Kcl-retard Ret Drag 600 Mg Fl 50 Stk

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Was ist KCl-retard und wann wird es angewendet?

KCI-retard ist ein kaliumhaltiges Arzneimittel. Kalium ist unentbehrlich für Leben und Gesundheit. Natürliche Kaliumquellen sind unter anderem Bananen, Avocados, Rosinen, Melonen, getrocknete Datteln, Aprikosen und dunkelgrüne Blattgemüsearten.

Bei Patientinnen und Patienten, die mit ihrer gewöhnlichen Ernährung nicht genügend Kalium aufnehmen oder infolge einer Erkrankung oder einer Einnahme bestimmter Arzneimittel zu viel Kalium verlieren, kann eine zusätzliche Kaliumzufuhr notwendig werden. Eine zu grosse Kaliumzufuhr kann Ihrer Gesundheit ebenfalls schaden. Es ist deshalb wichtig, dass Sie KCI-retard nur auf Verschreiben Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einnehmen. Lesen Sie bitte vor Beginn einer Behandlung mit KCI-retard die folgenden Hinweise durch.

Wann darf KCl-retard nicht angewendet werden?

Damit Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihr Gesundheitsproblem in der für Sie besten Art und Weise angehen kann, informieren Sie ihn bzw. sie, wenn Sie:

  • jemals nach Einnahme eines Kaliumpräparates ungewöhnlich reagiert haben oder gegenüber irgendwelchen anderen Substanzen überempfindlich sind;
  • eine kochsalzarme oder zuckerarme Diät bzw. eine Diät mit Kochsalzersatz oder salzarmer Milch oder irgendeine andere Diät einhalten müssen oder regelmässig Lakritze zu sich nehmen;
  • weitere Arzneimittel einnehmen;
  • bereits an einer der folgenden Krankheiten leiden:
  • Addison-Krankheit (Unterfunktion der Nebennieren!),
  • Durchfall (anhaltend oder schwerer Art),
  • Magen- oder Darmgeschwür,
  • vererbte Krankheit mit Störung der Kalium-Regulation und vorübergehenden Muskellähmungen,
  • jegliche Behinderung der Passage durch Speiseröhre, Magen und Darm z.B. durch Verwachsungen, Narben, Verengungen, Lähmungen,
  • Herz-Erkrankungen,
  • Nieren-Erkrankungen.

Da nicht alle oben genannten Zustände die Anwendung von KCl-retard völlig ausschliessen, muss der Arzt bzw. die Ärztin im Einzelfall entscheiden.

Wann ist bei der Einnahme von KCl-retard Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden,
  • Allergien haben oder

andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden. Dies ist besonders wichtig, weil bestimmte Arzneimittel, insbesondere solche, die die Kaliumausscheidung (z.B. Reninhemmer und Protonenpumpenhemmer) im Harn vermindern oder die den Kaliumspiegel im Blut erhöhen, nicht zusammen mit KCI-retard eingenommen werden dürfen. Dies gilt auch für Arzneimittel, die die Magen-Darm-Tätigkeit verlangsamen.

KCl-retard enthält Saccharose. Saccharose besteht aus Fruktose und Glukose. Patienten mit den seltenen Erbkrankheiten wie Fruktose-Intoleranz, Glukose-Galaktose-Malabsorption oder Sucrase-Isomaltase-Insuffizienz sollten KCl-retard nicht einnehmen.

Darf KCl-retard während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Während der Schwangerschaft oder der Stillzeit dürfen Sie KCI-retard nur dann einnehmen, wenn es Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin für unverzichtbar hält.

Wie verwenden Sie KCl-retard?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel so ein, wie es Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verordnet hat. Nehmen Sie das Präparat weder in höheren Dosen noch häufiger noch über einen längeren Zeitraum ein, als Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es Ihnen verordnet hat. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie gleichzeitig mit harntreibenden Arzneimitteln oder Herzmitteln (Digitalispräparate) behandelt werden.

Die Dosierung muss individuell angepasst werden. Die folgenden Dosierungen dienen nur als mittlere Werte:

Erwachsene

  • Vorbeugende Behandlung: 2-3 Dragées pro Tag.
  • Behandlung bei Kaliummangel: 5-12 Dragées pro Tag.

Die Anwendung und Sicherheit von KCl-retard bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden. KCl-retard wird deshalb nicht für Kinder und Jugendliche empfohlen.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Patienten mit Nierenerkrankungen

KCl-retard sollte bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenerkrankung mit Vorsicht angewendet werden.

Patienten mit schwerer Nierenerkrankung dürfen KCl-retard gar nicht einnehmen. Die Anwendung von KCl-retard ist bei ihnen kontraindiziert.

Patienten mit Lebererkrankung

Es liegen keine Daten bei Patienten mit Lebererkrankung vor, trotzdem sollte KCl-retard bei ihnen mit Vorsicht angewendet werden.

Ältere Patienten

KCl-retard sollte bei älteren Patienten mit Vorsicht angewendet werden, da bei ihnen aufgrund von alterstypischen körperlichen Veränderungen und eingeschränkter Nierenfunktion ein erhöhtes Risiko für zu hohe Kaliumspiegel im Blut besteht.

Schlucken Sie die Dragées als Ganzes mit einem vollen Glas Wasser oder einer anderen Flüssigkeit nach den Mahlzeiten. Die Dragées sollen sitzend eingenommen werden. Die Dragées dürfen weder zerkleinert noch gekaut oder gelutscht werden. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die Dragées zu schlucken, oder wenn Sie das Gefühl haben, sie bleiben Ihnen in der Speiseröhre stecken, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Steckengebliebene Dragées können Reizungen der Schleimhaut verursachen und unter Umständen zu Geschwüren führen. Wenn Sie einmal vergessen haben, eine Dosis des Arzneimittels einzunehmen und Sie das innerhalb von 2 Stunden bemerken, holen Sie die Einnahme unverzüglich mit einem vollen Glas Wasser oder einer andern Flüssigkeit nach. Danach gehen Sie wieder zu Ihrem üblichen Einnahmeschema zurück. Wenn Sie sich jedoch erst später daran erinnern, lassen Sie die verpasste Dosis ausfallen und nehmen Sie das nächste Dragée wieder wie vorgeschrieben ein. Die Dosis darf nicht verdoppelt werden. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann KCl-retard haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von KCl-retard auftreten:

Neben den erwünschten Wirkungen kann jedes Arzneimittel auch bestimmte Nebenwirkungen hervorrufen. Obwohl nur wenige davon öfters auftreten, können sie gegebenenfalls eine ärztliche Abklärung erfordern.

Unterbrechen Sie die Einnahme von KCI-retard und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf, wenn sich eines der folgenden Symptome einstellt:

  • ausgeprägte Übelkeit oder Erbrechen;
  • übermässige Blähung;
  • Schmerzen im Bauchraum;
  • Durchfall mit schwarzem oder blutig gefärbtem Stuhl;
  • Hautausschlag.

Es kann vorkommen, dass es nach dem Stuhlgang so aussieht, als hätten Sie das ganze Dragée wieder ausgeschieden. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung. Ihr Körper hat die gewünschte Kaliummenge aufgenommen und nur die Hülle des Dragées wieder ausgeschieden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

KCl-retard ist für Kinder unerreichbar aufzubewahren.

KCl-retard soll vor Feuchtigkeit und nicht über 30 °C aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Wenn Sie über Arzneimittel verfügen, deren Verfalldatum abgelaufen ist, geben Sie diese Ihrem Apotheker bzw. Ihrer Apothekerin zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in KCl-retard enthalten?

1 Dragée KCI-retard enthält 600 mg Kaliumchlorid.

Zulassungsnummer

35756 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie KCl-retard? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 50 Dragées.

Zulassungsinhaberin

Novartis Pharma Schweiz AG, Risch; Domizil: 6343 Rotkreuz.

Diese Packungsbeilage wurde im August 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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