Alacare Pfl 2 Mg/cm2 4 Stk

154.15 Fr.

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Dieses Medikament gehört zur Abgabekategorie B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden.Genauere Informationen

Was ist Alacare und wann wird es angewendet?

Alacare® wird für die Behandlung leichter Hautveränderungen,

so genannter solarer Keratosen, auf der Kopfhaut

oder im Gesicht angewendet. Es handelt sich dabei

um kleine raue Stellen, die sich auf der Haut bilden. Sie

entstehen, wenn die Haut über viele Jahre stark der

Sonne ausgesetzt wird. Sie werden auch als aktinische

Keratosen bezeichnet.

Die Behandlung mit Alacare® besteht aus zwei Schritten

und wird als «photodynamische Therapie» bezeichnet.

Hierbei werden Alacare®-Pflaster für 4 Stunden auf die

betroffenen Stellen aufgeklebt. Anschliessend werden

die Stellen für einige Minuten mit Rotlicht bestrahlt. Die

Bestrahlung mit Rotlicht löst in den Zellen der veränderten

Hautstellen eine chemische Reaktion aus, wodurch

diese Zellen zerstört werden. Diese Reaktion nennt man

'phototoxische Reaktion'.

Was sollte dazu beachtet werden?

Alacare® ist von einem Arzt, einer Pflegekraft oder

anderem

medizinischen Fachpersonal in einer einmaligen

Therapie-Sitzung anzuwenden.

Wann darf Alacare nicht angewendet werden?

Alacare® darf nicht angewendet werden,

• wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen

5-Aminolävulinsäure, druckempfindlichen

Acrylklebstoff oder einen der sonstigen Bestandteile

von Alacare® sind.

• wenn Sie an einer bestimmten Stoffwechselerkrankung

des Blutes namens Porphyrie leiden.

• wenn Sie sich bereits einer ähnlichen Behandlung

mit 5-Aminolävulinsäure-haltigen Arzneimitteln

unterzogen haben und diese nicht wirksam war.

• wenn Sie an anderen Hautkrankheiten leiden,

die durch Sonnenlicht verursacht oder verschlimmert

werden.

Der Erfolg und die Beurteilung der Behandlung können

beeinträchtigt sein, wenn der behandelte Hautbereich

zusätzlich geschädigt ist durch

• Entzündung, Infektion, Schuppenflechte, Ekzem

oder Krebs.

• Tätowierungen.

Wann ist bei der Anwendung von Alacare Vorsicht geboten?

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Alacare® ist

erforderlich, wenn

• Ihre Hautfarbe dunkelbraun oder schwarz ist oder

wenn Sie sehr dicke Läsionen haben, da in diesen

Fällen keine Erfahrungen mit einer Behandlung mit

Alacare® vorliegen.

• Sie schwanger sein könnten, da eine Behandlung mit

Alacare® in diesem Fall nicht empfohlen wird.

• Sie eine UV-Behandlung erhalten. Diese sollte vor der

Behandlung mit Alacare® beendet werden.

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal wird darauf

achten, dass das Alacare®-Pflaster nicht mit Ihren Augen

in Kontakt kommt. Als allgemeine Vorsichtsmassnahme

müssen behandelte sowie umliegende Hautbereiche für

etwa 48 Stunden nach der Behandlung vor Sonnenlicht

geschützt werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Arzneimittel anwenden,

die allergische oder sonstige schädliche Reaktionen

nach Lichtexposition verstärken, wie beispielsweise:

• Johanniskraut-Präparate zur Behandlung

von Depressionen.

• Griseofulvin, ein Arzneimittel zur Behandlung

von Pilzinfektionen.

• Arzneimittel zur Steigerung der Ausscheidung

von Wasser über die Nieren mit Wirkstoffen,

deren Namen meist mit «thiazid» oder «tizid» enden.

• Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von

Diabetes, wie z.B. Glibenclamid, Glimepirid.

• Arzneimittel zur Behandlung von psychischen

Erkrankungen, Übelkeit oder Erbrechen mit

Wirkstoffen, deren Namen meist mit «azin» enden.

• Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen

Erkrankungen mit Wirkstoffen, deren Namen meist

mit «Sulfa» beginnen oder mit «oxacin» oder «zyklin»

enden.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin

oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten

leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch

selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Alacare während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Derzeit können mögliche schädliche Wirkungen auf und

Risiken für die Schwangerschaft und das Ungeborene

nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Alacare® darf nicht während der Schwangerschaft verwendet

werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich.

Das Stillen sollte nach der Anwendung von Alacare® für

48 Stunden unterbrochen werden.

Wie verwenden Sie Alacare?

Es ist wichtig, dass Sie am Tag der Behandlung keine

Creme auf Ihre Kopfhaut oder Ihr Gesicht auftragen, bevor

Sie für die Behandlung Ihren Arzt aufsuchen.

In einer einmaligen Therapie-Sitzung werden Ihnen für

4 Stunden Alacare®-Pflaster auf Ihre aktinischen Keratosen

(Hautveränderungen) aufgeklebt.

Anschliessend werden diese Bereiche für einige Minuten

mit Rotlicht bestrahlt (photodynamische Therapie). Um

Ihre Augen vor dem intensiven Licht zu schützen, erhalten

Sie eine Schutzbrille, die Sie während der Lichtbehandlung

aufsetzen.

Schützen Sie nach der Behandlung mit Alacare® und Licht

Ihre Haut für 48 Stunden vor Sonnenlicht. Ihr Arzt wird die

Läsionen nach drei Monaten beurteilen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu

schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt

oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Alacare haben?

Nebenwirkungen, die die behandelten Bereiche betreffen

(lokale Nebenwirkungen).

Bei fast alle Patienten (99%) treten Nebenwirkungen an

der Behandlungsstelle auf (lokale Nebenwirkungen).

Diese können während der Anwendung des Alacare®-Pflasters,

während der Bestrahlung der behandelten

Bereiche und/oder im Nachhinein auftreten. Die Beschwerden

sind meist leichter bis mässiger Natur. Es ist

selten erforderlich, die Bestrahlung frühzeitig zu beenden.

Zur Linderung können die behandelten Bereiche

während der Bestrahlung mit einem Ventilator oder

ähnlichem gekühlt werden. Nach der Behandlung halten

die lokalen Nebenwirkungen für 1 bis 2 Wochen an, bisweilen

auch länger.

Sehr häufig: Hautabschuppung, Hautirritationen, Juckreiz,

Schmerzen, Rötung, Krustenbildung.

Häufig: Bereiche, in denen die Haut heller oder dunkler

wird, Blutungen, Blasen, unbehagliches Hautgefühl,

Erosion, Ödem (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe),

Hautabschälung, Pusteln (Pickel), Hautreaktionen, Sekretion,

Schwellung.

Gelegentlich: Brennen, Fleckenbildung, Infektion, Entzündung,

Geschwürbildung, oberflächliche Hautschäden.

Nebenwirkungen, die nicht die behandelten Bereiche betreffen.

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Angstgefühl, Erhöhung eines Leberwertes,

Nasenbluten, Ausschlag mit (pickelartigen) Pusteln,

Fleckenbildung

auf der Haut.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht

beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter

mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Nicht über 30 °C, in der Originalpackung und für Kinder

unerreichbar aufbewahren.

Nach Anbruch die Pflaster im Beutel aufbewahren, um

sie vor Licht zu schützen und innerhalb von 3 Monaten

verbrauchen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker

bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen

über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Alacare enthalten?

Jedes 4 cm2 grosse Pflaster enthält 8 mg 5-Amino-4-

oxopentansäure und weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

62687 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Alacare? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Alacare® ist in Packungen zu 4 oder 8 Pflastern erhältlich.

Zulassungsinhaberin

Gebro Pharma AG, 4410 Liestal

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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