Daflon 500 Filmtabl 90 Stk

Daflon 500 Filmtabl 90 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff

Gereinigte, mikronisierte Flavonoidfraktion (500 mg) bestehend aus 450 mg Diosmin und 50 mg als Hesperidin dargestellte Flavonoide.

Hilfsstoffe

Carboxymethylstärke-Natrium, mikrokristalline Cellulose, Gelatine, Magnesiumstearat, Talc, Glycerol, Hypromellose, Macrogol 6000, Natriumlaurylsulfat, Eisen(III)-Hydroxid-Oxid H2O (E172), Eisen(III)-Oxid (E172), Titanoxid (E171).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten mit gereinigter, mikronisierter Flavonoidfraktion (500 mg) bestehend aus 450 mg Diosmin und 50 mg als Hesperidin dargestellte Flavonoide.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Ödeme und andere Symptome der Veneninsuffizienz.

Hämorrhoiden.

Dosierung/Anwendung

Veneninsuffizienz

Erwachsene: Übliche Dosierung: 2× täglich 1 Filmtablette (Einnahme mittags und abends zu den Mahlzeiten).

Hämorrhoiden

Erwachsene: Übliche Dosierung: 2× täglich 1 Filmtablette (Einnahme mittags und abends zu den Mahlzeiten).

Spezielle Dosierungsanweisungen

Keine besonderen Vorsichtsmassnahmen.

Übliche Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung soll der jeweiligen Erkrankung angepasst werden. Sie ist keiner zeitlichen Beschränkung unterworfen.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung und Sicherheit von Daflon 500 mg bei Kindern und bei Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Anwendung

Orale Einnahme zu den Mahlzeiten.

Kontraindikationen

Vermutete oder bekannte Überempfindlichkeit (Allergie) gegen den Wirkstoff oder einen der im Abschnitt «Zusammensetzung» aufgeführten Hilfsstoffe.

Erstes Trimenon der Schwangerschaft.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Es sind keine besonderen Vorsichtsmassnahmen geboten.

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien durchgeführt. Jedoch wurden auch unter Berücksichtigung der seit der Markteinführung des Produkts gewonnen Erfahrungen bis zum heutigen Tag keine medikamentösen Interaktionen festgestellt.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Prüfungen zur Teratogenese bei Tieren haben keinen Verdacht auf eine teratogene oder andere schädliche Wirkung ergeben.

Aus Gründen der Vorsicht wird die Einnahme des Medikaments in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung und ab dem 4. Monat angeraten.

Stillzeit

Postnatale Prüfungen beim Tier haben keine anatomische Anomalie oder Verhaltensstörung der säugenden Jungen erbracht.

Da es keine Daten betreffend des Übergangs in die Muttermilch gibt, wird vom Stillen im Fall einer Behandlung mit diesem Medikament abgeraten.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine spezifischen Studien über die Wirkung der Flavonoidfraktion auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. In Anbetracht des globalen Sicherheitsprofils der Flavonoidfraktion hat Daflon 500 mg eine vernachlässigbare Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen.

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein müssen Patienten beim Fahren und Bedienen von Maschinen vorsichtig sein, da die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt sein könnte.

Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils

Die gemeldeten Nebenwirkungen von Daflon 500 mg in klinischen Studien sind von niedriger Intensität. Sie bestehen hauptsächlich aus Magen-Darm-Effekten (Diarrhö, Dyspepsie, Übelkeit, Erbrechen).

Die folgenden Nebenwirkungen wurden gemeldet und werden untenstehend gemäss den folgenden Kriterien aufgeführt:

«Sehr häufig» (≥1/10); «häufig» (≥1/100, <1/10); «gelegentlich» (≥1/1000, <1/100); «selten» (≥1/10'000, <1/1000); «sehr selten» (<1/10'000), «unbekannt» (die Häufigkeit ist auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).

Erkrankung des Nervensystems

Selten: Migräne, Unwohlsein, Schwindel.

Erkrankung des Gastrointestinaltrakts

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Dyspepsie.

Gelegentlich: Kolitis.

Unbekannt: Bauchschmerzen.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Ausschlag, Pruritus, Urtikaria.

Unbekannt: isoliertes Ödem des Gesichts, der Lippen oder der Augenlider.

In Ausnahmefällen Quincke-Ödem.

Überdosierung

Aufgrund der beim Tier festgestellten geringen akuten Toxizität des Präparats ist eine Intoxikation wenig wahrscheinlich.

Höchstens könnten harmlose Verdauungsbeschwerden auftreten.

Bis heute wurde kein Fall von schwerwiegender Überdosierung mit Daflon 500 mg alleine gemeldet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: C05CA53

Wirkmechanismus und Pharmakodynamik

Daflon 500 mg ist ein venenstärkendes und gefässschützendes Präparat (es führt zur Konstriktion der Venen, zur Erhöhung des Gefässwiderstands und zur Verminderung der Gefässpermeabilität).

In der pharmakologischen Prüfung übt Daflon 500 mg auf das venöse Rückflusssystem folgende dreifache Wirkung aus:

  • An den Venen und Venolen erhöht es die parietale Tonizität und wirkt so Stauungen entgegen.
  • Auf der Ebene des Lymphsystems stimuliert es den Lymphabfluss, indem es die lymphogene Aktivität verbessert.
  • Auf der Ebene der Mikrozirkulation steigert es die Kapillarresistenz und normalisiert die Permeabilität der Kapillaren.

Diese Wirkung auf die Mikrozirkulation könnte sich durch die Verminderung der Adhäsion und Migration der Leukozyten im Endothel erklären lassen.

Pharmakokinetik

Die Prüfungen wurden nach oraler Verabreichung des Medikaments mit 14C-markiertem Diosmin durchgeführt.

Resorption: In den Prüfungen hat sich eine rasche Resorption im Verdauungstrakt gezeigt.

Distribution: Die maximalen Plasmakonzentrationen werden in 60 bis 120 Minuten erreicht.

Metabolismus: Das Präparat wird stark metabolisiert. Der Stoffwechsel wird durch das Vorhandensein verschiedener Phenolsäuren und von Hippursäure im Urin nachgewiesen.

Elimination: In den ersten 24 Stunden erfolgt die Elimination nach intravenöser Verabreichung hauptsächlich mit dem Urin. Dort werden 40% der oralen Dosis in konjugierter Form wiederaufgefunden. Danach herrscht die Ausscheidung über den Faeces vor. Nach oraler Verabreichung von 14C-Diosmin werden im Durchschnitt 14% der verabreichten radioaktiven Menge renal und 80% über die Faeces ausgeschieden. Die Eliminationshalbwertzeit beträgt 11 Stunden.

Präklinische Daten

Die orale Anwendung an Ratten und Affen bei wiederholter Verabreichung von bis zu 600 mg/kg/Tag zeigte keine spezifische toxische Wirkung. Es fanden sich keine Hinweise auf potentielle teratogene oder embryotoxische Wirkungen bei Ratten und Kaninchen mit Dosen bis zu 625 mg/kg/Tag. Dosen von 625 mg/kg/Tag hatten keine Wirkung auf die Fruchtbarkeit.

In-vitro- und In-vivo-Genotoxizitätstests wiesen kein mutagenes Potenzial auf.

Sonstige Hinweise

Daflon 500 mg darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Hinweise die Lagerung betreffend: Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

40380 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Servier (Suisse) S.A., 1242 Satigny.

Stand der Information

März 2015.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.