Climara 50 Matrixpfl 50 Mcg/24h 12 Stück
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Climara 50 Matrixpfl 50 Mcg/24h 12 Stück

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Dieses Medikament gehört zur Liste B und ist daher rezeptpflichtig. Wenn Sie von einem Arzt ein Rezept erhalten haben, können Sie uns dieses per Post senden worauf wir Ihnen das Medikament zuschicken werden. Genauere Informationen

Was ist Climara und wann wird es angewendet?

Bei Climara handelt es sich um ein Transdermalsystem, ein Pflaster, aus dem nach dem Aufkleben auf die Haut der Wirkstoff (Estradiol) durch die Haut direkt an das Blut abgegeben wird. Die Abgabe des Wirkstoffs aus dem Pflaster erfolgt gleichmässig während der 7 Tage, in denen es auf der Haut getragen wird.

Estradiol ist ein natürliches weibliches Geschlechtshormon aus der Gruppe der Östrogene und wird vor den Wechseljahren (Klimakterium) in den Eierstöcken gebildet. Nach der letzten Regelblutung (Menopause) wird die Produktion dieses Hormons allmählich eingestellt. Viele Frauen leiden dann an den bekannten und charakteristischen körperlichen und seelischen Wechseljahrbeschwerden. Eine Linderung oder Behebung dieser Beschwerden kann durch Ersatz des fehlenden Hormons erreicht werden.

Climara besteht aus zwei Schichten: einer Schutzschicht und einer Haftschicht, die als Reservoir für den Wirkstoff dient. Die selbstklebende Haftschicht ist durch eine Schutzfolie abgedeckt, die vor dem Anbringen des Pflasters entfernt werden muss.

Climara dient zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden der Frau, die durch Östrogenmangel bedingt sind, wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Schlafstörungen, Schwindelanfälle, nervöse Reizbarkeit, depressive Verstimmungen sowie Blasen- und Scheidenbeschwerden. Ausserdem lassen sich Rückbildungserscheinungen der Schleimhäute der Scheide günstig beeinflussen. Depressive Verstimmungen und nervöse Reizbarkeit werden durch Climara jedoch nur günstig beeinflusst, wenn sie im Zusammenhang mit Hitzewallungen auftreten.

Climara dient auch zur Vorbeugung eines beschleunigten Knochenabbaus (Osteoporose) nach der Menopause.

Climara wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet. Bei Frauen mit intakter Gebärmutter wird der Arzt oder die Ärztin zusätzlich zu Climara ein zweites, ähnliches Hormonpräparat verschreiben, dessen Wirkstoff als Gestagen bezeichnet wird. Das Gestagen verhindert ein unerwünschtes übermässiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut, wie es bei der alleinigen Verwendung von Climara geschehen kann, und es schützt somit die Gebärmutter vor einer möglichen Wucherung.

Was sollte dazu beachtet werden?

Climara ist kein Empfängnisverhütungsmittel.

Wenn Ihnen der Arzt oder die Ärztin Climara auch zur Vorbeugung von Knochenschwund (Osteoporose) verschrieben hat, ist es wichtig, dass Sie auf eine ausgeglichene körperliche Bewegung achten, denn damit unterstützen Sie die Wirkung von Climara. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie diesbezüglich beraten.

Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann mit höheren Risiken gewisser Krankheiten, wie Brustkrebs, Herz-Kreislaufkrankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall, venösen Thrombosen und Lungenembolien – Bildung von Blutgerinnseln in den Gefässen) verbunden werden.

Wann darf Climara nicht angewendet werden?

Climara darf nicht angewendet werden, wenn Sie:

  • an Brustkrebs leiden oder bei Ihnen ein Verdacht auf Brustkrebs besteht,
  • an einem hormonabhängigen Tumor wie Gebärmutter- oder Eierstockkrebs leiden oder bei Ihnen ein solcher Verdacht besteht,
  • eine unbehandelte, übermässige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) haben,
  • nicht abgeklärte vaginale Blutungen haben,
  • einen Lebertumor (gut- und bösartiger) haben oder hatten,
  • eine schwere Lebererkrankung haben oder hatten, solange sich die Leberfunktionswerte nicht vollständig normalisiert haben,
  • an einer Erkrankung der Blutgefässe, die auf Gerinnselbildung beruht (Venenthrombose, Thrombose, Embolie) leiden oder gelitten haben,
  • vor kurzem einen Herzinfarkt und/oder Schlaganfall hatten,
  • Risikofaktoren für die Entstehung einer arteriellen oder venösen Thrombose (Blutgerinnsel) haben (z.B. Mangel an Antithrombin, Protein S oder Protein C),
  • erhöhte Triglyzerid-Blutwerte (spezieller Typ von Blutfetten) haben,
  • an der Stoffwechselerkrankung Porphyrie leiden,
  • schwanger sind oder stillen,
  • eine Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber den Bestandteilen von Climara haben.

Wenn eines der oben aufgeführten Ereignisse während der Therapie mit Climara zum ersten Mal bei Ihnen auftritt, sollten Sie die Behandlung unverzüglich abbrechen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Wann ist bei der Anwendung von Climara Vorsicht geboten?

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird vor Beginn der Behandlung mit Ihnen Ihre persönliche und familiäre Krankengeschichte und Nutzen und Risiken einer Behandlung mit Climara besprechen.

Er/sie wird vor Beginn der Behandlung eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchführen, welche jährlich wiederholt werden. Auch wird er/sie Ihnen die Selbstuntersuchung der Brust empfehlen und Sie dementsprechend unterrichten.

Climara hat keine schwangerschaftsverhütende Wirkung, und während der Behandlung darf es nicht zu einer Schwangerschaft kommen (siehe: «Darf Climara während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?»). Zur Empfängnisverhütung sind gegebenenfalls nichthormonale Methoden (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) anzuwenden.

Beim Auftreten von unregelmässigen oder starken Blutungen während der Behandlung mit Climara, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin benachrichtigen.

Ist die Möglichkeit einer Schwangerschaft in Betracht zu ziehen, muss die Einnahme bis zu deren Ausschluss unterbrochen werden.

Gründe für den sofortigen Abbruch der Behandlung sind:

  • Erstmaliges Auftreten migräneartiger oder häufigeres Auftreten ungewohnt starker Kopfschmerzen,
  • plötzliche Wahrnehmungsstörungen (z.B. Sehstörungen, Hörstörungen),
  • erste Anzeichen von Venenentzündung mit Blutpfropfbildung (Thrombose) oder von Erkrankungen als Folge von Blutgerinnsel (Embolie) (z.B. ungewohnte Schmerzen in den Beinen oder Schwellungen der Beine, stechende Schmerzen beim Atmen oder Husten unklarer Ursache, Ohnmacht),
  • Schmerz- und Engegefühl im Brustraum,
  • Auftreten von Gelbsucht,
  • Auftreten von Leberentzündung,
  • Juckreiz am ganzen Körper,
  • Wachstum von Myomen (gutartigen Geschwülsten der Gebärmutter),
  • Zunahme epileptischer Anfälle,
  • stärkerer Blutdruckanstieg,
  • Schwangerschaft.

Gründe für häufigere ärztliche Kontrolluntersuchungen:

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn Sie eine der nachfolgenden Erkrankung haben oder in der Vergangenheit (z.B. während einer Schwangerschaft oder einer früheren Hormonbehandlung) hatten. In diesen Fällen können häufigere ärztliche Kontrolluntersuchungen notwendig sein:

  • Wenn Sie unregelmässige Monatsblutungen, Brustveränderungen, Brustkrebs in der Familie oder gutartige Geschwülste der Gebärmutter (sogenannte Myome) haben,
  • wenn Sie eine übermässige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) in der Vorgeschichte haben,
  • wenn Sie eine Endometriose (Vorliegen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut an Orten im Körper, wo es normalerweise nicht gefunden wird) haben oder jemals hatten,
  • wenn Sie Risikofaktoren für Blutgerinnselbildung (thromboembolische Erkrankungen) haben (Siehe auch Abschnitt «Erhöhtes Risiko für die Bildung einer Thrombose (Blutgerinnsel)» unten),
  • wenn Sie an Migräne leiden,
  • wenn Sie einen zu hohen Blutdruck haben,
  • wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden,
  • wenn Sie erhöhte Blutfettspiegel (Hypertriglyceridämie) haben oder diese Erkrankung in Ihrer Familie vorgekommen ist,
  • wenn Sie an einer Leber- (z.B. gutartige Lebergeschwulst, Leberadenom) oder Gallenblasenerkrankung (v.a. Gallensteinen) leiden,
  • wenn Sie an Asthma leiden,
  • wenn Sie an Epilepsie oder Veitstanz (Chorea minor) leiden;
  • wenn Sie an systemischem Lupus erythematosus (SLE; eine chronisch entzündliche Erkrankung) leiden,
  • wenn bei Ihnen zuweilen anhaltende, bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma) auftreten oder aufgetreten sind. In diesem Fall sollten Sie sich nicht zu sehr der Sonne oder ultravioletter Strahlung aussetzen;
  • wenn Sie an vererbbarer Taubheit leiden (Otosklerose).
  • wenn Sie an einem erblich bedingten Angioödem leiden (in Episoden auftretendes Anschwellen von Körperteilen wie Händen, Füssen, Gesicht oder Atemwegen).
  • wenn Sie an einem Prolaktinom (ein Tumor) des Hypophysenvorderlappens (Vorderlappen der Hirnanhangdrüse) leiden, ist eine engmaschige ärztliche Überwachung (einschliesslich regelmässiger Bestimmungen des Prolaktinspiegels) erforderlich.

Brustkrebs

In gewissen Studien wurde Brustkrebs bei Frauen, die während mehreren Jahren eine HRT erhielten, etwas häufiger diagnostiziert. Dieses Risiko nimmt mit der Dauer der Behandlung zu. Bei Produkten, welche nur Östrogene enthalten, könnte diese Risikoerhöhung möglicherweise neutral sein. Wenn Frauen die HRT abbrechen, verschwindet das erhöhte Risiko innerhalb von wenigen Jahren. Ähnliche Zunahmen der Brustkrebsdiagnosen werden beispielsweise bei regelmässigem Alkoholkonsum oder bei Adipositas (Fettleibigkeit) beobachtet.

Die HRT kann das Erscheinungsbild der Brust in Mammografieaufnahmen verändern (erhöht die Dichte in mammografischen Bildern). Dies kann den mammografischen Nachweis von Brustkrebs in gewissen Fällen erschweren. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin möglicherweise entscheiden, für die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung auch andere Methoden heranzuziehen.

Wenn Brustkrebs früher in der Familie (z.B. bei Ihrer Mutter oder deren Schwestern) aufgetreten ist, könnte auch bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Erkrankung bestehen. Da der Einfluss einer HRT auf das Risiko nicht eindeutig geklärt ist, sollten Sie den Arzt oder die Ärztin darüber informieren.

Gebärmutterschleimhautkrebs

Wenn Östrogene, wie in Climara enthalten, über längere Zeit alleine angewendet werden, nimmt das Risiko für eine Wucherung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) oder der Entstehung von Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom) zu. Nach Absetzen der Östrogen-Therapie könnte das Risiko für mindestens 10 Jahre erhöht bleiben. Patientinnen, denen die Gebärmutter nicht entfernt worden ist, sollten Östrogene deshalb nicht alleine anwenden. Wenn Sie Climara anwenden und Ihre Gebärmutter nicht entfernt wurde, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen ein zusätzliches Hormon (Gestagen) für mindestens 12 Tage pro Behandlungszyklus verschreiben und Sie diesbezüglich informieren.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin falls bei Ihnen Fälle abnormaler Blutungen (unregelmässige, starke oder andauernde Blutungen, einschliesslich Schmierblutungen) auftreten. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird diese mittels geeigneter diagnostischer Massnahmen abklären.

Eierstockkrebs

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass eine HRT (sowohl für eine Östrogen-Monotherapie als auch für eine kombinierte HRT) mit einem gering erhöhten Risiko für die Entwicklung von Eierstockkrebs verbunden sein könnte.

Lebertumor

In seltenen Fällen sind nach Anwendung hormonaler Wirkstoffe, wie sie Climara enthält, gutartige, noch seltener bösartige Veränderungen an der Leber beobachtet worden, die vereinzelt zu lebensgefährlichen Blutungen in der Bauchhöhle geführt haben. Deshalb ist der Arzt oder die Ärztin zu informieren, wenn ungewohnte Oberbauchbeschwerden auftreten, die nicht von selbst bald vorübergehen.

Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall

Zwei grosse klinische Studien mit konjugierten Östrogenen und Medroxyprogesteronacetat (ein Gestagen), die beide zur HRT verwendet werden, lassen den Schluss zu, dass das Risiko für einen Herzinfarkt im ersten Anwendungsjahr leicht erhöht sein kann.

Dieses Risiko wurde mit konjugierten Östrogenen allein nicht beobachtet. In zwei grossen Studien mit diesen Hormonen war das Risiko für Schlaganfall sowohl für Östrogene alleine als auch für das kombinierte Präparat um 30–40% erhöht.

Obwohl derartige Daten für Climara nicht vorliegen, sollte es nicht zur Vorbeugung von Herzerkrankungen und/oder Schlaganfall verwendet werden.

Zu einer HRT mit Therapiebeginn in relativ frühem Lebensalter (beispielsweise vor dem 55. Lebensjahr) liegen nur wenige Daten vor. Diese deuten darauf hin, dass die Erhöhung des Herzinfarktrisikos bei jüngeren Patientinnen mit kurzem Zeitabstand zur Menopause geringer sein könnte als bei den älteren. Dies gilt jedoch nicht für Schlaganfälle.

Das Risiko für Schlaganfälle ist unabhängig vom Alter oder der Zeit seit der Menopause. Es erhöht sich bei Frauen unter einer HRT mit zunehmendem Alter.

Erhöhtes Risiko für die Bildung einer Thrombose (Blutgerinnsel)

Eine HRT kann das Risiko einer Thrombosebildung (Blutgerinnsel in den Gefässen) erhöhen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird prüfen, ob bei Ihnen z.B. aufgrund einer Kombination von Risikofaktoren oder vielleicht aufgrund eines sehr starken Risikofaktors ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Thrombose besteht. Im Fall einer Kombination von Risikofaktoren kann das Risiko höher als die einfache Addition zweier einzelner Risiken sein. Wenn das Risiko zu hoch ist, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin keine HRT verschreiben.

Das Risiko erhöht sich mit dem Alter und kann ebenfalls grösser sein,

  • wenn Sie oder jemand in Ihrer nächsten Verwandtschaft eine Thrombose in den Blutgefässen der Beine oder der Lunge gehabt hat;
  • wenn Sie übergewichtig sind;
  • wenn Sie an Krampfadern leiden;
  • wenn Sie rauchen;
  • wenn Sie an systemischem Lupus erythematodes (chronisch entzündliche Erkrankung) leiden;
  • wenn Sie unter einer bösartigen Tumorerkrankung leiden.

Wenn Sie Climara bereits einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin rechtzeitig im Voraus über einen geplanten Spitalaufenthalt oder einen chirurgischen Eingriff. Das Risiko, eine tiefe Venenthrombose zu erleiden, kann aufgrund einer Operation, einer schweren Verletzung oder Bettruhe sowie eingeschränkter Bewegung vorübergehend erhöht sein.

Demenz

Bei einer längeren Therapie mit einem anderen Hormonpräparat wurden bei älteren Patientinnen in sehr seltenen Fällen eine Abnahme des Erinnerungsvermögens und der geistigen Leistungsfähigkeit beobachtet. Es ist nicht bekannt, ob dasselbe Risiko mit Climara besteht.

Sonstige Vorsichtsmassnahmen

Östrogene können eine Flüssigkeitsretention (Wassereinlagerung im Gewebe) verursachen. Patientinnen mit Herz- oder Nierenfunktionsstörungen sollten daher sorgfältig überwacht werden.

Wenn trotz vorschriftgemässen Wechsels des Anwendungsortes wiederholt anhaltende Hautirritationen (z.B. Ekzeme oder Juckreiz) am Anwendungsort auftreten, sollte mit dem Arzt bzw. der Ärztin über einen Abbruch der Behandlung mit Climara Pflaster gesprochen werden.

Wechselwirkungen mit Labortests

Eine HRT wie Climara kann gewisse Laboruntersuchungen beeinflussen. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder dem Laborpersonal mit, dass Sie Climara anwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Gewisse Arzneimittel können bei gleichzeitiger Einnahme die Wirkung von Climara beeinträchtigen oder zu Blutungsunregelmässigkeiten führen: z.B. Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie (Barbiturate, Phenytoin, Carbamazepin, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Primidon), von HIV- und Hepatitis C-Infektionen (Proteaseinhibitoren und Nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren), von Tuberkulose (Rifampicin, Rifabutin), von hohem Blutdruck in den Lungen (Bosentan), von einer speziellen Art der übermässigen Schläfrigkeit (Modafinil) sowie bei längerfristiger Einnahme (über 10 Tage) gewisser Antibiotika zur Behandlung bestimmter Infektionen (Tetracycline) und bei Einnahme von Johanniskrautpräparaten (siehe unten).

Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin oder Apotheker bzw. Apothekerin über das weitere Vorgehen, falls Sie längerfristig (d.h. über mehr als 10-14 Tage) Antibiotika einnehmen müssen (z.B. bei Entzündungen der Knochen oder bei Borreliose).

Einige Arzneimittel sowie Grapefruitsaft können die Wirkstoffkonzentration von Climara im Blut erhöhen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel oder Grapefruitsaft einnehmen:

  • Antipilzmittel, die Wirkstoffe wie z.B. Itraconazol, Voriconazol, oder Fluconazol enthalten,
  • bestimmte Antibiotika (sogenannte Makrolide), die als Wirkstoff Clarithromycin oder Erythromycin enthalten,
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen (mit den Wirkstoffen Diltiazem oder Verapamil).

Wenn Sie zuckerkrank sind, dann könnte sich durch die Einnahme von Climara Ihr Bedarf an blutzuckersenkenden Arzneimitteln (inklusive Insulin) ändern.

Climara kann auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, und deren Wirkung entweder verstärken oder vermindern. Dies betrifft z.B. Cyclosporin und das Antiepileptikum Lamotrigin (dies könnte zu einer erhöhten Häufigkeit von Krampfanfällen führen, weshalb Ihr Arzt/Ihre Ärztin zu Beginn der Anwendung von Climara und wenn Sie Climara absetzen die Lamotrigin-Blutspiegel überwachen wird).

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, ob Sie mit Arzneimitteln zur Behandlung von Hepatitis C-Infektionen behandelt werden (Arzneimittel mit Wirksubstanzen wie Ombitasvir, Paritaprevir, Ritonavir, Dasabuvir). Arzneimittel mit Östrogenen wie Climara könnten gegebenenfalls die Wirkung dieser Arzneimittel beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden! Ebenso ist es wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt bzw. Ihre Ärztin oder Zahnärztin über die Einnahme von Climara informieren, wenn er bzw. sie Ihnen neue Arzneimittel verschreibt.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Für Climara ist kein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, bekannt. Es wurden diesbezüglich keine Studien durchgeführt. Bitte beachten Sie die unerwünschten Wirkungen.

Darf Climara während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Climara darf während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit grundsätzlich nicht angewendet werden. Geringe Mengen an Geschlechtshormonen können in die Muttermilch ausgeschieden werden. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit gibt es für dieses Arzneimittel auch keine medizinisch begründete Anwendung.

Sollten Sie während der Behandlung mit Climara dennoch schwanger werden oder dieses Präparat unbeabsichtigt während der Schwangerschaft angewendet haben, müssen Sie sofort den Arzt oder die Ärztin benachrichtigen.

Wie verwenden Sie Climara?

Wie und wann sollte Climara eingenommen werden?

Wenn Sie zurzeit kein anderes Präparat zur HRT anwenden oder einnehmen, können Sie sofort mit der Anwendung von Climara beginnen.

Wenn Sie bereits ein anderes Präparat anwenden oder einnehmen, beginnen Sie die Therapie mit Climara am ersten Tag nach Absetzen der Therapie mit dem anderen Präparat oder gemäss ärztlicher Anweisung.

Wenn Sie eine intakte Gebärmutter haben, wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein zusätzliches Hormon (Gestagen) verschreiben und Sie diesbezüglich informieren.

Climara wird einmal wöchentlich aufgeklebt.

Zur Vorbeugung des beschleunigten Knochenabbaus soll die Behandlung mit Climara so früh wie möglich nach Eintritt der Menopause begonnen werden. Die Dosierung wird durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin individuell festgelegt.

Was gibt es für Behandlungsarten?

Der Arzt oder die Ärztin kann Ihnen Climara als fortlaufende oder als zyklische Therapie verordnen. Die zyklische Therapie umfasst eine 3-wöchige Behandlung, gefolgt von einer 1-wöchigen Unterbrechung. Bei der fortlaufenden Therapie entfällt die 1-wöchige Unterbrechung. Das Pflaster wird bei beiden Behandlungsarten einmal pro Woche ausgewechselt.

Welches Behandlungsschema für Sie im Einzelfall das geeignete ist, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin entscheiden. Er/Sie wird Sie auch über weitere, für Sie massgebliche Einzelheiten informieren.

Wie handhaben Sie Climara?

Öffnen Sie ein Sachet (Beutel), entfernen Sie die Schutzfolie und kleben Sie das Pflaster sofort danach auf eine saubere, trockene und intakte Hautstelle am Gesäss oder Bauch auf. Pressen Sie das Pflaster mit dem Handballen etwa 10 Sekunden lang fest an die Haut an und stellen Sie sicher, dass das Pflaster vor allem im Randbereich gut anhaftet. Sie sollten dabei den Kontakt der Finger mit dem klebenden Teil des Pflasters vermeiden und nach Anbringen des Pflasters Ihre Hände waschen.

Die gewählte Hautstelle sollte weder ölig noch fettig sein, da sonst ein neues Pflaster nicht haftet. Auch sollte sie nicht gerötet oder gereizt sein. Kleben Sie das Pflaster nicht sofort wieder auf dieselbe Hautstelle auf, sondern wechseln Sie den Aufklebeort regelmässig.

Das Pflaster darf nicht auf die Brüste geklebt werden. Vermeiden Sie auch die Taille, da die Reibung enger Bekleidung das Pflaster ablösen kann.

Mit einem korrekt aufgeklebten Pflaster können Sie baden oder duschen wie üblich. In sehr heissen Bädern oder in der Sauna kann sich das Pflaster von der Haut ablösen. Sollte ein Pflaster abfallen, versuchen Sie es wieder anzukleben. Wenn sich ein Pflaster nicht wieder ankleben lässt, verwenden Sie ein neues Pflaster. Dieses neue Pflaster bleibt dann für die restliche Zeit des 7-Tage-Dosierungsintervalls auf Ihrer Haut, d.h. den nächsten Pflasterwechsel nehmen Sie am selben Wochentag wie immer vor.

Das Pflaster darf nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden und sollte daher an einer Hautstelle angebracht werden, die von Kleidung bedeckt ist.

Was ist zu tun, wenn Sie vergessen haben, ein Climara Pflaster zu wechseln?

Wenn Sie vergessen haben ein Pflaster zu wechseln, erneuern Sie das Pflaster, sobald Sie es bemerken. Das nächste Pflaster kleben Sie im normalen 7-Tage-Rhythmus wieder auf.

Wenn Sie den Verlust eines Pflasters während mehreren Tagen nicht bemerken oder vergessen haben es zu wechseln, können unregelmässige Blutungen auftreten.

Was tun, wenn Sie zu viele Climara Pflaster aufgeklebt haben?

Eine Überdosierung ist im Hinblick auf die Anwendungsart unwahrscheinlich, achten Sie darauf, dass das alte Pflaster immer entfernt wurde, bevor das neue Pflaster aufgeklebt wird. Bei einer Überdosierung können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Blutungen in der Gebärmutter auftreten. Eine spezifische Behandlung ist nicht nötig, aber Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen.

Was tun, wenn Ihr Arzt bzw. Ärztin Ihnen ein zusätzliches Gestagen-Präparat verschreibt?

Wenn Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin zusätzlich zu Climara ein Gestagen-Präparat verschreibt - dies ist notwendig bei Frauen mit intakter Gebärmutter - so muss das Gestagen während 12–14 Tagen pro Monat eingenommen werden (bei zyklischer Anwendung während der letzten 12–14 Tage des Behandlungszyklus). In der Regel tritt nach jeder Gestagen-Behandlungsperiode nach 2–3 Tagen eine Entzugsblutung auf. Die Dosierung des Gestagens und die Behandlungsdauer werden vom Arzt oder von der Ärztin festgelegt.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird je nach Ihren Bedürfnissen festlegen, wie lange Sie Climara einnehmen sollen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Spezielle Dosierungsanweisungen

Kinder und Jugendliche

Climara ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen indiziert.

Ältere Patientinnen

Eine Dosisanpassung bei älteren Patientinnen ist nicht erforderlich.

Leberfunktionsstörungen

Climara wurde bei Patientinnen mit Leberfunktionsstörungen nicht spezifisch untersucht. Frauen mit einer schweren Lebererkrankung dürfen Climara nicht anwenden (siehe: «Wann darf Climara nicht angewendet werden?»).

Nierenfunktionsstörungen

Climara wurde bei Patientinnen mit Nierenfunktionsstörungen nicht spezifisch untersucht und es können keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.

Welche Nebenwirkungen kann Climara haben?

Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen, welche im Zusammenhang mit einer HRT auftreten können, sind im vorangegangenen Abschnitt «Wann ist bei der Anwendung von Climara Vorsicht geboten?» beschrieben. Bitte lesen Sie diesen Abschnitt für weitere Informationen.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen waren Hautreizungen an der Stelle, an der das Pflaster aufgeklebt wurde und Brustschmerzen.

Weiterhin können folgende Nebenwirkungen bei der Anwendung von Climara auftreten:

Sehr häufig

Brustschmerzen, Reizungen an der Anwendungsstelle (wie Hautrötung, Juckreiz, Bläschenbildung)

Häufig

Kopfschmerzen, Schwindel, Blähungen, Übelkeit, Veränderungen des Körpergewichtes, Spannungsgefühl in den Brüsten, Unterleibsschmerzen, Änderungen im Blutungsmuster (einschliesslich Durchbruchblutungen und Schmierblutungen), Ödeme (Flüssigkeitsansammlung in den Geweben).

Gelegentlich

Migräne, Muskelkrämpfe, Vergrösserung der Brüste.

Über andere unerwünschte Wirkungen wurde bei Anwenderinnen von HRT berichtet, der Zusammenhang mit Climara wurde jedoch weder bestätigt noch widerlegt:

Erhöhte Triglyzerid-Blutwerte (spezieller Typ von Blutfetten), Ängstlichkeit, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Veränderungen des Sexualtriebes, Depression, Sehstörungen, Herzklopfen, Blutdruckanstieg, arterielle und venöse Thrombosen (Blutgerinnsel), Erbrechen, abnormale Leberfunktionstests, Gallensteine, Gelbsucht, Verschlechterung einer Porphyrie (eine seltene Krankheit des Stoffwechsels), Hautflecken, die dauerhaft sein können, braune Flecken im Gesicht (Chloasma), Haarausfall, allergische Hautreaktion mit Juckreiz, entzündliche Hautveränderung mit rötlichen Papeln (Erythema nodosum), entzündliche Hautveränderung mit oder ohne Blasenbildung (Erythema multiforme), geplatzte Äderchen unter der Haut (vaskuläre Purpura), Schmerzen in den Brüsten, vermehrter Scheidenausfluss, gutartige Geschwulste in der Brust, Vergrösserungen von Uterusmyomen (gutartiges Geschwür der Gebärmutter), Veränderungen in der Ausprägung des Gebärmutterhalssekretes, Vergrösserung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Climara soll für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Climara soll vor starker Wärme geschützt (unter 30 °C) und am besten an einem kühlen Ort – in ungeöffneten Sachets – aufbewahrt werden (jedoch nicht im Kühlschrank).

Unter Einwirkung von ultraviolettem Licht wird das in Climara enthaltene Estradiol abgebaut. Die Systeme sind daher nicht dem Sonnenlicht auszusetzen. Sie sind unmittelbar nach Entnahme aus dem Beutel an einer Hautstelle anzubringen, die von der Kleidung bedeckt ist (siehe: «Wie handhaben Sie Climara?»).

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Falls Sie im Besitz von verfallenen Arzneimitteln sind, bringen Sie diese zur Entsorgung in die Apotheke zurück.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Climara enthalten?

Wirkstoff: Estradiol.

Climara 50 Pflaster (12,5 cm²) enthält 3,8 mg Estradiol. Die Wirkstoffabgabe beträgt 0,05 mg Estradiol pro Tag.

Hilfsstoffe zur Herstellung des Pflasters.

Zulassungsnummer

53068 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Climara? Welche Packungen sind erhältlich?

Climara 50 erhalten Sie in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

In Packungen mit 12 Pflastern.

Zulassungsinhaberin

Bayer (Schweiz) AG, 8045 Zürich.

Diese Packungsbeilage wurde im Mai 2017 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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