Utrogestan Kaps 100 Mg 30 Stk

Utrogestan Kaps 100 Mg 30 Stk

Fachinformationen

Zusammensetzung

Wirkstoff: Progesteron.

Hilfsstoffe: Sonnenblumenöl, Sojalezithin, Gelatine, Glycerol, Farbstoff: E 171 (Titandioxide).

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Kapsel.

1 Kapsel enthält 100 mg (Utrogestan 100) bzw. 200 mg (Utrogestan 200) mikronisiertes Progesteron.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Orale Verabreichung

Störungen des Hormongleichgewichts infolge einer Progesteroninsuffizienz insbesondere:

prämenstruelles Syndrom;

Menstruationsstörungen infolge Dys- oder Anovulation;

Prämenopause.

Natürlich oder nach Ovarektomie eintretende Menopause:

bei Patientinnen mit intaktem Uterus als Ergänzung einer Östrogensubstitutionstherapie, bei menopausebedingten vasomotorischen Störungen.

Vaginale Verabreichung

Supplementation der Lutealphase bei In-vitro-Fertilisationszyklen (IVF).

Supplementation der Lutealphase bei spontanen oder induzierten Zyklen im Falle von insbesondere bei durch Ovulationsstörungen bedingter Hypofertilität oder bei primärer oder sekundärer Sterilität.

Dosierung/Anwendung

In allen therapeutischen Indikationen muss die Patientin die Dosierung beachten.

Für alle Indikationen und Verabreichungsarten darf die Dosierung nicht 200 mg pro Dosis überschreiten.

Orale Verabreichung

Progesteroninsuffizienz (prämenstruelles Syndrom, unregelmässige Menstruation): die Tagesdosis liegt zwischen 1 Kapsel Utrogestan 200 mg als Einzeldosis vor dem Schlafengehen bis 3 Kapseln Utrogestan 100 mg (300 mg) in zwei Dosen während 10 Tagen, gewöhnlich vom 17. bis 26. Tagen des Zyklus.

Prämenopause: die Tagesdosis beträgt 3 Kapseln Utrogestan 100 mg in zwei Dosen während 10 Tagen (von 17. bis 26. Tagen des Zyklus) bis 20 Tagen (von 7. bis 26. Tagen des Zyklus).

Menopause: die Tagesdosis ist im Allgemein 1 Kapsel Utrogestan 200 mg vor dem Schlafengehen im Kombination mit einem Östrogen während 12 bis 14 Tagen des Zyklus.

Das Östrogen soll in der geringsten wirksamen Dosierung (Dosis, die einen mittleren E2-Plasmaspiegel von über 60 pg/ml bewirkt) entweder zyklisch oder kontinuierlich verabreicht werden.

Bei Patientinnen, die eine regelmässige Monatsblutung beibehalten möchten, kann die Tagesdosis bis auf 3 Kapseln Utrogestan 100 mg in zwei Dosen an 10–14 Zyklustagen erhöht werden.

In diesem Fall kann sich eine Erhöhung der Östrogendosis empfehlen (zum Beispiel 3 mg 17-beta-Estradiol perkutan täglich anstatt 1,5 mg).

Vaginale Verabreichung

Es werden zahlreiche Therapieschemen vorgeschlagen: Eines dieser Schemen ist im Folgenden beschrieben:

Supplementation der Lutealphase bei IVF-Zyklen: Die empfohlene Dosierung beträgt 2 Kapseln Utrogestan 200 mg täglich ab dem Tag der HCG-Injektion bis maximal zur 12. Schwangerschaftswoche.

Supplementation der Lutealphase bei spontanen oder induzierten Zyklen bei durch Ovulationsstörungen bedingter Hypofertilität oder bei primärer oder sekundärer Sterilität: Die empfohlene Dosis beträgt 1 Kapsel Utrogestan 200 mg bis 3 Kapseln Utrogestan 100 mg täglich ab dem 17. Zyklustag während 10 Tagen. Bei Ausbleiben der Regelblutung und bestätigter Schwangerschaft ist die Behandlung schnellstmöglich wieder aufzunehmen.

Die Anwendung und die Sicherheit bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht belegt.

Kontraindikationen

Utrogestan darf nicht angewendet werden in Fällen von:

bestätigtem oder anamnestischem Lebertumor, akutem oder chronischem Leberleiden (Rotor- oder Dubin-Johnson-Syndrom), cholestatischem Ikterus;

Genitalblutungen ungeklärter Ursache, Porphyrie;

arteriell oder venösen thromboembolischen Störungen, Hirnblutungen;

vermuteten oder bestätigten Neoplasien der Brust oder der Geschlechtsorgane;

Herpes gestationis;

bekannter Überempfindlichkeit auf Progesteron oder einen der anderen Inhaltsstoffe der Kapseln.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Die Patientin muss vor Behandlungsbeginn einer eingehenden ärztlichen Untersuchung unterzogen werden. Besonders zu beachten sind dabei die Ovarien, der Uterus und die Brust. Weiterhin muss das Vorliegen eines Tumors der Geschlechtsorgane oder der Brust ausgeschlossen werden. Während der Behandlung sollte die Frequenz der Untersuchungen individuell an die Patientin angepasst werden. Eine jährliche gynäkologische Untersuchung empfiehlt sich. Eine Mammographie ist ratsam.

Falls Progesteron in Kombination mit einem Östrogen gegeben wird (z.B. Oestrogel bei Hormonersatztherapie), gelten die allgemeinen Vorsichtsmassnahmen für die Östrogentherapie. Es wird auf die Fachinformationen des betreffenden Präparates verwiesen.

Bei ausgiebigen oder unregelmässigen genitalen Blutungen sind deren Ursachen abzuklären und allfällige organische Krankheiten zu lokalisieren. Eventuell sollte eine Endometriumbiopsie zum Ausschluss maligner Veränderungen durchgeführt werden.

Kohlenhydratstoffwechselstörungen.

Die Patientin muss angewiesen werden, bei Symptomen eines thromboembolischen Ereignisses (wie z.B. schmerzhafte Schwellung eines Beines, plötzliche Schmerzen im Brustkorb, Atemnot) den Arzt umgehend aufzusuchen

Zwingende Gründe für eine sofortige Einstellung der Behandlung: Erste Anzeichen thrombo-embolischer oder thrombo-phlebitischer Prozesse (z.B. schmerzhafte oder geschwollene Gliedmassen, Brustschmerzen, Dyspnoe, akute Sehstörungen, erstmalige Erscheinungen starker, ungewöhnlicher oder Migräne-ähnlicher Kopfschmerzen), plötzliches Auftreten einer cerebralen Apoplexie, eines Ikterus oder einer Blutdruckerhöhung. Auftreten eines generalisierten Pruritus, von abnormalen Leberparametern, eines cholestatischen Ikterus oder einer Hepatomegalie oder beim Verdacht auf einen Lebertumor; erwiesenes Wachstum eines Myoms. Erst- oder Wiederauftreten eines schweren depressiven Zustandes.

Im Falle einer pertherapeutischen Amenorrhea muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden.

Im Gegensatz zur vaginalen Anwendung darf Utrogestan während einer Schwangerschaft nicht oral angewendet werden. Vor Beginn einer oralen Therapie sollte daher eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden (vgl. «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Interaktionen

Die Kombination mit anderen Medikamenten, kann den metabolischen Abbau von Progesteron beschleunigen und die Wirksamkeit von Utrogestan herabsetzen. Dies ist den Fall für:

Arzneimittel die mikrosomale Leberenzyme induzieren, wie Barbiturate, Antiepileptikum (Carbamazepin, Phenytoin, Primidon), Rifampicin, Phenylbutazon, Spironolakton und Griseofulvin. Diese Arzneimittel verursachen eine gesteigerte hepatische Metabolisation.

Bestimmte Antibiotika (Ampicillin und Tetrazykline): eine Änderung der Darmflora verursacht eine Änderung des steroïdal-enterohepatischen Zyklus.

Gestagene können die Glukosetoleranz vermindern und deshalb den Insulin- oder Antidiabetika-Bedarf erhöhen.

Die Bioverfügbarkeit von Progesteron kann durch übermässigen Tabakkonsum herabgesetzt, durch Alkoholmissbrauch heraufgesetzt werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Orale Verabreichung

Es gibt keine Indikationen für die orale Verabreichung von Utrogestan während der Schwangerschaft und Stillzeit. Die vorhandenen Daten bezüglich der oralen Verabreichung von Utrogestan während der Schwangerschaft sind ungenügend. Folglich können keine Nebenwirkungen evaluiert werden. Breit angelegte epidemiologische Studien zeigen keine Evidenz eines erhöhten Risikos einer Schädigung der Kinder, deren Mütter vor der Schwangerschaft ein orales Kontrazeptivum eingenommen haben. Auch zeigen diese Studien keine teratogenen Effekte, falls ein Kontrazeptivum fälschlicherweise während der Schwangerschaft verwendet wurde. Vorhandene Daten aus Tierexperimenten weisen keine aussagekräftigen Resultate über eventuelle schädigende Effekte auf.

Vaginale Verabreichung

Bei Lutealinsuffizienz wird Utrogestan vaginal während den ersten Monaten der Schwangerschaft (bis max. 10. oder 12. Wochen) verwendet.

Eine neue Fall-Kontroll-Studie in den USA an 502 neugeborenen Patienten mit mittel- bis schwergradiger Hypospadie sowie 1286 gesunden männlichen Neugeborenen weist auf ein 2–4fach erhöhtes Risiko einer Hypospadie Grad 2 und 3 bei Knaben hin, deren Mutter kurz vor der Schwangerschaft oder in den ersten 14 Schwangerschaftswochen Gestagene eingenommen hat (OR = 3,7; 95% KI: 2,3–6,0). Dieses Risiko fand sich insbesondere für Schwangerschaften, bei denen die Gestagene im Rahmen einer Infertilitäsbehandlung oder während der ersten Schwangerschaftswochen zur Therapie einer lutealen Insuffizienz eingesetzt wurden. Die Kausalität ist unklar, insbesondere ist nicht geklärt, ob das häufigere Auftreten einer Hypospadie nach IVF auf die damit verbundene Gestagentherapie oder aber auf eventuelle endokrine Anomalien der Mutter zurückzuführen ist, welche die Ursache der Infertilität darstellen. Es gibt auch keinen genügenden Daten um das teratogene Risiko zu evaluieren. Auch die tierexperimentellen Daten sind ungenügend um etwaige teratogene Effekte zu evaluieren.

Stillzeit

Progesteron tritt in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Die Wirkungen auf den Säugling sind jedoch nicht bekannt.

Aus Vorsichtsgründen und wegen des Fehlens einer Indikation soll Utrogestan in der Stillzeit weder oral noch vaginal verabreicht werden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Die Aufmerksamkeit kann bei Fahrern und Benutzern von Maschinen eingeschränkt sein durch das Risiko des Arzneimittles Schläfrigkeit oder Schwindel auszulösen. Die Verabreichung vor dem Schlafengehen erlaubt einen Teil dieser Nebenwirkungen zu vermeiden.

Unerwünschte Wirkungen

Sehr häufig (>1/10), häufig (>1/100, <1/10), gelegentlich (>1/1000, <1/100), selten (>1/10’000, <1/1000), sehr selten (<1/10’000).

Orale Verabreichung

Stoffwechsel und Ernährungsstörungen

Selten: Gewichtsschwankungen und Veränderung der Glukosetoleranz.

Psychische Störungen

Depression.

Störungen des Nervensystems

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Schläfrigkeit, Schwindel: werden oft zusammen mit Hypoöstrogenämie beobachtet.

Gastrointestinale Störungen

Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Verstopfung.

Funktionsstörungen der Leber und Galle

Gelegentlich: cholestatische Ikterus, pruritus.

Haut

Gelegentlich: Urtikaria, Pruritus, Rash, Akne, Chloasma.

Funktionsstörungen des Reproduktionssystems und der Brust

Häufig: Amenorrhöe, Verminderung des menstruales Zyklus, unregelmässige Blutungen.

Gelegentlich: Mastodynie.

Allgemeine Störungen

2 Fallberichte über anaphylaktischen Schock mit Blutdruckabfall und Synkope.

Vaginale Verabreichung

Störungen des Nervensystems

Eine allgemeine Nebenwirkung, insbesondere Schläfrigkeit oder Schwindelgefühl, ist im Verlauf der klinischen Studien im empfohlenen Dosisbereich nur selten beobachtet worden. In diesem Fall ist Utrogestan abends vor dem Schlafengehen zu verabreichen.

Haut

Eine lokale Unverträglichkeit (Brennen, Pruritus oder schmieriger Ausfluss) wurde im Verlauf der verschiedenen klinischen Studien nur selten beobachtet.

Überdosierung

Im Falle einer Überdosierung können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit oder Schwindel auftreten.

Siehe auch «Unerwünschte Wirkungen».

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: G03DA04

Das in Utrogestan enthaltene mikronisierte Progesteron entspricht in seiner Struktur der physiologischen (natürlichen) Form des im Verlauf des weiblichen Ovarialzyklus sezernierten Hormons. Bei Frauen mit normaler Östrogensekretion bewirkt die orale Tagesdosis von 200–300 mg Progesteron einen, mit jenem des natürlichen Hormons vergleichbaren, antiöstrogenen Effekt auf das Endometrium. In der Hormonsubstitution in der Prä- und Postmenopause wird so eine Hyperplasie des Endometriums verhindert und das unter alleiniger Östrogentherapie erhöhte Risiko eines Endometriumkarzinoms reduziert.

Progesteron weist keine androgenen Wirkungen auf.

Im Vergleich zur oralen Gabe ergibt die vaginale Verabreichung eine länger anhaltende Progesteronämie, die gut vertragen wird.

In den hier empfohlenen Anwendungen und Dosierungen bietet Utrogestan jedoch keinen antikonzeptionellen Schutz.

Pharmakokinetik

Orale Verabreichung

Absorption

Nach oraler Verabreichung von Utrogestan wird Progesteron rasch aus dem Magen-Darmtrakt resorbiert. Maximal Plasmaspiegel nach Einnahme von 200 mg Utrogestan steigt auf 11,75 ng/ml nach 2 Stunden und sinkt nach 8 Stunden auf 1,64 ng/ml ab.

Die Cmax von Utrogestan ist dosislinear, nach Gabe von 100 mg (1 Kapsel) beträgt sie durchschnittlich 7,11 ng/ml, nach Gabe von 200 mg (2 Kapseln) durchschnittlich 14,9 ng/ml.

Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit von mikronisiertem Progesteron ist weder für die orale noch für die vaginale Verabreichungsart bestimmt worden. Bei anderen Gestagenen variiert die Bioverfügbarkeit nach oraler Verabreichung zwischen 60% (Norethisteron) und 100% (Levonorgestrel). Es ist jedoch bekannt, dass die Fläche unter der Kurve (AUC) nach der oralen Verabreichung von Utrogestan sowohl bei einmaliger als auch bei wiederholter Einnahme sowie bei Steady-State-Bedingungen linear dosisabhängig ist (100–300 mg).

Wie bei anderen Steroidhormonen bestehen beträchtliche interindividuelle Schwankungen, die durch unterschiedliche Absorptions-, Metabolisierungs- oder Eliminationsgeschwindigkeiten erklärt werden können.

Die mit Utrogestan beobachteten intraindividuellen Schwankungen sind jedoch relativ gering, was die individuelle Dosiseinstellung erleichtert.

Proteinbindung

Im Blut bindet sich Progesteron mit hoher Affinität und schwacher Kapazität (17%) hauptsächlich an das CBG und mit schwacher Affinität und hoher Kapazität (80%) an das Albumin.

Eliminationshalbwertszeit

Die Eliminationshalbwertszeit von Progesteron beträgt rund 6 Stunden. Dieser Faktor scheint mit der unterschiedlichen Verteilung des Wirkstoffes in den verschiedenen Geweben in Verbindung zu stehen.

Metabolismus

Progesteron wird vorwiegend in der Leber metabolisiert, als frei- oder glukuroniede- Form: Pregnandiol-3α-Glukuronide, 11-Desoxycorticosteron, 17-α-Hydroxyprogesteron und 5-α-Dihydroprogesteron. Der letztgenannt Metabolit besitzt eine leichte progestative Wirkung.

Elimination

Die urinäre Elimination überwiegt; 95% des Progesteron und seine Metaboliten in Form von glukurokonjugiertem Metaboliten.

Vaginale Verabreichung

Absorption

Nach vaginaler Verabreichung wird Progesteron rasch durch die Scheidenschleimhaut resorbiert.

Der maximale Plasmawert wird nach 2–6 Stunden erreicht und bleibt nach der Gabe von 200 mg (je 1 Kapsel morgens und abends) während 24 Stunden bei einer mittleren Konzentration von 9,7 ng/ml.

Somit ergibt diese Verabreichungsart der empfohlenen Richtdosis im Vergleich zur oralen Verabreichung stabilere Plasma-Progesteron-Spiegel, die sich den während der Lutealphase eines normalen Menstruationszyklus mit Ovulation beobachteten Werten annähern.

Eine pharmakokinetische Vergleichsstudie an 18 Frauen hat gezeigt, dass die Bioverfügbarkeit des Progesterons, nach vaginaler Anwendung von 200 mg Utrogestan, ungefähr dreimal höher als nach oraler Einnahme von 200 mg Utrogestan (AUC 359 ± 44 µg × h/l zu respektive 114 ± 32 µg × h/l) ist und dass sie nicht proportional zur angewandten Dosis steigt (AUC 359 ± 44 µg × h/l nach 200 mg vaginal und 462 ± 63 µg × h/l nach 400 mg vaginal); siehe Dosierung/Anwendung – Vaginale Verabreichung.

Metabolismus und Elimination

Nach seiner Diffusion ins Plasma folgt das Progesteron denselben Metabolisierungswegen wie bei der oralen Verabreichung.

Präklinische Daten

Präklinische Untersuchungen mit Progesteron zur Toxizität nach wiederholter Gabe, zur Genotoxizität und zum karzinogenen Potential ergaben keine eindeutigen Hinweise auf besondere Risiken im Falle einer Verwendung bei Frauen. Tierstudien haben eine Erhöhung des Karzinogenizitätsrisiko mit verschiedenen gestagenartigen Substanzen gezeigt.

Gestagenartige Substanzen zeigten im Tierexperiment einen embryoletalen Effekt und, in hohen Dosen, eine virilisierende Wirkung auf weibliche Feten.

Reproduktionstoxikologische Studien in Ratten, Mäusen und Kaninchen ergaben keinen Hinweis auf eine teratogene Wirkung. Für Risiken beim Menschen siehe Rubrik «Schwangerschaft/Stillzeit».

Die klinische Studie, die mit vaginaler Verabreichung von Utrogestan unterbreitet wurden haben keine Hautentzündung gezeigt.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden

Im Fall der Entnahme von Biopsien sollte der Pathologe von der Gestagenbehandlung unterrichtet werden.

Haltbarkeit

Utrogestan darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweise

Utrogestan bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Zulassungsnummer

45351 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

Vifor AG, 1752 Villars-sur-Glâne.

Stand der Information

Avril 2013.

Verwendung dieser Informationen

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