Locapred Creme 0.1 % 15 G

Locapred Creme 0.1 % 15 G

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Desonidum.

Hilfsstoffe: Propylenglycolum; Conserv.: Methylparahydroxybenzoas (E 218), Acidum sorbicum (E 200); Antiox.: Propylgallatum (E 310), Excip. ad Unguentum.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 g Locapred Creme enthält 1 mg Desonid.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Alle Indikationen der lokalen Kortikotherapie: Kontaktdermatitis, atopische Dermatitis.

Stauungsekzem (variköses Ekzem), Psoriasis, Lichen simplex und Lichen ruber planus, nicht parasitäre Formen von Prurigo, Dyshidrose, Granuloma anulare Lupus erythematodes chronicus discoides, palmoplantare nicht bakteriell bedingte Pustulosen, seborrhoisches Ekzem (ausser im Gesicht), symptomatische Behandlung von Pruritus, der mit Mycosis fungoides (Wucherflechte) einhergeht sowie Insektenstichreaktionen.

Dosierung/Anwendung

Die Creme darf nur zweimal täglich aufgetragen werden (morgens und abends auf die zu behandelnden Stellen).

Bei grossflächiger Behandlung muss die Anzahl von verwendeten Tuben ständig kontrolliert werden. Dabei wird empfohlen, das Arzneimittel mit einem Plastikhandschuh aufzutragen und zu verstreichen. Bei gewissen Dermatosen (Psoriasis, atopische Dermatitis) ist die ausschleichende Behandlung erwünscht, in Form von allmählich reduzierter Applikationshäufigkeit oder Verwendung eines weniger wirksamen oder schwächer dosierten Kortikosteroids.

Locapred sollte nicht bei Kindern unter 1 Jahr zur Behandlung von Dermatosen, einschliesslich Windeldermatitis, eingesetzt werden.

Kontraindikationen

Bakterielle und virale Infektionen, mykotische sowie parasitäre Infektionen (auch dann, wenn es sich um entzündliche Infektionen handelt);

Impfreaktionen;

ulzerierende Wunden;

Akne, Rosacea und periorale Dermatitis;

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem Hilfsstoff gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Sehr stark, stark und mittelstark wirksame Kortikosteroide sollten im Gesicht und in der Genitalregion nur mit Vorsicht und nicht länger als 1 Woche angewendet werden.

Bei Langzeitanwendung von Kortikosteroiden der Klassen I, II und III im Gesicht besteht die Gefahr einer kortikoidinduzierten Dermatitis, die paradoxerweise kortikoidempfindlich ist, und die nach jedem Therapieabbruch einen Rebound-Effekt zur Folge hat. Eine allmähliche Beendigung der Therapie, die sich als besonders schwierig erweist, ist dann erforderlich.

Eine hochdosierte, grossflächige oder okklusive Applikation eines stark oder sehr stark wirksamen Kortikosteroids soll nur unter regelmässiger ärztlicher Überwachung erfolgen, besonders bezüglich Suppression der endogenen Kortikosteroidproduktion.

Eine ununterbrochene Applikationsdauer von 2–3 Wochen sollte nach Möglichkeit nicht überschritten werden.

Da das Kortikoid durch den allgemeinen Kreislauf absorbiert wird, kann eine grossflächige Behandlung sowie eine Anwendung unter Okklusion systemische Wirkungen hervorrufen, vor allem beim Säugling und Kleinkind (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).

Beim Säugling sollte daher auf die Anwendung von hochwirksamen Kortikosteroiden verzichtet werden. Falls eine Behandlung unumgänglich ist, muss dabei auf eine Okklusionswirkung, die in den Hautfalten oder unter undurchlässigen Windelhöschen mit konsekutiver Förderung der systemischen Wirkung auftreten kann, besonders geachtet werden (siehe auch unter «Unerwünschte Wirkungen»).

Wenn eine kortikoidempfindliche Dermatitis durch Bakterien oder Pilze infiziert ist, muss zunächst entweder ein Kortikosteroid zur spezifischen Behandlung eingesetzt oder eventuell, und dies nur in bestimmten Fällen, ein Kortikosteroid in Verbindung mit einer spezifischen Behandlung angewendet werden.

Sollte eine lokale Unverträglichkeit auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.

In Augennähe sollen prinzipiell nur schwach wirksame Kortikosteroide angewendet werden (Glaukom).

Kortikosteroide können Symptome einer allergischen Hautreaktion auf einen der Bestandteile des Präparats maskieren.

Der Patient ist anzuweisen, das Präparat nur für seine aktuellen Hautleiden zu gebrauchen und es nicht an andere Personen weiterzugeben.

Interaktionen

Keine bekannt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Es gibt keine hinreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren. In tierexperimentellen Studien fand sich eine Reproduktionstoxizität. Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Während der Schwangerschaft darf das Arzneimittel nicht verabreicht werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Falls eine Anwendung während der Schwangerschaft zwingend ist, soll das Präparat nicht grossflächig, in grossen Mengen oder über lange Zeit angewendet werden.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff von Locapred bei topischer Anwendung in die Milch übergeht. Aus Sicherheitsgründen sollen stillende Mütter dieses Präparat nicht verwenden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen wurde nicht untersucht.

Unerwünschte Wirkungen

Lokale unerwünschte Wirkungen wie Irritationen der Haut, Brennen, Pruritus und Trockenheit sowie Überempfindlichkeitsreaktionen auf einen Bestandteil des Präparats können vor allem zu Beginn der Therapie auftreten.

Bei Langzeitanwendung können folgende unerwünschte Wirkungen auftreten:

Infektionen und parasitäre Erkrankungen

Es ist zu beachten, dass durch die reduzierte lokale Infektabwehr ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Sekundärinfektionen besteht.

Bei grossflächiger und/oder okklusiver längerdauernder Applikation ist die Möglichkeit systemischer Wirkung gegeben:

Endokrine Erkrankungen

Endogene Kortikosteroidsynthese-Suppression, Hyperkortikosteroidismus mit Ödemen, Striae distensae, Diabetes mellitus (Manifestwerden eines bisher latenten), Osteoporose und bei Kindern Wachstumsverzögerungen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Hautatrophie, Teleangiektasien (vor allem im Gesicht), Striae (hauptsächlich an Gliederansätzen und häufiger bei Jugendlichen), ekchymoseartige Purpura (= Hautblutungen) als Folge von Hautatrophie, dünne, leicht verletzbare Haut.

Im Gesicht können Kortikosteroide eine periorale Dermatitis sowie eine Rosacea hervorrufen oder verstärken.

Es wurde über akneförmige oder pustulöse Hautausschläge, Hypertrichosis und Depigmentierung berichtet. Eine verzögerte Narbenbildung von Wunden und Decubiti (siehe «Kontraindikationen»).

Die in Locapred enthaltenen Hilfsstoffe (Propylenglykol, Sorbinsäure und Methylparahydroxybenzoat können eine Kontaktallergie auslösen (unmittelbare Hautreaktionen mit Urtikaria).

Überdosierung

Bei Überdosierung können die unter «Unerwünschte Wirkungen» erwähnten Erscheinungen vermehrt auftreten.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: D07AB08

Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik

Desonid 0,1% ist ein mittelstark wirksames Dermokortikoid der Stärkeklasse II mit entzündungshemmenden, antipruriginösen, vasokonstriktorischen und antiproliferativen Eigenschaften.

Pharmakokinetik

Mit der vorliegenden galenischen Formulierung wurden keine Penetrations- und Resorptionsstudien durchgeführt.

Absorption

Eine systemische Absorption ist immer vorhanden. Unter normalen Bedingungen wird nur ein Bruchteil der lokal applizierten Menge Kortikosteroid systemisch verfügbar. Das Ausmass der Absorption hängt von folgenden Faktoren ab: behandelte Körperregion, Zustand der Haut (Grad der epidermalen Veränderung), Alter und Applikationsmodus und Art des verwendeten Hilfsmittels (galenische Formulierung).

Präklinische Daten

Es sind für Desonid keine spezifischen Daten verfügbar. Kortikosteroide besitzen mutagene und teratogene Eigenschaften.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das auf der Packung aufgedruckte Verfalldatum darf nicht überschritten werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

43426 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Pierre Fabre (Suisse) SA, 4123 Allschwil.

Stand der Information

September 2015.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.