Calperos Lutschtabl 500 Mg 24 Stk

Calperos Lutschtabl 500 Mg 24 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Calcium ut Calcii carbonas.

Hilfsstoffe: Aspartamum, Aromatica, Excipiens pro compresso.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 teilbare Lutschtablette enthält: Calcii carbonas 1,25 g corresp. Calcium 500 mg.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

-Erhöhter Calciumbedarf im Wachstum, während der Schwangerschaft und Stillzeit.

-Bei calciumarmer Ernährung (keine oder wenig Milchprodukte).

-Zur Unterstützung der Vorbeugung vor Knochenschwund (Osteoporose).

-Osteoporose verschiedener Genese (Klimakterium, Menopause, Senium, Kortikosteroid-Medikation), in Verbindung mit anderen medikamentösen Behandlungen.

-Rachitis und Osteomalazie, als Adjuvans zur Vitamin-D-Therapie.

-Allergische Zustände (unterstützende Behandlung).

Dosierung/Anwendung

Calperos Lutschtabletten können gelutscht oder gekaut werden. Nicht schlucken.

Die zur Zeit empfohlene minimale tägliche Calciumzufuhr beträgt 800–1'200 mg. Wenn diese Menge nicht durch die Nahrung gedeckt wird, empfiehlt es sich, täglich 500–1'000 mg Calcium in Form von Calperos (1–2 Lutschtabletten) einzunehmen.

Bei schweren Mangelzuständen kann die Dosis während der ersten Therapiewochen auf 2'000 mg erhöht werden.

Die Einnahme kann mit oder nach den Mahlzeiten erfolgen.

Erwachsene

Schwangerschaft, Stillzeit und andere Indikationen

Erhöhter Calciumbedarf: 500–1'000 mg Calcium, d.h. 1–2 Calperos Lutschtabletten täglich, zusätzlich zur Nahrung.

Während der Schwangerschaft und Stillzeit: 1'500 mg, d.h. 3 Calperos Lutschtabletten täglich.

Osteoporose (präventive und kurative Behandlung): 1'000 mg, d.h. 2 Calperos Lutschtabletten täglich.

Als Adjuvans zur Osteoporose-Prophylaxe mit Östrogenen oder Osteoporose-Therapie mit Fluor- oder Vitamin-D-Präparaten: 1'000 mg, d.h. 2 Calperos Lutschtabletten täglich.

Kinder

Erhöhter Calciumbedarf während des Wachstums: Je nach Calciumgehalt der Nahrung 500–1'000 mg Calcium, d.h. 1–2 Calperos Lutschtabletten täglich.

Bei schweren Calciummangelzuständen können Dosen von bis zu 1'000–1'500 mg Calcium (2–3 Calperos Lutschtabletten) indiziert sein.

Kontraindikationen

-Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere Inhaltsstoffe von Calperos.

-Phenylketonurie (Calperos enthält Aspartam).

-Hyperkalzämie (z.B. bei Hyperparathyreoidismus, Überdosierung von Vitamin D, kalkentziehende Tumoren wie Plasmozytom und Knochen-Metastasen), schwere Hyperkalziurie, schwere Niereninsuffizienz.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bei leichter Hyperkalziurie (300 mg/24 Std. = 7,5 mmol/24 Std. überschreitend) sowie bei chronischer Niereninsuffizienz oder in Fällen von Steinbildung im Harntrakt (Urolithiasis) muss die Ausscheidung von Calcium im Urin sorgfältig kontrolliert werden; falls nötig, muss die Dosierung reduziert oder die Calciumtherapie abgebrochen werden.

Zusätzlich ist bei Patienten mit Neigung zu Steinbildung im Harntrakt eine vermehrte Flüssigkeitseinnahme zu empfehlen.

Hohe Dosen von Vitamin D bzw. dessen Derivaten sollten während der Calciumtherapie vermieden werden, sofern nicht speziell indiziert.

Interaktionen

Da Calperos die Resorption von Tetrazyklinen, Biphosphonaten, Estramustin, Phenytoin sowie Natriumfluorid- und Eisenpräparaten vermindert (mögliche Bildung von nichtresorbierbaren Komplexen), sollte es nicht innerhalb von 2 Stunden (3 Stunden bei Tetrazyklinen) – vor und nach peroraler Verabreichung dieser Präparate – eingenommen werden.

Gleichzeitige Vitamin-D-Behandlung erhöht die Calciumresorption.

Bei digitalisierten Patienten kann Calcium in hohen Dosen das Risiko kardialer Arrhythmien erhöhen.

Falls gleichzeitig Thiaziddiuretika verabreicht werden, welche die tubuläre Reabsorption von Calcium erhöhen, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Hypercalcämie.

Schwangerschaft/Stillzeit

Kontrollierte Studien bei Frauen haben keine fötalen Risiken im Verlauf des ersten Trimesters ergeben; es gibt keine Anzeichen, welche auf ein Risiko im Verlaufe der weiteren Trimester hinweisen, und die Möglichkeit einer Schädigung des Fötus erscheint als wenig wahrscheinlich.

Die Einnahme von Calperos in der empfohlenen Dosierung ist in der Schwangerschaft und Stillzeit indiziert (siehe «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten»).

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Calperos hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Unerwünschte Wirkungen

Gastrointestinale Störungen

Selten: Blähungen, Obstipation oder Diarrhö.

Überdosierung

Bisher sind keine Fälle von akuter Überdosierung beschrieben worden.

Eine Überdosierung könnte allenfalls gastrointestinale Störungen auslösen, nicht aber eine Hyperkalzämie, ausser bei gleichzeitiger Einnahme hoher Dosen Vitamin D.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: A12AA04

Der hohe Calciumgehalt ermöglicht eine intensive Calciumtherapie und eignet sich gleichermassen zur Behandlung akuter und chronischer Calciummangelzustände sowie Störungen des Calciumstoffwechsels in jedem Lebensalter.

Calperos enthält keinen Zucker und ist deshalb auch für die Behandlung von Diabetikern geeignet.

Pharmakokinetik

Absorption/Distribution

Normalerweise werden rund 30% des in der Nahrung enthaltenen Calciums resorbiert.

Aktive Transportmechanismen sind nur im oberen Dünndarm vorhanden. In diesem Darmabschnitt ist denn auch die höchste Resorptionsrate (Calciumtransport pro Längeneinheit) zu beobachten.

Die Zufuhr von Calcium in Form von Calperos ist in den gesamten Calcium-Pool des Organismus integriert, wobei die resorbierte Menge vom Calciumbedarf abhängig ist. Die Resorption wird unterstützt durch Vitamin D, Lactose und Proteine sowie gehemmt durch Phosphate und Oxalat.

Elimination

Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über Harn und Fäzes. Calcium wird ausserdem mit dem Schweiss, der Galle, dem Speichel und der Muttermilch eliminiert.

Kinetik in besonderen klinischen Situationen

Es liegen keine kinetischen Daten vor bei Patienten mit Niereninsuffizienz (siehe «Kontraindikationen»).

Präklinische Daten

Es sind keine relevanten präklinischen Studien mit Calperos durchgeführt worden.

Sonstige Hinweise

Calperos, wie alle Medikamente, ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Haltbarkeit

Das Medikament darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Verfalldatum verwendet werden.

Besondere Lagerungshinweise

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Zulassungsnummer

53165 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Pierre Fabre Pharma AG, 4123 Allschwil.

Stand der Information

März 2010

Verwendung dieser Informationen

Die Informationen auf dieser Seite sind für Fachpersonal gedacht. Bei Fragen lassen Sie sich von einer Fachperson (z.B. Arzt oder Apotheker) beraten und lesen Sie die Packungsbeilage auf unserer Produktseite.