Cegrovit Brausetabl 1 G 10 Stk

Cegrovit Brausetabl 1 G 10 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Acidum ascorbicum

Hilfsstoffe: Saccharinum natricum, Aromatica

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Brausetablette enthält: Acidum ascorbicum 1000 mg

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Vitamin C-Mangel, z.B. bei ungenügender Zufuhr aus der Nahrung oder bei erhöhtem Bedarf (in Schwangerschaft und Stillzeit).

Erhöhtem Bedarf  z.B. Bei Infektionen, Magen- und Darmerkrankungen, welche die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre: 1 Brausetablette pro Tag.

Die Anwendung und Sicherheit bei Kindern ist bisher nicht geprüft worden.

Kontraindikationen

Bei Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe und bei Nephrolithiasis (Nierensteinen) mit Oxalurie bei saurem und physiologischem Urin-pH sowie bei Patienten mit Urämie und Hämochromatose soll das Präparat nicht verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Da Vitamin C zur Steigerung der Eisenresorption beitragen kann, ist Vorsicht geboten, wenn Eisenspeicherkrankheiten, Hämochromatosen oder z.B. Erkrankungen wie eine Beta-Ketten-Thalassämie vorliegen.

Interaktionen

Orale Kontrazeptiva verschlechtern, vermutlich über einen erhöhten Coeruloplasminspiegel, den Vitamin C-Status durch erhöhte Oxidation.

Kortikosteroide erhöhen die Oxidation.

Calcitonin führt zu erhöhtem Verbrauch.

Salicylate hemmen den aktiven Transport durch die Darmwand.

Tetrazyklin hemmt den intrazellulären Stoffwechsel und die tubuläre Rückresorption.

Acetylsalicylsäure, Barbiturate und Tetrazyklin erhöhen die Ausscheidung von Vitamin C im Harn.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es gibt keine Anzeichen, welche auf ein Risiko in der Schwangerschaft hinweisen. Deshalb kann das Präparat auch während der Schwangerschaft und in der Stillzeit eingenommen werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Cegrovit Brausetabletten haben keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Nach hohen Dosen kommt es gelegentlich zu einem milden diarrhöischen und/oder

diuretischen Effekt.

Überdosierung

Gelegentlich treten nach Einzeldosen von mehr als 4–5g – bei 10g und mehr fast immer – vorübergehende osmotische Diarrhöen auf, begleitet von entsprechenden abdominalen Symptomen.

Therapie: Reduktion der Vitamin C-Einnahme und symptomatische Behandlung.

Chronische Überdosierung von mehr als 4g pro Tag kann zu Nierensteinbildung und in Einzelfällen zu Hämolysen führen.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A11GA01

Vitamin C ist ein essentieller Nahrungsfaktor und übt im intermediären Stoffwechsel bei Redoxvorgängen eine zentrale Funktion aus. Ebenfalls verbessert es die Eisenaufnahme aus der Nahrung.

Pharmakokinetik

Absorption

Oral zugeführtes Vitamin C wird in physiologischen Dosen vor allem in den oberen Dünndarmabschnitten rasch und ohne wesentliche Verluste mit Hilfe eines aktiven Transports durch die Schleimhaut aufgenommen, wobei der prozentuale Anteil der resorbierten Menge mit steigender Dosis sinkt. Bei Einnahme von höheren Dosen (1–12 g) sinken die Resorptionsraten von ca. 50% auf etwa 15%, wobei die absolut resorbierten Mengen ständig zunehmen.

Distribution

Ca. 24% der resorbierten Ascorbinsäure sind an Plasmaeiweisse gebunden. Die Serumkonzentrationen liegen normalerweise zwischen 8 und 14mg/l, Konzentrationen unter 6mg/l lassen auf eine nicht ausreichende und solche unter 4 mg/l auf eine ungenügende Zufuhr schliessen. Klinisch manifester Skorbut geht mit Serumkonzentrationen unter 2 mg/l einher.

Metabolismus

Ascorbinsäure wird teilweise über Dehydroascorbinsäure zu Oxalsäure metabolisiert. Bei überschüssiger Zufuhr wird Ascorbinsäure jedoch vorwiegend unverändert in Urin und Fäzes ausgeschieden. Als Metabolit erscheint auch Ascorbinsäure-2-sulfat im Urin.

Elimination

Der Gesamtkörperbestand von Vitamin C beträgt 1,5g. Die Ausscheidung von Ascorbinsäure erfolgt bei Einnahme von weniger als 1–3 g Vitamin C pro Tag vorwiegend durch die Nieren (bei über 3g pro Tag auch über die Faeces) und schwankt in Abhängigkeit vom Versorgungsstatus des Organismus. Nennenswerte Mengen werden erst ausgeschieden, wenn die Nierenschwelle, die bei einer Plasmakonzentration von etwa 14 mg/l (individuell verschieden) liegt, überschritten wird.

Das Q0 beträgt 0,05, die Halbwertszeit beträgt bei Einnahme von ca. 1g Vitamin C etwa 12 Stunden, bei Einnahme von 50mg etwa 14 Tage.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präklinischen Daten bekannt.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Unter Vitamin C-Einnahme kann bei Diabetikern der Glukose-Nachweis im Harn gestört sein. Es empfiehlt sich, vor der Glukose-Bestimmung mit der Einnahme des Präparates einige Tage auszusetzen.

Vitamin C kann bei Untersuchungen der Stuhlproben auf Blut zu falsch negativen Resultaten führen.

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «Exp» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Gut verschlossen, bei Raumtemperatur (15–25°C) und nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

26762 (Swissmedic)

AMZV 9.11.2001

Zulassungsinhaberin

Dr. Grossmann AG Pharmaca 4127 Birsfelden-Basel

Stand der Information

März 2010

Verwendung dieser Informationen

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