarf an oralen Antidiabetika oder Insulin kann sich durch den diabetogenen Effekt von Kortikosteroiden erhöhen.

Antihypertonika: Die antihypertensive Wirkung dieser Substanzen kann durch den mineralokortikoiden Wirkungsanteil der Glukokortikoide beeinträchtigt werden, was zu erhöhten Blutdruckwerten führen kann.

Antikoagulantien: Die Wirkung von oralen Antikoagulantien oder Heparin kann erhöht oder erniedrigt sein. Kortikosteroide bewirken eine Erhöhung der Thrombozytenzahl und eine Hyperkoagulabilität, wodurch die Wirkung von Cumarin-Derivaten abgeschwächt wird. Die Blutgerinnung ist deshalb zu kontrollieren und die Dosis der Antikoagulantien gegebenenfalls anzupassen.

Antiprotozoika: 4-Aminochinolinderivate, wie Chloroquin, Hydroxychloroquin und Mefloquin, können mögliche Myopathien oder Kardiomyopathien verstärken.

Atropin und andere Anticholinergika: Ein durch Anticholinergika gesteigerter Augeninnendruck kann durch Kortikosteroide erheblich erhöht werden.

Diuretika: Mit kaliumreduzierenden Antidiuretika, wie z.B. Furosemid, kann es zu einem erhöhten Kaliumverlust kommen, und die Kaliumwerte müssen überwacht werden. Gegebenenfalls muss Kalium substituiert werden.

Enzyminduktoren: Barbiturate, Phenytoin und Rifampicin können durch Induktion hepatischer mikrosomaler Enzyme den Metabolismus von Kortikosteroiden steigern und so deren Wirkung herabsetzen.

Herzglykoside: Die Wirkung von Herzglykosiden kann verstärkt werden, insbesondere wenn gleichzeitig noch Saluretika oder Amphotericin B verabreicht wird, da Kortikosteroide eine Hypokaliämie verstärken.

Hormonale Kontrazeptiva: Die Zuverlässigkeit von oralen Kontrazeptiva ist während einer Behandlung mit Kortikosteroiden eingeschränkt. Oestrogene können andererseits die Wirkung von Kortikosteroiden verstärken.

Immunsuppressiva: Bei gleichzeitiger Verabreichung von Methotrexat kann durch den synergistischen immunsuppressiven Effekt eine tiefere Kortikosteroiddosis ausreichend sein. Cyclosporin verringert die Clearance von Kortikosteroiden, vermutlich über eine kompetitive Hemmung der hepatischen mikrosomalen Enzyme, und umgekehrt können vor allem in hohen Dosen verabreichte Kortikosteroide den Blutspiegel von Cyclosporin erhöhen. Bei einer solchen Behandlung müssen daher den Cyclosporin-Blutspiegel überwacht und die Dosis wenn nötig angepasst werden.

Impfstoffe: Lebendvirusimpfstoffe, wie z.B. Poliomyelitis, BCG, Mumps, Masern, Röteln und Pocken, können wegen der immunsupprimierenden Wirkung von Kortikosteroiden erhöht toxisch sein. Es können disseminierte virale Infektionen auftreten. Bei Totvirusimpfstoffen kann die Impfantwort vermindert sein.

Laxantien: Der Kaliumverlust kann sich verstärken.

Muskelrelaxantien: Die Wirkung neuromuskulärer Hemmer vom Typ Pancuronium kann vermindert werden.

Nichtsteroidale Antiphlogistika: Indometacin, Salicylate und andere nicht-steroidale Antiphlogistika erhöhen das Risiko gastrointestinaler Ulzerationen und Blutungen. Die Gefahr von Perforationen ist erhöht, da die typische Symptomatik abgeschwächt sein kann.

Die Plasmaclearance von Salicylaten wird durch Kortikosteroide beschleunigt, und der Bedarf an Salicylaten kann sich erhöhen. Bei einer Herabsetzung der Kortikosteroiddosierung kann daher die Toxizität von Salicylaten über eine Erhöhung ihrer Plasmaspiegel zunehmen.

Protirelin (Thyreotropin-Releasing Hormon, TRH): Glukokortikoide können bei hochdosierter oder längerdauernder Verabreichung die TSH-Ausschüttung nach Verabreichung von TRH (Protirelin) auch im Falle einer normalen Schilddrüsenfunktion (Euthyreose) unterdrücken.

Psychopharmaka: Die Wirkung von Anxiolytika und Antipsychotika kann vermindert werden. Die Dosierung von psychotropen Substanzen muss nötigenfalls angepasst werden.

Somatropin: Die Wirkung von Somatropin kann vermindert werden.

Sympathomimetika: Die Wirkung und die potentielle Toxizität von Salbutamol werden erhöht.

Schwangerschaft/Stillzeit

Tierstudien haben unerwünschte Effekte auf den Foetus gezeigt (Teratogenität, Embryotoxizität o.a.), und es existieren keine kontrollierten Humanstudien.

Wie alle Glukokortikoide passiert auch Betamethason die Plazentaschranke. Bei einer längerdauernden Behandlung während der Schwangerschaft sind deshalb intrauterine Wachstumsstörungen nicht auszuschliessen, und bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Foetus das Risiko einer Atrophie der Nebennierenrinde. Daher sollte Betnesol, wie alle Kortikosteroide, während der Schwangerschaft – und besonders in den ersten drei Monaten - nur verabreicht werden, wenn es unbedingt erforderlich ist. Dabei sollte bei bestehender Indikation Prednisolon (oder Prednison) allen anderen (und insbesondere den fluorierten) Kortikosteroiden vorgezogen werden, da seine Plazentagängigkeit am geringsten ist. Die Patienten sollten informiert werden, bei einer vermuteten oder eingetretenen Schwangerschaft unbedingt den Arzt zu verständigen.

Es gibt Berichte über herabgesetzte Hormonspiegel bei Schwangeren während einer Glukokortikoid-Therapie; über deren Bedeutung ist aber nichts bekannt.

Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft mit höheren Dosen von Glukokortikoiden behandelt wurden, sollten sorgfältig auf Zeichen von Hypokortizismus und auf die Notwendigkeit einer ausschleichenden Substitutionsbehandlung überwacht werden.

Stillzeit:Es ist zu beachten, dass Betamethason in geringen Mengen in die Muttermilch übergeht und u.a. die NNR-Funktion und das Wachstum des Säuglings beeinträchtigen kann. Darum sollten Mütter unter Betnesol-Behandlung ihre Kinder nicht stillen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Da Betnesol unerwünschte Wirkungen wir Schwindel und Übelkeit haben kann, ist eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit und der Fähigkeit, Maschinen zu bedienen möglich.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen von Betamethason sind von Dosis und Behandlungsdauer sowie von Alter, Geschlecht und Grundkrankheit des Patienten abhängig.

Das Risiko unerwünschter Wirkungen ist bei kurzfristiger Kortikosteroidtherapie (bis zu etwa 10 Tagen) selbst bei Verabreichung hoher Dosen gering. Zu achten ist jedoch auch bei einer Kurzzeitbehandlung auf intestinale Blutungen (oft stress-bedingt), die unter einer Kortikoidbehandlung symptomarm verlaufen können. Bei längerdauernder systemischer Anwendung (über 14 Tage) von Kortikosteroiden sind unerwünschte Wirkungen zu erwarten, wenn die Cushing-Schwellendosis (≥1 mg Betamethason/Tag) überschritten wird.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind Literaturfälle (Fallbeschreibungen) oder spontane Meldungen aus Populationen, bei denen die Expositionsrate nicht genau bekannt ist. Da es nicht möglich ist, die Anzahl unerwünschter Wirkungen in Relation zu der Exposition zu stellen, kann die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen nicht angegeben werden.

Infektionen

Exazerbation von Virus- und Pilzinfektionen, Aktivierung latenter Infektionen, Maskierung von Infektionen.

Blut- und Lymphsystem

Erhöhung des Thromboserisikos.

Immunsystem

Wegen Beeinträchtigung von Lymphozytenzahl und -funktion erhöhte Infektionsgefahr, Leukozytose, Eosinopenie, in seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen, verringertes oder ausbleibendes Ansprechen auf Hauttests.

Endokrine Störungen

Hyperglykämie, verminderte Glukosetoleranz (ein latenter Diabetes mellitus kann sich manifestieren). Sekundäre NNR- und Hypophyseninsuffizienz, Hemmung der ACTH-Sekretion, Atrophie der Nebennierenrinde, besonders in Belastungssituationen, z.B. Trauma, chirurgische Eingriffe oder schwere Infektionen, Hirsutismus,

Bei Langzeitbehandlungen mit Betnesol können Erscheinungen eines Hyperkortizismus auftreten.

Stoffwechsel und ErnährungsstörungenHyperlipidämie, Gewichtszunahme, aber auch Gewichtsabnahme, negative Stickstoffbilanz infolge Eiweissabbaus.

Retention von Natrium mit Oedembildung, vermehrte Ausscheidung von Kalium, Calcium und Phosphat, hypokaliämische Alkalose, Ketoazidose.

Psychiatrische Störungen

Verstimmungszustände (Euphorie oder Depressionen) bis zu manifesten psychotischen Episoden. Ängstlichkeit. Infolge der psychischen Wirkungen kann sich bei Dauerbehandlung eine Abhängigkeit entwickeln.

Nervensystem

Kopfschmerzen, Schwindel, erhöhter intrakranieller Druck mit Stauungspapille (Pseudotumor cerebri), Senkung der Krampfschwelle, gesteigerte Erregbarkeit und Unruhe.

Augenleiden

Erhöhung des intraokularen Drucks (Glaukom), irreversible Linsentrübung (besonders bei Kindern), Exophthalmus.

Herz

Herzinsuffizienz (Patienten mit Prädisposition für eine Verschiebung des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes). Myokardruptur nach kürzlichem Infarkt.

Gefässe

Hypertonie, Vaskulitis.

Gastrointestinale Störungen

Übelkeit, Erbrechen, Appetitsteigerung (aber auch Anorexie), Diarrhoe, Konstipation, ulzerative Oesophagitis, Aktivierung von peptischen Geschwüren mit Perforationsgefahr (häufig ohne die typische Symptomatik), Pankreatitis.

Haut

Extreme Atrophie («Papierhaut») mit Striae rubrae, Petechien, Steroidakne, Ekchymosen, übermässiges Schwitzen, allergische Dermatitis, Ulcus cruris, verzögerte Wundheilung.

Muskelskelettsystem

Myopathien, Muskelschwäche wegen erhöhten Eiweissabbaus, Osteoporose (Wirbelkompressionssyndrome bis zu Kompressionsfrakturen, besonders bei Frauen in der Menopause), Gelenkdestruktionen durch Hemmung der Kollagensynthese, aseptische Knochennekrose (Femur- und Humeruskopf), bei Kindern Wachstumshemmung, Sehnenruptur.

Reproduktionssystem und Brust Amenorrhoe, Ovulations- und Zyklusstörungen, Impotenz.

Überdosierung

Die akute Toxizität von Betamethason ist gering. Für den Fall einer akuten Überdosierung gibt es kein spezifisches Antidot, und die Behandlung ist symptomatisch. Bei einer chronischen Überdosierung oder bei Missbrauch muss mit Erscheinungen eines Hyperkortizismus und ganz allgemein mit einem vermehrten Auftreten der oben aufgeführten unerwünschten Wirkungen und mit einer Erhöhung der unter «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» beschriebenen Risiken gerechnet werden.

In diesem Fall sollte das Präparat ausschleichend abgesetzt werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: H02AB01

Betnesol Tabletten enthalten den synthetisch hergestellten Wirkstoff Betamethason, ein Glukokortikosteroid mit sehr geringer mineralokortikoider Wirkung. Die Wirkung von Betamethason beruht wie die aller Glukokortikoide auf der Anregung der Synthese spezifischer Proteine in der Zelle. Diese sind für die eigentlichen vielfältigen biologischen Wirkungen verantwortlich, die der physiologischen Anpassung des Organismus an Stresssituationen dienen. Einige therapeutisch erwünschte Wirkungen werden erst bei unphysiologisch hoher (pharmakologischer) Dosierung erreicht. Dazu gehören insbesondere die entzündungshemmende und die immunsuppressive (antiallergische) Wirkung. Da der Wirkmechanismus über den Zellkern verläuft, tritt die volle pharmakologische Wirkung der Glukokortikoide verzögert (mehrere Stunden nach oraler oder parenteraler Verabreichung) ein, und sie hält länger an, als dies der Plasmahalbwertszeit entspricht.

Die Dauer der entzündungshemmenden Wirkung einer Einfachdosis entspricht etwa der Dauer der Suppression der Hypothalamus-Hypophysen-NNR-Achse (bis zu 3.25 Tage).

Die relative entzündungshemmende Aequivalenzdosis von Betamethason im Vergleich zu anderen Glukokortikoiden beträgt 1 mg Betamethason = 7 mg Triamcinolon bzw. Methylprednisolon = 8 mg Prednison bzw. Prednisolon = 33 mg Hydrocortison = 42 mg Cortison.

Betnesol Tabletten lösen sich in wenig Wasser rasch und vollständig auf.

Pharmakokinetik

AbsorptionDie Bioverfügbarkeit von Betamethason beträgt nahezu 100%.

Betamethason wird nach oraler Anwendung schnell und nahezu vollständig aus dem Magen-Darm-Trakt absorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen werden 1 - 2 Stunden nach oraler Einnahme erreicht, die maximale biologische Wirkung nach 6 - 12 Stunden.

Distribution

Über die Verteilung von Betamethason in die verschiedenen Organe liegen keine Daten vor. Betamethason bindet sich zu 58 - 70% an Plasmaproteine. Das Verteilungsvolumen beträgt

ca. 1,4 l.

Wie alle Glukokortikoide passiert auch Betamethason die Plazentaschranke, und es tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über. Bisher ist nicht bekannt, ob es auch die Blut-Hirn-Schranke passiert. Für andere Glukokortikoide ist das der Fall.

Metabolismus

Betamethason wird vorwiegend in der Leber zum Glukuronsäurekonjugat umgewandelt.

Elimination

Die Plasmahalbwertszeit von Betamethason beträgt 5,6 - 8 Stunden. Die Ausscheidung erfolgt vorwiegend biliär, nur 5% werden über den Urin ausgeschieden. Die renale Clearance beträgt ca. 2,9 ml/min/kg.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Bei schwerer Leberinsuffizienz und bei Hypothyreose ist die Metabolisierung von Glukokortikoiden verlangsamt, und die Wirkung von Betnesol kann daher verstärkt sein.

Bei Hypoalbuminämie und Hyperbilirubinämie können unerwünscht hohe Konzentrationen an nicht proteingebundenem (d.h. pharmakologisch aktivem) Wirkstoff auftreten.

In der Schwangerschaft ist die Eliminationshalbwertszeit von Glukokortikoiden verlängert, und bei Neugeborenen ist die Plasmaclearance geringer als bei Kindern und Erwachsenen.

Weitere Veränderungen der pharmakokinetischen Eigenschaften von Betamethason: siehe «Interaktionen».

Präklinische Daten

Karzinogenität

Langzeitstudien am Tier sind nicht durchgeführt worden, um das kanzerogene Potential von Betamethason festzustellen.

Mutagenität

Betamethason zeigte negative Ergebnisse in Mutagenitätstests an Bakterien (Salmonella und Escherichia) und an Säugerzellen (CHO/HGPRT). Ein positives Ergebnis wurde im Chromosomenaberrationstest in vitro an Humanlymphozyten und ein nicht eindeutiges Ergebnis im Mikronukleustest in vivo am Knochenmark der Maus festgestellt. Dieses Wirkungsmuster gleicht dem von Dexamethason und Hydrokortison und wird als Wirkungsmerkmal der Kortikosteroid-Stoffklasse angesehen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Präparat darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Nicht über 30 °C und vor Licht geschützt aufbewahren.

Zulassungsnummer

30120 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

sigma-tau Pharma AG, Zofingen

Stand der Information

Juli 2016

Verwendung dieser Informationen

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