Burgerstein Vitamin A Kaps 100 Stk

Burgerstein Vitamin A Kaps 100 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Vitamin A-Palmitat.

Hilfsstoffe: Excip. pro caps.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kapsel zu 25 000 I.E. Vitamin A.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Supplementierung

Bei manifesten Vitamin A-Mangelerscheinungen, die durch das Auftreten eines oder mehrerer der nebenstehenden Symptome gekennzeichnet sind: Nachtblindheit, Xerophthalmie, Bitotsche Flecken, verzögertes Wachstum, zur Behandlung von schuppenden Hautkrankheiten (Hyperkeratosen, Ichthyosis), bei gestörter Fettverdauung oder Mangelernährung.

Therapeutische Anwendung

Zur unterstützenden Behandlung bei Acne vulgaris.

Dosierung/Anwendung

Supplementierung

Initial bei Vitamin A-Mangelerscheinungen täglich 1–2 Kapseln bis zum Verschwinden der Symptome, als Erhaltungsdosis je nach Gutdünken.

Therapeutische Anwendung

Für die therapeutische Anwendung, wie zur Unterstützung der lokalen Behandlung der Akne, sind tägliche Gaben von 2–4 mal 2 Kapseln (100'000–200'000 I.E.) während oder nach den Mahlzeiten angezeigt.

Kinder (ab 25 kg KG): 2 Kapseln/Tag (= 50'000 I.E./Tag).

Maximaldosis für Kinder: 4'000 I.E./kg KG/Tag.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung. Überempfindlichkeit gegenüber Erdnuss.

Burgerstein Vitamin A ist kontraindiziert bei Schwangerschaft.

Burgerstein Vitamin A ist nicht anzuwenden bei vorbeste­hender Hypervitaminose A, bei schwerer Niereninsuffizienz sowie während einer Therapie mit Retinoiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei langdauernder ununterbrochener Verabreichung hoher Vitamin A-Dosen (über 1000–2000 I.E. pro kg KG täglich bzw. über 100 000 I.E. für Erwachsene täglich) ist auf die Möglichkeit des Auftretens toxischer Symptome zu achten. Die Höchstdosierung von täglich 5000 I.E. Vit. A pro kg Körpergewicht bzw. 300 000 I.E. für Erwachsene pro Tag sollte bei therapeutischer Anwendung von Vitamin A nicht überschritten werden. Eine gleichzeitige Einnahme weiterer Vitamin A-haltiger Präparate ist zu vermeiden. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz mit bestehender Leberzirrhose und im Wachstum geboten.

Interaktionen

Der Vitamin A-Blutspiegel ist bei gleichzeitiger Applikation von oralen Kontrazeptiva erhöht. Durch Neomycingaben wird die Resorption von Vitamin A erniedrigt, ebenso durch gleichzeitige Applikation von Colestyramin oder Paraffinöl, durch die die Resorption aller fettlöslichen Vitamine vermindert wird. Diese Arzneimittel sollen daher in einem Abstand von 1–2 Stunden von Vitamin A getrennt eingenommen werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Vitamin A ist teratogen. Das Medikament ist bei schwangeren Frauen kontraindiziert (siehe Rubrik Kontraindikationen). Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Burgerstein Vitamin A hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Bei bestimmungsgemässem Gebrauch sind bisher keine unerwünschten Wirkungen beobachtet worden.

Bei einer Überdosierung von Vitamin A (Akute oder chronische A-Hypervitaminose) können unerwünschten Wirkungen auftreten (siehe «Überdosierung»/«Interaktionen»).

Überdosierung

Akute A-Hypervitaminose

Kopfschmerzen (vorwiegend im Okzipitalbereich), erhöhter Liquordruck, Anorexie, Nausea, Erbrechen, Schwindel, Abgeschlagenheit, Zeichen eines erhöhten Hirndruckes, der sich beim Säugling mit einem Marie-Sée-Syndrom (erhöhter Hirndruck verbunden mit Vorwölbung der Fontanellen) und beim Erwachsenen als sogenannter Pseudotumor cerebri manifestiert.

Chronische A-Hypervitaminose

Allgemein: Müdigkeit, Trägheit, Überempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Anorexie, Nausea, Erbrechen; Blut: selten Hypoprothrombinämie, Epistaxis; Augen: Papillenödem, Diplopie; Haut und Schleimhäute: Schuppung, Pruritus, Haarausfall, Lippenrhagaden, Cheilosis; innere Organe: Leberschwellung, seltener Vergrösserung der Milz; Genitalorgane: selten Zyklusstörungen; Skelett: Schmerzen in den langen Röhrenknochen und Gelenken, Hyperostosis corticalis der langen Röhrenknochen (vorwiegend bei Kindern), vorzeitiger Epiphysenschluss.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A11CA01

Die physiologische Bedeutung von Vitamin A:

Epithelprotektive Funktion: Erhaltung der Integrität der Epithelzellen der Haut und der Schleimhaut; Schutz vor Verhornung.

Wachstumsfunktion: Als wichtiger Faktor bei der Mucopolysaccharid-Biosynthese unerlässlich für das Epithelwachstum.

Pharmakokinetik

Absorption

Vitamin A wird nach nicht zu übermässiger oraler Gabe bei ungestörter Fettresorption vollständig aufgenommen. Die Absorption ist bei Abnormitäten der Fettresorption (Leber- und Pankreaskrankheiten, Darminfektionen) gestört.

Retinol-palmitat wird im Darmlumen durch Pankreasenzyme gespalten. Nach der Resorption wird Retinol hauptsächlich mit Palmitat wieder verestert.

Distribution

Retinol-palmitat wird in der Leber gespeichert.

Im Plasma wird Vitamin A zu 90–95% an das «retinol-binding-protein» RBP gebunden und transportiert; der Rest an Albumin. Die Plasmakonzentration von Retinol ist bei Anwendung von Östrogenen, oralen Kontrazeptiva oder bei chronischer Niereninsuffizienz erhöht, bei Leberparenchymerkrankungen dagegen erniedrigt. Vitamin A gelangt in die Muttermilch, und das retinolbindende Protein (RBP) passiert die Plazentarschranke.

Metabolismus/Elimination

Ein grosser Teil des Retinols wird in der Leber gespeichert. Retinol wird mit Glucuronsäure gekoppelt und unterliegt einem enterohepatischen Kreislauf und einer Oxidation zu Retinal sowie Retinsäure. Retinsäure wird dekarboxyliert sowie mit Glucuronsäure gekoppelt und biliär mit den Fäzes und über die Nieren ausgeschieden.

Präklinische Daten

Die teratogenen Eigenschaften von Vitamin A und seinen Derivaten wurden auch im Tierversuch nachgewiesen.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Exp» bezeichneten Datum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Gut verschlossen, trocken sowie ausser Reichweite von Kindern bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren.

Zulassungsnummer

44694 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Antistress AG, Gesellschaft für Gesundheitsschutz, 8640 Rapperswil-Jona.

Stand der Information

Februar 2004.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.