Triocaps Retard Kapseln 10 Stück

Triocaps Retard Kapseln 10 Stück

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoffe: Chlorphenamini maleas, Phenylephrini hydrochloridum.

Hilfsstoffe: Saccharum 253,4 mg; Color.: E 127, E 132; Excip. pro caps. gelat.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Kapsel enthält: Chlorphenamini maleas 4 mg; Phenylephrini hydrochloridum 20 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Entzündliche und allergische Erkrankungen der oberen Atemwege wie Schnupfen, Heuschnupfen, chronisches Nasenrinnen, vasomotorische bzw. allergische Rhinitis, Rhinopharyngitis, allergische Sinusitis. Als Adjuvans bei Grippe und Erkältungen.

Dosierung/Anwendung

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren: Beim Auftreten der Symptome 1 Kapsel alle 12 Stunden, d.h. 1 Kapsel morgens und 1 Kapsel abends.

Kontraindikationen

Einnahme von MAO-Hemmern.

Überempfindlichkeit auf die Wirkstoffe oder einen der Hilfsstoffe, gemäss Zusammensetzung.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Relative Kontraindikationen

Bei schwerer Krankheit der Koronargefässe oder stark erhöhtem Blutdruck darf Triocaps retard nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Siehe «Schwangerschaft/Stillzeit».

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vorsicht ist geboten bei: Engwinkelglaukom, Zuckerkrankheit, Prostata-Hypertrophie, Hyperthyreose, Asthma bronchiale.

Interaktionen

MAO-Hemmer und trizyklische Antidepressiva verstärken den Vasokonstriktoreffekt des Phenylephrins. Antihistaminika verstärken die Wirkung von Alkohol und von zentralwirkenden Beruhigungsmitteln (z.B. Barbiturate, Sedativa, Analgetika, Hypnotika).

Schwangerschaft/Stillzeit

Die Sicherheit von Chlorphenamin und Phenylephrin oder ihrer Kombination während der ersten beiden Schwangerschaftstrimester wurde nicht erwiesen. Im letzten Schwangerschaftstrimester und während der Stillzeit bergen diese Präparate das Risiko schwerer unerwünschter Wirkungen, wie z.B. durch Chlorphenamin bewirkte Krämpfe beim Fötus und beim Neugeborenen. Folglich sind sie in diesem Stadium der Schwangerschaft kontraindiziert.

Die Anwendung während der Stillzeit ist zu vermeiden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Wenn auch die sedierende Wirkung des Antihistaminikums nur gering ist, dies um so mehr als es in Retard-Form angewandt wird, kann Triocaps retard die Reaktionsfähigkeit vermindern: beim Autofahren und Bedienen von Maschinen ist Vorsicht geboten.

Unerwünschte Wirkungen

Je nach individueller Empfindlichkeit kann Triocaps retard folgende Nebenwirkungen verursachen:

Störungen des Blut- und Lymphsystems

Sehr selten: Veränderungen des Blutsbildes.

Augenleiden

Gelegentlich: Verschwommenes Sehen.

Störungen des Nervensystem

Häufig: Vorübergehende Schläfrigkeit (10–25%) oder eine Verminderung der Aufmerksamkeit.

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Mundtrockenheit.

Haut

Ausnahmsweise: Rash.

Störungen des muskuloskelettalen Systems

Vereinzelt: Knochenmarkdepression.

Überdosierung

Symptome in Zusammenhang mit Chlorphenamin

Stimulierung (Kinder) oder Dämpfung (Erwachsene) des ZNS.

Symptome in Zusammenhang mit Phenylephrin

Hohe Hypertonie und Bradykardie.

Behandlung: Symptomatisch.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: R01BA53

Wirkungsmechanismus

Triocaps retard vereinigt die Wirkung von:

einem Antihistaminikum, Chlorphenaminmaleat. Es ist gut verträglich und bringt rasche Linderung der lästigen Erscheinungen des Schnupfens wie Nasenrinnen, Niesen, Kribbeln und Tränenfluss;

einem Vasokonstriktor, Phenylephrinhydrochlorid, der abschwellend auf entzündete Nasenschleimhaut wirkt, die verstopften Nasengänge befreit und dadurch die Atmung erleichtert.

Die 10–12 Stunden anhaltende Langzeitwirkung von Triocaps retard beruht auf der Dialyse der Wirkstoffe (Diffucap®), welche in den Hunderten von Mikrogranula jeder Kapsel enthalten sind. Somit verschafft eine Kapsel, morgens beim Aufstehen eingenommen, eine während des ganzen Tages gleichmässig anhaltende Erleichterung; eine zweite, vor dem Schlafengehen, gewährleistet eine ungestörte Nachtruhe und am nächsten Morgen ein Aufwachen ohne Verstopfung der Nase.

Pharmakokinetik

Absorption, Distribution, Metabolismus, Elimination

Chlorphenamin wird nach oraler Verabreichung gut resorbiert und während seiner Resorption durch die gastrointestinale Schleimhaut und in der Leber (First-pass-Effekt) metabolisiert. Es erscheint nach 30–60 Min. im Plasma, wobei die maximale Plasmakonzentration nach 2–6 Std. erreicht wird. Es geht in den Speichel über. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Nieren.

Phenylephrin wird unregelmässig aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert und bewirkt nach 15–20 Min. ein Abschwellen der Nasenschleimhäute, das 2–4 Std. anhält. Es wird über die MAO in der Leber und im Darm rasch metabolisiert. Einzelheiten über die Verteilung in der Muttermilch und die Ausscheidung sind nicht bekannt.

Präklinische Daten

Es sind keine für die Anwendung relevanten präklinischen Daten der im Arzneimittel enthaltenen Wirkstoffkombination vorhanden.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit

Verfalldatum auf der Packung beachten.

Besondere Lagerungshinweise

Für Kinder unerreichbar, bei Raumtemperatur (15–25 °C) und vor Licht geschützt aufbewahren.

Zulassungsnummer

33445 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Vifor Consumer Health SA, Villars-sur-Glâne.

Stand der Information

September 2009.

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.