Amavita Bisacodyl Dragees 30 Stück
Amavita Bisacodyl Dragees 30 Stück

Amavita Bisacodyl Dragees 30 Stück

7.05 Fr.

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Was ist Amavita Bisacodyl und wann wird es angewendet?

Amavita Bisacodyl ist ein Abführmittel mit Wirkung am Dickdarm. Es löst die stuhlfördernde Eigenbewegung des Dickdarms aus.

Amavita Bisacodyl kann auch verabreicht werden, wenn Pressdruck vermieden werden muss, z.B. bei Hämorrhoiden und Afterschrunden. Amavita Bisacodyl wird kurzfristig bei Darmträgheit (Obstipation), Verstopfung infolge Bettruhe, ungewohnter Kost oder auf Reisen angewendet.

Vor Röntgenaufnahmen im Magendarmbereich und vor Operationen hilft Amavita Bisacodyl zur Darmentleerung.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Kindern, Patientinnen und Patienten mit schweren Erkrankungen ist ärztliche Beratung erforderlich. Bei chronischer Verstopfung muss deren Ursprung vom Arzt bzw. von der Ärztin bestimmt werden. Langzeitbehandlung gehört unter ärztliche Kontrolle. Bei Verstopfung sollten Sie, wenn möglich, ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte, Vollkornbrot) sowie viel und regelmässig Flüssigkeit einnehmen und auf körperliche Tätigkeit (Sport) achten.

Wann darf Amavita Bisacodyl nicht angewendet werden?

Amavita Bisacodyl darf nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Inhaltsstoffe (Galactose-Intoleranz: siehe «Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Amavita Bisacodyl Vorsicht geboten?»), bei Darmverengung, Darmverschluss (Ileus), akuten Erkrankungen in der Bauchhöhle wie akuter Blinddarmentzündung und akuter Darmentzündung sowie bei starken abdominalen Schmerzen in Kombination mit Übelkeit und Erbrechen, welche auf eine schwere Erkrankung hindeuten.

Amavita Bisacodyl darf nicht angewendet werden bei schwerem Flüssigkeits- und Kaliummangel.

Wann ist bei der Einnahme von Amavita Bisacodyl Vorsicht geboten?

Kindern unter 12 Jahren sollte Amavita Bisacodyl nur nach ärztlicher Empfehlung verabreicht werden.

Wie bei allen Laxantien ist auch bei Amavita Bisacodyl eine kontinuierliche tägliche Anwendung über einen längeren Zeitraum als 1-2 Wochen nicht angezeigt. Wenn Laxantien täglich gebraucht werden, sollte die Ursache der Verstopfung untersucht werden. Langzeitbehandlungen gehören unter ärztliche Kontrolle. Bei längerdauernder oder hochdosierter Anwendung können Wasser- und Mineralverluste (Kalium) eintreten und zu Muskelschwäche führen sowie eine Verstärkung der Darmträgheit verursachen. Flüssigkeitsverluste im Darm können einen Flüssigkeitsverlust im Körper begünstigen, welcher Durst und verminderte Harnausscheidung auslösen kann. Bei Patienten, bei welchen sich dies nachteilig auswirken könnte, wie z.B. bei Niereninsuffizienz und älteren Patienten, sollte Amavita Bisacodyl abgesetzt und nur unter ärztlicher Aufsicht wieder eingesetzt werden. Es kann ein im Allgemeinen milder, selbst limitierender Blutstuhl auftreten. Patientinnen oder Patienten, die wassertreibende Arzneimittel, orale Kortikosteroide oder Digitalispräparate einnehmen, sollten Amavita Bisacodyl nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin einnehmen.

Milch und Arzneimittel gegen Magenübersäuerung sollen nicht gleichzeitig mit Amavita Bisacodyl eingenommen werden, da sich sonst die Dragées rascher als gewünscht auflösen. Wenn Sie ein Arzneimittel gegen Magenübersäuerung benötigen, nehmen Sie es eine halbe Stunde nach Amavita Bisacodyl ein.

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin, Alcacyl) sowie Rheuma und Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen Amavita Bisacodyl nicht anwenden.

In sehr seltenen Einzelfällen sind bei Patientinnen und Patienten, die Amavita Bisacodyl eingenommen haben, Schwindel- oder kurzzeitige Bewusstlosigkeitsanfälle (Synkopen) aufgetreten. Nach den entsprechenden Fallberichten handelt es sich dabei vermutlich um Synkopen, die entweder auf den Abführvorgang an sich, auf das Pressen oder auf über das Nervensystem auf Grund von verstopfungsbedingten Unterleibsschmerzen vermittelte Gefässreaktionen, nicht notwendigerweise aber auf die Anwendung von Amavita Bisacodyl selbst zurückgehen.

Wenn abdominale Krämpfe auftreten, sollten potenziell gefährliche Tätigkeiten wie Autofahren oder das Bedienen von Maschinen vermieden werden.

Ein Amavita Bisacodyl Dragée enthält 92,6 mg Lactose. Bei einer Behandlung der Verstopfung bei Erwachsenen und Kindern über 12 Jahre entspricht dies täglich bis zu 185,2 mg Lactose. Patienten mit einer seltenen erblichen Galactose-Intoleranz, z.B. einer Galactosämie sollten die Dragées nicht einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Amavita Bisacodyl während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft möglichst auf Arzneimittel verzichten.

Nur Ihr Arzt oder Ihre Ärztin kann entscheiden, ob Amavita Bisacodyl in der Schwangerschaft verwendet werden darf.

Amavita Bisacodyl kann in der Stillzeit angewendet werden.

Wie verwenden Sie Amavita Bisacodyl?

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 1–2 Dragées vor dem Schlafengehen. Bei hartnäckiger Verstopfung kann die Dosis auf 3 Dragées erhöht werden.

Kinder 4–12 Jahren: nur auf ärztliche Verschreibung; maximal 1 Dragée vor dem Schlafengehen. Bei Einnahme am Abend kommt es nach etwa 10 Stunden, also ohne Störung der Nachtruhe, am nächsten Morgen zu ein bis zwei Entleerungen. Die Dragées Amavita Bisacodyl werden unzerkaut geschluckt, am besten mit etwas Flüssigkeit (keine Milch).

Es wird empfohlen mit der niedrigsten Dosis zu beginnen. Um einen regelmässigen Stuhlgang zu erreichen, kann die Dosis bis zur empfohlenen Maximaldosis erhöht werden. Die tägliche Maximaldosis darf nicht überschritten werden

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Amavita Bisacodyl haben?

Nach Einnahme von Amavita Bisacodyl kann es zu unangenehmen Empfindungen im Bauchbereich kommen: häufig treten Bauchkrämpfe, Bauchschmerzen, oder Durchfall auf; gelegentlich kommt es zu Erbrechen, Schwindel, Blutstuhl und Beschwerden im Bauch- und/oder im Analbereich. Selten treten Synkopen (kurz andauernde Bewusstlosigkeit), Dehydratation, Dickdarmentzündung und Überempfindlichkeitsreaktionen auf, die bis hin zu allergischen Hauterscheinungen und Atmungsorgane, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Asthma, Nesselfieber (chronischer Urtikaria) oder mit Überempfindlichkeit auf Acetylsalicylsäure und andere Rheuma- und Schmerzmittel, sowie Schockerscheinungen (Angioödem, anaphylaktische Reaktionen) führen können.

Das Auftreten von Durchfall ist Zeichen einer zu hohen Dosierung und ist nur vor dem Röntgen oder vor Operationen erwünscht.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Amavita Bisacodyl nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.

Die Dragées sind vor Feuchtigkeit zu schützen und bei Raumtemperatur (15-25 °C) zu lagern. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Amavita Bisacodyl enthalten?

Wirkstoff: Bisacodyl 5 mg.

Hilfsstoffe: Farbstoffe: E 104 (Chinolingelb), E 110 (Gelborange), weitere Hilfsstoffe.

Zulassungsnummer

61236 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Amavita Bisacodyl? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliches Rezept.

Packungen zu 30 Dragées.

Zulassungsinhaberin

Amavita HealthCare AG, 4704 Niederbipp.

Diese Packungsbeilage wurde im Juli 2007 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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