Dihydergot Nasenspray 1 Ml

Dihydergot Nasenspray 1 Ml

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Dihydroergotamini mesilas.

Hilfsstoff: Coffeinum, Excip. ad sol.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lösung zu 4 mg/ml.

Jeder Sprühstoss entspricht einer Dosis von 125 µl Lösung oder 0,5 mg Dihydroergotamin mesilat.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Behandlung akuter Migräneanfälle mit oder ohne Aura.

Keine Wirksamkeit wurde bei «Cluster Headache» nachgewiesen. Es liegen keine klinischen Untersuchungen über die Wirksamkeit des Dihydergot Nasalsprays bei den seltenen Migräneformen (ophthalmoplegische oder basiläre Migräne) vor.

Dosierung/Anwendung

Beim ersten Anzeichen eines Migräneanfalls 0,5 mg (1 Sprühstoss) in jede Nasenöffnung. Eine zusätzliche Dosis von 1 Sprühstoss in eine oder beide Nasenöffnungen kann frühestens nach 15 min verabreicht werden, wenn sich der Zustand nicht hinreichend verbessert hat.

Die folgenden Anwendungseinschränkungen sind zu befolgen: (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Die Maximaldosis zur Behandlung eines Migräneanfalls beträgt 2 mg/24 h (4 Sprühstösse, diese werden durch eine Packung gewährleistet) und eine wöchentliche Maximaldosis von 8 mg (= 16 Sprühstösse).

–Wenn eine zusätzliche Migränemedikation erforderlich ist, sind parenterales Dihydroergotamin, ergotaminhaltige Präparate, Sumatriptan oder andere selektive vaskuläre 5-HT1-Rezeptor-Agonisten zu vermeiden.

–Nach einer Behandlung eines Migräneanfalls mit Dihydergot Nasalspray sollte ein behandlungsfreies Intervall von mindestens 24 h eingehalten werden, bevor ein weiterer Anfall mit Dihydergot Nasalspray, Dihydergot Injektionen oder mit einem anderen ergotaminhaltigen Präparat oder mit Sumatriptan bzw. einem anderen 5 HT1-Rezeptor-Agonisten behandelt wird.

–Nach einer Anwendung von Sumatriptan oder anderen 5-HT1-Agonisten sollte Dihydergot Nasalspray erst 6 h später angewendet werden.

Der gebrauchsfertige Nasalspray sollte nach der Behandlung eines einzelnen Migräne-Anfalls entsorgt werden.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern unter 16 Jahren und bei Patienten über 65 Jahren wurde nicht ermittelt.

Hinweis: Empfehlungen für die Handhabung des Nasalsprays siehe «Patienteninformation» sowie die entsprechenden Abbildungen.

Kontraindikationen

Bekannte Überempfindlichkeit auf Mutterkornalkaloide oder auf einen der Inhaltsstoffe; Schwangerschaft und Stillzeit (s. «Schwangerschaft/Stillzeit»); hemiplegische oder basilare Migräne, schwere Leberfunktionsstörung, Zustände, die auf vasospastische Reaktionen anfällig machen: Koronarkrankheiten (insbesondere instabile Angina und Ruheangina), Arteriitis temporalis, ungenügend kontrollierte Hypertonie, Sepsis, Schock, obliterierende Gefässerkrankungen wie Raynaud's Syndrom, Vorgeschichte mit transitorischem ischämischem Infarkt oder Hirnverletzung.

Gleichzeitige Behandlung mit vasokonstriktiven Wirkstoffen (inkl. Ergotalkaloide, Sumatriptan und andere 5-HT1-Rezeptor-Agonisten [s. «Interaktionen»]).

Gleichzeitige Behandlung mit potenten CYP3A-Inhibitoren (Makrolid Antibiotika, HIV-Protease-Inhibitoren, reversen Transkriptase-Inhibitoren, Azolantimykotika, [s. «Interaktionen»]).

Dihydergot Nasalspray darf nicht langdauernd oder prophylaktisch angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Lösung im Fläschchen wurde speziell zur intranasalen Anwendung entwickelt und darf nicht injiziert werden.

Dihydergot Nasalspray ist nur indiziert für die Behandlung und nicht zur Vorbeugung von akuten Migräneanfällen

Die kontinuierliche tägliche Anwendung des Dihydergot Nasalsprays oder die Überschreitung der empfohlenen Dosen ist aufgrund des Risikos von Gefässspasmen zu vermeiden. Patienten, die mit dem Nasalspray behandelt werden, sollen über die zulässigen Maximaldosen und über die ersten Anzeichen einer Überdosierung: Parästhesien (z.B. Empfindungslosigkeit, Kribbeln) in den Fingern und Zehen, nicht migränebedingte Übelkeit und Erbrechen, Symptome von myokardialen Ischämien (z.B. Präkordialschmerzen) informiert werden. Beim Auftreten erster Anzeichen einer Überdosierung ist die Behandlung abzubrechen und unverzüglich der behandelnde Arzt zu konsultieren.

Vorsicht ist geboten bei Patienten mit Rhinitis, Nasenverstopfung und allergischer Rhinitis. Patienten mit einer Vorgeschichte von fibrotischen Störungen, wie retroperitoneale und pleurale Fibrose, müssen sorgfältig überwacht werden.

Vorsicht ist angezeigt, wenn Dihydergot Patienten mit schwerer Nierenerkrankung, die nicht dialysiert werden, verabreicht wird; unter Umständen ist die Dosierung zu reduzieren. Nach i.m.-Applikation werden ca. 6% über den Urin ausgeschieden, nach nasaler Applikation ca. 1,5%.

Patienten mit leichter bis mittelschwerer Lebererkrankung, speziell cholestatische Patienten, sollen in geeigneter Weise überwacht werden.

Dihydergot Nasalspray sollte bei gleichzeitiger Verabreichung gewisser Cytochrom-P450-Inhibitoren nicht angewendet werden (Risiko von Ergotismus, s. «Interaktionen»).

Interaktionen

Die gleichzeitige Anwendung von potenten Inhibitoren des Cytochrom-P450 3A (CYP3A) wie Makrolid-Antibiotika (wie Erythromycin, Troleandomycin, Claritromycin, Telithromycin), Azolantimykotika (wie Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol), Quinupristin-Dalfopristin, Nefazodone, HIV-Protease-Inhibitoren oder Reversen Transkriptase-Inhibitoren (wie Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delavirdin) oder Efavirenz mit Dihydergot Nasalspray ist kontraindiziert (s. «Kontraindikationen»), da dies zu einer erhöhten Exposition mit Dihydroergotamin und dadurch zu Ergotoxizität (Vasospasmen, Ischämie der Extremitäten und anderer Gewebe) führen kann. Die gleichzeitige Anwendung von CYP3A-Inhibitoren wie Cimetidin oder Grapefruitsaft mit Dihydergot Nasalspray sollte vermieden werden (s. «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).

Dihydroergotamin ist ein CYP3A-Inhibitor. Mit anderen P450 Isoenzymen sind keine pharmakokinetischen Interaktionen bekannt.

Die gleichzeitige Anwendung gefässverengender Mittel einschliesslich Ergotalkaloide, Triptane (z.B. Sumatriptan, Naratriptan, Zolmitriptan, Eletriptan, Almotriptan und Frovatriptan) 5-HT1-Rezeptor-Agonisten und Nikotin (z.B. schweres Rauchen) ist kontraindiziert, da dies vermehrt zu einer Vasokonstriktion führen kann (s. «Kontraindikationen»).

Obschon die Kombination von Beta-adrenorezeptorenblockierenden Mitteln (z.B. Propranolol) und Dihydergot im Allgemeinen gut vertragen wird, ist bei Patienten mit peripherer Zirkulationsstörung Vorsicht angezeigt.

Dihydroergotamin verringert die Wirkung von Glyceroltrinitrat.

Schwangerschaft/Stillzeit

Dihydergot Nasalspray ist kontraindiziert während der Schwangerschaft, weil Dihydergotamin oxytoxische und vasokonstriktive Wirkungen auf die Plazenta und die Nabelschnur ausübt und somit für den Fötus gefährlich sein kann.

Dihydergotamin tritt wahrscheinlich in die Muttermilch über. Dihydergot Nasalspray ist deshalb bei stillenden Frauen kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Vor allem bei höherer Dosierung kann Dihydergot über seine Wirkungen auf den Kreislauf (z.B. Tachykardie) und auf das Zentralnervensystem (z.B. Unruhe) das Reaktionsvermögen, z.B. im Strassenverkehr und beim Bedienen von Maschinen, beeinträchtigen.

Patienten die nach Anwendung von Dihydergot Nasalspray unter Schwindel oder Störungen des Zentralnervensystems, inkl. visueller Störungen leiden, sollten keine Motorfahrzeuge führen oder Maschinen bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Die meist berichteten Nebenwirkungen sind Rhinitis, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, veränderte Geschmackswahrnehmung, Pharyngitis, dosisabhängige Reaktionen an der Applikationsstelle wie laufende oder verstopfte Nase, Durchfall, Schwindel und Hitzegefühl.

Häufigkeiten

«Sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100, <1/10), «gelegentlich» (>1/1000, <1/100), «selten» (<1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).

Immunsystem

Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Exanthem, Gesichtsödem, Urticaria, Dyspnoe.

Nervensystem

Gelegentlich: Parästhesien (z.B. Gefühllosigkeit, Kribbeln) in den Fingern und Zehen, Hypoästhesie, Schwindelgefühle, veränderter Geschmacksinn.

Herz

Besonders bei hohen Dosen können Angina pectoris und Herzrhythmusstörungen (Tachy- oder Bradykardie) auftreten.

Selten: Symptome myokardialer Ischämien.

Gefässe

Besonders bei hohen Dosen können arterielle Durchblutungsstörungen (z.B. Extremitätenischämien u.a.), Arterienspasmen und Gangrän in den unteren Extremitäten auftreten.

Selten: In seltenen Fällen kann es bei der Einnahme hoher Dosen über längere Zeit zu Gefässspasmen, vorwiegend in den unteren Extremitäten, kommen.

Werden Anzeichen von Gefässspasmen beobachtet, sollte Dihydergot Nasalspray abgesetzt und die Behandlung mit einem peripheren Vasodilatator aufgenommen werden (s. «Überdosierung»).

Bei einigen Patienten, die Dihydroergotamin kontinuierlich über Jahre per os eingenommen haben, wurden fibrotische Veränderungen der Pleura (mit den klinischen Zeichen von z.B. Hustenreiz in Verbindung mit Atemnot) und des Retroperitonealraums (z.B. mit Rückenschmerzen und Problemen beim Wasserlassen) sowie Verdickungen der Herzklappen (klinisch ähnlich den chronisch rheumatischen Veränderungen der Klappen) beobachtet. Für die Anwendung des Nasalsprays liegen bis heute keine derartigen Beobachtungen von.

Atmungsorgane

Dyspnoe.

Gelegentlich: Rhinitis, dosisabhängige Reaktionen an der Applikationsstelle wie laufende und verstopfte Nase, Nasenbluten, Hitzegefühl.

Selten: Pharyngitis.

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen.

Selten: Diarrhöe.

Muskelskelettsystem

Gelegentlich: Muskelschmerzen und -spasmen.

Reaktionen an der Applikationsstelle und allgemeine Reaktionen

Gelegentlich: Reaktionen an der Applikationsstelle.

Selten: Brustschmerz.

Überdosierung

Es sind keine Fälle von Überdosierung mit Dihydergot Nasalspray bekannt. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Symptome ähnlich jenen wären, die nach einer zu hohen oralen Dosis beobachtet worden sind, d.h. Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Tachykardie, Schwindel, periphere Anzeichen und Symptome von Gefässspasmen (z.B. Empfindungslosigkeit, Kribbeln und Schmerzen in den Extremitäten), Symptome myokardialer Ischämien, Koma.

Es sollte beachtet werden, dass die Symptome von Vasospasmen mit einer Verzögerung von bis zu 24 h nach Anwendung auftreten können.

Behandlung: Nach Absetzen des Arzneimittels symptomatische Behandlung unter strenger Überwachung des Herzkreislaufs.

Bei schweren vasospastischen Reaktionen empfehlen sich die intravenöse Verabreichung eines peripheren Vasodilatators wie Nitroprussid, Phentolamin oder Dihydralazin, die lokale Applikation von Wärme auf den befallenen Bezirk und Pflegemassnahmen zur Verhütung einer Gewebsläsion. Bei Verengung der Herzkranzgefässe ist eine geeignete Behandlung z.B. mit Nitroglycerin aufzunehmen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: N02CA01

Wirkungsmechanismus

Dihydroergotamin zeigt eine mässige bis starke Affinität zu verschiedenen Unterarten von Serotoninrezeptoren. Es entfaltet eine potente agonistische Wirkung am 5-HT1D-Rezeptor, welche wahrscheinlich seiner Antimigränewirkung zugrundeliegt. Diese agonistische Wirkung erzeugt eine Abnahme der 5-HT-Neuronenfunktion und beeinflusst dadurch Elemente des kranialen Gefässsystems und/oder verhindert die neurogene Entzündung und die daraus resultierende Stimulation von Nozizeptoren. Im Vergleich zu Ergotamin ist Dihydroergotamin potenter hinsichtlich seiner Alpha-adrenorezeptorenblockierenden Wirkungen und weniger potent hinsichtlich der Erzeugung einer systemischen Vasokonstriktion, welche über den 5-HT2A-Rezeptor vermittelt wird.

Nach intranasaler Verabreichung von Dihydergot erfolgt ein rascher Wirkungseintritt. Bei akuten Migräneanfällen leichten bis schweren Grades lindert Dihydergot Nasalspray die Kopfschmerzen und deren Symptome wie Phonophobie und/oder Photophobie.

Pharmakokinetik

Absorption

Intranasal verabreichtes Dihydroergotamin wird rasch resorbiert (tmax = ca. 45 min). Das Coffein im Nasalspray dient lediglich der Verbesserung der Löslichkeit und Stabilität des Wirkstoffes, hat jedoch keinen Einfluss auf die Resorption. Im Vergleich enthält eine mittlere Tasse Kaffee zwischen 40 und 50 mg Coffein.

Im Vergleich zur i.m. Applikation beträgt die Bioverfügbarkeit bei intranasaler Applikation etwa 30–40%.

Distribution

Dihydroergotamin wird zu 93% an Plasmaproteine gebunden. Sein scheinbares Verteilungsvolumen im Gleichgewichtszustand beträgt ca. 800 l.

Metabolismus

70–80% der Plasmakonzentration sind unveränderter Wirkstoff, was auf dessen geringeren Metabolismus gegenüber der oralen Anwendung hinweist.

Elimination

Die Gesamtkörper-Clearance ist etwa 1,5 l/min, wobei die Leber-Clearance im Vordergrund steht. Die Plasmaelimination verläuft biphasisch mit einer Halbwertszeit von 1,5 h in der Alpha- und 15 h in der Beta-Phase.

Die Hauptausscheidung erfolgt über die Galle in die Fäzes. Bei intranasaler Gabe liegt die Ausscheidung von unverändertem Wirkstoff und Metaboliten im Urin bei ca. 3%.

Präklinische Daten

Karzinogenese

Das krebserzeugende Potential von Dihydroergotamin mesilat wurde nicht bestimmt.

Mutagenese

Dihydroergotamin mesilat war in zwei in vitro-Versuchen zur chromosomalen Abweichung klastogen, im V79 Versuch mit Zellen des chinesischen Hamsters mit Leberaktivierung (durch Zugabe von Rattenleber S9-Mix zu Zellkultur-Medium kann die Möglichkeit abgeklärt werden, ob die Test-Substanz nach metabolischer Aktivierung mutagen ist) und im Versuch mit gezüchteten menschlichen Lymphozyten des peripheren Blutes. Es gab kein Zeichen eines mutagenen Potentials, wenn Dihydroergotamin mesilat in Anwesenheit oder Abwesenheit der Leberaktivierung in zwei Genmutationsversuchen (AMES-Test und in vitro-Test mit Säugetierzellen des chinesischen Hamsters V79/HGPRT) und einem Versuch zur DNA-Schädigung (unplanmässiger Hepatozyten-DNA-Synthese-Test bei der Ratte) getestet wurde. Dihydroergotamin war in den in vivo-Micronukleus-Tests bei Mäusen und Hamstern nicht klastogen.

Fertilitätsbeeinträchtigung

Die Fertilitätsbeeinträchtigung wurde für die Injektion D.H.E. 45® USP (Dihydroergotamin mesilat) nicht bestimmt. Bei Ratten, welche intranasale Dosen von Dihydergot Nasalspray bis zu 1,6 mg/d erhalten haben (entsprechend mittleren Dihydroergotamin mesilat-Plasmaspiegeln [AUC] von 9 bis 11 mal höher als jene, welche bei Menschen nach der Verabreichung von 4 mg MRDD gesehen werden), gab es keine Anzeichen einer Fertilitätsbeeinträchtigung.

Reproduktionstoxizität

In embryo-fötalen Entwicklungsstudien mit dem Dihydroergotamin mesilat Nasalspray, führte die intranasale Verabreichung bei trächtigen Ratten während der Phase der Organogenese bei Dosen von 0,16 mg/d (in Verbindung mit mütterlichen Dihydroergotamin-Plasmaspiegeln [AUC] von ungefähr 0,4 bis 1,2 mal höher als jene, welche bei Menschen nach der Verabreichung von 4 mg MRDD gesehen werden) oder grösser zu einer Verminderung des fötalen Körpergewichts und/oder der Skelettknochenbildung. Für Ratten wurde der Plasmaspiegel, bei welchem sich keine embryo-fötale Toxizität zeigte, nicht bestimmt. Eine verzögerte Skelettknochenbildung wurde ebenfalls nach intranasaler Verabreichung von 3,6 mg/d während der Organogenese bei Föten von Kaninchen festgestellt (mütterliche Plasmaspiegel ungefähr 7 mal höher als jene, welche beim Menschen nach MRDD auftraten). Ein Plasmaspiegel ohne Auswirkung wurde nach 1,2 mg/d gesehen (mütterliche Plasmaspiegel ungefähr 2,5 mal höher als jene, welche beim Menschen nach MRDD auftraten). Bei Verabreichung von Dihydroergotamin mesilat Nasalspray wurde bei Dosen von 0,16 mg/d oder grösser bei den Nachkommen eine Gewichtsverminderung und eine verminderte Fortpflanzungsfunktion (verminderte Paarungsindices) festgestellt. Der Plasmaspiegel, bei dem sich keine Auswirkungen zeigten, wurde nicht bestimmt. Auswirkungen auf die Entwicklung zeigten sich in diesen Studien bei geringeren Dosen als jenen, welche zu signifikanter mütterlicher Toxizität führten. Die Verzögerung des intrauterinen Wachstums, welche von Dihydroergotamin ausgelöst wird, wurde einem verringerten uteroplazentären Blutfluss zugeschrieben, welcher die Folge einer verlängerten Vasokonstriktion der uterinen Gefässe und/oder eines erhöhten myometrischen Tonus ist.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Dihydergot Nasalspray soll nicht über 25 °C aufbewahrt werden und darf nicht einfrieren.

Geöffnete Fläschchen nicht länger als 8 h verwenden.

Zulassungsnummer

49603 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Pro Farma AG, Baar.

Stand der Information

Juli 2008.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.