Methergin Inj Loes 0.2 Mg/ml 5 Amp 1 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Methylergometrini maleas.

Hilfsstoffe:

Dragées: Lactosum, Excip. pro compr. obduct.

Ampullen: Natrii chloridum, Aqua q.s. ad sol.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Dragée enthält 0.125 mg Methylergometrinmaleat.

1 Ampulle zu 1 ml enthält 0.2 mg Methylergometrinmaleat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Aktive Leitung der Nachgeburtsperiode (zur Förderung der Plazentaablösung und Verminderung des Blutverlustes).

Behandlung einer Uterusatonie/Uterusblutung: während und nach der Nachgeburtsperiode; bei Sectio Caesarea; nach Abort.

Behandlung der Subinvolutio uteri, Lochiometra und von Wochenbettblutungen.

Dosierung/Anwendung

Übliche Dosierung

Aktive Leitung der Nachgeburtsperiode

Die intramuskuläre Injektion (i.m.) wird als Verabreichungsweg für Methergin empfohlen. Wird Methergin intravenös (i.v.) verabreicht, so muss die Dosis langsam, während mindestens 60 Sekunden, injiziert werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Die empfohlene Dosis für Methergin beträgt: 1 ml (0.2 mg) i.m. oder 0.5-1 ml (= 0.1-0.2 mg) langsam i.v. nach Durchtritt der vorderen Schulter oder spätestens unmittelbar nach der Geburt des Kindes. Die Ausstossung der Plazenta, die in der Regel durch die erste kräftige Uteruskontraktion nach Verabreichung von Methergin abgelöst wird, sollte durch Druck auf den Fundus manuell unterstützt werden.

Bei Geburten unter Narkose beträgt die empfohlene Dosis 1 ml (= 0.2 mg) mittels langsamer i.v. Injektion.

Uterusatonie/Uterusblutung

Die intramuskuläre Injektion (i.m.) wird als Verabreichungsweg für Methergin empfohlen. Wird Methergin intravenös (i.v.) verabreicht, so muss die Dosis langsam, während mindestens 60 Sekunden, injiziert werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die empfohlene Dosis beträgt: 1 ml (= 0.2 mg) i.m. oder 0.5-1 ml (= 0.1-0.2 mg) i.v. Bei Bedarf ist die Dosis in mindestens zweistündigen Intervallen wiederholbar, aber maximal 5 Injektionen innerhalb von 24 h.

Subinvolution, Lochiometra, Wochenbettblutungen

Die empfohlene Dosis für Methergin beträgt: 1-2 Dragées (0.125-0.25 mg) p.o. oder 0.5-1 ml (0.1-0.2 mg) s.c. oder i.m. maximal 3 x/d und normalerweise bis zu 5 Tagen.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Methergin, Dragées, Injektionslösung s.c., i.m., i.v. bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Kontraindikationen

Schwangerschaft; Eröffnungsperiode, Austreibungsphase vor Durchtritt der vorderen Schulter (Methergin darf nicht zur Einleitung der Geburt oder bei Wehenschwäche verabreicht werden); schwere Hypertonie, Präeklampsie, Eklampsie; arterielle Verschlusskrankheit (einschliesslich ischämische Herzkrankheit); Sepsis; bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Methylergometrin, anderen Mutterkornalkaloiden oder gegenüber einem anderen Inhaltsstoff von Methergin, Leber- und Niereninsuffizienz.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Generelle Verabreichungsempfehlungen

Bei Steisslage und anderen abnormen Kindslagen ist Methergin erst unmittelbar nach Geburt des Kindes zu verabreichen, bei Mehrlingsgeburten erst nach Geburt des letzten Kindes.

Die aktive Leitung der Nachgeburtsperiode erfordert die ärztliche Überwachung.

Als Verabreichungsweg wird die intramuskuläre Injektion empfohlen. Bei i.v. Gabe ist die Ampullenlösung langsam während mindestens 60 s unter sorgfältiger Überwachung des Blutdruckes zu injizieren. Eine intra- oder periarterielle Injektion ist zu vermeiden.

Stillzeit

Aufgrund möglicher unerwünschter Wirkungen für das Kind und reduzierter Milchsekretion wird die Anwendung von Methergin während der Stillzeit nicht empfohlen. Mütter sollten während der Behandlung mit Methergin und bis mindestens 12 Stunden nach der letzten Dosis nicht stillen. Milch, die in diesem Zeitraum sekretiert wird, sollte dem Kind nicht verabreicht werden (s. «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Hypertonie

Vorsicht ist bei leichter bis mittelschwerer Hypertonie (schwere Hypertonie bildet eine Kontraindikation) geboten.

Laktose

Methergin Dragées enthalten Laktose (40.9 mg/Dragée). Patienten mit seltener hereditärer Galactose-Intoleranz, schwerwiegendem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten keine Methergin Dragées einnehmen.

Koronare Herzkrankheit

Patientinnen, die unter einer koronaren Herzkrankheit leiden, oder Risikofaktoren einer koronaren Herzkrankheit aufweisen (z.B. Rauchen, Fettleibigkeit, Diabetes, hohe Cholesterinspiegel), entwickeln eher Ischämie oder Infarkt des Myokards in Zusammenhang mit Methylergometrin-induzierten Vasospasmen (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Vorsicht ist bei Anämie oder schwerer Hyperthyreose, wegen möglicher Verschlechterung der kardiovaskulären Symptome, geboten.

Bei Behandlung von postpartalen atonischen Uterusblutungen in Kombination mit Sulproston und/oder Oxytocin ist Vorsicht geboten (s. «Interaktionen»).

Fehlmedikation

Es wurde von versehentlicher Verabreichung von Methergin bei Neugeborenen berichtet. In diesen Fällen neonataler Überdosierung wurden Symptome wie Atemdepression, Krampfanfälle, Zyanose und Oligurie sowie Fälle einer Enzephalopathie beobachtet. Eine symptomatische Behandlung wird empfohlen; in schweren Fällen können respiratorisch und kardiovaskulär unterstützende Massnahmen erforderlich sein. Es wurde von tödlichen Fällen in Abwesenheit adäquater Behandlung berichtet (s. «Überdosierung»).

Interaktionen

Ergotalkaloide sind CYP3A4-Substrate.

CYP3A4-Inhibitoren

Die kombinierte Anwendung von Methergin mit potenten CYP3A-Inhibitoren wie Makrolid-Antibiotika (z.B. Troleandomycin, Erythromycin, Clarithromycin), mit HIV-Protease- oder Reverse Transkriptase-Inhibitoren (z.B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delavirdin) oder mit Antimykotika vom Azol-Typ (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol) sollten vermieden werden, da dies zu einer erhöhten Exposition von Methylergometrin und Ergotoxizität führen kann (Vasospasmen und Ischämie in Extremitäten und anderen Geweben).

Bromocriptin

Die gleichzeitige Anwendung von Methergin mit Bromocriptin während des Puerperiums wird nicht empfohlen, da Methylergometrin die vasokonstriktorische Wirkung von Ergotalkoiden verstärken kann.

Prostaglandine

Prostaglandine (z.B. Sulproston, Dinoproston, Misoprostol) erleichtern die Kontraktion des Myometriums, daher kann Methergin die Funktion von Prostaglandinen in der Gebärmutter verstärken und vice versa. Die gleichzeitige Anwendung dieser Medikamente wird nicht empfohlen.

Weniger potente CYP3A4-Inhibitoren

Bei der Kombination von Methergin mit weniger potenten CYP3A-Inhibitoren ist Vorsicht geboten, da dies zu einer erhöhten Exposition von Methylergometrin führen kann (z.B. Cimetidin, Delavirdin, Grapefruitsaft, Quinupristin, Dalfopristin).

Vasokonstriktoren, Triptane, Sympathomimetika und andere Ergotalkaloide

Bei gleichzeitiger Gabe von Methergin mit anderen Vasokonstriktoren oder anderen Ergotalkaloiden ist Vorsicht geboten.

Methylergometrin kann die vasokonstriktorische/vasopressorische Wirkung anderer Medikamente wie z.B. der Triptane (5HT1B/1D -Rezeptor-Agonisten), Sympathomimetika (inkl. diejenige von Lokalanästhetika) oder anderer Ergotalkaloide verstärken.

Betablocker

Bei der kombinierten Anwendung von Methergin und Betablockern ist Vorsicht geboten. Die gleichzeitige Gabe von Betablockern kann die vasokonstriktorische Wirkung von Ergotalkaloiden verstärken.

Anästhetika

Anästhetika wie Halothan oder Methoxyfluran können die uterotonische Wirkung von Methergin reduzieren (s. «Dosierung/Anwendung»).

CYP3A4-Induktoren

Medikamente (z.B. Nevirapin, Rifampizin), die starke CYP3A4-Induktoren sind, können die pharmakologische Wirkung von Methergin reduzieren.

Glyceryltrinitrat und andere antianginöse Medikamente

Methylergometrin wirkt vasokonstriktorisch und kann die Wirkungen von Glyceryltrinitrat und anderen antianginösen Medikamenten reduzieren.

Zur Prophylaxe und Therapie von Uterusblutungen durch i.m. Applikation kann es von Vorteil sein, die beiden uterotonen Wirkstoffe Methergin und Oxytocin zu kombinieren, da Oxytocin eine sehr kurze Latenzzeit hat, während die Wirkung von Methylergometrin über längere Zeit anhält.

Es ist jedoch Vorsicht geboten: Bei Behandlung von postpartalen atonischen Uterusblutungen gibt es Berichte über ventrikuläre Tachykardie/Kammerflimmern sowie Myokardinfarkt/Herzstillstand mit teilweise fatalem Verlauf bei gleichzeitiger Verabreichung von Sulproston und/oder Oxytocin und/oder Methylergometrin.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt klare Hinweise dass Risiken für den menschlichen Foetus bestehen. In der Schwangerschaft ist Methergin wegen seiner ausgeprägt uterotonischen Wirkung mit erhöhtem Risiko für Fehlgeburten oder vorzeitige Wehen kontraindiziert.

Stillzeit

Methergin tritt in die Muttermilch über (s. «Pharmakokinetik»). Es wurde vereinzelt über Intoxikationen bei gestillten Säuglingen berichtet, deren Mütter über mehrere Tage mit Methergin behandelt worden sind.

Eines oder mehrere der folgenden Symptome (und deren Abklingen nach Absetzen des Mittels) wurden beim Säugling beobachtet: erhöhter Blutdruck, Bradykardie oder Tachykardie, Erbrechen, Diarrhoe, Unruhe und Krampfanfälle.

Methergin kann die Milchsekretion beeinträchtigen.

Im Hinblick auf mögliche unerwünschte Wirkungen beim Kind und der Reduktion der Milchsekretion wird eine Anwendung von Methergin während der Stillzeit nicht empfohlen. Mütter sollten während der Behandlung mit Methergin und bis mindestens 12 Stunden nach der letzten Dosis nicht stillen. Milch, die in diesem Zeitraum sekretiert wird, sollte verworfen werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Methylergometrin kann Benommenheit, Schwindel und Krampfanfälle verursachen. Daher ist beim Fahren oder Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Häufigkeiten

«Sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100, <1/10), «gelegentlich» (>1/1'000, <1/100), «selten» (>1/10'000, <1/1'000), «sehr selten» (<1/10'000).

Immunsystem

Selten: Anaphylaktische Reaktionen (Dyspnoe, Hypertonie, Kollaps, Schock).

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Benommenheit, Schwindel, Krampfanfälle.

Selten: Halluzinationen.

Ohr- und Innenohr

Sehr selten: Tinnitus.

Herz

Gelegentlich: Thoraxschmerzen.

Selten: Bradykardie, Tachykardie, Palpitationen, Myokardinfarkt.

Sehr selten: arteriospastischer Infarkt.

Gefässe

Häufig: Hypertonie.

Gelegentlich: Hypotonie.

Selten: Vasokonstriktion, Vasospasmus, arterielle Spasmen.

Sehr selten: Thrombophlebitis.

Atemwege

Sehr selten: verstopfte Nase.

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen.

Sehr selten: Diarrhoe.

Haut

Häufig: Hautexantheme.

Gelegentlich: Hyperhidrose.

Muskelskelettsystem

Sehr selten: Muskelspasmen.

Schwangerschafts-, Wochenbett- und Perinatalbeschwerden

Häufig: Abdominalschmerzen (hervorgerufen durch Uteruskontraktionen).

Auflistung von unerwünschten Wirkungen aus Spontanmeldungen nach Marktzulassung

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden anhand von Spontanmeldungen nach Marktzulassung identifiziert. Da es sich bei diesen Reaktionen um freiwillige Meldungen einer Population unsicherer Grösse handelt, ist es nicht möglich, eine verlässliche Aussage zu deren Häufigkeit zu machen.

Nervensystem

Schlaganfall , Parästhesie.

Herz

Kammerflimmern, ventrikuläre Tachykardie, Angina Pectoris, Atrioventrikulärer Block.

Überdosierung

Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Hypertonie oder Hypotonie, Empfindungslosigkeit, Kribbeln und Schmerzen in den Extremitäten, Atemdepression, Krampfanfälle, Koma.

Behandlung: Elimination des eingenommenen Mittels durch wiederholte Gabe von hohen Dosen Aktivkohle.

Symptomatische Behandlung unter strenger Überwachung des Herz-Kreislauf- und Atemsystems.

Falls eine Sedierung erforderlich ist, können Benzodiazepine verabreicht werden.

Bei schweren arteriellen Spasmen sind Vasodilatatoren (z.B. Nitroprussidnatrium, Phentolamin oder Dihydralazin) zu verabreichen. Im Fall von koronarer Konstriktion sollte eine angemessene antianginöse Therapie verabreicht werden (z.B. Nitrate).

Fehlmedikation

Es wurde von versehentlicher Verabreichung von Methergin bei Neugeborenen berichtet. In diesen Fällen neonataler Überdosierung wurden Symptome wie Atemdepression, Krampfanfälle, Zyanose und Oligurie sowie Fälle einer Enzephalopathie beobachtet. Eine symptomatische Behandlung wird empfohlen; in schweren Fällen können respiratorisch und kardiovaskulär unterstützende Massnahmen erforderlich sein. Es wurde von tödlichen Fällen in Abwesenheit adäquater Behandlung berichtet (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G02AB01

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Methylergometrin, ein halbsynthetisches Derivat des natürlichen Alkaloids Ergometrin, ist ein hochaktives und spezifisches Uterotonikum. Es wirkt direkt auf die glatte Muskulatur des Uterus und erhöht den Grundtonus, die Frequenz und die Amplitude der rhythmischen Kontraktionen.

Verglichen mit anderen Ergotalkaloiden ist seine Wirkung auf das kardiovaskuläre und zentralnervöse System weniger ausgeprägt. Der starke und selektive oxytoxische Effekt von Methylergometrin rührt von seinem spezifischen Reaktionsmuster als partieller Agonist und Antagonist an serotoninergen, dopaminergen und alpha-adrenergen Rezeptoren her. Trotzdem sind vasokonstriktorische Komplikationen nicht vollständig ausgeschlossen (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Pharmakokinetik

Die Wirkung von Methylergometrin tritt innerhalb von 30-60 s nach intravenöser, in 2-5 min nach intramuskulärer und in 5-10 min nach oraler Verabreichung ein und dauert 4-6 h.

Absorption

Studien bei nüchternen weiblichen Freiwilligen haben gezeigt, dass die orale Absorption aus 1 Dragée mit 0.2 mg Methylergometrin mit einer mittleren max. Plasmakonzentration (Cmax) von 3243±1308 pg/ml, beobachtet bei 1.12±0.82 h (tmax) recht rasch erfolgte. Für eine i.m.-Injektion von 0.2 mg war Cmax 5918±1952 pg/ml und tmax 0.41±0.21 h. Die Bioverfügbarkeit der Dragées war äquivalent zur i.m. Injektionslösung und proportional zur Dosis von 0.1 mg, 0.2 mg und 0.4 mg. Nach i.m.-Injektion war das Ausmass der Absorption etwa 25% grösser als nach oraler Gabe. Eine verzögerte gastrointestinale Absorption (tmax ungefähr 3 h) war bei Frauen post partum bei einer kontinuierlichen Behandlung mit Methergin Dragées festzustellen.

Distribution

Nach i.v.-Injektion wird Methylergometrin rasch (innerhalb von 2-3 min oder weniger) vom Plasma in die peripheren Gewebe verteilt. Bei weiblichen Freiwilligen beträgt das Verteilungsvolumen 56.1±17.0 l (~0.5 l/kg). Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff die Blut-Hirn-Schranke passiert.

Metabolismus

Methylergometrin wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert. Die Art des Abbaus wurde beim Menschen nicht untersucht. In vitro-Studien zeigten N-Demethylierung und Hydroxylierung des Phenylrings.

Elimination

Nach oraler Verabreichung beträgt in weiblichen Freiwilligen die Plasma-Clearance 14.4±4.5 l/h und die mittlere Eliminations-Halbwertszeit 3.29±1.31 h. Eine Studie bei männlichen Freiwilligen hat gezeigt, dass nur etwa 3% einer oralen Dosis unverändert im Urin ausgeschieden wird. Der Wirkstoff wird hauptsächlich über die Galle in den Faeces ausgeschieden. Methylergometrin wird auch in die Milch ausgeschieden. 1 Stunde nach einer oralen Einzeldosis von 250 Mikrogramm Methylergometrin, wurde ein Milch-Plasma-Verhältnis von 0.18±0.03 gemessen. Die Halbwertszeit von Methylergometrin in Milch liegt bei 2.3±0.3 h.

Präklinische Daten

Reproduktion: Es wurden keine tierexperimentelle Studien zur Bestimmung der Toxizität von Methergin auf die Reproduktion und Fertilität durchgeführt.

Mutagenität und Karzinogenität: Die Wirkung von Methergin auf die Mutagenese und die Karzinogenese wurde nicht bestimmt.

Sonstige Hinweise

Arzneimittel sollen für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Dragées: Nicht über 30 °C aufbewahren.

Ampullen: Im Kühlschrank lagern (2-8 °C), vor Frost und Licht schützen.

Zulassungsnummer

12730, 15678 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.

Stand der Information

November 2015.

Verwendung dieser Informationen

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