Cosentyx Inj Loes 150 Mg/1ml Fertspr 2 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Secukinumab.

Hilfsstoffe:

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Saccharose, L-Histidin, L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke.

Injektionslösung (Fertigspritze und Fertigpen)

Trehalosedihydrat, L-Histidin/L-Histidinhydrochlorid-Monohydrat, L-Methionin, Polysorbat 80, Wasser für Injektionszwecke.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Jede Durchstechflasche enthält nach Rekonstitution mit 1 ml Wasser für Injektionszwecke 150 mg Secukinumab.

Injektionslösung (Fertigspritze und Fertigpen)

Jede Fertigspritze bzw. jeder Fertigpen enthält 150 mg Secukinumab.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Plaque-Psoriasis

Cosentyx/- SensoReady ist zur Behandlung erwachsener Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis indiziert, die auf andere systemische Therapien einschliesslich Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA nicht angesprochen haben, bei denen diese Therapien kontraindiziert sind oder die diese Therapien nicht tolerieren.

Psoriasis-Arthritis

Cosentyx/- SensoReady, alleine oder in Kombination mit Methotrexat, ist zur Behandlung erwachsener Patienten mit aktiver Psoriasis-Arthritis indiziert, die unzureichend auf eine vorhergehende Therapie mit krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (disease-modifying anti-rheumatic drugs, DMARD) angesprochen haben.

Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)

Cosentyx/- SensoReady ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit schwerer, aktiver ankylosierender Spondylitis indiziert, die unzureichend auf konventionelle Therapie (beispielsweise NSAIDs) angesprochen haben.

Dosierung/Anwendung

Die Anwendung von Cosentyx/- SensoReady sollte unter Anleitung und Aufsicht eines in Diagnose und Behandlung der Psoriasis, der Psoriasis Arthritis respektive der ankylosierenden Spondylitis erfahrenen Arztes erfolgen.

Vor Therapie-Beginn muss der Arzt resp. die Ärztin Folgendes sicherstellen:

Der Patient versteht, dass Cosentyx/- SensoReady eine neuartige Therapie mit limitierter Erfahrung und unbekannten Langzeitrisiken darstellt. Die Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx/- SensoReady über 1 Jahr hinaus sind limitiert.

Cosentyx wird als subkutane Injektion verabreicht (zur Bioverfügbarkeit siehe Rubrik «Pharmakokinetik»). Hautbezirke, die Anzeichen der Psoriasis aufweisen, sollten als Injektionsstellen vermieden werden.

Nach einem angemessenen Training zur Technik der subkutanen Selbstinjektion können sich Patienten Cosentyx/- SensoReady selbst injizieren, wenn ein Arzt bzw. eine Ärztin dies als angemessen erachtet. Der Arzt bzw. die Ärztin sollte jedoch eine angemessene Nachbeobachtung der Patienten sicherstellen. Die Patienten sollten angewiesen werden, sich die vollständige Menge Cosentyx/- SensoReady gemäss den Anweisungen in der Packungsbeilage zu injizieren.

Plaque-Psoriasis

Die empfohlene Dosis beträgt 300 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2 und 3, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen beginnend in Woche 4. Jede 300-mg-Dosis wird in Form von zwei subkutanen Injektionen zu je 150 mg verabreicht.

Bei schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») soll eine temporäre Unterbrechung der Therapie bis zum Abklingen der unerwünschten Wirkung erwogen werden. Da in klinischen Studien die insgesamt seltenen mukokutanen Kandida-Infekte häufiger unter 300 mg auftraten, ist in schwerwiegenden Fällen eine Dosisreduktion auf 150 mg zu erwägen.

Psoriasis-Arthritis

Die empfohlene Dosis liegt bei 150 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2 und 3, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen, beginnend in Woche 4.

Bei Patienten, die ungenügend auf Anti-TNFα ansprechen (inadequate responders, IR) liegt die empfohlene Dosis bei 300 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2 und 3, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen, beginnend in Woche 4. Jede 300-mg-Dosis wird als zwei subkutane Injektionen von je 150 mg verabreicht.

Für Patienten mit begleitender mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis siehe Dosierungs- und Anwendungsempfehlungen für Plaque-Psoriasis.

Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)

Die empfohlene Dosis liegt bei 150 mg als subkutane Injektion mit Startdosen in den Wochen 0, 1, 2 und 3, gefolgt von monatlichen Erhaltungsdosen, beginnend in Woche 4.

Die vorliegenden Daten zu Psoriasis-Arthritis und ankylosierende Spondylitis deuten darauf hin, dass ein klinisches Ansprechen in der Regel innerhalb von 16 Behandlungswochen erzielt wird. Bei Patienten, die nach 16 Behandlungswochen nicht auf die Therapie angesprochen haben, sollte erwogen werden, die Behandlung abzusetzen. Bei manchen Patienten mit zunächst unvollständigem Ansprechen kann es im Verlauf bei Fortführung der Behandlung über 16 Wochen hinaus zu Verbesserungen kommen.

Spezielle Patientengruppen

Niereninsuffizienz/Leberinsuffizienz

Cosentyx/- SensoReady wurde bei diesen Patientengruppen nicht spezifisch untersucht.

Pädiatrie

Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Patienten unter 18 Jahren wurde nicht untersucht.

Ältere Patienten (65 Jahre oder älter)

Es liegen begrenzte Daten zur Anwendung von Cosentyx bei Psoriasis Arthritis Patienten über 75 Jahre und Patienten mit ankylosierender Spondylitis über 65 Jahre vor. Es gibt jedoch keine Hinweise dafür, dass bei älteren Patienten eine andere Dosierung als bei jüngeren erwachsenen Patienten erforderlich ist.

Kontraindikationen

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe (siehe «Zusammensetzung», «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» sowie «Unerwünschte Wirkungen»).

Schwere aktive Infektionen (z.B. aktive Tuberkulose, Sepsis, schwere opportunistische Infektionen)

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Infektionen

Cosentyx/- SensoReady kann das Infektionsrisiko erhöhen. In klinischen Studien wurden bei Patienten unter Cosentyx Infektionen beobachtet (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Die meisten Infektionen waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad. Erfahrungen bei Patienten mit bekannten aktiven HIV, HBV oder HCV Infektionen sind begrenzt. Daher soll vor der Anwendung von Cosentyx/- SensoReady bei diesen Patienten der Nutzen der Therapie gegenüber den möglichen Risiken abgewogen werden.

In klinischen Studien wurden dosisabhängige Kandida-Infektionen beobachtet, einschliesslich Oesophagus-Kandidiose. Es wurde jedoch keine systemische Ausweitung beobachtet, die Infekte waren mit Standard-Therapie beherrschbar und erforderten kein Absetzen der Behandlung. Daten aus klinischen Studien bis zu 1 Jahr zeigen kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende opportunistische Infektionen. Die aktuelle Datenlage erlaubt keine Einschätzung des Langzeitrisikos für schwerwiegende opportunistische Infektionen.

Die Anwendung von Cosentyx/- SensoReady bei Patienten mit einer chronischen Infektion oder rezidivierenden Infektionen in der Vorgeschichte sollte mit Vorsicht erwogen werden.

Die Patienten sollten angewiesen werden, bei Auftreten von Anzeichen oder Symptomen, die auf eine Infektion hindeuten, ärztlichen Rat einzuholen. Wenn ein Patient eine schwerwiegende Infektion entwickelt, ist er engmaschig zu überwachen; Cosentyx/- SensoReady sollte bis zum Abklingen der Infektion nicht verabreicht werden.

In klinischen Studien wurde über ein Jahr keine erhöhte Empfänglichkeit gegenüber Tuberkulose berichtet. An Patienten mit aktiver Tuberkulose sollte Cosentyx/- SensoReady jedoch nicht verabreicht werden. Bei Patienten mit latenter Tuberkulose sollte vor Einleitung einer Therapie mit Cosentyx/- SensoReady eine Anti-Tuberkulose-Behandlung erwogen werden.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

In klinischen Studien wurden Einzelfälle von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen beobachtet, die in einigen Fällen schwerwiegend verliefen. In den meisten Fällen handelte es sich um Exazerbationen eines vorbestehenden M. Crohn. Die Therapie ist in solchen Fällen sorgfältig zu reevaluieren und ein Therapieabbruch zu erwägen (s. «Dosierung/Anwendung»). Secukinumab zeigte keine Wirksamkeit in einer Phase-2-Studie bei Patienten mit aktivem M. Crohn. Da Patienten mit Psoriasis inhärent ein höheres Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen tragen, ist bei der gegenwärtigen Datenlage ein kausaler Bezug zu Cosentyx/-SensoReady nicht schlüssig zu beurteilen.

Maligne Erkrankungen

In klinischen Studien bis zu 1 Jahr zeigt Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady kein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen. Resultate der Untersuchungen zur Langzeitsicherheit sind noch nicht vorhanden.

Psoriasis-Patienten, die zuvor eine UV-Therapie erhalten haben, sollten vor und während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady auf das Vorliegen von Hauttumoren untersucht werden.

Überempfindlichkeitsreaktionen

In klinischen Studien wurden in seltenen Fällen anaphylaktische Reaktionen bei Patienten beobachtet, die Cosentyx erhielten. Bei Auftreten einer anaphylaktischen oder einer anderen schwerwiegenden allergischen Reaktion sollte die Gabe von Cosentyx/- SensoReady unverzüglich abgebrochen werden, und es sind geeignete Therapiemassnahmen einzuleiten.

Aufflammen der Psoriasis bei Absetzen der Therapie («Rebound»)

Bei Absetzen der Therapie bei Patienten, die primär angesprochen haben, ist das Risiko des Aufflammens der Psoriasis zu berücksichtigen. In einer Extensionsstudie mit Patienten, die primär angesprochen haben, wurde ein Aufflammen der Psoriasis sowohl nach Absetzen von 150 mg als auch 300 mg beobachtet: Bis 8 Wochen nach Absetzen der Therapie wurde bei 4% der mit 300 mg behandelten Patienten und 4.7% der mit 150 mg behandelten Patienten ein Aufflammen beobachtet. Aufflammen in Form einer Pustulären Psoriasis betraf 1.1% bzw. 0.7% der vorher mit 300 mg bzw. 150 mg behandelten Patienten.

Impfungen

Es wird empfohlen, geplante Impfungen vor Beginn der Therapie mit Cosentyx/- SensoReady abzuschliessen. Der zeitliche Abstand zwischen Impfungen mit Lebendimpfstoffen und dem Beginn der Therapie gemäss den aktuellen Impfrichtlinien zu immunsuppressiven Wirkstoffen ist einzuhalten.

Lebendvakzinen dürfen nicht gleichzeitig mit Cosentyx/- SensoReady verabreicht werden (siehe auch «Interaktionen»).

Kombination mit anderen Biologika

Die gleichzeitige Verabreichung von Cosentyx/- SensoReady mit anderen Biologika wurde nicht untersucht und wird nicht empfohlen.

Latex-empfindliche Personen – betrifft nur Fertigspritze/Fertigpen

Die Nadelkappe der Fertigspritze kann Trockenkautschuk (Latex) enthalten. Die sichere Anwendung der Fertigspritze/Fertigpen bei Patienten mit einer Latex-Überempfindlichkeit ist nicht dokumentiert.

Interaktionen

Lebendvakzinen sollten nicht gleichzeitig mit Cosentyx/- SensoReady verabreicht werden (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Beim Menschen sind keine Interaktionsstudien durchgeführt worden. In Studien zu Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis wurde Cosentyx/- SensoReady gleichzeitig mit Methotrexat und/oder Kortikosteroiden verabreicht; dabei wurden keine Interaktionen beobachtet.

Die Expression hepatischer CYP450-Enzyme wird durch Zytokine, die chronische Entzündungen stimulieren, unterdrückt. Daher könnte sich die Expression von CYP450 verändern, wenn eine Zytokinhemmung mit Secukinumab eingeleitet wird.

Patienten, die Arzneimittel einnehmen, deren Dosis individuell eingestellt wird und die durch CYP450 3A4, 1A2 oder 2C9 metabolisiert werden (z.B. Atorvastatin, Kalziumkanalblocker, Theophyllin, Acenocoumarol, Phenprocoumon, Phenytoin, Cyclosporin oder Benzodiazepine), sollten zu Beginn und Ende einer Therapie mit Secukinumab kontrolliert werden und die Dosis dieser Substanzen bei Bedarf angepasst werden. In Anbetracht seiner langen Eliminationshalbwertszeit kann die Wirkung von Secukinumab auf die Aktivität von CYP450-Enzymen nach Beendigung der Behandlung über mehrere Wochen bestehen bleiben.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung von Cosentyx/- SensoReady während einer Schwangerschaft. Es ist bekannt, dass humanes IgG1 die Plazentaschranke überwindet und Secukinumab ist ein IgG1 monoklonaler Antikörper. Daher besteht die Möglichkeit, dass Secukinumab von der Mutter auf den Fötus übergeht. Gebärfähige Frauen sollen während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady eine wirksame Empfängnisverhütung anwenden. Patientinnen sollen angewiesen werden für mindestens 20 Wochen nach der letzten Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady wirksame Verhütungsmethoden anzuwenden. Tierexperimentelle Studien zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten, Geburt oder die postnatale Entwicklung (siehe «Präklinische Daten»). Da sich anhand tierexperimenteller Reproduktionsstudien nicht immer die Reaktion beim Menschen vorhersagen lässt, sollte Cosentyx/- SensoReady nur dann während einer Schwangerschaft angewendet werden, wenn der Nutzen gegenüber den möglichen Risiken eindeutig überwiegt.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob Secukinumab in die menschliche Muttermilch übergeht. Da viele Medikamente, darunter Antikörper, in die Muttermilch ausgeschieden werden, kann ein Risiko für das Neugeborene/Kleinkind nicht ausgeschlossen werden. Wegen mögliche Schäden für den gestillten Säugling wird es empfohlen, während der Behandlung mit Cosentyx/- SensoReady und während mindestens 20 Wochen nach der letzten Dosis nicht zu stillen. Daher soll die Entscheidung, entweder mit dem Stillen aufzuhören oder Cosentyx/- SensoReady bei der Mutter abzusetzen unter Berücksichtigung der Vorteile des Stillens für das Kind und der Vorteile der Therapie für die Mutter, gefällt werden.

Fertilität

Die Wirkung von Cosentyx auf die Fertilität des Menschen ist nicht untersucht worden. Tierexperimentelle Studien zeigen keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen in Bezug auf die Fertilität (siehe «Präklinische Daten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Cosentyx/- SensoReady hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

In verblindeten und offenen klinischen Studien wurden insgesamt 6'200 Patienten mit verschiedenen Indikationen (Plaque-Psoriasis und anderen Autoimmunerkrankungen) mit Cosentyx behandelt. Von diesen Patienten waren 3'671 mindestens ein Jahr lang Cosentyx exponiert; dies entspricht einer Exposition von 6'267 Patientenjahren.

Zur Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx bei Patienten mit Plaque Psoriasis im Vergleich zu Placebo während bis zu 12 Wochen nach Einleitung der Behandlung wurden vier placebokontrollierte Phase-III-Studien gepoolt. Insgesamt 2'076 Patienten wurden beurteilt (692 Patienten unter 150 mg, 690 Patienten unter 300 mg und 694 Patienten unter Placebo).

Der Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx bei Patienten mit Psoriasis Arthritis liegen zwei placebokontrollierte Studien mit 1'003 Patienten zugrunde (703 Patienten, die mit Cosentyx und 300 Patienten, die mit Placebo behandelt wurden), wobei die Placebo-kontrollierte Phase bis zu 24 Wochen dauerte, dies bei einer gesamten Studienexposition von 1'061 Patientenjahren (mittlere Expositionsdauer für Patienten, die mit Secukinumab behandelt wurden: 456 Tage in der PsA1-Studie und 245 Tage in der PsA2-Studie). Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis, die mit Cosentyx behandelt werden, entspricht dem bei Psoriasis.

Der Beurteilung der Sicherheit von Cosentyx bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis liegen zwei placebokontrollierte Studien mit 590 Patienten zugrunde (394 Patienten, die mit Cosentyx und 196 Patienten, die mit Placebo behandelt wurden), wobei die Placebo-kontrollierte Phase bis zu 24 Wochen, dies bei einer gesamten Studienexposition von 755 Patientenjahren (mittlere Expositionsdauer für Patienten, die mit Secukinumab behandelt wurden: 469 Tage in der AS1-Studie und 460 Tage in der AS2-Studie). Das Sicherheitsprofil bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis, die mit Cosentyx behandelt werden, entspricht dem bei Psoriasis.

Die am häufigsten berichteten unerwünschten Arzneimittelwirkungen waren Infektionen der oberen Atemwege (am häufigsten Nasopharyngitis sowie Rhinitis). Die meisten dieser Ereignisse waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad.

In den placebokontrollierten Phasen der Phase-III-Studien betrug der Anteil der Patienten, die die Behandlung aufgrund unerwünschter Ereignisse abbrachen, rund 1.6% im Cosentyx -Arm und 2.3% im Placebo-Arm.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus klinischen Studien sind in der untenstehenden Tabelle nach MedDRA-Systemorganklassen geordnet aufgeführt. Innerhalb jeder Systemorganklasse sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach absteigender Häufigkeit angeordnet. In jeder Häufigkeitsgruppe sind die unerwünschten Arzneimittelwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeitskategorien sind wie folgt definiert: «Sehr häufig» (≥1/10), «häufig» (<1/10, ≥1/100), «gelegentlich» (<1/100, ≥1/1'000, «selten» (<1/1'000, >1/10'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Infektionen

Sehr häufig: Infektionen der oberen Atemwege (17.5%).

Häufig: Oraler Herpes.

Gelegentlich: Orale Candidose, Tinea pedis, Candidose des Oesophagus.

Blut- und Lymphsystem

Gelegentlich: Neutropenie.

Augen

Gelegentlich: Bindehautentzündung.

Atmungsorgane

Häufig: Rhinorrhö.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Diarrhö.

Leber und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Leberenzyme erhöht, Bilirubin erhöht.

Haut

Gelegentlich: Urtikaria.

Zusätzliche Informationen

Infektionen

In den placebokontrollierten Phasen der klinischen Studien zu Plaque Psoriasis (in welchen insgesamt 1'382 Patienten mit Cosentyx und 694 Patienten mit Placebo während bis zu 12 Wochen behandelt wurden) wurden bei 28.7% der mit Cosentyx behandelten Patienten im Vergleich zu 18.9% der mit Placebo behandelten Patienten Infektionen berichtet. Die meisten dieser Infektionen waren von leichtem oder mittlerem Schweregrad. Kandida-Infektionen traten bei 1.2% der mit 300 mg Cosentyx, bei 0.4% der mit 150 mg Cosentyx, und bei 0.3% der mit Placebo behandelten Patienten auf. Schwerwiegende Infektionen traten bei 0.14% der mit Cosentyx und bei 0.3% der mit Placebo behandelten Patienten auf (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Über die gesamte Behandlungsphase (insgesamt 3'430 Patienten, die mehrheitlich während bis zu 52 Wochen mit Cosentyx behandelt wurden) wurden Infektionen bei 47.5% der mit Cosentyx behandelten Patienten (0.9 pro Patientenjahr der Nachbeobachtung) berichtet. Schwerwiegende Infektionen wurden bei 1.2% der mit Cosentyx behandelten Patienten berichtet (0.015 pro Patientenjahr der Nachbeobachtung).

Die Infektionsraten, die in klinischen Studien zu Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis beobachtet wurden, waren ähnlich wie jene, die bei Studien zu Psoriasis beobachtet wurden

Leberenzyme erhöht, Bilirubin erhöht

Während der Placebo-kontrollierten Phase in klinischen Studien zur Plaque-Psoriasis entwickelten 14.5% bzw. 5% der Patienten unter Cosentyx gegenüber 11.6% bzw. 2.5% unter Placebo isolierte und transiente Erhöhungen der Lebertransaminasen bzw. von Bilirubin bis zum 3-fachen des oberen Normwertes. Die Häufigkeiten unter Secukinumab und Etanercept waren vergleichbar.

Neutropenie

Neutropenie wurde häufiger mit Secukinumab als mit Placebo beobachtet. Die meisten Fälle waren mild, transient und reversibel. Neutropenie <1.0‑0.5× 109/l (CTCAE-Grad 3) wurde bei 18 von 3430 (0.5%) Patienten unter Secukinumab berichtet, mit keiner Dosisabhängigkeit und keinem zeitlichen Zusammenhang mit Infektionen in 15 von 18 Fällen. Es gab keine berichteten Fälle von schwerwiegenderer Neutropenie. In den übrigen 3 Fällen wurden nicht schwerwiegende Infektionen, die erfolgreich auf Standard-Therapie ansprachen und kein Absetzen von Cosentyx erforderten, berichtet.

Überempfindlichkeitsreaktionen

Über alle klinischen Studien wurden Urtikaria und seltene Fälle anaphylaktischer Reaktionen auf Cosentyx beobachtet.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Über alle klinischen Studien wurden unter Secukinumab einzelne Fälle von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen bei Risikopatienten beobachtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Ein kausaler Zusammenhang mit Secukinumab kann bei der gegenwärtigen Datenlage nicht ausgeschlossen werden.

Immunogenität

In klinischen Studien zu Psoriasis, Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis entwickelten während einer Behandlung von bis zu 52 Wochen weniger als 1% der mit Cosentyx behandelten Patienten Antikörper gegen Secukinumab. Bei etwa der Hälfte der während der Behandlung aufgetretenen gegen das Arzneimittel gerichteten Antikörper handelte es sich um neutralisierende Antikörper; dies war jedoch nicht mit einem Wirkungsverlust oder mit Abweichungen der pharmakokinetischen Parameter verbunden.

Überdosierung

In den klinischen Studien wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.

In klinischen Studien wurden Dosen bis zu 30 mg/kg (d.h. ungefähr 2'000 bis 3'000 mg) intravenös ohne Auftreten einer dosislimitierenden Toxizität verabreicht. Im Fall einer Überdosierung wird empfohlen, den Patienten auf Anzeichen und Symptome unerwünschter Wirkungen zu überwachen und unverzüglich eine angemessene symptomatische Behandlung einzuleiten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: L04AC10

Wirkungsmechanismus

Secukinumab ist ein vollständig humaner IgG1-Antikörper der selektiv an das proinflammatorische Zytokin Interleukin-17A (IL-17A) bindet und es neutralisiert. Secukinumab wirkt gezielt auf IL-17A und hemmt dessen Interaktion mit dem IL-17-Rezeptor, der auf verschiedenen Zelltypen einschliesslich Keratinozyten exprimiert wird. Als Folge hemmt Secukinumab die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen, Chemokinen und gewebeschädigenden Mediatoren und reduziert die IL-17A-vermittelte Beteiligung an autoimmunen und entzündlichen Erkrankungen. Klinisch relevante Secukinumab-Spiegel erreichen die Haut und reduzieren lokale Entzündungsmarker. Als eine direkte Folge reduziert die Behandlung mit Secukinumab Erythem, Verhärtung (Induration) und Schuppung (Desquamation) in den Läsionen der Plaque-Psoriasis. Bei Patienten mit Plaque-Psoriasis ist die IL-17A Produktion in den von Läsionen betroffenen Hautbereichen gegenüber Hautbereichen ohne Läsionen stark hochreguliert. Weiterhin wurden IL-17-bildende Zellen in der Gelenkflüssigkeit von Patienten mit Psoriasis-Arthritis häufiger festgestellt. Zudem waren die IL-17-bildenden Zellen bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis auch im subchondralen Knochenmark der Facettengelenke deutlich erhöht.

IL-17A fördert zudem die Entzündungsreaktion im Gewebe, die Infiltration mit Neutrophilen, die Knochen- und Gewebszerstörung sowie das Gewebe-Remodeling einschliesslich Angiogenese und Fibrose.

Pharmakodynamik

In einer Studie mit Secukinumab waren die Spiegel der infiltrierenden Neutrophilen und verschiedene mit Neutrophilen assoziierte Marker, die in von Läsionen betroffenen Hautbereichen von Patienten mit Plaque-Psoriasis erhöht sind, nach ein- bis zweiwöchiger Behandlung signifikant reduziert.

Es wurde gezeigt, dass Secukinumab (innerhalb einer Behandlungszeit von ein bis zwei Wochen) den Spiegel des C-reaktiven Proteins senkt; das C-reaktive Protein ist ein Entzündungsmarker bei Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis.

Klinische Wirksamkeit

Psoriasis

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx wurde in vier randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien über 1 Jahr bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die auf eine Phototherapie oder systemische Therapie nicht angesprochen haben oder eine solche nicht tolerierten, beurteilt [ERASURE, FIXTURE, FEATURE, JUNCTURE]. Wirksamkeit und Sicherheit von 150 mg und 300 mg Cosentyx wurden im Vergleich zu Placebo oder Etanercept beurteilt. Zudem wurde in einer Studie ein kontinuierliches Behandlungsregime im Vergleich zu einem Regime mit Therapieunterbruch in Woche 12 und einer Wiederaufnahme der Therapie «ondemand» bei klinischer Verschlechterung beurteilt [SCULPTURE].

Um eine unverzerrte Beurteilung der Wirksamkeit von Secukinumab in der Psoriasis Behandlung zu erhalten, war die gleichzeitige Anwendung einer systemischen oder topischen Psoriasismedikation oder Phototherapie während der Studien nicht erlaubt.

Von den 2'403 in die placebokontrollierten Studien eingeschlossenen Patienten waren 79% nicht biologisch vorbehandelt; 45% wiesen ein Therapieversagen unter einer nicht-biologischen Behandlung, 8% ein Therapieversagen unter einer biologischen Behandlung, 6% ein Therapieversagen unter einer anti-TNF-Behandlung und 2% ein Therapieversagen unter einer anti-p40 (anti-IL-12/IL-23)-Behandlung auf. Die Krankheitsmerkmale bei Baseline waren über alle Behandlungsgruppen hinweg im Allgemeinen vergleichbar: Der Medianwert des Psoriasis-Area-Severity-Index-Score (PASI) bei Baseline betrug 19 bis 20, der IGA-mod-2011-Score zum Baseline-Zeitpunkt lag zwischen «mittelschwer» (62%) und «schwer» (38%), der Medianwert der Body-Surface-Area (BSA) war bei Baseline ≥27 und der Medianwert des Dermatology-Life-Quality-Index-Score (DLQI) betrug 10 bis 12. Ungefähr 15 bis 25% der Patienten in den Phase-III-Studien wiesen bei Studienbeginn eine psoriatische Arthritis (PsA) auf.

In der Psoriasis-Studie 1 (ERASURE) wurden 738 Patienten beurteilt. Die Patienten, die einer Behandlung mit Cosentyx randomisiert zugeordnet wurden, erhielten Dosen zu 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2 und 3, gefolgt von derselben Dosis jeden Monat beginnend in Woche 4. Die Patienten, die einer Behandlung mit Placebo randomisiert zugeordnet wurden und in Woche 12 Non-Responder waren, wechselten anschliessend zu einer Behandlung mit Cosentyx (150 oder 300 mg) in den Wochen 12, 13, 14 und 15, gefolgt von derselben Dosis jeden Monat beginnend in Woche 16.

In der Psoriasis-Studie 2 (FIXTURE) wurden 1'306 Patienten beurteilt und neben der Placebo-Gruppe wurde ein Arm mit Etanercept als aktiver Komparator geführt. Die Behandlung mit Cosentyx und Placebo entsprach der Studie 1. Die Patienten, die einer Behandlung mit Etanercept randomisiert zugeordnet wurden, erhielten Dosen zu 50 mg zweimal wöchentlich während 12 Wochen, gefolgt von 50 mg jede Woche.

In der Psoriasis-Studie 3 (FEATURE) und Studie 4 (JUNCTURE) wurden 177 mit einer Fertigspritze bzw. 182 mittels Fertigpen behandelte Patienten nach 12-wöchiger Behandlung zur Beurteilung der Sicherheit, Verträglichkeit und Praktikabilität der Selbstverabreichung von Cosentyx mittels Fertigspritze mit einem Placebo verglichen. Die Behandlung mit Cosentyx und Placebo entsprach der Studie 1. In der Psoriasis-Studie 5 (SCULPTURE) wurden 966 Patienten beurteilt. Alle Patienten erhielten 150 mg oder 300 mg Cosentyx in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12 und wurden dann entweder einer Behandlung mit einem Erhaltungsregime mit kontinuierlicher Verabreichung derselben Dosis jeden Monat oder nach Therapieunterbruch einem Regime mit Wiederaufnahme der Therapie «on demand» bei klinischer Verschlechterung randomisiert zugeordnet. Die Patienten mit Therapieunterbruch und Wiederaufnahme «on demand» waren hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Ansprechens den Patienten unter einem fixem monatlichen Erhaltungsregime unterlegen.

Die primären Endpunkte in den placebo- und aktiv kontrollierten Studien waren der Anteil der Patienten, die ein PASI-75-Ansprechen und ein «Investigator's Global Assessment (IGA)»-mod-2011-Ansprechen in den Kategorien «frei von» oder «nahezu frei von» im Vergleich zu Placebo in Woche 12 erreichten (siehe Tabellen 1 und 2). Die maximale Ansprechrate wurde in Woche 16 erreicht, und die 300-mg-Dosis war über alle Studien hinweg überlegen.

Tabelle 1: Zusammenfassung des klinischen PASI-50/75/90/100-Ansprechens & IGA-mod-2011-Ansprechens in den Kategorien «abgeheilt» oder «nahezu abgeheilt» in den Psoriasis-Studien 1, 3 und 4 (ERASURE, FEATURE und JUNCTURE)

Woche 12Woche 16Woche 52
Placebon (%)(95% CI)150 mgn (%)(95% CI)300 mgn (%)(95% CI)150 mgn (%)(95% CI)300 mgn (%)(95% CI)150 mgn (%)(95% CI)300 mgn (%)(95% CI)

Studie 1

Anzahl der Patienten246244245244245244245
PASI-50-Ansprechen22 (8.9%) (5.8, 13.4)203 (83.5%)(78.1, 87.9)222 (90.6%)(86.1, 93.8)212 (87.2%)(82.2, 91.0)224 (91.4%)(87.0, 94.5)187 (77%)(71.0, 82.0)207 (84.5%)(79.2, 88.7)
PASI-75-Ansprechen11 (4.5%) (2.4, 8.1)174 (71.6%)**(65.4, 77.1)200 (81.6%)**(76.1, 86.2)188 (77.4%)(71.5, 82.4)211 (86.1%)(81.0, 90.1)146 (60.1%)(53.6, 66.2)182 (74.3%)(68.3, 79.5)
PASI-90-Ansprechen3 (1.2%)(0.3, 3.8)95 (39.1%)**(33.0, 45.6)145 (59.2%)**(52.7, 65.3)130 (53.5%)(47.0, 59.9)171 (69.8%)(63.6, 75.4)88 (36.2%)(30.2, 42.6)147 (60.0%)(53.6, 66.1)
PASI-100-Ansprechen2 (0.8%)(0.1, 3.2)31 (12.8%)(9.0, 17.8)70 (28.6%)(23.1, 34.7)51 (21.0%)(16.2, 26.8)102 (41.6%)(35.4, 48.1)49 (20.2%)(15.4, 25.9)96 (39.2%)(33.1, 45.6)
IGA-mod-2011-Ansprechen in den Kategorien «frei von» oder «nahezu frei von»6 (2.40%)(1.0, 5.5)125 (51.2%)**(44.8, 57.6)160 (65.3%)**(58.9, 71.2)142 (58.2%)(51.7, 64.4)180 (73.5%)(67.4, 78.8)101 (41.4%)(35.2, 47.9)148 (60.4%)(54.0, 66.5)

Studie 3

Anzahl der Patienten595958----
PASI-50-Ansprechen3 (5.1%)(1.3, 15.1)51 (86.4%)(74.5, 93.6)51 (87.9%)(76.1, 94.6)----
PASI-75-Ansprechen0 (0.0%)(0.0, 7.6)41 (69.5%)**(56.0, 80.5)44 (75.9%)**(62.5, 85.7)----
PASI-90-Ansprechen0 (0.0%)(0.0, 7.6)27 (45.8%)(32.9, 59.2)35 (60.3%)(46.6, 72.7)----
PASI-100-Ansprechen0 (0.0%)(0.0, 7.6)5 (8.5%)(3.2, 19.4)25 (43.1%)(30.4, 56.7)----
IGA-mod-2011-Ansprechen in den Kategorien «frei von» oder «nahezu frei von»0 (0.0%)(0.0, 7.6)31 (52.5%)**(39.2, 65.5)40 (69.0%)**(55.3, 80.1)----

Studie 4

Anzahl der Patienten616060----
PASI-50-Ansprechen5 (8.2%)(3.1, 18.8)48 (80.0%)(67.3, 88.8)58 (96.7%)(87.5, 99.4)----
PASI-75-Ansprechen2 (3.3%)(0.6, 12.4)43 (71.7%)**(58.4, 82.2)52 (86.7%)**(74.9, 93.7)----
PASI-90-Ansprechen0 (0.0%)(0.0, 7.4)24 (40.0%)(27.8, 53.5)33 (55.0%)(41.7, 67.7)----
PASI-100-Ansprechen0 (0.0%)(0.0, 7.4)10 (16.7%)(8.7, 29.0)16 (26.7%)(16.5, 39.9)----
IGA-mod-2011-Ansprechen in den Kategorien «frei von» oder «nahezu frei von»0 (0.0%) (0.0, 7.4)32 (53.3%)** (40.1, 66.1)44 (73.3%)**(60.1, 83.5)----

* IGA mod 2011 ist eine Skala mit 5 Kategorien mit «0 = frei von», «1 = nahezu frei von», «2 = leicht», «3 = mittelschwer» und «4 = schwer» und gibt die Gesamtbeurteilung des Psoriasis-Schweregrads durch den Arzt bzw. die Ärztin im Hinblick auf Verhärtung, Erythem und Schuppung wieder. Der Behandlungserfolg «frei von» oder «nahezu frei von» bestand aus der Abwesenheit von Anzeichen einer Psoriasis oder normaler bis rosafarbener Färbung der Läsionen, fehlender Verdickung der Plaques und fehlender bis minimaler herdförmiger Schuppung.

** p-Werte versus Placebo und adjustiert hinsichtlich Multiplizität: p<0,0001

Tabelle 2: Zusammenfassung des klinischen Ansprechens in Psoriasis-Studie 2 (FIXTURE)

Woche 12Woche 16
Placebon (%)(95% CI)150 mgn (%)(95% CI)300 mgn (%)(95% CI)Etanerceptn (%)(95% CI)150 mgn (%)(95% CI)300 mgn (%)(95% CI)Etanerceptn (%)(95% CI)
Anzahl der Patienten324327323323327323323
PASI-50-Ansprechen49 (15.1%)(11.5, 19.6)266 (81.3%)(76.6, 85.3)296 (91.6%)(87.9, 94.3)226 (70.0%)(64.6, 74.9)290 (88.7%)(84.6, 91.8)302 (93.5%)(90.1, 95.8)257 (79.6%)(74.7, 83.7)
PASI-75-Ansprechen16 (4.9%)(2.9, 8.1)219 (67.0%)**(61.5, 72.0)249 (77.1%)**(72.0, 81.5)142 (44.0%)(38.5, 49.6)247 (75.5%)(70.4, 80.0)280 (86.7%)(82.4, 90.1)189 (58.5%)(52.9, 63.9)
PASI-90-Ansprechen5 (1.5%)(0.6, 3.8)137 (41.9%)(36.5, 47.5)175 (54.2%)(48.6, 59.7)67 (20.7%)(16.5, 25.7)176 (53.8%)(48.3, 59.3)234 (72.4%)(67.2, 77.2)101 (31.3%)(26.3, 36.7)
PASI-100-Ansprechen0 (0%)(0.0, 1.5)47 (14.4%)(10.8, 18.8)78 (24.1%)(19.7, 29.3)14 (4.3%)(2.5, 7.3)84 (25.7%)(21.1, 30.8)119 (36.8%)(31.6, 42.4)24 (7.4%)(4.9, 11.0)
IGA-mod-2011-Ansprechen in den Kategorien «frei von» oder «nahezu frei von»9 (2.8%)(1.4, 5.4)167 (51.1%)**(45.5, 56.6)202 (62.5%)**(57.0, 67.8)88 (27.2%)(22.5, 32.5)200 (61.2%)(55.6, 66.4)244 (75.5%)(70.4, 80.1)127 (39.3%)(34.0, 44.9)

Woche 52
150 mgn (%)(95% CI)300 mgn (%)(95% CI)Etanerceptn (%)(95% CI)
Anzahl der Patienten327323323
PASI-50-Ansprechen249 (76.1%)(71.1, 80.6)274 (84.8%)(80.3, 88.5)234 (72.4%)(67.2, 77.2)
PASI-75-Ansprechen215 (65.7%)**(60.3, 70.8)254 (78.6%)**(73.7, 82.9)179 (55.4%)(49.8, 60.9)
PASI-90-Ansprechen147 (45.0%)(39.5, 50.5)210 (65.0%)(59.5, 70.2)108 (33.4%)(28.4, 38.9)
PASI-100-Ansprechen65 (19.9%)(15.8, 24.7)117 (36.2%)(31.0, 41.8)32 (9.9%)(7.0, 13.8)
IGA-mod-2011-Ansprechen in den Kategorien «frei von» oder «nahezu frei von»168 (51.4%)**(45.8, 56.9)219 (67.8%)**(62.4, 72.8)120 (37.2%)(31.9, 42.7)

** adjustierte p-Werte versus Etanercept: p=0,0250

Cosentyx war bei nicht biologisch vorbehandelten Patienten, bei Biologika-vorbehandelten Patienten sowie bei Patienten mit einem Therapieversagen unter einem Biologikum wirksam. Die Ansprechraten bezüglich der primären Endpunkte, PASI 75 und IGA 0 oder 1, mit 300 mg Cosentyx lagen bei Patienten nach Versagen einer früheren TNF-Hemmer-Therapie bei 67.7% und 54.1% im Vergleich zu 78.5% und 56.9% bei Patienten ohne TNF-Hemmer-Vortherapie.

Cosentyx war in der Dosierung 300 mg mit einem raschen Einsetzen der Wirkung mit einer Reduktion des mittleren PASI in Woche 3 um 50% verbunden.

In allen Phase-III-Studien zu Plaque-Psoriasis wurden ungefähr 15 bis 25% Patienten mit gleichzeitig bestehender psoriatischer Arthritis bei Studienbeginn eingeschlossen. Die Verbesserungen des PASI 75 waren bei dieser Patientengruppe mit den Verbesserungen in der Gesamtgruppe der Patienten mit Plaque-Psoriasis vergleichbar.

Lebensqualität/Patientenberichtete Outcomes

Für den DLQI (Dermatology Life Quality Index) wurden statistisch signifikante Verbesserungen in Woche 12 (Studien 1-4) gegenüber dem Ausgangswert gezeigt; die Verbesserungen blieben über 52 Wochen (Studien 1 und 2) bestehen.

Statistisch signifikante Verbesserungen der patientenberichteten Anzeichen und Symptome Juckreiz, Schmerzen und Schuppung in Woche 12 gegenüber dem Ausgangswert im Vergleich zu Placebo (Studien 1 und 2) wurden anhand des validierten Psoriasis Symptom Diary© gezeigt.

Psoriasis-Arthritis

Es wurde bei erwachsenen Patienten mit aktiver psoriatischer Arthritis gezeigt, dass Cosentyx die Anzeichen und Symptome, die körperliche Funktionsfähigkeit und die gesundheitsbezogene Lebensqualität verbessert.

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien bei 1'003 Patienten gezeigt, die trotz einer Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika (non-steroidal anti-inflammatory drug, NSAID), Kortikosteroiden oder krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (disease-modifying anti-rheumatic drugs, DMARD) eine aktive Psoriasis-Arthritis (≥3 geschwollene und ≥3 druckschmerzempfindliche Gelenke) hatten. Die PsA-Diagnose der Patienten in diesen Studien wurde vor mindestens fünf Jahren gestellt. Die Mehrheit der Patienten hatte zudem eine Hautläsion aufgrund einer aktiven Psoriasis oder eine dokumentierte Psoriasis in der Vorgeschichte. Um eine unverzerrte Beurteilung der Wirksamkeit von Cosentyx in der Psoriasis Behandlung zu erhalten, war die gleichzeitige Anwendung einer topischen Kortikosteroidtherapie oder UV basierten Therapie während der Studien nicht erlaubt. Bei mehr als 62% bzw. 47% der PsA-Patienten lag bei Baseline jeweils Enthesitis bzw. Daktylitis vor. Die Anzahl der PsA Patienten mit axialer Beteiligung war für eine aussagekräftige Beurteilung zu gering.

Die Wirksamkeit und Sicherheit von Cosentyx in Dosen von 75 mg, 150 mg und 300 mg wurde gegenüber Placebo mit einer entweder intravenösen oder subkutanen Anfangsdosis beurteilt. In der Studie Psoriasis-Arthritis 1 (PsA1-Studie) bzw. der Studie Psoriasis-Arthritis-2 (PsA2-Studie) wurden jeweils 29% bzw. 35% der Patienten zuvor mit Anti-TNFα-Medikamenten behandelt, wobei diese Behandlung entweder aufgrund eines fehlenden Ansprechens oder aufgrund einer Unverträglichkeit abgesetzt wurde (Anti-TNFα-IR-Patienten).

In der PsA1-Studie (FUTURE 1) wurden 606 Patienten bewertet; davon erhielten 60.7% begleitend MTX. Es wurden Patienten mit allen PsA-Untergruppen eingeschlossen, einschliesslich polyartikulärer Arthritis ohne Nachweis von Rheumaknoten (76.7%), Spondylitis mit peripherer Arthritis (18.5%), asymmetrischer peripherer Arthritis (60.2%), distaler interphalangealer Beteiligung (59.6%) und Arthritis mutilans (7.9%). Patienten, die randomisiert Cosentyx zugeteilt wurden, erhielten 10 mg/kg i.v. in Woche 0, 2 und 4, gefolgt von entweder monatlich 75 mg oder 150 mg s.c., beginnend in Woche 8. Patienten, die randomisiert Placebo zugeteilt wurden und auf die Behandlung nicht ansprachen, wechselten dann in Woche 16 zur Behandlung mit 75 mg oder 150 mg Cosentyx s.c. einmal monatlich,. In Woche 24 wurden die verbliebenen Placebo-Patienten zur Behandlung mit 75 mg oder 150 mg Cosentyx s.c. überführt. Der primäre Endpunkt war das Ansprechen gemäss American College of Rheumatology (ACR) 20 in Woche 24.

In der PsA2-Studie (FUTURE 2) wurden 397 Patienten beurteilt, von denen 46.6% begleitend mit MTX behandelt wurden. Es wurden Patienten mit allen PsA-Untergruppen eingeschlossen, einschliesslich polyartikulärer Arthritis ohne Nachweis von Rheumaknoten (85.9%), Spondylitis mit peripherer Arthritis (21.7%), asymmetrischer peripherer Arthritis (64.0%), distaler interphalangealer Beteiligung (57.9%) und Arthritis mutilans (6.3%). Patienten, die randomisiert Cosentyx zugeteilt wurden, erhielten 75 mg, 150 mg oder 300 mg s.c. in Woche 0, 1, 2 und 3, gefolgt von der gleichen monatlichen Dosis beginnend in Woche 4. Patienten, die randomisiert Placebo zugeteilt wurden und bis Woche 16 nicht auf die Behandlung ansprachen, wechselten dann in Woche 16 zur Behandlung mit 150 mg oder 300 mg Cosentyx s.c. einmal monatlich. In Woche 24 wurden die verbliebenen Placebo-Patienten zur Behandlung mit 150 mg oder 300 mg Cosentyx s.c. überführt. Der primäre Endpunkt war das Ansprechen gemäss ACR 20 in Woche 24.

Klinisches Ansprechen

Anzeichen und Symptome

Die Behandlung mit Cosentyx führte in den Wochen 16 und 24 im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Verbesserung des Ausmasses der Krankheitsaktivität. Diese Messungen umfassten das Ansprechen der Gelenkssymptomatik in Bezug auf ACR20, ACR50, ACR70, das Ansprechen der Hautsymptomatik (Psoriasis-Area-and-Severity-Index, PASI) 75, PASI 90, sowie weitere Scores zur Krankheitsaktivität und Gesundheitszustand (Disease Activity Score, DAS28-CRP, Short Form Health Survey – Physical Component Summary; SF-36 PCS, Health Assessment Questionnaire – Disability Index, HAQ-DI) (siehe Tabelle 3).

Tabelle 3: Klinisches Ansprechen in der PsA2-Studie in Woche 24

Woche 24

Placebo

75 mg

150 mg

300 mg

Anzahl der randomisierten Patienten

98

99

100

100

ACR-20-Ansprechen n (%)

15(15.3%)

29(29.3%*)

51(51.0%***)

54(54.0%***)

ACR-50-Ansprechen n (%)

7(7.1%)

18(18.2%*)

35(35.0%***)

35(35.0%***)

ACR-70-Ansprechen n (%)

1(1.0%)

6(6.1%)

21(21.0%**)

20(20.0%**)

DAS28-CRP

-0.96

-1.12

-1.58***

-1.61***

PASI-75-Ansprechen n (%)#

7(16.3%)

14(28.0%)

28(48.3%***)

26(63.4%***)

PASI-90-Ansprechen n (%)#

4(9.3%)

6(12.0%)

19(32.8%**)

20(48.8%***)

Verschwinden Daktylitis n (%)

4(14.8%)

10(30.3%)

16(50.0%**)

26(56.5%**)

Verschwinden Entesitis n (%)

14(21.5%)

22(32.4%)

27(42.2%*)

27(48.2%**)

* p<0.05, ** p<0.01, *** p<0.001; gegenüber Placebo

Alle p-Werte werden ohne Korrektur für multiples Testen wiedergegeben.

Patienten mit fehlenden Daten punkten wurden als Non-Responder erfasst («Non-responder Imputation»).

ACR: American College of Rheumatology; PASI: Psoriasis Area and Severity Index; DAS: Disease Activity Score; BSA: Körperoberfläche (Body Surface Area)

# Bei Patienten mit ≥3% BSA Psoriasis Hautbeteiligung bei Baseline (n=43, 50, 58, bzw. 41)

Bei Patienten mit Daktylitis bei Baseline (n=27, 33, 32 bzw. 46)

Bei Patienten mit Enthesitis bei Baseline (n=65, 68, 64 bzw. 56)

Die Wirkung von Cosentyx trat bereits in Woche 2 ein. Ein statistisch signifikanter Unterschied beim ACR 20 im Vergleich zu Placebo wurde in Woche 3 erreicht.

In Woche 16 wiesen mit Cosentyx behandelte Patienten signifikante Verbesserungen der Anzeichen und Symptome auf, darunter ein signifikant höheres Ansprechen hinsichtlich ACR 20 (33,3%, 60,0% und 57,0% für 75 mg, 150 mg bzw. 300 mg) im Vergleich zum Placebo (18,4%).

Der Anteil der Patienten, die pro Besuch ein ACR-20-Ansprechen zeigten, ist in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung 1: ACR20-Ansprechen in der PsA2-Studie im Verlauf der Zeit bis Woche 24

28685.png

Bei den primären und wichtigen sekundären Endpunkten wurde bei den PsA-Patienten ein ähnliches Ansprechen beobachtet, unabhängig davon, ob sie begleitend MTX erhielten oder nicht.

Sowohl die bisher nicht mit Anti-TNFα behandelten als auch die Anti-TNFα–IR-Patienten, die mit Cosentyx behandelt wurden, zeigten in Woche 24 im Vergleich zu Placebo ein signifikant höheres ACR-20-Ansprechen, wobei das Ansprechen in der bisher nicht mit Anti-TNFα behandelten Gruppe nummerisch höher war (Anti-TNFα-unbehandelt: 37%, 64% bzw. 58% bei 75 mg, 150 mg bzw. 300 mg verglichen mit Placebo 15.9%; Anti-TNFα-IR: 15%, 30% bzw. 46% bei 75 mg, 150 mg bzw. 300 mg verglichen mit Placebo 14.3%.

Anti-TNFα–IR-Patienten, die mit einer Dosis von 300 mg behandelt wurden, zeigten im Vergleich zu Placebo-Patienten eine höhere Ansprechrate gemäss ACR20 (p<0.05) und zeigte einen klinisch bedeutenden Nutzen gegenüber 150 mg bei ACR50, PASI75, PASI90, HAQ-DI, Daktylitis und Entesitis.

Der Anteil der Patienten, die ein modifiziertes Ansprechen gemäss PsA Response Criteria (PsARC) erreichten, war in Woche 24 in der Gruppe der mit Cosentyx behandelten Patienten höher (38.4%, 62.0% bzw. 63.0% bei 75 mg, 150 mg bzw. 300 mg) als in der mit Placebo behandelten (29.6%).

Die Ergebnisse der Komponenten der ACR-Kriterien des Ansprechens sind in Tabelle 4 dargestellt.

Tabelle 4: Differenz der Mittelwerte der ACR-Komponenten gegenüber Baseline in der PsA2-Studie in Woche 24

Placebo(N=98)

75 mg(N=99)

150 mg(N=100)

300 mg(N=100)

Anzahl der geschwollenen Gelenke

Baseline

12.1

10.8

11.9

11.2

Differenz

-5.14

-5.27

-6.32

-7.28*

Anzahl der druckempfindlichen Gelenke

Baseline

23.4

22.2

24.1

20.2

Differenz

-4.28

-8.68*

-11.42***

-10.84**

Beurteilung der Schmerzen durch den Patienten

Baseline

55.4

56.7

58.9

57.7

Differenz

-11.71

-17.13

-23.39**

-22.35**

Gesamtbeurteilung durch den Patienten

Baseline

57.6

59.0

62.0

60.7

Differenz

-10.14

-18.47*

-25.78***

-26.70***

Gesamtbeurteilung durch den Arzt

Baseline

55.0

59.0

56.7

55.0

Differenz

-25.23

-25.68

-32.97*

-38.52***

Behinderungsindex (HAQ)

Baseline

1.1684

1.1620

1.2200

1.2828

Differenz

-0.31

-0.32

-0.48*

-0.56**

CRP (mg/dl)

Baseline

7.71

9.55

14.15

10.69

hsCRP, (Verhältnis post-BSL/BSL)

0.75

0.58

0.55*

0.55*

* p<0.05, ** p<0.01, *** p<0.001 basierend auf nominalem, jedoch nicht angepasstem p-Wert

In der PsA1-Studie zeigten mit Cosentyx behandelte Patienten in Woche 24 signifikant verbesserte PsA-Anzeichen und Symptome bei einem ähnlichen Ansprechen wie in der PsA2-Studie. Die Wirksamkeit wurde bis Woche 52 aufrechterhalten.

Radiographisches Ansprechen

Eine Verzögerung der radiologischen Progression ossärer Veränderungen wurde mit dem empfohlenen subkutanen Therapieregime nicht untersucht.

Körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität

In der PsA2-Studie zeigten Patienten, die mit Cosentyx 150 mg und 300 mg behandelt wurden, in Woche 24 eine Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit im Vergleich zu Patienten, die mit Placebo behandelt wurden, gemessen anhand des Health Assessment Questionnaire – Disability Index (HAQ-DI). Die Verbesserungen in den HAQ-DI-Ergebnissen wurden unabhängig von einer vorherigen Exposition gegenüber Anti-TNFα beobachtet. Vergleichbare Resultate wurden bei der PsA1-Studie beobachtet.

Die mit Cosentyx behandelten Patienten berichteten von deutlichen Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen anhand des Short Form (36) Health Survey – Physical Component Summary (SF-36 PCS) (p<0.001). Es gab auch statistisch signifikante Verbesserungen im FACIT-F (Functional Assessment of Chronic Illness Therapy – Fatigue) Score für 150 mg und 300 mg im Vergleich zu Placebo.

Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Cosentyx wurde in zwei randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-III-Studien bei 590 Patienten gezeigt, die trotz einer Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika (non-steroidal anti-inflammatory drug, NSAID), Kortikosteroiden oder krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (disease-modifying anti-rheumatic drugs, DMARD) eine aktive ankylosierende Spondylitis (AS) mit einer Krankheitsaktivität definiert mittels Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index (BASDAI) von ≥4 hatten. Die Patienten in diesen Studien wiesen im Mittel eine AS-Diagnose seit 2.7 bis 5.8 Jahren auf. Patienten mit kompletter Ankylosierung waren ausgeschlossen.

Für beide Studien war der primäre Endpunkt eine mindestens 20%ige Verbesserung gemäss der Kriterien der Assessment of Spondyloarthritis International Society (ASAS20-Ansprechen) in Woche 16.

In der Studie Ankylosierende Spondylitis 1 (AS1-Studie) bzw. der Studie Ankylosierende Spondylitis 2 (AS2-Studie) wurden 27.0% bzw. 38.8% der Patienten zuvor mit Anti-TNFα-Medikamenten behandelt, und die Behandlung wurde entweder aufgrund eines fehlenden Ansprechens oder aufgrund einer Unverträglichkeit abgesetzt (Anti-TNFα-IR-Patienten).

In der AS1-Studie (MEASURE 1) wurden 371 Patienten bewertet; davon erhielten 14.8%, 33.4% bzw. 13.5% begleitend MTX, Sulfasalazin bzw. Kortikosteroide. Patienten, die für Cosentyx randomisiert wurden, erhielten 10 mg/kg i.v. in Woche 0, 2 und 4, gefolgt von 75 mg oder 150 mg s.c. einmal monatlich. Patienten, die für Placebo randomisiert wurden und bis Woche 16 nicht ansprachen sowie bei Woche 24 alle übrigen Placebo Patienten, wechselten zur Behandlung mit 75 mg oder 150 mg Cosentyx s.c. einmal monatlich.

In der AS2-Studie (MEASURE 2) wurden 219 Patienten beurteilt, von denen 11.9%, 14.2% bzw. 8.2% begleitend jeweils mit MTX, Sulfasalazin bzw. Kortikosteroide behandelt wurden. Patienten, die für Cosentyx randomisiert wurden, erhielten 75 mg oder 150 mg s.c. in Woche 0, 1, 2 und 3, gefolgt von der gleichen monatlichen Dosis beginnend in Woche 4. Patienten, die bei Baseline für Placebo randomisiert wurden, wurden in Woche 16 erneut randomisiert, um monatlich Cosentyx s.c. zu erhalten (entweder 75 mg oder 150 mg).

Klinisches Ansprechen

Anzeichen und Symptome

In der AS2-Studie führte die Behandlung mit Cosentyx 150 mg in Woche 16 zu der deutlichsten Verbesserung der Messgrössen der Krankheitsaktivität verglichen mit Placebo (siehe Tabelle 5).

Tabelle 5: Klinisches Ansprechen in der AS2-Studie in Woche 16

Ergebnis (p-Wert gegenüber Placebo)

Placebo (n = 74)

75 mg(n = 73)

150 mg(n = 72)

Wirksamkeit in Woche 16

ASAS20-Ansprechen, %

28.4

41.1

61.1***

ASAS40-Ansprechen, %

10.8

26.0

36.1***

hsCRP, (Verhältnis post-BSL/BSL)#

1.13

0.61

0.55***

ASAS5/6, %

8.1

34.2

43.1***

BASDAI, LS mittlere Veränderung ab Baseline-Wert

–0.85

–1.92

–2.19***

ASAS, partielle Remission, %

4.1

15.1

13.9

BASDAI50, %

10.8

24.7*

30.6**

ASDAS-CRP «major improvement»ˆ

4.1

15.1*

25.0***

* p<0.05; **p<0.01; ***p<0.001 gegenüber Placebo

Alle p-Werte wurden für den Multiplikationstest basierend auf einer vordefinierten Hierarchie angepasst, mit Ausnahme von BASDAI50 und ASDAS-CRP.

Die nicht ansprechenden Patienten wurden für den fehlenden binären Endpunkt angerechnet.

ASAS: Assessment of SpondyloArthritis International Society Criteria; BASDAI: Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index; hsCRP: hochsensitives C-reaktives Protein; ASDA: Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score; BSL: Baseline; LS: least square

# hsCRP Baseline Mittelwerte sind 8.30, 5.30 bzw. 8.40

BASDAI Baseline Mittelwerte sind 6.78, 6.57 bzw. 6.59

ˆASDAS-CRP «major improvement» definiert als Verbesserung ≥2 Einheiten

In Woche 16 führte die Behandlung mit Cosentyx 150 mg bei jeder Komponente der ASAS20 Kriterien des Ansprechens (Gesamtbeurteilung durch den Patienten, gesamte Wirbelsäulenschmerzen, BASFI und spinale Entzündung) zu klinisch relevanten Verbesserungen gegenüber der Baseline.

In der AS2-Studie führte die Behandlung mit Cosentyx 150 mg bereits 1 Woche nach Therapiebeginn im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Verbesserung der ASAS20. Der Anteil der Patienten, die pro Besuch ein ASAS20-Ansprechen zeigten, ist in Abbildung 2 dargestellt.

Abbildung 2: ASAS20-Ansprechen in der AS2-Studie bis Woche 16

28681.png

Die ASAS20-Antwort war in Woche 16 sowohl bei den bisher nicht mit Anti-TNFα behandelten Patienten (68.2% gegenüber 31.1%; p<0.05) als auch bei den Anti-TNFα-IR-Patienten (50.0% gegenüber 24.1%; p<0.05) bei Cosentyx 150 mg im Vergleich zu Placebo überlegen. Die ASAS20-Reaktion hinsichtlich des HLA-B27-Status wurde in der AS2-Studie analysiert. 57/72 (79%) zu 150 mg und 58/74 (78%) zu Placebo randomisierte Patienten waren HLA B27-positiv. Für 3 Patienten in der 150-mg-Gruppe und 5 Patienten in der Placebo-Gruppe war HLA B27 nicht verfügbar.

Unter den Patienten mit verfügbaren ASAS20 Messwerten betrug das ASAS20 für die 150-mg-Kohorte in Woche 16 37/54 (68.5%) für HLA-B27-positive und 5/9 (55.6%) für HLA-B27-negative Patienten. Für Placebo betrug das ASAS20 in Woche 16 18/51 (35.3%) für HLA-B27-positive und 3/8 (37.5%) für HLA B27 negative Patienten.

Die Antwort wurde in beiden Studien unter Cosentyx/-SensoReady bis Woche 52 in einer vergleichbaren Grössenordnung aufrechterhalten. Von den 72 Patienten die in der AS2- Studie für Cosentyx 150 mg randomisiert wurden, waren 61 (84.7%) in Woche 52 immer noch in Behandlung. 45 respektive 35 Patienten wiesen ein ASAS20/40 Ansprechen auf.

Wirbelsäulenbeweglichkeit

Die Beweglichkeit der Wirbelsäule wurde anhand des BASMI (Bath Ankylosing Spondylitis Metrology Index) bis Woche 52 beurteilt. In der AS2-Studie (150 mg) und der AS1-Studie (75 mg und 150 mg) wurden in jeder der BASMI-Komponenten für die mit Cosentyx behandelten Patienten im Vergleich zu den mit Placebo behandelten Patienten in den Wochen 4, 8, 12 und 16 nummerisch Verbesserungen nachgewiesen (mit Ausnahme der lateralen lumbalen Flexion in Woche 4, 8 und 12 bei Patienten, die nach der intravenösen Anfangsdosis mit einer Dosis von 75 mg behandelt wurden).

Körperliche Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogene Lebensqualität

In der AS1 und AS2 Studie zeigten die mit Cosentyx 150 mg behandelten Patienten eine Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität, gemessen anhand des ASQoL (Ankylosing Spondylitis Quality of Life questionnaire) (p<0.001) und der SF-36 Physical Component Summary (SF-36 PCS) (p<0.001). Mit Cosentyx 150 mg behandelte Patienten zeigten im Vergleich zum Placebo auch signifikante Verbesserungen hinsichtlich der exploratorischen Endpunkte in Bezug auf die physische Funktionsfähigkeit gemessen anhand des BASFI-Index (Bath Ankylosing Spondylitis Functional Index), in Bezug auf Schmerzen gemessen anhand der Skala für globale und nächtliche Rückenschmerzen (Total and Nocturnal Back Pain) und in Bezug auf Erschöpfung gemessen anhand der FACIT-F-Skala (Functional Assessment of Chronic Illness Therapy – Fatigue). All diese Verbesserungen der Körperfunktionen wurden bis Woche 52 aufrechterhalten.

Pharmakokinetik

Absorption

Die Daten in diesem Abschnitt basieren auf einer populationspharmakokinetischen Analyse.

Nach Gabe einer subkutanen Einzeldosis von 150 mg bzw. 300 mg an Patienten mit Plaque-Psoriasis erreichte Secukinumab Spitzenkonzentrationen im Serum von 13.7 ± 4.8 µg/ml bzw. 27.3 ± 9.5 µg/ml zwischen 5 und 6 Tagen nach Dosisgabe.

Nach Einleitung der wöchentlichen Dosierung während des ersten Monats betrug die Zeit bis zum Erreichen der maximalen Konzentration 31 bis 34 Tage.

Die Spitzenkonzentrationen im Steady-State (Cmax,ss) nach subkutaner Verabreichung von 150 mg bzw. 300 mg betrugen 27.6 µg/ml bzw. 55.2 µg/ml. Unter den monatlichen Dosierungsregimes wird der Steady-State nach 20 Wochen erreicht.

Nach wiederholten monatlichen Erhaltungsdosen wiesen Patienten einen im Vergleich zur Exposition nach einer Einzeldosis zweifachen Anstieg der Serum-Spitzenkonzentration auf.

Secukinumab wird nach subkutaner Injektion in den Bauch mit einer durchschnittlichen absoluten Bioverfügbarkeit von 73% absorbiert. Die Absorption von Secukinumab nach subkutaner Injektion in den Oberarm oder Oberschenkel wurde nicht untersucht.

Distribution

Das mittlere Verteilungsvolumen während der terminalen Phase (Vz) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis betrug bei Patienten mit Plaque-Psoriasis zwischen 7.10 und 8.60 l. Dies deutet darauf hin, dass Secukinumab einer begrenzten Distribution in die peripheren Kompartimente unterliegt.

Ein und zwei Wochen nach Gabe einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg Secukinumab betrugen die Secukinumab-Konzentrationen in der interstitiellen Flüssigkeit in der Haut von Patienten mit Plaque-Psoriasis zwischen 28% und 39% der Konzentrationen im Serum.

Elimination

Die mittlere systemische Clearance betrug bei Patienten mit Plaque-Psoriasis 0.19 l/T. Wie bei einem therapeutischen monoklonalen IgG1-Antikörper, der mit einem löslichen Target-Zytokin wie beispielsweise IL-17A interagiert, zu erwarten war, war die Clearance dosis- und zeitunabhängig.

Die geschätzte mittlere Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit Plaque-Psoriasis beträgt 27 Tage. Bei den einzelnen Patienten mit Plaque-Psoriasis lag die geschätzte Halbwertszeit zwischen 17 und 41 Tagen.

Dosislinearität

Die Pharmakokinetik (PK) von Secukinumab nach Gabe einer Einzeldosis sowie nach Mehrfachgabe bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde in mehreren Studien mit intravenösen Dosen zwischen 1× 0,3 mg/kg und 3× 10 mg/kg sowie mit subkutanen Dosen von 1× 25 mg bis zu wiederholten Dosen von 300 mg bestimmt. Die Exposition verlief in allen Dosierungsregimes dosisproportional.

Die PK-Eigenschaften von Secukinumab, die bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis und ankylosierender Spondylitis beobachtet wurden, waren ähnlich wie die bei Patienten mit Plaque-Psoriasis.

Kinetik spezieller Patientengruppen

Ältere Patienten

Von den 3'430 Patienten mit Plaque-Psoriasis, die in klinischen Studien gegenüber Secukinumab exponiert waren, waren insgesamt 230 Patienten 65 Jahre oder älter und 32 Patienten 75 Jahre oder älter.

Von den 974 Patienten mit Psoriasis-Arthritis, die in klinischen Studien gegenüber Cosentyx exponiert waren, waren insgesamt 85 Patienten 65 Jahre oder älter und 4 Patienten 75 Jahre oder älter.

Von den 571 Patienten mit ankylosierender Spondylitis, die in klinischen Studien gegenüber Cosentyx exponiert waren, waren insgesamt 24 Patienten 65 Jahre oder älter und 3 Patienten 75 Jahre oder älter.

Basierend auf einer populationspharmakokinetischen Analyse war die Clearance bei älteren Patienten mit der Clearance bei Patienten unter 65 Jahren vergleichbar.

Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz

Bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz sind keine pharmakokinetischen Daten verfügbar.

Präklinische Daten

Präklinische Daten basierend auf Tests zur Gewebekreuzreaktivität, sicherheitspharmakologischen Untersuchungen, Toxizitätsstudien mit wiederholter Dosierung sowie Studien zur Reproduktionstoxizität, die mit Secukinumab oder einem murinen Anti-Maus-IL-17A-Antikörper durchgeführt wurden, erbrachten keine Hinweise auf eine spezielle Gefährdung des Menschen.

Da Secukinumab an IL-17A von Cynomolgus-Affen und Menschen bindet, wurde die Sicherheit von Secukinumab an Cynomolgus-Affen untersucht. Nach subkutaner Gabe von Secukinumab an Cynomolgus-Affen während bis zu 13 Wochen und nach intravenöser Gabe während bis zu 26 Wochen [einschliesslich Beurteilungen der Pharmakokinetik, Pharmakodynamik, Immunogenität und Immuntoxizität (z.B. T-Zell-abhängige Antikörperantwort und NK-Zellaktivität)] wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet. Die durchschnittlichen Serumkonzentrationen, die bei Affen nach 13 wöchentlichen subkutanen Dosen von 150 mg/kg beobachtet werden, sind 48-fach höher als die vorausgesagten durchschnittlichen Serumkonzentrationen, die bei Patienten mit Psoriasis unter der höchsten klinischen Dosis zu erwarten sind. Der Faktor, um den die Exposition erhöht wird, ist sogar noch grösser, wenn die durchschnittliche Serumkonzentration der 26-wöchigen intravenösen toxikologischen Studie bei Cynomolgus-Affen berücksichtigt wird. Antikörper gegen Secukinumab wurden nur bei einem von 101 Tieren nachgewiesen. Bei der Applikation von Secukinumab auf normale humane Gewebe wurde keine unspezifische Gewebekreuzreaktivität gezeigt.

Es wurden keine tierexperimentellen Studien zur Beurteilung des karzinogenen Potentials von Secukinumab durchgeführt.

Bei Gabe während der Organogenese und der späten Trächtigkeit zeigte Secukinumab in einer Studie zur embryofötalen Entwicklung bei Cynomolgus-Affen keine maternale Toxizität, Embryotoxizität oder Teratogenität.

In Studien zur Fertilität und frühen embryonalen, prä- und postnatalen Entwicklung bei Mäusen wurden keine unerwünschten Wirkungen eines murinen Anti-Maus-IL-17A-Antikörpers beobachtet. Die in diesen Studien eingesetzte hohe Dosis war höher als die maximal wirksame Dosis in Bezug auf Unterdrückung und Aktivität von IL-17A (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung:

Cosentyx darf mit keinen anderen Arzneimitteln oder Lösungsmitteln als sterilem Wasser für Injektionszwecke gemischt werden.

Injektionslösung (Fertigspritze und Fertigpen):

Diese Arzneimittel dürfen nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel sind für Kinder unerreichbar aufzubewahren.

Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern.

In der Originalpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Nur für die Fertigspritze und den Fertigpen: Nicht einfrieren.

Für Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung:

Die Zubereitung enthält kein Konservierungsmittel. Chemische und physikalische in-use Stabilität wurde für 24 Stunden bei 2-8 °C gezeigt. Aus mikrobiologischen Gründen ist die gebrauchsfertige Zubereitung unmittelbar nach Anbruch zu verwenden.

Hinweise für die Handhabung

Das Pulver ist ein weisses festes Lyophilisat. Die Lösung in der Fertigspritze bzw. im Fertigpen ist farblos bis leicht gelblich.

Nach der Injektion darf die in der Durchstechflasche, Fertigspritze bzw. im Fertigpen verbliebene Lösung nicht verwendet werden und sollte entsprechend den lokalen Anforderungen entsorgt werden. Die Durchstechflasche, Fertigspritze bzw. der Fertigpen sind nur für den Einmalgebrauch bestimmt.

Detaillierte Gebrauchsanweisungen für das Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung finden Sie untenstehend.

Zulassungsnummer

63295, 65225, 65226 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.

Stand der Information

Oktober 2016.

Gebrauchsanweisung für Cosentyx, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Die folgenden Angaben sind nur für Ärzte oder Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen bestimmt.

Die Durchstechflasche für den einmaligen Gebrauch enthält 150 mg Cosentyx zur Rekonstitution mit 1 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke (SWFI). Die Zubereitung der Lösung zur subkutanen Injektion soll ohne Unterbrechung und unter Einhaltung aseptischer Bedingungen erfolgen. Die Zubereitungszeit vom Durchstechen des Stopfens bis zum Ende der Rekonstitution beträgt durchschnittlich 20 Minuten und soll 90 Minuten nicht überschreiten.

Zur Zubereitung von Cosentyx, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung befolgen Sie bitte die folgenden Anweisungen:

Anweisungen zur Rekonstitution von Cosentyx, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung:

  1. Bringen Sie die Durchstechflasche mit Cosentyx, Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung auf Raumtemperatur und vergewissern Sie sich, dass das sterile Wasser für Injektionszwecke (SWFI) ebenfalls Raumtemperatur hat.
  2. Ziehen Sie etwas mehr als 1.0 ml steriles Wasser für Injektionszwecke (SWFI) in eine graduierte 1-ml-Einwegspritze auf und adjustieren Sie das Volumen auf 1.0 ml.
  3. Entfernen Sie die Kunststoffkappe von der Durchstechflasche.
  4. Stechen Sie die Kanüle der Spritze durch die Mitte des Gummistopfens in die Durchstechflasche mit dem Cosentyx-Lyophilisatkuchen und rekonstituieren Sie den Lyophilisatkuchen, indem Sie 1.0 ml SWFI langsam in die Durchstechflasche injizieren. Der Strom des SWFI ist direkt auf den Lyophilisatkuchen zu richten.

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  1. Neigen Sie die Durchstechflasche bis zu einem Winkel von etwa 45° und drehen Sie sie vorsichtig etwa 1 Minute lang zwischen den Fingerspitzen. Die Durchstechflasche nicht schütteln oder umdrehen.

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  1. Lassen Sie die Durchstechflasche mindestens 10 Minuten lang bei Raumtemperatur stehen, um das Auflösen des Lyophilisats zu ermöglichen. Beachten Sie, dass Schaumbildung der Lösung auftreten kann.
  2. Neigen Sie die Durchstechflasche bis zu einem Winkel von etwa 45° und drehen Sie sie vorsichtig etwa 1 Minute lang zwischen den Fingerspitzen. Die Durchstechflasche nicht schütteln oder umdrehen.

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  1. Lassen Sie die Durchstechflasche etwa 5 Minuten ungestört bei Raumtemperatur stehen. Die entstandene Lösung sollte klar sein. Die Farbe der Lösung kann zwischen farblos und leicht gelblich variieren. Wenn sich das lyophilisierte Pulver nicht vollständig gelöst hat oder die Flüssigkeit gut sichtbare Partikel enthält, trüb oder deutlich braun ist, darf die Lösung nicht verwendet werden.
  2. Bereiten Sie die benötigte Anzahl an Durchstechflaschen (1 Durchstechflasche für die Dosis von 150 mg, 2 Durchstechflaschen für die Dosis von 300 mg) vor.

Nach der Zubereitung soll die Lösung zur subkutanen Injektion sofort verwendet werden, da sie kein Konservierungsmittel enthält. Nicht einfrieren.

Anweisungen zur Verabreichung der Cosentyx-Lösung

  1. Neigen Sie die Durchstechflasche bis zu einem Winkel von etwa 45° und positionieren Sie die Nadelspitze an der tiefsten Stelle der Lösung in der Durchstechflasche, wenn Sie die Lösung in die Spritze aufziehen. Die Durchstechflasche NICHT umdrehen.

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  1. Ziehen Sie mit einer geeigneten Kanüle (z.B. 21G × 2") vorsichtig etwas mehr als 1.0 ml der Lösung zur subkutanen Injektion aus der Durchstechflasche in eine graduierte 1-ml-Einwegspritze auf. Diese Kanüle wird nur zum Aufziehen von Cosentyx in die Einwegspritze verwendet. Bereiten Sie die benötigte Anzahl an Spritzen (1 Spritze für die Dosis von 150 mg, 2 Spritzen für die Dosis von 300 mg) vor.
  2. Klopfen Sie bei nach oben gerichteter Kanüle leicht gegen die Spritze, um etwaige Luftblasen nach oben zu befördern.

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  1. Tauschen Sie die aufgesetzte Kanüle gegen eine 27G × ½" Kanüle aus.

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  1. Drücken Sie die Luftblasen aus der Spritze heraus und schieben Sie den Kolben bis zur 1.0-ml-Markierung vor.
  2. Reinigen Sie die Injektionsstelle mit einem Alkoholtupfer.
  3. Die empfohlene Stelle für subkutane Injektion der Cosentyx-Lösung ist der Unterbauch (jedoch nicht der Bereich von 5 cm rund um den Nabel).Alternativ können auch die Vorderseite der Oberschenkel oder die Aussenseiten der Oberarme verwendet werden, falls die empfohlene Injektionsstelle nicht geeignet ist (vgl. Rubrik Pharmakokinetik).Wählen Sie für jede Injektion eine andere Injektionsstelle. Injizieren Sie die Lösung nicht in Bereiche mit empfindlicher, verletzter, geröteter, schuppender oder verhärteter Haut. Vermeiden Sie Bereiche mit Narben oder Dehnungsstreifen.

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  1. In der Durchstechflasche verbliebene Lösung darf nicht verwendet werden und sollte entsprechend den lokalen Anforderungen entsorgt werden. Die Durchstechflaschen sind nur für den Einmalgebrauch bestimmt. Werfen Sie die gebrauchte Spritze in einen Spritzenbehälter. Kanülen und gebrauchte Spritzen dürfen nicht wiederverwendet werden.

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Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.