Neocitran Hustenloeser Sirup (neue Formel) 200 Ml

Neocitran Hustenloeser Sirup (neue Formel) 200 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Guaifenesinum

Hilfsstoffe: Ethanol 6 Vol.-% (entspr. 5 Gew./Vol.-%); Aromatica: Vanillinum et alia; Saccharinum; Sorbitolum (1,4 g/5 ml entspr. 1,4 g Kohlenhydrate), excipiens ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Sirup: 5 ml enthalten 100 mg Guaifenesinum.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Zur Linderung des Hustens und Förderung des Abhustens, bei Erkrankungen der Atemwege, die zu zähem Schleim im Rachen und im Bronchialbereich führen, vorwiegend bei Erkältungen der oberen Luftwege.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene: 4mal täglich 5-10 ml.

NeoCitran Hustenlöser Sirup enthält 6 Vol.-% Alkohol. NeoCitran Hustenlöser Sirup ist nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.

Messen Sie mit dem beigepackten graduierten Messbecher. Nach Gebrauch und vor Benutzung durch eine andere Person den Messbecher mit Wasser spülen und trocknen.

Zusätzlich zur Einnahme des Arzneimittels ist reichliche Flüssigkeitszufuhr (z.B. Tee, Fruchtsaft) empfehlenswert.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Fruktose-Intoleranz, z.B. bei hereditärem Fruktose-1,6-Diphosphatasemangel (beim metabolischen Abbau des Süssstoffes Sorbit entsteht Fruktose).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei Magen-Darm-Erkrankungen, Myasthenia gravis sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion.

Bei Auftreten eines Bronchospasmus oder von Überempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung sofort abgebrochen und ein Arzt bzw. eine Ärztin informiert werden.

Patienten sollten weiterhin in folgenden Fällen angehalten werden einen Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen:

  • bei Atemnot,
  • bei Husten mit blutigem Auswurf oder übermässiger Produktion von Bronchialsekret,
  • bei anhaltendem oder chronischem Husten, z.B. bei Rauchern, Asthmatikern, chronischer Bronchitis oder Emphysem,
  • falls der Husten länger als 7 Tage anhält, wieder zurückkehrt oder von Fieber, Hautausschlag oder anhaltenden Kopfschmerzen begleitet ist.

NeoCitran Hustenlöser Sirup enthält 5 Gew./Vol.-% Alkohol. Erwachsene nehmen pro Einzeldosis (10 ml) bis zu 470 mg Alkohol ein.

Ein gesundheitliches Risiko besteht u.a. für Leberkranke, Alkoholkranke, Epileptiker, Hirngeschädigte, Schwangere, Stillende sowie für Kinder. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann verstärkt oder beeinträchtigt werden.

Die gleichzeitige Verabreichung eines Antitussivums ist medizinisch nicht sinnvoll. Sie kann über die Hemmung des Hustenreflexes und der physiologischen Selbstreinigung der Atemwege zu einem unerwünschten Sekretstau mit dem Risiko eines Bronchospasmus und einer Atemwegsinfektion führen.

Interaktionen

NeoCitran Hustenlöser kann die Wirkung von Sedativa und Muskelrelaxantien verstärken.

Gleichzeitige Anwendung von Antitussiva: siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt keine Hinweise auf ein Risiko im Verlaufe der Schwangerschaft, doch sind bisher kontrollierte Studien weder bei Tieren noch bei schwangeren Frauen verfügbar. Unter diesen Umständen soll NeoCitran Hustenlöser nur verabreicht werden, wenn dies eindeutig notwendig ist.

Es ist nicht bekannt, ob Guaifenesin in die Muttermilch übertritt. Aus Sicherheitsgründen sollten Frauen, die stillen, NeoCitran Hustenlöser nicht einnehmen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

NeoCitran Hustenlöser Sirup enthält Alkohol. Daher kann auch bei bestimmungsgemässer Anwendung das Reaktionsvermögen im Strassenverkehr und beim Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.

Unerwünschte Wirkungen

Unerwünschte Wirkungen werden, nach Systemorganklasse und Häufigkeit geordnet, unten aufgelistet. Häufigkeiten werden folgendermassen definiert: Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis <1/10); gelegentlich (≥1/1000 bis <1/100), selten (≥1/10'000 bis <1/1000), sehr selten (<1/10'000) oder unbekannt (kann aufgrund der vorliegenden Daten nicht evaluiert werden).

Blut und Lymphsystem

Unbekannt: Granulozytopenie

Immunsystem

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen mit Bradykardie, Bronchospasmus, Dyspnoe.

Nervensystem

Unbekannt: Wärmegefühl, Schwindel, Verwirrungszustände.

Gastrointestinale Störungen

Unbekannt: Nausea, Diarrhö und Erbrechen.

Gelegentlich: Magen-Darm-Beschwerden, z.B. in Form von Brechreiz und Magendrücken.

Haut

Selten: Allergische Hautreaktionen, besonders bei Patienten mit Asthma oder chronischer Urtikaria.

Überdosierung

Die Einnahme grösserer Mengen als die empfohlene Dosierung kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Im Falle einer Überdosierung ist es notwendig, unverzüglich ärztliche Hilfe aufzusuchen, auch wenn keine Symptome vorliegen. Gastrointestinale Beschwerden, Nausea und Erbrechen wurden nach Einnahme von Guaifenesin berichtet, speziell nach sehr hohen Dosen. Es kann auch Schläfrigkeit auftreten.

Nach der Einnahme von hohen Guaifenesin-Dosen wurde auch die Bildung von Nierensteinen beobachtet. Eingenommenes Guaifenesin wird jedoch rasch metabolisiert und über den Urin ausgeschieden. Die Behandlung erfolgt symptomatisch.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R05CA03

Guaifenesin ist ein Expectorans. Es verflüssigt das zähe Bronchialsekret und erleichtert das Abhusten, wodurch der Hustenreiz gelindert wird. Die Wirkdauer einer therapeutischen Dosis beträgt 3-6 Stunden.

Der Sirup enthält als Süssstoff Sorbitol, das langsam in Glukose umgewandelt wird und deshalb für Diabetiker geeignet ist.

Pharmakokinetik

Absorption

Guaifenesin wird nach oraler Gabe einer wässrigen Lösung rasch und vollständig aus dem Magen-Darm-Kanal resorbiert.

Distribution

Maximale Plasma-Konzentrationen des unveränderten Wirkstoffes von 0,46 µg/ml können 15-30 Minuten nach oraler Verabreichung von 100 mg Guaifenesin im Plasma nachgewiesen werden.

Proteinbindung: Im Durchschnitt 37%.

Es ist nicht bekannt, ob Guaifenesin die Plazentaschranke passiert oder in die Muttermilch übertritt

Metabolismus

Guaifenesin wird vorwiegend in der Leber und hauptsächlich zu Beta-(2-methoxyphenoxy)-Milchsäure metabolisiert.

Elimination

Plasma-Halbwertszeit: Im Durchschnitt ca. 1 Stunde.

Ausscheidung: Guaifenesin wird rasch und nahezu vollständig durch die Nieren ausgeschieden. Im Urin erscheinen innerhalb 4 Stunden 81% der Dosis und nach 24 Stunden 95% der Dosis.

Präklinische Daten

Für Guaifenesin liegen keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Teratogenität oder Kanzerogenität vor.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Nach Einnahme von Guaifenesin kann die Bestimmung von 5-Hydroxyindolessigsäure oder Vanillinmandelsäure im Urin ungenau sein.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweise

Arzneimittel für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Bei 15-30 °C lagern.

Zulassungsnummer

12803 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

GSK Consumer Healthcare Schweiz AG, Risch.

Stand der Information

April 2014.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.