Fluimucil 10% Inj Loes 300 Mg/3ml 5 Amp 3 Ml

Fluimucil 10% Inj Loes 300 Mg/3ml 5 Amp 3 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Acetylcysteinum.

Hilfsstoffe: Natrii edetas, Aqua q.s. ad solutionem.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionslösung zur i.v., i.m., lokalen Anwendung.

Ampulle: 300 mg Acetylcystein pro 3 ml (100 mg/ml).

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Bei Atemwegserkrankungen, die zur Bildung von zähem Sekret führen, welches nicht oder nur ungenügend expektoriert werden kann

Pneumologie: alle Formen von Bronchitis, Emphysem, Atelektase, Bronchiektase, Mukoviszidose.

ORL-Krankheiten: Laryngitis, Sinusitis, Pharyngitis sowie bei laryngektomisierten Patienten.

Chirurgie: Prophylaxe von bronchopulmonalen Komplikationen mit Mukostase.

Intoxikationen: Antidot bei Paracetamol-Vergiftungen.

Pädiatrie: Bronchitis, Mukoviszidose.

Dosierung/Anwendung

Inhalative Anwendung

Erwachsene: inhalieren 1 Ampulle 1–2-mal täglich.

Kinder in dem Alter, in dem eine aktive Mitarbeit gewährleistet ist: inhalieren ½ Ampulle 1–2-mal täglich.

Instillationen

Erwachsene

Intraaurikulär und intranasal: 2–3 Tropfen 2–3-mal täglich;

Endotracheal: 10–20 Tropfen bis 1 Ampulle 1–2-mal täglich;

Spülungen anderer Körperhöhlen: ½ Ampulle pro Spülung.

Kinder

Intraaurikulär und intranasal: 1–2 Tropfen 1–2-mal täglich;

Endotracheal: 10 Tropfen bis ½ Ampulle 1–2-mal täglich.

Intravenöse Anwendung

Als Mukolytikum in der Intensivtherapie

Erwachsene: 2–3 Ampullen 2–3-mal täglich.

Kinder (vgl. «Spezielle Dosierungsanweisungen»): 1–1½ Ampullen 2–3-mal täglich.

Es empfiehlt sich, die Ampullen mit einer 0,9%igen NaCl-Lösung oder mit einer 5%igen Glukose-Lösung zu verdünnen und die Lösung als langsame Kurzinfusion (über ca. 5 Min.) zu verabreichen.

Intramuskuläre Anwendung

Erwachsene: 1 Ampulle 1–2-mal täglich tief i.m. injizieren.

Kinder (vgl. «Spezielle Dosierungsanweisungen»): ½ Ampulle 1–2-mal täglich tief i.m. injizieren.

Antidot bei Paracetamol-Vergiftungen

Für diese spezielle Anwendung sind die 20%-igen Stechampullen (Fluimucil 20%) besser geeignet.

Dosierungsschema intravenös nach Prescott

Gesamtdosis: 300 mg/kg Acetylcystein (entsprechend ca. 5 Durchstechflaschen Fluimucil 20% bei einem Körpergewicht von 70 kg); Gesamtdauer 20 h.

Folgendes Behandlungsschema wird empfohlen:

Patienten mit einem Körpergewicht ≥40 kg

Initial Bolus 150 mg/kg in 200 ml Lösung (über 60 Min.) gefolgt von 50 mg/kg in 500 ml (über 4 h), gefolgt von 100 mg/kg in 1000 ml (über 16 h).

Patienten mit einem Körpergewicht ≥20 bis 40 kg

Initial Bolus 150 mg/kg in 100 ml Lösung (über 60 Min.) gefolgt von 50 mg/kg in 250 ml (über 4 h), gefolgt von 100 mg/kg in 500 ml (über 16 h).

Patienten mit einem Körpergewicht von weniger als 20 kg:

Initial Bolus 150 mg/kg in 3 ml/kg Lösung (über 60 Min.) gefolgt von 50 mg/kg in 7 ml/kg (über 4 h), gefolgt von 100 mg/kg in 14 ml/kg (über 16 h).

Ein schnellerer initial Bolus über 15 Minuten kann auch verabreicht werden aber die langsame Bolusgabe (über 60 Min.) verringert die Wahrscheinlichkeit anaphylaktoider Reaktionen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder: Bei Säuglingen und Kleinkindern unter 1 Jahr darf das Präparat nur unter stationärer ärztlicher Kontrolle verabreicht werden.

Bei Kindern unter 6 Jahren ist womöglich eine orale Behandlung mit geeigneten Darreichungsformen einer parenteralen Therapie vorzuziehen.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Acetylcystein oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die intravenöse Verabreichung von Acetylcystein muss unter strikter medizinischer Überwachung erfolgen. Unerwünschte Wirkungen einer Acetylcystein-Therapie treten mit einer grösseren Wahrscheinlichkeit auf, wenn die Verabreichung zu schnell oder in einem Übermass erfolgt. Es wird deshalb empfohlen, die Dosierungsanweisungen strikt zu beachten.

Bei Patienten mit einem Körpergewicht unter 40 kg sind wegen des möglichen Risikos einer Hypervolämie (Fluid Overload) mit folgender Hyponatriämie und Krampfanfällen die Antidotgaben vorsichtig zu dosieren. Es wird deshalb empfohlen, die Dosierungsanweisungen strikt zu beachten.

Bei direkter intravenöser Anwendung von hohen Dosen (als Antidot) wurden gelegentlich Anaphylaxie-ähnliche Reaktionen beobachtet.

Die Patienten sollten deshalb überwacht werden, und bei den ersten Anzeichen adäquate therapeutische Massnahmen ergriffen werden.

Bei der Aerosoltherapie von Asthmapatienten ist es ratsam, Fluimucil 10% gleichzeitig mit Bronchodilatatoren zu verabreichen.

Die gleichzeitige Verabreichung eines Antitussivums kann über die Hemmung des Hustenreflexes und der physiologischen Selbstreinigung der Atemwege zu einem Sekretstau mit dem Risiko eines Bronchospasmus und einer Atemwegsinfektion führen.

Patienten mit Bronchialasthma müssen während der Therapie engmaschig überwacht werden. Sollte ein Bronchospasmus auftreten, muss Acetylcystein abgesetzt werden und es müssen adäquate therapeutische Massnahmen ergriffen werden.

Vorsicht ist bei Patienten mit einem Risiko für gastrointestinale Blutungen geboten, insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung mit anderen Medikamenten, die eine irritierende Wirkung auf die Magenschleimhaut ausüben.

Die Verabreichung von Acetylcystein kann die Prothrombinzeit zusätzlich zur Paracetamoltoxizität verlängern.

Hinweis für natrium-arme Diät

Fluimucil 10% enthält 43 mg Natrium (1,9 mmol) pro 3 ml-Ampulle.

Interaktionen

Es liegen keine in vivo Interaktionsstudien mit Arzneimittel vor.

Berichte über eine Inaktivierung von Antibiotika durch Acetylcystein betreffen bisher ausschliesslich in-vitro Versuche, bei denen die betreffenden Substanzen direkt gemischt wurden. Deshalb darf Fluimucil 20% nicht mit anderen Arzneimitteln gemeinsam in einer gleichen Lösung verabreicht werden (siehe «Sonstige Hinweise, Inkompatibilitäten»).

Da Thiolverbindungen mit Naphthochinonen Additionsverbindungen bilden können, besteht theoretisch auch die Möglichkeit, dass es mit Vitamin K zu einer Reaktion kommt. Obwohl nicht nachgewiesen ist, ob dies in vivo eintreten kann, sollte die Verabreichung von Vitamin K zur Behandlung einer Hypoprothrombinämie bei Leberversagen einige Stunden nach der Beendigung der Acetylcysteingabe begonnen werden.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Glyceroltrinitrat (Nitroglycerin) kann die vasodilatatorische und thrombozytenaggregationshemmende Wirkung verstärkt werden. Die klinische Relevanz dieser Befunde ist bisher noch nicht geklärt.

Wenn eine gemeinsame Behandlung mit parenteralem Nitroglycerin und Acetylcystein als notwendig erachtet wird, sollte der Patient auf eine möglicherweise auftretende Hypotonie hin überwacht werden, die schwerwiegend sein kann und sich durch möglicherweise auftretende Kopfschmerzen andeuten kann.

Schwangerschaft/Stillzeit

Schwangerschaft

Daten bei einer begrenzten Anzahl von exponierten Schwangeren zeigten keine unerwünschten Wirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Föten oder Neugeborenen.

Erfahrungen aus epidemiologischen Studien sind nicht vorhanden.

Tierexperimentelle Studien zeigten keine direkte oder indirekte Toxizität mit Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Föten und/oder die postnatale Entwicklung.

Bei der Anwendung in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Stillzeit

Es liegen keine Studien vor, welche aufzeigen, ob Acetylcystein in die Muttermilch übergeht oder nicht.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen wurde nicht untersucht.

Unerwünschte Wirkungen

Die häufigsten in der Literatur beschriebenen unerwünschten Wirkungen von intravenös verabreichtem Acetylcystein sind Hautausschlag, Urtikaria und Pruritus und sie treten am häufigsten während der Verabreichung des initialen Bolus.

In einer randomisierten, offenen Multi-Zenter-Studie sind während der ersten 2 Stunden nach i.v. Applikation von Acetylcystein die folgenden unerwünschten Wirkungen aufgetreten:

Immunsystem

Sehr häufig: anaphylaktoide Reaktion (17%).

Herz

Häufig: Tachykardie.

Atmungsorgane

Gelegentlich: Pharyngitis, Rhinorroea, Rasselgeräusche, Bronchospasmus.

Gastrointestinale Störungen

Häufig: Erbrechen (11%), Nausea.

Haut

Häufig: Pruritus, Hautausschlag.

Gefässe

Häufig: Gesichtsrötung.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen sind aus langjähriger Post- Marketing-Erfahrung bekannt geworden, die Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden.

Lokale Verabreichung

Immunsystem: Überempfindlichkeitsreaktion.

Atmungsorgane: Bronchospasmus, Rhinorrhoe.

Gastrointestinale Störungen: Stomatitis, Erbrechen, Nausea.

Haut: Angioödem, Urtikaria, Rash, Juckreiz.

Systemische Verabreichung (bei hochdosierter i.v. Verabreichung)

Immunsystem: Anaphylaktischer Schock, anapylaktische/anaphylatoide Reaktionen, Überempfindlichkeitsreaktion.

Herz: Tachykardie.

Atmungsorgane: Bronchospasmus, Dyspnoe.

Gastrointestinale Störungen: Erbrechen, Nausea.

Haut: Angioödem, Urtikaria, Gesichtsrötung, Rash, Juckreiz.

Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle: Gesichtsödem.

Untersuchungen: Hypotonie, Prothrombinzeit verlängert.

Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollte daher unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt und die Anwendung von Acetylcystein beendet werden. In den meisten dieser berichteten Fälle war mindestens ein weiterer Arzneistoff beteiligt, durch den möglicherweise die beschriebenen mukokutanen Wirkungen verstärkt werden könnten.

Verschiedene Studien bestätigten eine Abnahme der Thrombozyten-aggregation während der Anwendung von Acetylcystein. Die klinische Signifikanz dessen ist bisher unklar.

Überdosierung

Intravenöse Verabreichung

Symptome einer Überdosierung bei intravenöser Verabreichung sind ähnlich den unerwünschten Wirkungen, aber ausgeprägter.

Bei einer Überdosierung ist die Infusion zu unterbrechen und eine symptomatische Behandlung einzuleiten.

Es gibt keine spezifische Antidot-Behandlung. Acetylcystein ist dialysierbar.

Lokale Verabreichung

Es wurden keine Fälle von Überdosierung bei lokaler Verabreichung berichtet.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R05CB01 und V03AB23

Wirkungsmechanismus und Pharmakodynamik

Fluimucil 10% enthält den Wirkstoff Acetylcystein, ein Cysteinderivat mit einer freien SH-Gruppe, das sowohl mukolytische als auch antioxidative Eigenschaften besitzt.

Die mukolytische Wirkung von Acetylcystein beruht auf der Eigenschaft der SH-Gruppe, die Disulfidbrücken der Mukoproteine des Schleims zu reduzieren.

Die antioxidative Eigenschaft von Fluimucil 10% beruht darauf, dass elektrophile und oxidierende Verbindungen durch Acetylcystein direkt und über Glutathion indirekt inaktiviert werden. Elektrophile Verbindungen werden durch Konjugation inaktiviert, oxidierende Verbindungen durch Reduktion neutralisiert.

Acetylcystein stellt durch Cystein einen essentiellen Vorläufer der Glutathion-Synthese zur Verfügung und erhöht somit die endogenen Glutathion-Vorräte.

Glutathion ist ein wichtiges nukleophiles und antioxidatives Wirkprinzip des Organismus und ist deshalb für den Schutz desselben von hoher Bedeutung. Glutathion kann ausserdem die bei bestimmten Vergiftungen (z.B. Paracetamol-Intoxikation) entstehenden toxischen, reaktiven, elektrophilen Metaboliten durch Bildung von inerten Komplexen inaktivieren.

Fluimucil 10% beeinflusst weder die körperlichen Abwehrkräfte noch die Zilienfunktion der Schleimhaut der Atemwege und verursacht keine Auflösung der Fibrin- oder Blutgerinnsel.

Klinische Wirksamkeit

Fluimucil 10% löst den zähen Schleim in den Luftwegen, fördert den Auswurf und hilft, den Hustenreiz zu stillen. Hierdurch wird die Atmung erleichtert.

Weitere klinische Parameter, welche unter Umständen positiv von Fluimucil 10% beeinflusst werden können, sind die Dyspnoe und die Lungenfunktion.

Als Antidot bei Paracetamol-Vergiftungen wirkt Fluimucil 10%, indem es den Glutathion-Gehalt der Hepatozyten vermehrt oder indem es das Glutathion in Form eines Alternativsubstrates, welches für die Konjugation der toxischen Metaboliten des Paracetamols benötigt wird, ersetzt.

Pharmakokinetik

Nach i.v. Gabe, verteilt sich Acetylcystein rasch im Organismus, überwiegend im wässrigen Milieu des Extrazellulärraumes und erreicht die höchsten Konzentrationen in der Leber, den Nieren, der Lungen sowie im Bronchialschleim.

Im Körper findet sich Acetylcystein teils in freier Form, teils reversibel an Plasmaproteine über Disulfidbrücken gebunden.

Nach i.v. Dosierung von 200 mg von Acetylcystein zeigten sich folgende pharmakokinetische Daten.

Die maximale Plasmakonzentration des totalen Acetylcysteins (frei und gebunden) betrug 120 µmol/l, für die freie Form betrug 75 µmol/l.

Das Verteilungsvolumen betrug 0,47 l/kg (frei und gebunden), bzw. 0,59 l/kg (freie Form). Die Gesamtclearance wurde mit 0,11 l/h/kg (total) sowie 0,84 l/h/kg (frei) ermittelt. Die Eliminationshalbwertszeit betrug ca. 5,6 h, für die freie Form ca. 2 h.

Bei Neugeborenen oder Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz ist mit einer verlängerten Eliminationshalbwertszeit zu rechnen.

Elimination

Etwa 30% der verabreichten Dosis werden direkt renal ausgeschieden. Die Hauptmetaboliten sind Cystin und Cystein. Ausserdem werden kleine Mengen an Taurin und Sulfaten ausgeschieden.

Über die Ausscheidung des nicht renal eliminierten Anteils liegen bisher keine Untersuchungen vor.

Präklinische Daten

Mutagene Wirkungen von Acetylcystein sind nicht zu erwarten. Ein Test an bakteriellen Organismen verlief negativ. Untersuchungen auf ein tumorerzeugendes Potential von Acetylcystein wurden nicht durchgeführt.

Embryotoxizitätsstudien wurden bei trächtigen Kaninchen und Ratten mittels oraler Gabe von Acetylcystein während der Organogenese-Periode durchgeführt. Bei keiner der beiden experimentellen Studien wurden missgebildete Föten beobachtet. Fertilitäts-, peri- und postnatale Studien wurden mit oral appliziertem Acetylcystein bei der Ratte durchgeführt. Die Ergebnisse aus diesen Studien zeigten, dass Acetylcystein zu keiner Beeinträchtigung der Gonadenfunktion, der Fertilitätsrate, der Geburt, des Säugens oder der Entwicklung der neugeborenen Tiere führt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten

Acetylcystein ist mit den meisten Metallen inkompatibel und wird von oxidierenden Substanzen inaktiviert. Für die Verabreichung sollte deshalb nach Möglichkeit ein Besteck aus Glas oder Plastik (nicht aber Kautschuk) benutzt werden.

Fluimucil 10% darf mit anderen Arzneimitteln, insbesondere mit Antibiotika, nicht gemeinsam in einer gleichen Lösung oder durch dasselbe Besteck verabreicht werden.

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Acetylcystein kann die kolorimetrische Gehaltsbestimmung von Salicylaten beeinflussen.

Bei Harnuntersuchungen kann Acetylcystein die Ergebnisse der Bestimmung von Ketonkörpern beeinflussen.

Haltbarkeit

Ungeöffnete Ampullen dürfen nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp» bezeichneten Datum verwendet werden.

Nach Anbruch der Ampulle ist die nicht verwendete Lösung wegzuwerfen.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C), in der Originalpackung, um den Inhalt vor Licht zu schützen, und für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Hinweise für die Handhabung

Anweisung zum Öffnen der Ampulle

Die Sollbruchstelle ist mit einem weissen Brechring gekennzeichnet. Ampulle in die Hand nehmen und mit Hilfe einer Serviette oder einem Tuch (Vermeidung von Schnittverletzungen) den Ampullenhals umfassen und Ampullenkopf mit Daumen und Zeigefinger als Hebel abbrechen. Der Bruch erfolgt entlang der vorgeritzten Markierung.

i.v.-Verabreichung

Fluimucil 10% ist mit folgenden Infusionslösungen kompatibel: 5%ige Glukoselösung und 0,9%ige NaCl-Lösung. Die verdünnte Infusionszubereitung ist nicht konserviert. Sie ist während 24 Stunden bei Raumtemperatur chemisch und physikalisch stabil.

Aus mikrobiologischen Gründen ist die gebrauchsfertige Zubereitung jedoch unmittelbar nach der Verdünnung zu verwenden. Die verbleibende Restlösung ist wegzuwerfen.

Aerosoltherapie

Bei der Aerosolanwendung, ist die Inhalation mittels eines Inhalationsgeräts zu verabreichen. Eine Verdünnung der Ampulle ist nicht nötig, dennoch möglich (z.B. 1 Ampulle Fluimucil 10% (3 ml) + 7 ml 0,9%igen NaCl-Lösung um ein Endvolumen von 10 ml zu erreichen).

Der Gebrauch von Geräten mit Glas- oder Kunststoffteilen ist vorzuziehen.

Falls Geräte mit Metall- oder Gummiteilen verwendet werden, sind diese nach Gebrauch sofort mit Wasser auszuspülen.

Zulassungsnummer

31954 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Zambon Schweiz AG, 6814 Cadempino.

Stand der Information

Mai 2012.

Verwendung dieser Informationen

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